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lohn

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Adelung
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15 in 15 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Lohn

Bd. 2, Sp. 2095
Der Lohn, des -es, plur. car. 1) In der weitesten Bedeutung, das Gute, welches einem andern um seines Verhaltens willen erzeiget wird; eine nur noch im gemeinen Leben und in der biblischen Schreibart übliche Bedeutung, wofür in der anständigern Sprechart Belohnung gangbarer ist. Fürchte dich nicht Abram, ich bin dein Schild und dein sehr großer Lohn, 1 Mos. 15, 1. Was gibt mir aber Gott zu Lohn von oben? Hiob 31, 2. Sie haben ihren Lohn dahin, Matth. 6, 2. Ich komme, und mein Lohn mit mir, Offenb. 22, 12. Und so in andern Stellen mehr. In noch weiterer Bedeutung auch das Übel, welches jemanden um seines vorher gegangenen unrechtmäßigen Verhaltens willen zugefüget wird; nur in der harten Schreibart. Er wird ihnen (den Gottlosen) ein Wetter zum Lohn geben, Ps. 11, 6. Das ist der Lohn eines gottlosen Menschen bey Gott, Hiob 20, 29. Das ist der Lohn unserer Räuber, Es. 17, 14. Von einem bestraften Verbrecher sagt man, er habe seinen verdienten Lohn bekommen. 2) In engerer Bedeutung, das Gute, welches einem andern für seine geleisteten Dienste erzeiget wird; gleichfalls nur im gemeinen Leben, und in der harten Schreibart, für Belohnung, Vergeltung, Besoldung u. s. f. Der verdiente Lohn, wenn der andere vorher zu diesen Diensten nicht verbunden gewesen, im Gegensatze des, doch nur in der Theologie üblichen, Gnadenlohnes. Undank ist der Welt Lohn. Der Arztlohn, die Arztgebühren. Willt du meinen Sohn geleiten, so will ich dir deinen Lohn geben, Tob. 5, 15. Die Ältesten der Moabiter hatten den Lohn des Wahrsagers (für den Bileam,) in ihren Händen, 4 Mos. 22, 7. 3) In der engsten und gewöhnlichsten Bedeutung bezeichnet Lohn nur die gehörige Vergeltung einer Handarbeit, zu welcher der andere nicht verbunden gewesen. So bekommen das Gesinde, Tagelöhner, Fuhrleute, und in der harten Schreibart auch Handwerker u. s. f. für die körperlichen Dienste, welche sie uns leisten, Lohn. Um Lohn dienen, arbeiten. Dem Gesinde seinen Lohn geben. Die Fracht ist hoch im Lohne, der Fuhrmann fordert viel Fracht. Um den Lohn eins werden. Jemanden Lohn und Brot geben, ihn in seinem Dienste haben. Ein Arbeiter ist seines Lohnes werth. Anm. 1. Im gemeinen Leben kennt man auch den Plural die Löhne, theils von dem Lohne mehrerer Individuen, theils auch von mehrern Summen dieser Art; allein in der anständigen Schreibart wird er billig vermieden. In Ansehung des Geschlechtes sind die Deutschen Mundarten sehr unbeständig. Im Hoch- und Oberdeutschen ist das männliche das gewöhnlichste, im Niederdeutschen aber das ungewisse. Doch höret man in den erstern auch oft das Lohn. Und das Lohn deiner Knechte will ich dir geben, 1 Kön. 5, 6; ungeachtet Luther in den meisten übrigen Fällen das männliche gebraucht. Wenn ich sie, ehe das Jahr um ist, fortjage, so muß ich ihr das ganze Lohn bezahlen, Gell. Ein jeder Held hat schon sein Lohn hinweg genommen, Opitz; welcher diesem Worte bald das männliche, bald das ungewisse Geschlecht gibt. Diese Unbeständigkeit hat sich auch in den Zusammensetzungen eingeschlichen. Im Hochdeutschen sagt man am häufigsten der Arbeitslohn, der Gnadenlohn, der Hütherlohn, der Leserlohn, der Dienstlohn u. s. f. hingegen das Bothenlohn, das Gesindelohn, das Wochenlohn, das Fuhrlohn, das Macherlohn, das Druckerlohn u. s. f. ob es gleich besser wäre, alle diese Wörter im männlichen zu gebrauchen. In dem 2ten Th. der Schriften der Anhaltischen Deutschen Gesellschaft thut S. 321 jemand den Vorschlag, in der ersten allgemeinsten Bedeutung der Lohn und in den beyden übrigen das Lohn zu sagen. Allein diese seltsame Begierde, die einzelnen Bedeutungen der Wörter durch Geschlechter und Schreibearten zu unterscheiden, hat in unsern Tagen zum Glücke allen Beyfall verloren. Anm. 2. Dieses alte Wort lautet schon bey dem Kero Loon, welcher Itloon von einer jeden Vergeltung gebraucht, bey dem Ottfried Lon, bey dem Ulphilas Laun, im Angels. Lean, Hlaen, im Dän. Lon, im Schwed. Lön, im Isländ. Laun. Es bedeutet eigentlich eine Gabe, alles, was gegeben wird, und ist mit Lehen, leihen und lehnen sehr genau verwandt. S. diese Wörter.
4065 Zeichen · 71 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    lohnN., M.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    lohn , N., M. Vw.: s. lōn

