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Kerze

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RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Kerze

Bd. 4, Sp. 427
Kerze Rhfrk, Mosfrk kērts, –ēə-, –ēăts [Saarl -Eə-, –ēə-; doch -ę-, ęə- Saarwelling Roden Fraulautern Hülzw Lisd Holzmühle Differten Friedrichsw Werbeln; -e- Wallerfang Stdt Leb; -i- Beaumarais; NSaarbg, WBitb, Prüm auch -ī-, īə-]; Rip, SNfrk kEts, –Eə-, –ēă-, –īə-, –īă-; Eup kęrs u. neuerdings -ts; OBerg kēərtsə, –īə-; [] NBerg ö. Ürd.-L., MülhRuhr kEtsə; Klevld kęrs, –E-, –Eă-, –ts; Pl. -tsə(n) [-sə]; Demin. -tsχə(n), –tskə(n) f.: 1.a. wie nhd., Ünzels-, Stearin-, Wachs-, Altar-, Uster-, Kommunions-, Offer- (Opfer-), Moddergoddes-, Hochzeits-, Doden-, Nachts-, Leuchtenk.; en gewöhnleche, gesente (gesegnete), geweihte K.; bis etwa 1850 spendete die K. das gewöhnliche Licht neben den Ölfunzeln; de K. anmache (ansteche, anstoche); de K. schnütze (schnöckse) die verbrannten Dochtteile abschneiden (wenn de K. am schnuəre ös Rheinb-Neuk); de K. dömpele (dölke) auslöschen mit einem Kerzenhütchen; de K. usblose; en K. opstelle (s. d. W.). RA.: Su schnack (grade) wie en K. Rip, MGladb, Heinsb; so richt wie e K. Trier, Bernk; e seiht aus wie e K. blassgelb Trier-Schweich; de hält de Häng (Hände) dröm, de es so strack wie en K. gibt nichts unnütz aus Gummb-Nümbrecht. Gej sid en guje (gute) K., mar gej löcht schlecht zu dem, der mir im Lichte steht Klev, Rees, Aach. Wat helpt den Ap (Affe) en K. en (und) en Brell, as et Dier nit siehn well! wer nicht will, dem ist nicht zu helfen Klev, Rees. Sei K. brennt! er hat die Ferse aus dem Strumpfloch gucken Bitb-Niedersgegen, Ottw-Humes. He süht gern e K.ke brennen hetzt gern Sol. Et gewen Lü, die verbranden en hell (ganze) K., öm en Spelt (Stecknadel) te sücken (suchen) Mörs; he sök (sucht) en Erz (Erbse) un verbrennt en K. Köln-Stdt. Bei döm hat (es) de K. a (op) de Najel gebrangkt er steht in äusserster Zwangslage, Abhilfe tut not Aach, Rip, NBerg. De K. a bedse (beiden) Enge (Enden) asteiche verschwenderisch hausen, seine Gesundheit ruinieren MüEif. Wenn ich et K.che gehale hött, da wöuss (wüsste) ech et Dür-Gey. Do hät keiner de K. bei gehale keiner war zugegen, der es hätte sehen können; du häs och net de K. derbei gehale es nicht mit eigenen Augen gesehen Rip. Ene de K. ahode (anhalten) ihn aufhalten Aach-Merkst. Dem han ech ens e K. opgesteəke ihm heimgeleuchtet SNfrk, Köln. Hen hat de K. usgoh lossen er ist gestorben Malm-Manderf. Dem han ech de K.ə usgeblose ihn weggejagt Aach-Stolbg. A. hält den Zeigefinger in die Höhe u. sagt zu B.: Blos ens derwiər (dawider)! B. tut es. A.: Hä, du has em Herrgöttche de K. utgeblose! MGladb. Do hes wäll K.ə te verkope! zu dem, dem der Rotz aus der Nase hängt Rees-Wesel. Kenne Aprel os got, het setzt Kerzcher op de Zöng (Zäune) Schneehüte Schleid-Hellenth. Dat darf mer nit bei der K. besiehn Köln, Allg. Jet met de K. besieh genau besehen Aach. Die dörf mer ävver net möt de K. belöte (beleuchten) so schmutzig ist sie Grevbr-Hochneuk. E Strickspönche (Streichholz) met en K. söcke (suchen) viel Geld ausgeben, um Geringwertiges zu erhalten Kref. Se hant en henger (hinter) de K. gefuhrt getäuscht Aach-Berensbg. — Die Arbeit bei K.licht hörte halben März auf. Halve März spart der Kouch (Koch) de K. Rip, Allg. (s. [] März); Märt ut, de K. ut Mörs; St. Gertrud blost men Lampe un de K.