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pfeife

nhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

pfeife f.

Bd. 13, Sp. 1641
pfeife, f. , ahd. phîfâ, pfîfâ, fîfâ, mhd. phîfe, pfîfe, altn. pîpa, ags. nd. pîpe, mit franz. pipe, ital. piva entlehnt (schon vor der ahd. zeit) aus mlat. pipa (cadus, canalis, vasculum, fistula Du Cange 3, 1, 274) vom lat. pipare piepen, pfeifen. vgl. piepe. 11) aus einer (mit einem oder mehreren kleinen löchern versehenen) röhre bestehendes blasinstrument zu musikalischen oder andern zwecken, wozu vielleicht ursprünglich beinröhren (s. lat. tibia, schienbeinknochen und pfeife, flöte, im 8. jahrh. deutsch glossiert durch peinfîfâ Graff 3, 330. Voss antisymb. 1, 320 f.), sodann wie bei den Griechen und Römern die röhren des schilfes verwendet worden sind, wozu später aus abgestreifter rinde (s. pfeifenbaum, -holz, -strauch), aus verschiedenen holzarten, aus bein oder metall gemachte pfeifen kamen; s. bast-, bein-, halm-, holz-, knochen-, metall-, rohr-, sack-, schilfpfeife und nach dem zwecke bettel-, hirten-, hunde-, jagd-, kinder-, lock-, orgelpfeife u. a.; vergl. flöte. — in ahd. glossen phîfâ, fîfâ, calamus, fistula Graff a. a. o.; mhd. si bliesen ir trumben, horn und pfîfen. Rolandslied 272, 13; die pfîf' sol man erschellen. minnes. 3, 299b; wer mac daʒ begrîfen al mit sinne, wie man twinget in der pfîfen luft, daʒ si gewinne süeʒer dœne schellen kreftic unde lût? 1, 267b; nhd. pfeife, fistula, tibia Dief. 237a. 582c, pfeufe Tucher baumeisterb. 258, 31: das er im tusch (tausch) ein esel gab um ein pfif ... dann wer um pfiffen ein esel git, der musz oft gon, so er gern rit. Murner narrenbeschw. 8, 54. 57; es sei eine pfeiffe oder eine harffe. 1 Cor. 14, 7 (es sei das horn oder die herpf cod. Tepl.); das volk pfeiff mit pfeiffen. 1 n. 1, 40; lobet in mit seiten und pfeiffen. ps. 150, 4; sie jauchzen mit paucken und harffen, und sind frölich mit pfeiffen. Hiob 21, 12; pfeiffen und harffen lauten wol, aber eine freundliche rede besser denn beide. Sir. 41, 21; pfifen ausz widen (weiden) machen. F. Platter 163 B.; ein ror darausz guot pfeiffen ist zemachen, auleticus calamus, pfeiffen von buchsz Maaler 317b; gesäckte pfeifen, dudelsackpfeifen. Spee trutzn. 141 B.; auf der pfeiffe spielen. Rädlein 699a; tantzen nach dem thon und klang einer armseligen pfeiffen. Albertinus der welt turnierplatz 276; der vogler brauchet .. pfeifen (lockpfeifen). Weckherlin 197; Duplex, der mit pfeiffen handelt, führet meistens schlimme pfeiffen, die ihm aber wol gehn abe (gut verkauft werden); dann er kan si selbsten greifen (spielen). Simplex handelt auch mit pfeiffen, derer kein ihm abe gehet, ob sie gleich sind wol gebrochen, weil er pfeiffen nicht verstehet. Logau 3, 1, 45, vgl. unter b; fort nun trieb der Kyklop mit gellenden (gellendem 1781) pfeifen die heerde. Voss Od. (1793) 9, 15; trommeln und pfeifen, kriegrischer klang! Schiller 12, 30 (Wallenst. lager 7); sie (flöte) war kurz geschnäbelt, wie die pfeifen. Göthe 15, 323; indem die pfeife des leierkastens ... auspfiff. Immermann Münchh. 3, 10. Eine menge von redensarten und sprichwörtern geht auf die pfeife zurück. 1@aa) in bezug auf das schneiden derselben im rohr, aus holz: schneid pfeiffen, weil du in den rören sitzest (benütze die günstige gelegenheit, beute den vortheil aus). Frank sprichw. 2, 92b; damit sie sich eine wackere pfeife schneiden. commentar zum Simplic. 1, 834; ich glaube, dasz die liebe dabei im rohr sasz und pfeifen schnitt. Hermes Soph. (1776) 3, 202; Peter meinte, der vetter habe sich in Paris seine pfeifen gut geschnitten. Schiller 14, 221 (parasit 2, 7); das sprichwort auch ist wahr: wer sitzet in dem röhricht und keine pfeife da sich schneidet, der ist thöricht., Rückert brahm. 