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Lohn

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Lohn , des -es, plur. car. 1) In der weitesten Bedeutung, das Gute, welches einem andern um seines Verhaltens willen…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Lohn

    Goethe-Wörterbuch

    Lohn nur Sg 1 Vergütung einer Leistung in Geld od Geldeswert a Bezahlung für vertragsgemäß von Dienstboten, Handwerkern …

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Lohn

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Lohn , im weitern Sinne die Vergeltung für gebrachte Opfer, in der Nationalökonomie die Vergütung für geleistete Dienste…

  5. modern
    Dialekt
    Lohn

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    PfWB RhWB Lo h n [Lôn Gebw. ; Lûn Hattst. ; Lón Su. Obhergh. Ruprechtsau Str. W.; Lyùn M. ; Lûn Dü. K. Z. Han. Betschd. …

  6. Sprichwörter
    Lohn

    Wander (Sprichwörter)

    Lohn 1. Besser vergeblicher Lohn als verdorbener Meister. 2. Danach Lohn, danach Arbeit. »Weisst du nach Brot, nach Futt…

  7. Spezial
    Lohn

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Lohn m. (-[e]s, Löhne) 1 (Bezahlung) paiamënt (-nc) m. 2 (Belohnung) retribuziun (-s) f. , compëns (-sc) m. , remunerazi…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit lohn

593 Bildungen · 114 Erstglied · 470 Zweitglied · 9 Ableitungen

lohn‑ als Erstglied (30 von 114)

Lohnmann

SHW

Lohn-mann Band 4, Spalte 377-378

Lohnsteuer

SHW

Lohn-steuer Band 4, Spalte 377-378

Lohntute

SHW

Lohn-tute Band 4, Spalte 377-378

lohnabzug

DWB

lohn·abzug

lohnabzug , m. abzug der am lohne eines dienstboten oder arbeiters geschieht: die schuld ward durch lohnabzüge gedeckt.

lohnarbeit

DWB

lohn·arbeit

lohnarbeit , f. arbeit um festes lohn; unterschieden von der accordarbeit oder stückarbeit, die nach verabredung für ein geliefertes stück b…

lohnarbeiter

DWB

lohn·arbeiter

lohnarbeiter , m. bei handarbeitern der auf lohn arbeitet, im gegensatz zu stückarbeiter, der auf stück arbeitet; sonst überhaupt arbeiter d…

Lohnausgleich

LDWB2

lohn·ausgleich

Lohn|aus|gleich m. (-[e]s,-e) avaliamënt dl paiamënt m. , avaliamënt retributif m. , integraziun dl paiamënt f.

