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lohnen

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Campe
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11 in 11 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Lohnen v., trs, ntr

Bd. 3, Sp. 145a
Lohnen, v. trs. Lohn geben, einem nach Maßgabe seines Verhaltens, etwas, das demselben antwortet, widerfahren lassen; gewöhnlich mit dem dritten, im gemeinen Leben auch mit dem vierten Falle der Person. »Der Herr lohne ihnen, wie sie es verdient haben.« Sir. 35, 24. Mir ist dafür schlecht gelohnet worden. Einem mit Undank lohnen. I engerer Bedeutung, für gute Handlungen, für gutes Betragen Gutes erzeigen, besonders aber für geleistete Dienste, für eine übernommene Bemühung oder Arbeit. S. Belohnen. Eines Geschicklichkeit lohnen. Einem für seinen Fleiß lohnen. Möcht' ich doch leben, ihrer Treu' zu lohnen. Schlegel. »Säuge das Kind, ich will dir lohnen.« 2 Mos. 2, 9. — — Wie lohnt dich's Jetzo, daß du so bald ein Genoß der Erben des Heils wardst. Klopstock. Einen Diener, das Gesinde lohnen. Den Fuhrmann lohnen. Von einer Arbeit, Verrichtung selbst sagt man nicht daß sie oder ihr gelohnet wird, sondern man bezahlt oder vergilt sie. Uneigentlich und als ntr. mit haben, gebraucht man lohnen auch von Sachen. Das Getreide lohnet gut, sagt man, wenn man viel Körner erhält und diese gleichsam als Lohn für seine Arbeit und Mühe bekömmt. Die Sache lohnt der Mühe nicht, sie bringt, gewährt für die Mühe kei=[] nen Lohn, ist der Mühe nicht werth. »Aber die Geschichtbücher erst lange nachschlagen, lohnt der Mühe nicht.« Lessing. I derselben Bedeutung sagt man auch es lohnt sich der Mühe, auch bloß, es lohnt sich, und es lohnet. »Es lohnt sich allerdings der Mühe.« Lessing. Zwar hatt' er etwas Leder verloren, Doch lohnt sichs kaum, es zu berühren. Soltau. (R.) »Ob das noch geschehen werde, lohnet nicht zu sagen.« Herder. So auch verlohnen. S. d. D. Lohnen. D. — ung, in den Zusammensetzungen.
1726 Zeichen · 44 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Lohnen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Lohnen , verb. reg. act. et neutr im letztern Falle mit haben, Lohn geben, ein Gutes für ein vorher gegangenes Verhalten…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    lohnen

    Goethe-Wörterbuch

    lohnen 1 jdn bezahlen a (Dienstboten) für vertragsgemäße Dienste entlohnen sie [ Gretchen ] solle es bei einer Putzmache…

  3. modern
    Dialekt
    lohnenadv.

    Mecklenburgisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Wossidia lohnen Lohn zahlen: Martini würd' lohnt Lu Ludwigslust@Tewswoos TewsW ; meist in Zss. wie af-, be-, ut-, verloh…

  4. Sprichwörter
    Lohnen

    Wander (Sprichwörter)

    Lohnen 1. Man lohnt wie man arbeit. – Eyering, II, 476. 2. Also lohnet die Welt (s.d.). – Agricola II, 1. 3. Du lonest m…

  5. Spezial
    lohnen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    loh|nen I vb.tr. 1 (bezahlen) paié (paia) 2 licuidé (-dëia) 3 (vergelten) recompensé (-sëia), remuneré (-rëia ) II vb.re…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit lohnen