ə ut, schmitt (schmeisst) Hack un Schöpp erut Ruhr, Geld. — RA. zur gesegneten K.: Dem hilf en geweihte K. nit mih Köln-Stdt; dem ös net met er gesente K. ze helpe mit keinem Mittel Rip, Allg. Lott (lass) dech överlese met en hölte (hözerne) K.! ich glaube dir nicht Eup. Von Lichtmess gesegneten K. gilt der Spruch: De K. am (im) Kli, de Pälmen (Palmweihe auf Palmsonntag) am Schni grünt es auf Lichtmess, so haben wir Palmsonntag Schnee Prüm, Daun, Bitb, Wittl, Trier. Den Heiligen, der Muttergottes zündet man eine K. an: Jeder Hellige well sin K. habbe Kemp-Hüls; jedem H. sing K.! Köln-Stdt. Mer moss dem Düvel och alt ens e K.che ansteche (opst., steche, setze) Rip, Allg., — offere einem Menschen, den man nicht leiden kann, doch zuweilen schmeicheln Bergh, Grevbr; me mott för den Düvel en K.ke eveso gut ansteken als för onse lieven Her Geld-Leuth, — so wit (weit), as men ene Schümmel en't Feld ka sinn (sehn) MGladb-Rheydt; wer dem Düvel e K.che anstich, kömmt omesöns en die Höll Jül-Linnich. Der Muttergottes un ach dem Deiwel en K.che stelle es mit beiden Seiten halten Goar-Weiler. Von der Totenkerze: Kenger, bett (betet) öch, Vadder hät de K. en de Häng (Händen)! ironisch, sie sollen sich freuen, dass sie bald ans Erben kommen MGladb, De Tit (Zeit) vergeiht, de K. verbernt, en Jannes ən willt (kann) ent (nicht) sterve trotzdem es drängt, ist der Faule nicht zur Arbeit zu bringen Eup, Aach (Jann); de K. verbrent, an Hanes stirft noch net die Sache zieht sich in die Länge WBitb. Dir soll der Deiwel de K.halen! Drohung Trier-Stdt. Dau drähs (trägst) mer de K. (beim Leichenbegängnis) überlebst mich Trier-Mehring. — An die Rolle der K. bei öffentlichen Verkäufen erinnert die Wend.: An de K. verkofe Malm; a gen K. verkope Eup; bi der K. v. Elbf. — Zu den im Vorigen schon erwähnten Beispielen des Volksbr. u. Volksgl.: Am Lichtmesstage lässt der Bauer im Hochamte für sein Haus eine K. segnen; früher war es Sitte, dass er jedem Hausbewohner, u. zwar den männlichen in die Unterjacke oder Weste, den weiblichen in den Unterrock je drei Tropfen in Form eines Dreiecks träufelte (s. Weiteres bei Lichtmess); das Jahr hindurch wird die gesegnete K. bei schweren Gewittern u. als Sterbekerze angezündet; die Kommunikanten tragen bei Erneuerung des Taufgelübdes eine brennende K., die nachher der Kirche als Opfer zufällt; K. werden an die Altäre der Wallfahrtsorte gestiftet (die Prozessionen, die zu St.Methias in Trier wallfahrten, führen mächtige Exemplare mit sich); auch vor Hausstatuen stellt man K. auf (eine Frau, die dem Erzengel Michael, aber auch dem Teufel eine K. hinstellte, sagte auf die Einwendung anderer: mer wass (weiss) nöt, wie mer ön alt (schon) gebrauche []kann Trier-Stdt); will eine Mutter wissen, wohin sie für ihr krankes Kind wallfahrten soll, so stellt sie mehrere brennende K. auf, die sie je nach den Wallfahrtsorten benennt; zu dem Ort wallfahrtet sie nun, dessen K. zuerst ausbrennt Trier-OEmmel; liegt ein Kind hoffnungslos darnieder, so wallfahrten die Kinder zur Kapelle auf der Rossstr.; verbreiten die geopferten K. hellen Schein, so genest das Kind; brennen sie trüb, so stirbt das Kind Aach; wird für einen Kranken in der Kirche der Rosenkranz gebetet u. die K. flackern, so stirbt der Kranke Koch; löscht eine Altarkerze von selbst aus, stirbt jmd.; steht die K. links auf dem Altar, so ist es eine Frau, wenn rechts, so ein Mann Trier-Mehring; brennen während der Trauung die Altarkerzen hell, so bedeutet dies