lohnbar

DWB

lohn·bar

lohnbar , adj. zu belohnen, lohnwürdig, mhd. lônbære: schweigen ist lohnbar, tutum praemium silentii. Schottel 1125 b ; einer lohnbaren, eng…

lohnbauer

DWB

lohn·bauer

lohnbauer , m. eine des ackerbaus kundige person, welche man für einen jährlichen lohn dingt, die feldarbeiten auf einem landgut zu verricht…

Lohnbediente

GWB

lohn·bediente

Lohnbediente einmal abgekürzt ‘Lohnbed’ für eine begrenzte Frist (eines Aufenthaltes in einer fremden Stadt) zu mietender Diener Ich habe je…

lohnbedienter

DWB

lohn·bedienter

lohnbedienter , m. ein bedienter, der seine dienste um lohn auf zeit leistet, unterschieden von dem fest angestellten herrschaftsbedienten. …

Lohnbeschlagnahme

Meyers

lohn·beschlagnahme

Lohnbeschlagnahme nennt man im rechtlichen Sinne die Pfändung des noch nicht verdienten, zukünftig geschuldeten Lohnes, Gehaltes, Honorars e…

Lohnbrot

Campe

lohn·brot

Das Lohnbrot , — s, Mz . u. Brot oder überhaupt der Unterhalt als Lohn betrachtet; besonders das einem Gemeinhirten als Lohn gegebene Brot. …

Lohnbüchelchen

GWB

lohn·buechelchen

Lohnbüchelchen Nachweisheft über gezahlte bzw ausstehende Löhne eines fest angestellten Bedienten GWB B23,117,2 Hendrich [23.10.12] K Julian…

Lohnbücher

Meyers

lohn·buecher

Lohnbücher ( Arbeitszettel ), Bücher, welche die Bedingungen enthalten, unter denen gewisse Arbeiten von den Arbeitern übernommen werden. Si…

Lohndamper

MeckWB

lohn·damper

Wossidia Lohndamper m. gemietete Dreschmaschine Wa Waren@Alt Rehse ARehse .

Lohndienstvertrag

Herder

lohn·dienstvertrag

Lohndienstvertrag der Gesellen, Fabrikarbeiter, Dienstboten u. Taglöhner, im Tag-, Wochen- oder Monatslohne od. nach dem Stücke. Ueber Kündi…

Lohneis

BMZ

lohn·eis

Lohneis geogr. n. künec von L. ist Riwalîn Parz. 73.

lohnen

DWB

loh·nen

lohnen , verb. mit lohn versehen, ahd. alts. lônôn, mhd. lônen; ags. leánian, fries. lânia, altn. launa; nach den verschiedenen verwendungen…

lohnend

GWB

lohn·end

lohnend nützlich, gewinnbringend, vorteilhaft Mögen diese .. Segnungen [ Unterstützung für die Jenaer wiss Institutionen ] Höchstdero .. Wir…

lohner

DWB

loh·ner

lohner , m. 1 1) der lohn gibt, belohner: remunerator loner Dief. 492 b ; wes sint aber, süeʒer Crist, der ein getriuwer lôner bist, dise gâ…

lohn als Zweitglied (30 von 470)

Hungerlohn

RDWB1

Hungerlohn m гроши (перен. о зарплате), копейки (перен. о зарплате, о стоимости чего-л.), только-только чтобы не помереть с голоду устойч. ,…

Ɉahrlohn

Campe

Der Ɉahrlohn , des — es , d. Mz . ungew. der jährliche Lohn, oder der Lohn, welchen eine Person für ihre das Jahr über geleisteten Dienste e…

Ablohn

DRW

Ablohn vgl. Abruf zwen erbar knecht sind bestimmt die brunnen ... on alles ablon mit allen sachen in guten redlichen eren ze haben 1562 Züri…

Abtreiberlohn

Campe

abtreiber·lohn

Der Abtreiberlohn , des — es, o. Mz. I den Bergwerken, der Lohn, welcher dem Abtreiber gereicht wird.

