1 Hut vereinzelt -th A Kopfbedeckung 1 als (zeitübl) Bestandteil der Bekleidung a als alltägl Kleidungsstück u Accessoire α als Schutz gegen Witterungseinflüsse, Gefahren in freier Natur oä; auch als Teil der Reisekleidung (zugl als Indiz der Gruppenzugehörigkeit in Berührung mit Bed 2) [Gräfin zu ihrer von der Jagd heimkehrenden Tochter:] Du siehst wild aus, Friederike, wie du durchnäßt bist! (Friederike, das Wasser vom H-e abschwingend) GWB18,41,25 Aufgeregten II 5 Regiebem [plötzl Eruption des Vesuv vertreibt Schaulustige vom Krater] wir .. kamen mit der noch rieselnden Asche am Fuße des Kegels an, Hüte und Schultern genugsam eingeäschert GWB31,31,21 ItR Die langen Kleider der Nordländer, die großen Knöpfe, die wunderlichen runden Hüte1) fallen den Römern auf GWB32,239,6 ItR GWB48,92,11 Polygnot uö β als folkloristisches Element, Teil ländl Tracht; einmal ‘gelber H.’ für Strohhut Diesen [den Tirolern] geben die grünen Hüte zwischen den grauen Felsen ein fröhliches Ansehn. Sie tragen sie geziert mit Bändern .. Auch hat jeder eine Blume oder eine Feder auf dem H. Dagegen verbilden sich die Weiber durch weiße .. zottige, sehr weite Mützen GWB30,23,28 u 24,5 ItR [Venedig] das Volk, wie es gern seine Hüte schmückt, will auch seine Obern prächtig und geputzt sehen GWB30,122,12 ItR die Mädchen auf dem Land! | Sie tragen gelbe Hüte | Mit rosenrothem Band GWB1,30 Kriegserklärung 3 GWB51,35 Ein zärtlich jugendlicher 15 uö γ als Teil des weibl Putzes in bürgerl u adligen Kreisen; einmal wohl iZshg mit einem Gesellschaftsspiel als von der Besitzerin (ChStein) bei G auszulösendes Pfand Die Frauen .. fanden .. indem sie .. die neusten Formen und Zuschnitte von Frühkleidern, Hüten und dergleichen zu mustern anfingen, genugsame Unterhaltung GWB20,110,12 Wv I 10 Das schöne Frauchen [Förster] .. hat bedeutenden Effect gemacht. Frauenzimmer behaupten: ihr vorzüglich geschmackvoller H. habe daran großen Theil gehabt GWBB49,56,17 Zelter 4.[9.]31 Ottilie .. an Gallatagen sich gränzenloser [engl] Hüte2) befleißigend GWBB47,264,13 August 30.9./1.10.30 K [aus dem Hause Schönemann] Hier liegt ein Kleid, eine Uhr hangt da, viel Schachteln und Pappedeckel, zu Hauben und Hüten GWBB2,276,3 Gfin Stolbg 3.8.[75] GWB52,51,4 ThS IV 10 GWBB5,318,17 ChStein 5.5.82 uö δ als Bestandteil der bürgerl u adligen Herrengarderobe Für einen H. 3 rh. 16 GWBT3,415 Notiz Juni 1804 GWBT1,81,13 v März 79 uö als zu einem repräsentativen Auftritt getragenes Kleidungsstück, Teil der Galatracht, Hofuniform uä [Kaiserkrönung 1764] Die Botschafter der abwesenden weltlichen Churfürsten in ihren goldstoffnen .. mit goldnen Spitzentressen reich besetzten spanischen Kleidern thaten unsern Augen wohl; besonders wehten die großen Federn von den alterthümlich aufgekrempten Hüten auf’s prächtigste GWB26,299,25 DuW 5 Vater Märten in französischem, nicht zu altfränkischem Staatskleide, mit Alongeperrücke, Stock, den H. [den bis zur Frz Revolution üblichen Dreispitz3)] unter’m Arm GWB131,67,15 Was wir bringen [1802] Regiebem uö als Attribut des eleganten, modebewußten od