für die Brautleute Glück Allg.; wessen Kerze zuerst erlischt, der stirbt als erster von den Brautleuten Allg.; bewerben sich um ein Mädchen zwei Freier, für die es keine rechte Entscheidung weiss, so stellt es zwei brennende K.n zu beiden Seiten eines Steinkreuzes auf u. gibt jeder K. den Namen je eines Freiers; derjenige Fr. wird gewählt, dessen K. zuerst erlischt Trier-Schweich; es a de K. ene Deif (Dieb, die vom Dochte sich ablösenden Teilchen), da kriete bau (bald) ene Breif Aach-Stdt. Da beim Umzug der Jugend am Martinsabende K. für die Fackeln gebraucht werden, heisst es im Liede: Der hellige zinte Mäərte, dat wor ene brave Mann, de gof de Kender K.ə on stoch se selver an Bo; op St. Martesoəwend wurde früher K.ke gespronge ein kleines brennendes Wachskerzchen wurde in der Mitte des Zimmers auf den Boden gesetzt, u. die Kinder sprangen der Reihe nach darüber Geld. — Rätsel. En Köllen em Dom, do es en geəl Blom; je länger se blött (blüht), je kotter (kürzer) se wött (wird) MGladb, Kemp, Köln, Daun. Enwendig rauh, rondöm bläck (bloss); wie nöhter (näher) am Arsch, wie decker et Speck Sieg-ODollend. — b. Öllicht, schlechthin Lampe; on (in) der K. werd (get) Olleg gebrannt Prüm-Büdesh Oos Wawern Zendschd, Bitb-Usch, Koch-Laub. — 2. übertr. a. Eiszapfen, auch Eisk. Saarbg-Ayl Beuren Kelsen Palzem Winchering, Wittl-Steinborn, Daun-Berend Esch, May-Bell OMendig, Aden-Arembg Kempenich Lierstall, Ahrw-Fronr, Schleid-Freiling Hüngersd Reetz Ripsd, Erk-Kaulhsn OKrüchten, MGladb-Odenk, Kemp-Boish. — b. Kreisel, braun gefärbt Aden-Hausen. — c. Haarfrisur bei Männern; über dem Ohre werden an einer Seite die Haare so geordnet, dass sie zu Berge stehen, der Hut wird dabei schief getragen; K. gestriəke, K. geschliəpe (geschliffen) on dann va Anroət Neckr. auf die von Kref-Anr, Kemp-Süchteln. — d. Rotzfaden aus der Nase; en K. hänke losse; sall ech de K.ə fänke (anzünden)! Kobl, May, Bo, Köln. — e.α. de lässt K.ə stihn er mäht nicht glatt ab []Koch-Eller. — β. en K. steəhle beim Schlittern einen weissen Streifen im Eise machen Aach-Stdt. — γ. K.ə werfe den Stein, der über eine Wasserfläche hüpfen soll, steil in die Höhe werfen Bo-Stdt. — f. Pflanzenn. oder Teile von Pfl. α. Tannenzapfen Saarbr-Tetting, Sieg-Kuxenbg. — β. Kezche Kastanienblüte Köln. — γ. Schilfrohrkolben Aach. — δ. Aronstab, arum maculatum Jül-Tetz, Aach-Eilend. — ε. Königskerze, verbascum, zum Krautwisch gehörig, auch Donnerk., wölle (wollene) K. Koch-Lutzerath, Köln, Bergh, Dür, Jül, Aach; Nachk. Ruhr, Rees. — ζ. Osterkerze (botan.?), zum Krautwisch Bo-Küdinghv. — η. Kerzche wildes Löwenmaul, antirrhinum Orontium, zum Krautwisch Schleid-Eicks, Eusk-Dirmerzh. — θ. Weidenrös-chen, epilobium, oder Ziest, stachys, zum Krautwisch Sieg-Hangelar Geislar. — ι. Wegerich Jül-Langend. — κ. Samenstengel des Löwenzahnes Bitb-Fliessem, Bernk-Cues, Eusk-Rheder, Sieg-Siegbg, MülhRh, Köln. — λ. Kerzche Weidenkätzchen Koch-Lutzerath, May-Löf Kehrig. — g.α. Huhn mit gradem Schwanze May-Galenbg. — β. Name eines Hundes Mörs-Xanten.
9849 Zeichen · 227 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    KERZEswf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    KERZE swf. kerze, licht. von lat. cera . ahd. charz, charza, cherza Graff 4,497. tûsent kerze (: herze) MS. 1,31. b. — d…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    kerzeF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    kerze , F. Vw.: s. kerse (3)

