lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Lohnen

nhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
11 in 11 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
Verweise rein
15
Verweise raus
19

Eintrag · Campe (1807–1813)

Lohnen v., trs, ntr

Bd. 3, Sp. 145a
Lohnen, v. trs. Lohn geben, einem nach Maßgabe seines Verhaltens, etwas, das demselben antwortet, widerfahren lassen; gewöhnlich mit dem dritten, im gemeinen Leben auch mit dem vierten Falle der Person. »Der Herr lohne ihnen, wie sie es verdient haben.« Sir. 35, 24. Mir ist dafür schlecht gelohnet worden. Einem mit Undank lohnen. I engerer Bedeutung, für gute Handlungen, für gutes Betragen Gutes erzeigen, besonders aber für geleistete Dienste, für eine übernommene Bemühung oder Arbeit. S. Belohnen. Eines Geschicklichkeit lohnen. Einem für seinen Fleiß lohnen. Möcht' ich doch leben, ihrer Treu' zu lohnen. Schlegel. »Säuge das Kind, ich will dir lohnen.« 2 Mos. 2, 9. — — Wie lohnt dich's Jetzo, daß du so bald ein Genoß der Erben des Heils wardst. Klopstock. Einen Diener, das Gesinde lohnen. Den Fuhrmann lohnen. Von einer Arbeit, Verrichtung selbst sagt man nicht daß sie oder ihr gelohnet wird, sondern man bezahlt oder vergilt sie. Uneigentlich und als ntr. mit haben, gebraucht man lohnen auch von Sachen. Das Getreide lohnet gut, sagt man, wenn man viel Körner erhält und diese gleichsam als Lohn für seine Arbeit und Mühe bekömmt. Die Sache lohnt der Mühe nicht, sie bringt, gewährt für die Mühe kei= nen Lohn, ist der Mühe nicht werth. »Aber die Geschichtbücher erst lange nachschlagen, lohnt der Mühe nicht.« Lessing. I derselben Bedeutung sagt man auch es lohnt sich der Mühe, auch bloß, es lohnt sich, und es lohnet. »Es lohnt sich allerdings der Mühe.« Lessing. Zwar hatt' er etwas Leder verloren, Doch lohnt sichs kaum, es zu berühren. Soltau. (R.) »Ob das noch geschehen werde, lohnet nicht zu sagen.« Herder. So auch verlohnen. S. d. D. Lohnen. D. — ung, in den Zusammensetzungen.
1720 Zeichen · 44 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Lohnen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Lohnen , verb. reg. act. et neutr im letztern Falle mit haben, Lohn geben, ein Gutes für ein vorher gegangenes Verhalten…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    lohnen

    Goethe-Wörterbuch

    lohnen 1 jdn bezahlen a (Dienstboten) für vertragsgemäße Dienste entlohnen sie [ Gretchen ] solle es bei einer Putzmache…

  3. modern
    Dialekt
    lohnenadv.

    Mecklenburgisches Wb. · +3 Parallelbelege

    lohnen Lohn zahlen: Martini würd' lohnt Lu TewsW ; meist in Zss. wie af-, be-, ut-, verlohnen; Dankformel: leiw Gott loh…

  4. Sprichwörter
    Lohnen

    Wander (Sprichwörter)

    Lohnen 1. Man lohnt wie man arbeit. – Eyering, II, 476. 2. Also lohnet die Welt (s.d.). – Agricola II, 1. 3. Du lonest m…

  5. Spezial
    lohnen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    loh|nen I vb.tr. 1 (bezahlen) paié (paia) 2 licuidé (-dëia) 3 (vergelten) recompensé (-sëia), remuneré (-rëia ) II vb.re…

Verweisungsnetz

86 Knoten, 148 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 3 Hub 5 Kompositum 70 Sackgasse 8

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit lohnen

10 Bildungen · 0 Erstglied · 6 Zweitglied · 4 Ableitungen

Zerlegung von lohnen 2 Komponenten

loh+nen

lohnen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

lohnen als Zweitglied (6 von 6)

ablohnen

DWB

ablohnen , remunerare, verdienten lohn zahlen, voll lohnen, auslohnen, die ältere sprache immer mit dem dat. der person, welchen auch das ei…

auslohnen

DWB

aus·lohnen

auslohnen , mercedem dare, im bergbau, die arbeiter auslohnen. unterirdische geister, denen man für verrichtete arbeit kleidungsstücke hinle…

belohnen

DWB

bel·ohnen

belohnen , praemio afficere, remunerari, nnl. beloonen, 1 1) mit dat. der person, gen. der sache, wie man mhd. lônen einem eines sagte: er g…

schreibelohnen

DRW

schreibe·lohnen

schreibelohnen, v. Schreiblohn (I) entrichten was dy ... vorczerten vnd vorbotelonten vnd schribelonten vnd schade dorch der manunge teten, …

Verhandlohnen

Adelung

Verhandlohnen , verb. regul. ein nur in einigen Gegenden übliches Wort, den Handlohn, d. i. die Lehnwaare, von einem Lehen entrichten. Ein G…

verlohnen

DWB

ver·lohnen

verlohnen , verb. durch lohn zufrieden stellen, auslöhnen, mh. verlônen, verlœnen, mnd. vorlonen. zusammensetzung mit einfachem lohnen, löhn…

Ableitungen von lohnen (4 von 4)

belohnen

DWB

belohnen , praemio afficere, remunerari, nnl. beloonen, 1 1) mit dat. der person, gen. der sache, wie man mhd. lônen einem eines sagte: er g…

entlohnen

Pfeifer_etym

Lohn m. ‘Gegenwert, Bezahlung, Entgelt für geleistete Arbeit’, ahd. (8. Jh.), mhd. asächs. mnd. lōn, aengl. lēan, mnl. nl. loon, anord. laun…

gelohnen

DWB

gelohnen , verstärktes lohnen, mhd. gelônen, im 15. jh.: wenn man inen dann gelont. Tucher Nürnb. baumeist. 68, 16 , den lohn auszahlt.

verlohnen

DWB

verlohnen , verb. durch lohn zufrieden stellen, auslöhnen, mh. verlônen, verlœnen, mnd. vorlonen. zusammensetzung mit einfachem lohnen, löhn…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „lohnen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 11. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/lohnen/campe
MLA
Cotta, Marcel. „lohnen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/lohnen/campe. Abgerufen 11. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „lohnen". lautwandel.de. Zugegriffen 11. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/lohnen/campe.
BibTeX
@misc{lautwandel_lohnen_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„lohnen"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
  url          = {https://lautwandel.de/lemma/lohnen/campe},
  urldate      = {2026-05-11},
}