avantgardistischen, auch: stutzerhaften Mannes; wiederholt mBez auf den unter dem Arm zu tragenden Chapeaubas (oft neben ‘Degen’), bes als Kennzeichen Leipziger Studententracht um 1770 (in Berührung mit Pkt 2) Behrisch .. kleidete sich sehr nett und ging niemals aus, als den Degen an der Seite und den H. unter dem Arm GWB27,131,22 DuW 7 [Werner üb die Reaktion seiner [] Frau u seiner Schwiegermutter auf Wilhelms Porträt:] Mutter und Tochter fanden den jungen Herrn allerliebst, mit offnem Halse, halbfreier Brust, großer Krause, herumhängendem Haar, rundem [engl] H.4), kurzem Westchen und schlotternden langen Hosen, indessen ich behauptete, das Costüm sei nur noch zwei Finger breit vom Hanswurst GWB23,136,14 Lj VIII 1 GWB22,53,4 Lj IV 8 GWB22,15,19 Lj IV 2 uö (anekdotisch) hinsichtl der Nichterfüllung modischer Kriterien Gespr(He2,830) Laube 10./16.8.13? uö(selten) b in konventioneller Gestik u mBez auf zeichenhafte Art u Weise, die Kopfbedeckung aufzusetzen od zu tragen; auch im Hinblick auf Verstöße gegen die gesellschaftl Norm α ‘den H. abnehmen, abziehen’ uä: als Zeichen der Achtung, Ehrerbietung, bes beim Betreten eines Zimmers, auch als Ausdruck der Ergriffenheit; wiederholt mBez auf ungezogenes u provozierendes Betragen Jenaer Studenten im Theater [Verzögerung der Fahrt nach Lpz durch Steckenbleiben der Kutsche] überfiel mich .. eine so unüberwindliche Schlafsucht, daß ich .. im Gehen schlief, mit dem H. auf dem Kopfe wieder in das Zimmer [des Gasthofs in Auerstädt] trat GWB27,47,13 DuW 6 Gleich beym Eintritt in den Saal [des Theaters] sollte jeder genöthigt werden, den H. abzuziehen, damit er erinnert würde, daß er dem Orte Achtung schuldig sey GWBB12,147,17 Kirms 9.6.97 Wie ich den ersten beschneiten [Alpen-]Gipfel sah, griff ich nach dem H-e .. Es war .. der erste Schnee [dieses Herbsts] den ich begrüßte GWBT1,156,28 v 7.9.86 GWB22,224,21 Lj V 15 uö im (höfl) Gruß (‘den H. ziehen, lüften, abnehmen’ uä); einmal zugl als Demutsgeste eines Bettlers [Therese üb den Hofrat:] Er ist so artig, so mild und gut, | Vor jedem Bauer zieht er den H. GWB131,141 NachspIffland,Hagestolzen [Peucer/G] 104 Der Graf .. behält .. den H. auf dem Kopfe, den er höchstens nur, um jemand zu grüßen, lüftet GWB17,156,17 GrCoph II 5 Regiebem Eine Figur, den H. in der Hand, vertrat ihnen [Eduard u Ottilie] den Weg, und sprach sie um ein Almosen an GWB20,161,18 Wv I 15 GWB17,177,7 GrCoph III 5 Regiebem GWB21,174,14 Lj II 7 GWB26,61,8 DuW 1 uö β ‘den H./H. und Stock nehmen’, ‘nach dem H. greifen’ uä: als Vorbereitung zum Aufbruch, Abschied; je einmal zugl metaphor von einem brüskierten Kavalier u ‘den H. immer nehmen und wieder niederlegen’ als Ausdruck der Unentschlossenheit, des Schwankens eines Verliebten Endlich stand er [Karl] auf und nahm seinen H., als wenn er weggehen wollte GWB18,110,4 Unterhaltungen ein andermal davon, sagte ich, und grif nach meinem H-e AA58,1 Werth1 I~Werth2 [Söller:] Mein H.! [Sophie:] Da ist er. Hier! .. Nun Söller, gehst du denn? DjG31,373 Mitsch2 285 [Plünderungen in Neapel nach Flucht des Hofs vor frz