20 Bildungen · 0 Erstglied · 16 Zweitglied · 4 Ableitungen

Zerlegung von lohnen 2 Komponenten

loh+nen

lohnen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

lohnen als Zweitglied (16 von 16)

ablohnen

DWB

ablohnen , remunerare, verdienten lohn zahlen, voll lohnen, auslohnen, die ältere sprache immer mit dem dat. der person, welchen auch das ei…

aflohnen

MeckWB

Wossidia aflohnen jem. den Lohn auszahlen: de jung' Fru satt up de Del un lohnte de Lüd' af (zahlte den Leuten den Lohn der Woche) Reut. 2, …

auslohnen

DWB

aus·lohnen

auslohnen , mercedem dare, im bergbau, die arbeiter auslohnen. unterirdische geister, denen man für verrichtete arbeit kleidungsstücke hinle…

belohnen

DWB

bel·ohnen

belohnen , praemio afficere, remunerari, nnl. beloonen, 1 1) mit dat. der person, gen. der sache, wie man mhd. lônen einem eines sagte: er g…

danklohnen

DWB

dank·lohnen

danklohnen , dankbar belohnen, aber dieses ist lobwürdig an dem Simplex, dasz er die getreuen dienste seines knechts noch gleichwol also dan…

entlohnen

Pfeifer_etym

ent·lohnen

Lohn m. ‘Gegenwert, Bezahlung, Entgelt für geleistete Arbeit’, ahd. (8. Jh.), mhd. asächs. mnd. lōn, aengl. lēan, mnl. nl. loon, anord. laun…

gelohnen

DWB

gel·ohnen

gelohnen , verstärktes lohnen, mhd. gelônen, im 15. jh.: wenn man inen dann gelont. Tucher Nürnb. baumeist. 68, 16 , den lohn auszahlt.

schreibelohnen

DRW

schreibe·lohnen

schreibelohnen, v. Schreiblohn (I) entrichten was dy ... vorczerten vnd vorbotelonten vnd schribelonten vnd schade dorch der manunge teten, …

tagelohnen

RhWB

tagel·ohnen

tage-lohnen dāγəlōnən Gummb schw.: im Taglohn arbeiten. RA.: D., d., vüranmaken, v., der Mester kümmt, d. M. k.! sagt der Geselle.

Überlohnen

Campe

ueber·lohnen

Überlohnen , v. trs . ich überlohne, überlohnet zu überlohnen , über=, mäßig lohnen, belohnen. Moerbeek. Dies Wort gehört zu denen, welche d…

utlohnen

MeckWB

Wossidia utlohnen 1. entlohnen: bi Martini würd' de Sween utlohnt Lu Ludwigslust@Conow Con ; de Preester is got utlohnt (in der Sage von der…

Verhandlohnen

Adelung

Verhandlohnen , verb. regul. ein nur in einigen Gegenden übliches Wort, den Handlohn, d. i. die Lehnwaare, von einem Lehen entrichten. Ein G…

verlohnen

DWB

ver·lohnen

verlohnen , verb. durch lohn zufrieden stellen, auslöhnen, mh. verlônen, verlœnen, mnd. vorlonen. zusammensetzung mit einfachem lohnen, löhn…

verweglohnen

DWB

verweglohnen , v. , den wagelohn ( s. th. 13, sp. 377) bezahlen: und wo soliche ware, die sie also in der fronwage wegen lassen wurden, da v…

wi(e)derlohnen

DWB

wieder·lohnen

wi(e)derlohnen , vb. , vergelten. selten ( spätmhd./frühnhd. ) belegt; lex. vereinzelt wiederlohnen et wiederverlohnen Stieler stammb. (1691…

Ableitungen von lohnen (4 von 4)

belohnen

DWB

belohnen , praemio afficere, remunerari, nnl. beloonen, 1 1) mit dat. der person, gen. der sache, wie man mhd. lônen einem eines sagte: er g…

entlohnen

Pfeifer_etym

Lohn m. ‘Gegenwert, Bezahlung, Entgelt für geleistete Arbeit’, ahd. (8. Jh.), mhd. asächs. mnd. lōn, aengl. lēan, mnl. nl. loon, anord. laun…

gelohnen

DWB

gelohnen , verstärktes lohnen, mhd. gelônen, im 15. jh.: wenn man inen dann gelont. Tucher Nürnb. baumeist. 68, 16 , den lohn auszahlt.

verlohnen

DWB

verlohnen , verb. durch lohn zufrieden stellen, auslöhnen, mh. verlônen, verlœnen, mnd. vorlonen. zusammensetzung mit einfachem lohnen, löhn…