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Lohnen

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Adelung
Anchors
11 in 11 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Lohnen

Bd. 2, Sp. 2095
Lohnen, verb. reg. act. et neutr im letztern Falle mit haben, Lohn geben, ein Gutes für ein vorher gegangenes Verhalten erweisen, wo es am häufigsten mit der dritten Endung der Person, im gemeinen Leben aber auch mit der vierten gebraucht wird. 1) In der ersten weitesten Bedeutung des Wortes Lohn, für ein vorher gegangenes rechtmäßiges, oder als rechtmäßig betrachtetes Verhalten, Gutes erweisen, belohnen; und in noch weiterer Bedeutung, nach Maßgebung des vorher gegangenen Verhaltens Gutes oder Böses erweisen. Gott hat mir gelohnet, daß ich meine Magd meinem Manne gegeben habe, 1 Mos. 30, 18. Der Herr lohne ihnen wie sie es verdienet haben, Sir. 35, 24. Thue ichs gerne, so wird mir gelohnet, 1. Cor. 9, 17. In dieser Bedeutung kommt es noch zuweilen in der dichterischen Schreibart vor, da es denn den niedrigen Nebengriff des Hauptwortes Lohn verlieret. Möcht ich doch leben, ihrer Treu zu lohnen! Schleg. Segnet sein Grab, streut Rosen darauf, und lohnt ihm mit Beyfall, Zachar. Ich würde, hätt ich Kronen, Sie dem Vergnügen weihn, ganz ihrer Treu zu lohnen, Weiße Ingleichen für strafen, wo belohnen minder üblich ist. So wurde ihm für seine Verbrechen gelohnet. In der Landwirthschaft sagt man, das Getreide lohne gut, wenn es durch seine Ergiebigkeit die aufgewandte Mühe reichlich belohnet. 2) In engerer Bedeutung, für einen geleisteten Dienst, für eine übernommene Bemühung Gutes erweisen; wo es gleichfalls so wohl im gemeinen Leben als in der anständigern Sprechart gebraucht wird, ohne den niedrigen Begriff des Hauptwortes zu haben. Er hat mir mit Undanke gelohnet, im gemeinen Leben, er hat mich. Wird mir so gelohnet? Aus welcher Wortfügung im[] Passivo zugleich erhellet, daß die dritte Endung der Person angemessener ist, als die vierte. Und meinem Erretter mit Undank gelohnet, Gryph. Sie lohnet dir mit Unverstand, Gell. Hierher gehöret auch die sonderbare figürliche R. A. es lohnet, oder es lohnt sich der Mühe, d. i. es ist der Mühe werth, die angewandte Mühe wird vergolten; besser und grammatisch richtiger, es belohnt die Mühe. Es lohnt sich allerdings der Mühe, Less. Ingleichen ohne Reciprocation. Aber die Geschichtbücher erst lange nachschlagen, lohnt der Mühe nicht, Less. Wenn nur Wahrheit zum Grunde läge, die es der Mühe lohnte, aus seiner verworrenen Schreibart heraus zu fitzen, ebend. Wo man auch die vierte Endung findet. Die Schönheiten, welche er uns bringen würde, werden schwerlich das Ansehen lohnen. Ingleichen mit Auslassung des Hauptwortes. Lohnte die Schwachheit wohl, daß ich auch nur eine Minute darüber böse würde? wäre sie wohl der Mühe werth? Ob das noch geschehen werde, lohnt nicht zu sagen, Herd. lohnt nicht der Mühe. 3) In der dritten engsten Bedeutung des Hauptwortes Lohn, Lohn für geleistete Handarbeiten geben, wo es im gemeinen Leben am häufigsten ist, und alsdann gemeiniglich die vierte Endung bekommt. Das Gesinde lohnen. Den Fuhrmann lohnen. In der anständigern Sprechart aber auch die dritte. Säuge das Kind, ich will dir lohnen, 2 Mos. 2, 9. Sie lohen dem Goldschmid, daß er einen Gott daraus mache, Es. 46, 6. Das Hauptwort die Lohnung ist nur in den Zusammensetzungen üblich. Anm. Schon bey dem Ottfried lonon, im Isländ. launa, im Schwed. lona, im Dän. lonne.
3236 Zeichen · 51 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Lohnen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Lohnen , verb. reg. act. et neutr im letztern Falle mit haben, Lohn geben, ein Gutes für ein vorher gegangenes Verhalten…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    lohnen

    Goethe-Wörterbuch

    lohnen 1 jdn bezahlen a (Dienstboten) für vertragsgemäße Dienste entlohnen sie [ Gretchen ] solle es bei einer Putzmache…

  3. modern
    Dialekt
    lohnenadv.

    Mecklenburgisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Wossidia lohnen Lohn zahlen: Martini würd' lohnt Lu Ludwigslust@Tewswoos TewsW ; meist in Zss. wie af-, be-, ut-, verloh…

  4. Sprichwörter
    Lohnen

    Wander (Sprichwörter)

    Lohnen 1. Man lohnt wie man arbeit. – Eyering, II, 476. 2. Also lohnet die Welt (s.d.). – Agricola II, 1. 3. Du lonest m…

  5. Spezial
    lohnen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    loh|nen I vb.tr. 1 (bezahlen) paié (paia) 2 licuidé (-dëia) 3 (vergelten) recompensé (-sëia), remuneré (-rëia ) II vb.re…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit lohnen

20 Bildungen · 0 Erstglied · 16 Zweitglied · 4 Ableitungen

Zerlegung von lohnen 2 Komponenten

loh+nen

lohnen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

lohnen als Zweitglied (16 von 16)

ablohnen

DWB

ablohnen , remunerare, verdienten lohn zahlen, voll lohnen, auslohnen, die ältere sprache immer mit dem dat. der person, welchen auch das ei…

aflohnen

MeckWB

Wossidia aflohnen jem. den Lohn auszahlen: de jung' Fru satt up de Del un lohnte de Lüd' af (zahlte den Leuten den Lohn der Woche) Reut. 2, …

auslohnen

DWB

aus·lohnen

auslohnen , mercedem dare, im bergbau, die arbeiter auslohnen. unterirdische geister, denen man für verrichtete arbeit kleidungsstücke hinle…

belohnen

DWB

bel·ohnen

belohnen , praemio afficere, remunerari, nnl. beloonen, 1 1) mit dat. der person, gen. der sache, wie man mhd. lônen einem eines sagte: er g…

danklohnen

DWB

dank·lohnen

danklohnen , dankbar belohnen, aber dieses ist lobwürdig an dem Simplex, dasz er die getreuen dienste seines knechts noch gleichwol also dan…

entlohnen

Pfeifer_etym

ent·lohnen

Lohn m. ‘Gegenwert, Bezahlung, Entgelt für geleistete Arbeit’, ahd. (8. Jh.), mhd. asächs. mnd. lōn, aengl. lēan, mnl. nl. loon, anord. laun…

gelohnen

DWB

gel·ohnen

gelohnen , verstärktes lohnen, mhd. gelônen, im 15. jh.: wenn man inen dann gelont. Tucher Nürnb. baumeist. 68, 16 , den lohn auszahlt.

schreibelohnen

DRW

schreibe·lohnen

schreibelohnen, v. Schreiblohn (I) entrichten was dy ... vorczerten vnd vorbotelonten vnd schribelonten vnd schade dorch der manunge teten, …

tagelohnen

RhWB

tagel·ohnen

tage-lohnen dāγəlōnən Gummb schw.: im Taglohn arbeiten. RA.: D., d., vüranmaken, v., der Mester kümmt, d. M. k.! sagt der Geselle.

Überlohnen

Campe

ueber·lohnen

Überlohnen , v. trs . ich überlohne, überlohnet zu überlohnen , über=, mäßig lohnen, belohnen. Moerbeek. Dies Wort gehört zu denen, welche d…

utlohnen

MeckWB

Wossidia utlohnen 1. entlohnen: bi Martini würd' de Sween utlohnt Lu Ludwigslust@Conow Con ; de Preester is got utlohnt (in der Sage von der…

Verhandlohnen

Adelung

Verhandlohnen , verb. regul. ein nur in einigen Gegenden übliches Wort, den Handlohn, d. i. die Lehnwaare, von einem Lehen entrichten. Ein G…

verlohnen

DWB

ver·lohnen

verlohnen , verb. durch lohn zufrieden stellen, auslöhnen, mh. verlônen, verlœnen, mnd. vorlonen. zusammensetzung mit einfachem lohnen, löhn…

verweglohnen

DWB

verweglohnen , v. , den wagelohn ( s. th. 13, sp. 377) bezahlen: und wo soliche ware, die sie also in der fronwage wegen lassen wurden, da v…

wi(e)derlohnen

DWB

wieder·lohnen

wi(e)derlohnen , vb. , vergelten. selten ( spätmhd./frühnhd. ) belegt; lex. vereinzelt wiederlohnen et wiederverlohnen Stieler stammb. (1691…

Ableitungen von lohnen (4 von 4)

belohnen

DWB

belohnen , praemio afficere, remunerari, nnl. beloonen, 1 1) mit dat. der person, gen. der sache, wie man mhd. lônen einem eines sagte: er g…

entlohnen

Pfeifer_etym

Lohn m. ‘Gegenwert, Bezahlung, Entgelt für geleistete Arbeit’, ahd. (8. Jh.), mhd. asächs. mnd. lōn, aengl. lēan, mnl. nl. loon, anord. laun…

gelohnen

DWB

gelohnen , verstärktes lohnen, mhd. gelônen, im 15. jh.: wenn man inen dann gelont. Tucher Nürnb. baumeist. 68, 16 , den lohn auszahlt.

verlohnen

DWB

verlohnen , verb. durch lohn zufrieden stellen, auslöhnen, mh. verlônen, verlœnen, mnd. vorlonen. zusammensetzung mit einfachem lohnen, löhn…