11, 28; wer im rohr sitzt, hat gut pfeifen schneiden (nd. im roor is good pipen sniden Dähnert 349b); aus fremdem rohr ist gut pfeifen schneiden. Simrock sprichw. 422; die pfeife verräth das holz, woraus sie geschnitten ist. Lessing 1, 429. 1@bb) in bezug auf das stimmen und blasen der pfeife: aber wo ist hie der meister, der diese pfeiffen zusammen stimmen mag? Luther 5, 290a; zu dem ende ich der wirthin noch 3 guinees in die hand drückte und meine laute nach meiner pfeiffe stimmte. Felsenb. 4, 222; dasz euch .. das maul an die pfeiff msz wachsen! Fischart Garg. 131a; der ein pfeiff im hausz wil haben, den kost der mann, der dahinder stehet, mehr als ein pferd zu halten. Lehmann 369, 85; wer schlechte pfeiffen hat und kann selbst pfeiffen, der verkauft seine pfeiffen am ehisten. 648, 93 (vergl. oben Logau 3, 1, 45 und pfeifenkrämer); wie die pfeife, so der tanz; mit der pfeife gewonnen, mit der trommel verthan. Simrock sprichw. 422; was mit trommeln gewonnen wird, gehet mit pfeifen wieder hin. Simplic. 1, 484, 28; er pfeift auf einer ziemlich groben pfeife, homo effrons est. Stieler 1437. 1@cc) die pfeife (sackpfeife) im sack stecken lassen, sich nicht breit machen, sich ruhig verhalten. Simplic. 1, 411, 12; die pfeife (oder mit der pfeife) einziehen, die pfeife in den sack stecken, als zeichen des kleinlauten schweigens und nachgebens, der verlegenheit, beschämung, mutlosigkeit: und wiewol (Husz) das leben drüber lies, dennoch so viel erlanget, das der bapst dieselben pfeiffen einziehen und sich des frevels schemend bisher enthalten mus. Luther 1, 424a; diesen greuwel fühlen .. die papisten wol und ziehen heimlich die pfeiffen ein, protzen und schmücken sich nun mit dem fürbitten der heiligen. 5, 145a; nu sind sie (die weltlichen herren) frölich worden, das sie los und frei sind, und die geistlichen tyrannen die pfeiffen einziehen müssen. 148a; so wöllen wir gottes son heiszen die pfeiffen einziehen und schweigen. 234b; sie halten hinder dem berge, und ziehen die pfeiffen ein. 369b; ziehen sie (papisten) nun die pfeiffen ein, und .. predigen vom glauben und guten werken. 6, 105b; welche pfeiffe (ablaszkrämerei) sie dazumal einzogen und noch einziehen. 497b; dieweil denn die juristen hier ihre pfeiffe einziehen. tischr. 267b u. ö.; die schriftklugen kundten nicht ... widerlegen und zogen ein mit ihrer pfeif. Ringwald evang. Ff 2b; und wenn dich trifft ein kleiner reiffen, bald zeuchstu in den sack die pfeiffen. Waldis Es. 2, 28, 40; du jung milchmaul, ziehe nur die pfeife ein (schweig still)! kunst über alle künste 12, 30 Köhler; ich denke aber du wirst wohl die pfeife in den sack stecken, wenn ich dir alles sagen werde, was ich weisz. Stilling jug. (1780) 8. plattdeutsch: de pipe in den sakk teen, durch drohungen zur ruhe gebracht werden Dähnert 349b. Ebenso der pfeife entfällt der ton oder mir entfällt die pfeife u. ä.: do solich .. botschaft gen Nürnberg kament, do entfiel der pfeifen der ton (wurden sie herabgestimmt, mutlos). Meisterlin 148, 12; dem pfarrer war die pfeiffen in die eschen gefallen (er ward mutlos, bekam angst). Zimm. chr.2 2, 560, 4; aber die pfeiffe fiel mir bald in dreck (meine freude und hoffnung war bald aus). Simpl. 1, 714, 13; die pfeiff ist ihme in den koth gefallen, cecidit animo, tranquillior est. Weismann lex. bipartit. 2, 283b. 1@dd) nach jemandes pfeife tanzen, sich jemandes willen fügen, ihm unbedingt gehorchen (vgl. geige 1, d): ich kan wol tanzen nach mannes pfeifen (vielleicht obscen, s. 3, b). fastn. sp. 747, 15; alle concilien müsen der h. kirchen unterworfen sein, gleich wie ein gehorsam kind seiner mutter unterworfen ist, und müssen allezeit nach ihrer pfeiffen dantzen. Fischart bienenk. (1580) 46a; welcher sack nicht nach seiner (des müllers) pfeiff wolte tanzen, der mste zur straff sich zweimal moltern lassen. Weidner apophth. 