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Kühn

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
12 in 9 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Kühn

Bd. 11, Sp. 778
Kühn, Julius, Landwirt, geb. 23. Okt. 1825 zu Pulsnitz in der Oberlausitz, widmete sich seit 1841 der Landwirtschaft, kam als Amtmann nach Groß-Krauschen bei Bunzlau, studierte dann in Bonn und Poppelsdorf und wurde Wirtschaftsdirektor der bei Glogau gelegenen Besitzungen des Grafen von Egloffstein. Nach fünfjähriger Wirksamkeit ging er 1862 als Universitätsprofessor und Direktor des landwirtschaftlichen Instituts nach Halle. Dem Institut, das er zu hoher Blüte brachte, wurde ein großes Versuchsfeld, ein Haustiergarten und eine Prüfungsstation für landwirtschaftliche Maschinen und Geräte hinzugefügt. Mit großem Erfolg benutzte K. das Mikroskop zur Erforschung des Wesens der Pflanzenkrankheiten und der Naturgeschichte der kleinen Feinde der Landwirtschaft. Um den Zuckerrübenbau erwarb er sich große Verdienste durch erfolgreiche Bekämpfung der Nematoden, welche die Rübenmüdigkeit herbeiführen. 1905 trat er in den Ruhestand. Er schrieb: »Die Krankheiten der Kulturgewächse, ihre Ursachen und Verbreitung« (Berl. 1858, 2. Aufl. 1859); »Die zweckmäßigste Ernährung des Rindviehs vom wissenschaftlichen und praktischen Gesichtspunkt«, gekrönte Preisschrift (Dresd. 1864, 11. Aufl. 1897); »Mitteilungen aus dem physiologischen Laboratorium und der Versuchsstation der landwirtschaftlichen Lehranstalt zu Halle« (Halle 1863, Berl. 1872); »Mitteilungen des landwirtschaftlichen Instituts der Universität Halle« (Berl. 1865); »Berichte aus dem physiologischen Laboratorium und der Versuchsanstalt etc. in Halle« (Heft 1–16, Dresd. 1880–1902; Heft 17, Leipz. 1904), daraus: »Das Versuchsfeld des landwirtschaftlichen Instituts der Universität Halle«, (Dresd. 1901); »Das Studium der Landwirtschaft an der Universität Halle« (Halle 1888).
1742 Zeichen · 23 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Kühn

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Das Kühn , des -es, plur. die -e, bey den Kürschnern, das Kaninchen, S. das Kanin.

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    kühn

    Goethe-Wörterbuch

    kühn rund 500 Belege, davon knapp zwei Drittel zu Punkt 1; in der Vbdg mit allzu- überwiegend Zusammenschr; Großschr in …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Kühn

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Kühn , Julius , Landwirt, geb. 23. Okt. 1825 zu Pulsnitz in der Oberlausitz, widmete sich seit 1841 der Landwirtschaft, …

  4. modern
    Dialekt
    kühn

    Rheinisches Wb.

    kühn Lautung wie bei kühl, doch stets mit Umlaut; im Rhfrk (meist auch Mosfrk) nur in der Wend.: ich sen (nit) eso (ze) …

  5. Sprichwörter
    Kühn

    Wander (Sprichwörter)

    Kühn 1. Er ist nicht so kühn, dass er: »Katz aus dem Brei!« sagt. ( Eifel. ) 2. Er ist nicht zu kühn, der nicht fisten d…

  6. Spezial
    kühn

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    kühn adj. 1 (mutig) corajus (-sc, -josa), ardí (-dis, -dida) 2 (gewagt) vaghé (-gá, -gada) ▬ ein kühn es Abenteuer na av…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kuehn

48 Bildungen · 38 Erstglied · 4 Zweitglied · 6 Ableitungen

kuehn‑ als Erstglied (30 von 38)

kühnäugelnd

GWB

kühn-äugelnd zu kühn 2a [ im Hinblick auf die augenähnliche Musterung des Schwanzgefieders eines Pfaus ] Laß deines Schweifes Rad und Kranz …

Kühne (der)

Wander

kuehn·eder

Kühne (der) Dem Kühnen hilft (lacht) das Glück, den Feigen weist's zurück. Holl. : Den koene helpt het avontuur. ( Harrebomée, I, 427 b ).

kühnehmer

DWB

kuh·nehmer

kühnehmer , m. abactor, abigeus, küh- und viehnemer Stieler 1359 . s. kuhdieb, und kônâme unter kuhbete.

Kühnemann

Meyers

kuehne·mann

Kühnemann , Eugen , Literarhistoriker und Ästhetiker, geb. 28. Juli 1868 in Hannover, wurde 1901 außerordentlicher Professor in Marburg, 190…

kühnemsig

GWB

kuehn·emsig

kühn-emsig zu kühn 1c Mensch und Heerde | Sogleich behaglich auf der neusten Erde, | Gleich angesiedelt an des Hügels Kraft, | Den aufgewälz…

Kühner

Meyers

kuh·ner

Kühner , Raphael , Philolog und Schulmann, geb. 22. März 1802 in Gotha, gest. 16. April 1878 in Hannover, studierte seit 1821 in Göttingen u…

kühnerweise

DWB

kuehn·er·weise

kühnerweise , ausgeführtes adv. zu kühn: nahm kühnerweise den titel eines königs an. Klinger 1, 357 .