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Kêrze

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Kêrze , plur. die -n, Diminut. das Kerzchen, Oberd. das Kerzlein, im Oberdeutschen und der höhern Schreibart der Hoc…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Kerze

    Goethe-Wörterbuch

    Kerze a das Leuchtobjekt; öfter iZshg mit spezifischen Stimmungswerten od Empfindungen wie Stille, Geborgenheit, Sehnsuc…

  5. modern
    Dialekt
    Kerz(e)

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Kerz(e) [‘ X êrtsə Fisl. ; Khêrtsə Hi. Banzenh. ; Khèrts Dü. U. W. ] f. Wachskerze zu kirchlichem Gebrauch. Zss. Kerze n…

  6. Sprichwörter
    Kerze

    Wander (Sprichwörter)

    Kerze 1. Besser Eine Kerze vor mir, als zwei nach. – Simrock, 5562; Eiselein, 371. Lat. : Praevia lucidior multo candela…

  7. Spezial
    Kerze

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ker|ze f. (-,-n) 1 ciandëra (-res) f. 2 (Zündkerze) ciandëra (-res) f. 3 ‹sport› (Nackenstand) ciandëra (-res) f. ▬ Kerz…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kerze

324 Bildungen · 187 Erstglied · 137 Zweitglied · 0 Ableitungen

kerze‑ als Erstglied (30 von 187)

Kerze(n)garn

Idiotikon

Kerze(n)garn Band 2, Spalte 421 Kerze(n)garn 2,421

Kerze(n)guldin

Idiotikon

Kerze(n)guldin Band 2, Spalte 228 Kerze(n)guldin 2,228

Kerze(n)gëlt

Idiotikon

Kerze(n)gëlt Band 2, Spalte 253 Kerze(n)gëlt 2,253

Kerze(n)hūs

Idiotikon

Kerze(n)hūs Band 2, Spalte 1715 Kerze(n)hūs 2,1715

kerzelieht

Lexer

kerze·lieht

kerze-lieht stn. das licht von einer kerze od. die brennende kerze selbst Elis. 8584. kerzlieht Krone 14841. kerzenlieht Hpt. 1,286. j.Tit. …

kerzelîn

Lexer

kerz·elin

kerzelîn stn. kleine kerze Renn. 17995. Ga. 2. 119,368. kirzlein Chr. 2. 28,11 ;

Kerzeltag

PfWB

 Kerzel-tag s. + Kerzentag;

kerzelîn

MWB

kerzelîn stN. Dimin. zu kerze . ‘(kleine) Kerze’ nu was ein cleinez keertzelin / vorborgen gesetzet verre hin dan. / daz selbe lucht unde br…

kerzelīn

KöblerMhd

kerze·līn

kerzelīn , st. N. nhd. „Kerzlein“, kleine Kerze Vw.: s. wahs-* Hw.: vgl. mnd. *kerselīn? Q.: BMisstr, Chr, Renner (1290-1300) E.: ahd. karzi…

kerzen

FWB

1. ›etw. mit Kerzen schmücken‹; 2. ›Kerzen herstellen‹

Kerzengote

SHW

Kerzen-gote Band 3, Spalte 1267-1268

Kerzenlicht

SHW

Kerzen-licht Band 3, Spalte 1267-1268

Kerzenputz

SHW

Kerzen-putz Band 3, Spalte 1267-1268

Kerzentag

SHW

Kerzen-tag Band 3, Spalte 1267-1268

Kerzenbaggler

Idiotikon

Kerzenbaggler Band 4, Spalte 1073 Kerzenbaggler 4,1073 u.

kerze als Zweitglied (30 von 137)

abendkerze

DWB2

abend·kerze

abendkerze f. : ⟨1836⟩ bei dem lichte seiner abendkerze Immermann 6,93 B.