289; wer bei hofe leben und sein will, musz sich in allem nach seines herren pfeiffe trehen. commentar zum Simpl. 1, 203; ich wolte vor Solanden reden, dasz er nach (der frau) Bonvillen süszer pfeiffen keinesweges getantzet hätte, auch wann die flöte gleich von golde gewesen wäre. polit. stockf. 113; nun läuft sie fort, da sie nach ihrer pfeife nicht tanzen wollen. Lessing 1, 262; ich musz schon nach seiner pfeife tanzen. Kotzebue dram. sp. 2, 332; o der hört das gras wachsen und macht einen .. nach seiner pfeife tanzen, wie er will. Immermann Münchh. 4, 251. 1@ee) in bezug auf die dudelsackpfeife: pfeiff wil voll sein, ein guote sackpfeiff laut nicht, sie sei dann vol. Frank sprichw. 2, 66b; aber die welt ist nur von Milthausen (freigebig), wenn ir pfeuff vol ist, und was sie nit mag. parad. 101a; nur leere pfeifen dudeln. Schiller 1, 268. 1@ff) in bezug auf die orgelpfeife: wann wa ain sollicher unleidlicher mensch, der sich selber suochet, in ainer gemain funden wirt, der ist gleich als ain pfeiff in ainer orglen, die alzeit misztönet und mit irem geschrai alwegen ausz allen andern pfeiffen, die in der orgeln sind, gehört würt, verirret und dissoniert in ainer gantzen gemain. Keisersberg pred. (1510) 51c; ein pfeiff in der orgel, die nicht recht gestimmt ist, verderbt den gantzen gesang. Lehmann 814, 28; eine pfeiff macht keine orgel. Procopius patrociniale (Salzburg 1674) 4; aus voller pfeife (mit feiner, kreischender stimme) schreien. Klinger 10, 19. 22) etwas, das einen pfeifenähnlichen ton hervorbringt und der auf diese weise hervorgebrachte ton: die (gemsen) stellen klug, wo sie zur weide gehn, 'ne vorhut aus, die spitzt das ohr und warnet mit heller pfeife, wenn der jäger naht. Schiller 14, 274 (Tell 1, 1), vergl. Brehm thierl. 2, 530: 'ahnt das leitthier gefahr, so pfeift es, wie das murmelthier, hell auf, stampft mit einem der vorderläufe auf den boden und beginnt sofort die flucht. die andern folgen ihm im galopp nach. das pfeifen, oder wahrscheinlich richtiger das schneuzen, ist ein heiserer schneidender, etwas gezogener laut, welcher weithin vernommen wird'. mit dem munde pfeifende kinder pflegt man zu fragen, wo sie die pfeife gekauft hätten, ob ihnen die pfeife feil wäre u. dgl. (vgl. maulpfeife); die hinder- oder lochpfeife, anus et crepitus ventris Stieler 1438 (vgl. pfeifen 9, pfeifer 3); die pfeife einer dampfmaschine, locomotive u. s. w., s. dampfpfeife; ein pfeifender, sausender schlag, s. backpfeife (Immermann Münchh. 1, 406). 33) eine röhre oder etwas röhrenartiges überhaupt. 3@aa) altfries. mnd. pîpe, röhrknochen im arme Richthofen 978b. Schiller-Lübben 3, 330a. 3@bb) urinröhre, penis (vergl. f), mnd. pîpe Schiller-Lübben 3, 330a: das sie in der nacht .. dem man die pfeifen erwüscht und im gar nahe die gar abgebissen. Zimm. chr.2 2, 286, 20; mit der ainen handt er die pfeifen und das geschier verdeckt. 535, 6; mit ragender pfeifen. 3, 603, 27. 3@cc) was tabakspfeife, aus nnl. pyp, tabakspyp (zunächst die röhre, durch die man den rauch an sich zieht, dann die ganze rauchvorrichtung), eine pfeife (oder eine pfeife tabak) stopfen, anzünden, rauchen; die pfeife ausklopfen, räumen u. s. w.: da präsentirte ihr Eckarth eine pfeiffe mit taback angefüllt. Ettner unw. doctor 344; als mutter Vulpia ein paar pfeiffen geraucht. 