Abzieherlohn

DRW

abzieher·lohn

Abzieherlohn wegen den vaßziechern bleibt es bei der alt hergebrachten ordnung, daß nämlich ihnen von der burgerschaft fur ieden emer den si…

Achtlohn

DRW

acht·lohn

Achtlohn Hirtenlohn vgl. Viehachter man zahlt von diesen [Pferden und Ziegen] noch 1/4 fl. mehr vom stoss acht- oder hüterlohn als von ... r…

Akkordlohn

Pfeifer_etym

akkord·lohn

1Akkord m. ‘Arbeit bei Entgelt nach der geleisteten Stückzahl’, eigentlich ‘Vereinbarung des Entgelts bei Arbeit im Stücklohn’ (im Unterschi…

Alplohn

DRW

alp·lohn

Alplohn bezalung des alplons 1566 VorarlbAgrU. 165

Anfangslohn

LDWB2

anfangs·lohn

An|fangs|lohn m. (-[e]s, ...löhne) paiamënt inizial m. , paiamënt da mëte man m.

Annehmerlohn

DRW

annehmer·lohn

Annehmerlohn Frachtgeld bdv.: Schifflohn von jedem kornsack ... hausgeld zalen und annemerlohn 1729 SGallenOffn. I 61 Faksimile

Arglohn

DRW

arg·lohn

Arglohn "arge Tat" 1611 Unger,SteirWsch. 27 Faksimile

artlohn

DWB

art·lohn

artlohn , m. ackerlohn, was für die bestellung des ackers gezahlt wird.

Aslohn

DRW

Aslohn Einkünfte Lüneburg/Lasch-Borchling I 127

Auerlohn

MeckWB

auer·lohn

Wossidia MeckWBN Auerlohn Schläge Wa. Br. Wb. 1, 31; Dä. 17 b .

Aufmacherlohn

DRW

aufmacher·lohn

Aufmacherlohn Lohn für Aufarbeiten von Holz 1646 SchweizId. III 1290 Faksimile 1744 ArgauLsch. I 575 Faksimile

Aufwärterlohn

Campe

aufwaerter·lohn

Der Aufwärterlohn , des — es, o. Mz. der Lohn, welchen der Aufwärter für seine Dienste empfängt.

Ableitungen von lohn (9 von 9)

belohnen

DWB

belohnen , praemio afficere, remunerari, nnl. beloonen, 1 1) mit dat. der person, gen. der sache, wie man mhd. lônen einem eines sagte: er g…

belohnung

DWB

belohnung , f. praemium, remuneratio, merces: werfet ewer vertrawen nicht weg, welches eine grosze belonung hat. Ebr. 10, 35 ; denn er sahe …

entlohnen

Pfeifer_etym

Lohn m. ‘Gegenwert, Bezahlung, Entgelt für geleistete Arbeit’, ahd. (8. Jh.), mhd. asächs. mnd. lōn, aengl. lēan, mnl. nl. loon, anord. laun…

ENTLOHNUNG

DWB2

DWB2 ENTLOHNUNG f. DWB2 abl. von entlohnen vb. in 1 wohl gelegenheitsbildung im anschluß an belohnung f. DWB2 DWB2 1 belohnung: 1834 da sie …

Gelohne

Campe

Gelohne , des — s , o. Mz. s. Ge — 2. 2).

gelohnen

DWB

gelohnen , verstärktes lohnen, mhd. gelônen, im 15. jh.: wenn man inen dann gelont. Tucher Nürnb. baumeist. 68, 16 , den lohn auszahlt.

Lohne

Meyers

Lohne , Gemeinde im oldenburg. Amt Vechta, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Ahlhorn-L. und L.-Hesepe, hat eine kath. Kirche, Spinnerei, Ziga…

unlohn

DWB

unlohn , m. : hoflohn ist ... oft nur unlohn und ungnad Kramer (1700) 1, 968 a . mhd. unlôn; nl. onloon. unüblich. —

verlohnen

DWB

verlohnen , verb. durch lohn zufrieden stellen, auslöhnen, mh. verlônen, verlœnen, mnd. vorlonen. zusammensetzung mit einfachem lohnen, löhn…