Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Joch n.
Joch n.
Joch n. ‘Teil des Geschirrs für Rinder, das über Stirn oder Nacken liegt, ein Gespann Ochsen, schwere Last’, ahd. joh (8. Jh.), mhd. joch, asächs. juk, mnd. juk, jok, mnl. joc, nl. juk, aengl. geoc, engl. yoke, anord. schwed. ok, got. juk, germ. *juka- entspricht genau aind. yugám ‘Joch, Gespann, Geschlecht, Generation’, lat. iugum, griech. zygón (ζυγόν) ‘Joch, Gespann, Morgen Land, Querbalken, Ruderbank’, aslaw. igo, russ. ígo (иго) ‘Joch’. Sie führen auf ie. *i̯ugom ‘Joch’, eigentlich ein Nomen agentis (‘das Verbindende’) zur g-Erweiterung der Wurzel ie. *i̯eu- ‘verbinden, anschirren’, zu der auch (mit Nasalinfix) lat. iungere ‘verbinden, vereinigen’ (s. Junktim) sowie aind. yṓga- ‘Anschirrung, Unternehmung’ (s. Joga) gehören. Joch wird bereits früh (z. B. in den oben genannten ie. Sprachen) übertragen auf die Tiere, die unter ihm gehen (‘Gespann’), auf die Ackerfläche, die sie an einem Tag pflügen, auf ein ‘Querholz’, einen ‘Querbalken’ (vgl. Brückenjoch), auf den ‘Gebirgskamm, Paß’ zwischen zwei Gipfeln (vgl. Bergjoch) und besonders auf die durch Pflichten oder Unterwerfung auferlegte ‘Bürde, Last’, also auch auf jede Art von ‘Unterdrückung, Fremdherrschaft’. – unterjochen Vb. ‘unterdrücken’ (16. Jh.), zu Joch im Sinne von ‘Zwang, Unterdrückung’. Jochbein n. paariger Gesichtsknochen bei Menschen und Säugetieren, der Oberkiefer und Stirn verbindet (18. Jh.).