345; womit er sich am meisten erhelt, ist mitt dem tabackrauchen; alle tag nimbt er etliche pfeiffen tabak. Elis. Charl. (1867) 475; da sein abendschmaus in einer pfeife tabak bestand. Pfeefel 2, 301 Hauff; pursche fangen grillen; aber wenn sie füllen, und die pfeiffen glühn, musz der schmertz .. entfliehn. Günther 919; sprich nicht, weil ich gerne rauch, tobak sei mir mehr als du. wann ich dreiszig pfeiffen schmauch, langt die freude doch nicht zu, zwei, drei küsse zu bezahlen, die von deinen lippen sein. Stoppe ged. 1, 41; dir, braune pfeife — will ich fidibusopfer bringen. Hölty 89 Halm; eine pfeife tabak anmachen, die pfeife stopfen, anschmauchen. H. v. Kleist 5, 102 H.; eine ungestopfte thönerne pfeife. Tieck ges. novellen 3, 41; indem er seine pfeife anrauchte (anzündete). Hermes Soph. (1776) 6, 13, anders meerschaumpfeifen anrauchen, so lange daraus rauchen, bis sich die köpfe bräunen oder schwärzen (meerschaumene köpfe braun rauchen. J. Paul leben Fibels 117); holt .. ein licht, die pfeife anzustecken. J. G. Jacobi 4, 165; späne, womit man ... eine pfeife tobak anzünden konnte. Stilling jug. (1780) 36; theaterfeuer, das keine pfeiffe tabak anzündet. Schiller 2, 28 (räuber, schausp. 1, 2); er schlug feuer, seine pfeife anzuzünden. 4, 75; und lagerten sich bequem auf dem rasen, um eine pfeife zu rauchen. Göthe 18, 69; sein pfeifen-ausklopfen. J. Paul 48, 124 H.; die pfeife reinigen. Auerbach ges. schriften 17, 174; die silberbeschlagene pfeife. 175; bildlich: aus der brennenden pfeife der liebe rauchen. J. Paul Katzenb. 1, 43. 3@dd) das blaserohr des glasbläsers Karmarsch 2, 137. 3@ee) luftabzugscanal in der gieszform (ich vergasz nicht die luftcanäle anzubringen, welche kleine röhren von gebrannter erde waren, wie man sie zu den wasserleitungen und andern dergleichen dingen braucht. Göthe 35, 208): wie sich schon die pfeifen bräunen. Schiller 11, 308. 3@ff) eine röhre, um flüssigkeiten durchlaufen zu lassen (vgl. b) Schiller-Lübben 3, 330a: macht nicht der eingegossen wein die pfeiff (gurgel) resch? Fischart Garg. 23b; die röhre an einem gieszgeschirre (s. pfeifkanne) Hennig preusz. wb. 183; eine wasserröhre, ein graben, durch den wasser abgeleitet wird, ein überbrückter oder überwölbter wassercanal Jacobsson 6, 728b. Voch baulex. 23b. Weber öcon. lex. 411a. 3@gg) weidmännisch die hohle röhre am fuchseisen, durch welche der abzugsfaden geht Kehrein 225; bergmännisch was büchse, der nach erfolgter explosion des schusses öfter stehen bleibende untere theil des bohrloches Veith 121. 364; bei den webern die im weberschiffchen auf einem draht steckende spule Jacobsson 3, 239a. 3@hh) die tülle eines leuchters Jacobsson a. a. o.; nd. dat lecht brennt in de pipe brem. wb. 3, 320; ladstockhalter am gewehr Weber öcon. lex. 411a. 3@ii) die mit einem auge versehene, ringförmig abgestreifte rinde eines schöszlings, die auf einen andern, von der rinde an einer stelle ringförmig entblöszten schöszling aufgezogen wird, um ihn zu veredeln. Hübner naturlex. 1399, vergl. pfeifzweigung; röhrenförmige triebe z. b. des hopfens, spargels: man darf übrigens nur spargelbeete pflanzen und im dritten jahre liegen die pfeifen in der schüssel. Göthe an Zelter 764 (6, 104). 3@kk) die zellen in den wachsscheiben eines bienenstockes Jacobsson 3, 239a; plattdeutsch die pipen, die röhrweise gebogenen falten in den kragen und hauben Dähnert 349b. 3@ll) in der architektur s. v. a. dienst, ein langes schmales säulchen; sodann die einzelne falte eines faltencapitäls, die kurze kannelierung auf der vorderseite der hängeplatten, friese u. s. w. Müller-Mothes 744b. 3@mm) zoologisch, name einschaliger, pfeifenartiger schalthiere Zedler 22, 1320, s.meer-, orgel-, sand-, schlangen-, seepfeife.
14720 Zeichen · 314 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Pfeife