Armee] Beide Brüder [Hackert] nahmen H. und Stock und jeder seine Schatulle mit Papieren .. und was sie sonst Pretioses hatten, um sich durch den Garten zu retten GWB46,312,20 Hackert [Sophie üb den Typus des ‘süßen jungen Herrn’:] wenn nur eine Frau ein wenig spröde thut; | So wundert er sich sehr, und greifft nach seinem H. DjG31,367 Mitsch2 194 GWB27,268,9 DuW 9 GWBB2,54,7 Kestner [Jan 73] AA131,13 Werth1 II~Werth2 GWBB2,290,4 Gfin Stolbg 14.9.75 uö ‘den H. ablegen’ uä als Vorbereitung behagl Sich-Niederlassens eines Gasts zu längerem Verweilen Er [der Geistliche, von einem Spaziergang zurückkehrend] legte H. und Stock ab, ließ sich nieder und wollte eben etwas erzählen GWB18,118,18 Unterhaltungen Es würde niemand den H. ablegen, nachdem er kaum das Compliment gemacht hat, wenn er wüßte, wie komisch das aussieht GWB20,261,9 Wv II 5 ‘jdm seinen H. nachwerfen’: als Zeichen der Verachtung u des Spotts; iZshg mit der Freilassung eines als mutmaßl Partisan Aufgegriffenen Der Rittmeister .. entließ den bedrohten Gefangenen mit einigen Hieben, die der Kerl so eilig mit auf den Weg nahm, daß man ihm seinen H. mit großem Lustgeschrei nachwarf, den er aber aufzunehmen keinen Beruf empfand GWB33,24,19 Camp γ ‘jdm mit dem H. Dank und Segen zuwinken’: als Geste des dankbaren Grußes von weitem GWB33,307,20 BelagergMainz δ ‘Schwenken der Hüte’: vom ausgelassenen, sich Platz verschaffenden Gefolge des ‘Pulcinellenkönigs’ im röm Karneval GWB32,252,3 ItR ε ‘den H. aufs Ohr drücken/in die Augen rücken’ uä: als Ausdruck (prätendierter) Verwegenheit, Keckheit; bes mBez auf männl Imponier- u Renommiergehabe [Jetter:] Unsre Miliz war doch noch ein lustig Volk; sie nahmen sich was heraus, standen mit ausgegrätschten Beinen da, hatten den H. über’m Ohr, lebten und ließen leben GWB8,246,1 Egm IV [Carlos zu Clavigo üb die jenem durch Beaumarchais zugefügte ‘Schande’:] Ha! werden unsre schwadronirenden Hofjunker sagen, man sieht immer, daß er kein Cavalier ist. Pah! ruft einer, und rückt den H. in die Augen, der Franzos hätte mir kommen sollen, und patscht sich auf den Bauch GWB11,101,11 Clav IV GWB45,64,28 Ram Neffe GWB22,198,18 Lj V 11 uö ζ ‘den H. ins Gesicht schieben/in die Augen drücken’ uä, um sich zu vermummen, unerkannt zu bleiben [Bauer:] Ob er schon den H. so in’s Gesicht geschoben hatte kannt ich ihn doch an der Nasen. Es war Adelbert von Weislingen GWB39,5,15 Götz1 I Egmont in einem Reitermantel, den H. in’s Gesicht gedrückt GWB8,238,4 Egm III Regiebem GWB11,281 Claud2 Regiebem vor 1590 ‘den H. bis auf die Augenbrauen’: als Habitus des Melancholikers [für: le chapeau jusque sur ses paupières] GWB45,68,22 RamNeffe η ‘den H. fallen lassen’: als Ausdruck der Ungeschicklichkeit, Verlegenheit, mangelnder gesellschaftl Gewandtheit ließ man [beim Reitunterricht] die Gerte fallen oder wohl gar den H., jedes Versäumniß, jedes Unglück mußte mit Geld gebüßt werden, und man ward noch obenein ausgelacht GWB26,232,26 DuW 4 [Herm, vom neureichen Nachbarn der Lächerlichkeit preisgegeben:] Fallen ließ ich den H. vor Verlegenheit, und das