ADVENTSKERZE

DWB2

advent·s·kerze

DWB2 ADVENTSKERZE f. DWB2 in der adventszeit, bes. auf dem adventskranz brennende kerze: DWB2 1964 die adventskerzen anzünden WDG 1,95 a . 1…

Allerseelenkerze

RhWB

allerseelen·kerze

Aller-seelen-kerze f.: an einem Hausaltärchen im Hause angezündete Kerze auf A.abend Köln-Flittard , Dür-Pier Morschenich , Neuw-Linz , Trie…

Brautkerze

RhWB

braut·kerze

Braut-kerze RhWBN f.: die vom Br.paare gestiftete u. während des Trauamtes brennende K.; sind es zwei, so ist die eine für die Braut, die an…

bârkerze

MWB

bârkerze stF. ‘Kerze bei einer Totenbahre’ man schol auch di tôten chint, di nicht siben jâr alt gewesen sint, nimêr mit schulern noch mit g…

bārkerze

KöblerMhd

bār·kerze

bārkerze , sw. F., st. F. nhd. „Bahrkerze“, Kerze bei einer Totenbahre Q.: StREger (1352-1460) E.: s. bāre, kerze W.: nhd. DW- L.: MWB 1, 43…

Donnerkerze

RhWB

donner·kerze

Donner-kerze f.: 1. geweihte Kerze, die bei Gewitter angezündet wird Verbr. — 2. zum Krautwisch gehörige Pflanze, Königskerze, verbascum nig…

ehrenkerze

DWB

ehren·kerze

ehrenkerze , f. veronica, ehrenpreis, gamander ( vgl. DWB ehre 3): wir verpfänden dir die herzen, dein befehl ist unsre lust, wir eröfnen di…

Eiskerze

RhWB

eis·kerze

Eis-kerze RhWBN (s. S) Saarl-Ensd , Saarbg , Daun-OEhe , Aden-Engeln , May-Bell , Schleid-Marmag , Erk-Wegbg f.: -zapfen.

feldkerze

DWB

feld·kerze

feldkerze , f. verbascum thapsus, königskerze, himmelskerze, himmelbrand, candela regia, mit gelben, leuchtenden blumen auf hohem stengel.

feuerkerze

DWB

feuer·kerze

feuerkerze , f. cereus, was das einfache wort: die wange weisz und roth, umschattet von der schwärze der locken, jedes auge eine feuerkerze.…

flammenkerze

DWB

flammen·kerze

flammenkerze , f. stein und felsen ihre herzen, ihre seelen nacht, von des himmels flammenkerzen nie in glut gefacht. Schiller 10 a .

freudenkerze

DWB

freude·n·kerze

freudenkerze , f. freudenlicht, laetitiae index: der menschen tadelei sind seine freudenkerzen. Adelgunde Gottschedin kleinere ged. (1763) s…

gewitterkerze

DWB

gewitter·kerze

gewitterkerze , f. : gewitterkerze, wollkraut, verbascum Fischer Schwäb. wb. 3, 636 . vgl. DWB wetterkerze ( Baiern ), verbascum Pritzel u. …

gildekerze

DWB

gilde·kerze

gildekerze , f. , dass. wie gildelicht ( s. d. ): welk man, de tho Bergen stervet unde in de gilde höret, den schall man hahlen mit alle den…

glaubenskerze

DWB

glauben·s·kerze

glaubenskerze , f. , zu glaube I A 1 c γ , vgl. DWB glaubensfackel , DWB glaubenslicht : erleuchte mein gesicht, steck an die glaubenskertz …

Hauptkerze

RhWB

haupt·kerze

Haupt-kerze h:tkEəts Bergh-Blatzh f.: grösste, meist bis zu 3 Pfd. schwere K. am Katafalk beim Trauergottesdienste.

himmelskerze

DWB

himmels·kerze

himmelskerze , f. 1 1) von der sonne und den sternen: dort jener theure mann, das ädle Föbusherze sol stehen wo die sonn, die grosze himmels…

hochzeitkerze

DWB

hochzeit·kerze

hochzeitkerze , f. kerze die bei der vermählungsfeier brennt: sie wären denn nun zwei, doch zwei mit einem herzen, und feilte ( fehlte ) wen…