Kühngesinnte

GWB

Kühngesinnte für: entdeckungsfreudiger, Herausforderungen suchender od Schwierigkeiten u Gefahren nicht scheuender Mensch [ mBez auf die Ent…

kühnhaft

DWB

kuehn·haft

kühnhaft , verstärktes kühn, s. dort II, 1, e: faszten sie ein herz und widerstunden dem Balais etwan lang künhaft. Amadis 294.

kühnheit

DWB

kuehn·heit

kühnheit , f. audacia, ahd. chuonheit, mhd. kuonheit ( vgl. kühn I am ende ), kuenhait voc. inc. teut., nd. konheit, koenheit Dief. 59 c , n…

Kühnhingestrichene

GWB

Kühnhingestrichene das mit Schwung u Begeisterung zu Papier Gebrachte; in Charakteristik zeichnerischer Skizzen Das K. [kühne, hingestrichen…

kühnicht

DWB

kuehn·icht

kühnicht für kienicht, z. b. kühnicht holz Lohenstein in Neumarks samml. 1, 274 ; s. unter kien.

kühniglich

DWB

kuehn·iglich

kühniglich , gleich kühnlich: das thu küniglich. L. Döner bei Luther 6, 334 a , mit einschub von -ig, wie in kuenicheit kühnheit oben, s. un…

Kühn, Jul

DWBQVZ

kuehn·jul

--- die krankheiten der kulturgewächse. Berlin 2 1859 . ---

kühnlich

DWB

kuehn·lich

kühnlich , zu kühn audax. 1 1) als adj., mhd. küenlîch, nhd. künlich Stieler, selten, wie schon mhd.: kühnliches hörest du gern und tapfres …

kühnling

DWB

kuehn·ling

kühnling , m. kühner mensch. v . Sonnenberg bei Campe. bei Kilian nl. koenaerd audaculus, ihm entspricht unser name Kuhnhart, eigentlich seh…

Kühnmüthig

Campe

✱ Kühnmüthig , — er, — ste , adj . u. adv . kühnen Muth habend, beweisend. »Ein kühnmüthiger König.« Hans Sachs. R.

kühnmütig

DWB

kuehn·muetig

kühnmütig , adj. zu kühner mut ( s. bei Schiller unter kühn II, 2, d ), mhd. küenmüetic, in md. form kûnmûtig monach. Pirn. 1457: knmtig, …

kühnmütigkeit

DWB

kuehnmuetig·keit

kühnmütigkeit , f. subst. zum vorigen: die könig welet man nach dem adel, die hauptleut und heerfrer nach der manlichen knmtigkeit. S. Fr…

kühnmund

DWB

kuehn·mund

kühnmund , m. os audax, künmund Stieler 1307 , bei Logau 1, 2, 55 als gemachter name für einen der mit dem munde kühn ist, Kühnmund, Kunimun…

kühnmut

DWB

kuehn·mut

kühnmut , m. subst. zum folg. ( vgl. unter kühlsinn), ungebräuchlich; ein beleg aus vorigem jahrh. bei Campe. auch bei Stieler 1299 künmut.

Kühnmuth

Campe

kuehn·muth

Der Kühnmuth , des — es , o. Mz . kühner Muth, Muth mit Kühnheit verbunden. » Kühnmuth gegen herrschende Vorurtheile.« Jenisch. Hans Sachs g…

kuehn als Zweitglied (4 von 4)

Allzu kühn

Wander

allzu·kuehn

Allzu kühn Allzu kühn taugt nicht. Lat. : Qui nimis est audax, saepe infeliciter audet.

dummkühn

DWB

dumm·kuehn

dummkühn , adj. und adv. unverständig und dabei anmaszend, frech, verwegen, tollkühn, wie dummdreist, dummkeck. so thumbküne das er unberett…

kaufkühn

DWB

kauf·kuehn

kaufkühn , adj. , im bergwesen, ' wann ein reicher anbruch erfolget, dasz die kuxe dadurch in guten werth kommen, so sagt man, das macht die…

tollkühn

DWB

toll·kuehn

tollkühn , adj. und adv. auf tolle weise kühn, verwegen, vgl. dummkühn th. 2, 1521; temerarius Diefenbach 576 a , audax Henisch 724 , temera…

Ableitungen von kuehn (6 von 6)

entkühnen

DWB

entkühnen , sich, audere, wie entblöden, sich erkühnen. Stieler 1047 .

erkühnen

DWB

erkühnen , n. audacia, kühnheit: und kleide nicht in heiliges gewand der rohen stärke blutiges erkühnen. Schiller 414 b .

kühne

DWB

kühne , f. kühnheit, ahd. chuonî, mhd. küene ( altn. kœnni, ags. cênðu), nhd. zuweilen: merzen griene, pfaffen kiene, armer weiber schöne hä…

unkühn

DWB

unkühn , adj. , gth. v. kühn 2: Adelphus enchiridion x 3 b . —

verkühn

RhWB

ver-kühn: sich v., erkühnen Sieg-Ägid .

verkühnen

DWB

verkühnen , verb. keck, verwegen machen. Kramer 2, 241 b ; sich verkühnen, etwas zu thun, erkühnen. ebenda.