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    1. Die Pfeife , plur. die -n, Diminut. das Pfeifchen. Oberd. Pfeiflein, ein noch im gemeinen Leben übliches Wort, die Fä…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Pfeife

    Goethe-Wörterbuch

    Pfeife ‘Pfeif’ B50,83,9 1 Musikinstrument a Flöte, auch im Vergl; ‘vielrohrige P.’ für Panflöte; je einmal ‘P-n schneide…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Pfeife

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Pfeife , eine Röhre, in der stehende Wellenbewegung der Luft durch Anblasen hervorgebracht wird. Fig. 1 (S. 696) stellt …

  4. modern
    Dialekt
    Pfeife

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    Pfeife Band 2, Spalte 2,511–515

  5. Sprichwörter
    Pfeife

    Wander (Sprichwörter)

    Pfeife 1. Aeirst de Pype ân un dan 't Piärd iuten Grâwen, sach de Biur, doa was iäm sin Piärd 'rin fallen. ( Hemer in de…

  6. Spezial
    Pfeife

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Pfei|fe f. (-,-n) 1 (zum Rauchen) pipa (pipes) f. 2 (zum Pfeifen) sciüre (-ri) m. , sciurot (-oc) m. , sciblot (-oc) m. …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit pfeife

333 Bildungen · 246 Erstglied · 85 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von pfeife

pfeifeln + -e

pfeife leitet sich vom Lemma pfeifeln ab mit Suffix -e, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

pfeife‑ als Erstglied (30 von 246)

pfeifeln

DWB

pfeifeln , verb. , iterativ zu pfeifen, alem. pfifflen Zimm. chron. 2 3, 105, 18. 20.

pfeifen

FWB

1. ›mit, auf der Pfeife blasen‹; 2. von den Tönen, die Tiere, z. B. Vögel, von sich geben; 3. ›mit dem Mund die Töne der musikalischen Pfeif…

pfeifenbaum

DWB

pfeifen·baum

pfeifenbaum , m. der gemeine flieder, syringa vulgaris, aus dessen jungem holze pfeifen geschnitten werden. Nemnich 2, 1414 . vergl. pfeifen…

pfeifenblasen

DWB

pfeifen·blasen

pfeifenblasen , n. : im frühjahr .. schnitt er ( Audifax ) sackpfeifen aus dem jungen holze und blies darauf .. aber er ward zusehends scheu…

pfeife als Zweitglied (30 von 85)

Ohrpfeife

RDWB1

Ohrpfeife f (kein Bezug zu "трубка" или к "свисток") затрещина, оплеуха j-m eine ~ verpassen - дать кому-л. затрещину; влепить кому-л. затре…

bärpfeife

DWB

baer·pfeife

bärpfeife , f. in der orgel ein tief brummendes schnarrwerk, entweder nach dem bären, oder von baren schreien.

Blockpfeife

Adelung

block·pfeife

Die Blockpfeife , plur. die -n, eine jede Flöte, welche nicht in mehrere Stücke zerleget werden kann, sondern aus einem ganzen Stücke oder B…

bockpfeife

DWB

bock·pfeife

bockpfeife , f. tibia utricularis, sackpfeife, dudelsack, worauf der hirt den böcken vorpfeift:

friedenspfeife

DWB

frieden·s·pfeife

friedenspfeife , pipe of peace: lad ein den feind zur friedenspfeife. Stolberg 2, 96 ; dose, die gewöhnliche regentenbürgerkrone und deren f…

hirtenpfeife

DWB

hirten·pfeife

hirtenpfeife , f. fistula pastoricia. Frisch 1, 456 b ; hirtenpfeif die sy ausz einem halm machend, calamus. Maaler 226 a ; dim. gehälle hir…

Hurenpfeife

Wander

huren·pfeife

Hurenpfeife Wer nach Huren Pfeiffen tantzt, der ist aller Scham frey. – Petri, II, 738.

lockpfeife

DWB

lock·pfeife

lockpfeife , f. pfeife um vögel zu locken: die andere lockpfeife in der dreiszigsten figur ( abgebildet ) ist noch vil besser und leichter, …

Ableitungen von pfeife (2 von 2)

gepfeife

DWB

gepfeife , n. anhaltendes, starkes pfeifen Stieler 1438 ; vom spiel der blasinstrumente J. A. Hiller ( s. unter gegeige); flöte wird für die…

urpfeife

DWB

-pfeife ( dgl. ) Schubart 5, 314 ; ästhet. d. tonkunst 308. —