Gekicher | Dauerte fort und fort GWBHermDor II 231 c mBez auf Beschädigung od Verlust der Kopfbedeckung als Hinweis auf die akute Gefährdung ihres Trägers, dessen Verstörung, als Anzeichen eines Unglücks, mißlichen Zwischenfalls uä [Eduard zum Major:] mitten im Gewühl der Schlacht, wenn .. mein H. durchlöchert ward GWB20,347,18 Wv II 12 [Werthers Abschied von Lotte] Sein Diener bemerkte .. daß seinem Herrn der Huth fehlte. Er getraute sich nichts zu sagen .. Man hat nachher den Huth auf einem Felsen .. gefunden, und es ist unbegreiflich, wie er ihn in einer finstern feuchten Nacht ohne zu stürzen erstiegen hat AA146,8u10 Werth1 II~Werth2 [betr Mignons Streifzüge ins Gebirge] Das Kind blieb aus, man fand seinen H. auf dem Wasser schwimmen, nicht weit von dem Orte, wo ein Gießbach sich in den See stürzt. Man vermuthete, daß es .. zwischen den Felsen verunglückt sei GWB23,274,21 Lj VIII 9 GWB33,118,11 Camp GWB22,38,26 Lj IV 5~ThS V 15 GWB24,79,5 Wj I 5 uö d in zweckentfremdeter Verwendung [] α als Teil einer (opt) Versuchsanordnung GWBTgb 11.10.05 GWBB26,156,5 Schopenhauer 16.11.15 β als improvisiertes Gefäß, Versteck uä [Auslosen von Paaren als Gesellschaftsspiel] Die Namen von Männern und Frauen werden in zwei Hüte geworfen GWB19,207,19 BrSchweiz I [satir Version des Goldesel-Märchens] Ein Esel .. am lebhaftesten aber sind einige beschäftigt, welche die Guineen, die er fahren läßt, auflesen und in ihre Hüte sammeln GWB47,351,12 Üb:Frz satirKupferst [Konfirmandenprüfung] Ich .. legte die von einem ältern Freund erborgten, dem Geistlichen abgewonnenen Blätter in meinen H. und las .. alles dasjenige her, was ich mit Gemüth und Überzeugung wohl zu äußern gewußt hätte GWB27,124,24 DuW 7 GWB19,207,23 BrSchweiz I 2 als Kennzeichen eines Standes, einer sozialen Gruppe od einer best Mythen-, Sagengestalt; auch als Teil eines (Bühnen-)Kostüms, Theaterrequisit uä a Kardinalshut (des Papstes); einmal metonym iSv Kardinalswürde [im Petersdom zu Rom] Ihro Heiligkeit knieten .. und beteten. Die Monsignores vom Gefolge, davon einer den rothen goldbesetzten H. hielt, standen .. nicht weit davon GWBB8,113,4 FStein 4.1.87 unterwegs wartete ich dem Cardinal von Ferrara beständig auf, der damals den H. [Cappello] noch nicht hatte GWB43,292,27 Cell II 9 b Pilgerhut zwei Pilger .. der eine wieder nach Westphalen zu wandern, der andere aber noch den heiligen Jakob zu Compostell zu verehren gedachte. Ihre Kleidung war die bekannte .. Der große Kragen, der runde H., der Stab und die Muschel, als das unschuldigste Trinkgeschirr, alles hatte seine Bedeutung GWB30,99,27 ItR GWB341,21,4 Rochusf A(FfA I 27,286,17) Agendaliste [13./19. 3.17] c als zum Entgegennehmen von Almosen dargebotener Bettlerhut; als Teil eines Karnevalskostüms (in Berührung mit Bed A1bα) Sehr leicht sind die Masken von Bettlern und Bettlerinnen zu schaffen .. ein Stab und ein H. in der Hand GWB32,237,3 ItR d als sozial diffamierendes Zeichen des Bankrotteurs5) die gelben Hüte der Bankerottirer GWBN1,312,5 FlD 771 e als Teil einer (milit) Uniform, auch als Rang-, Ehrenzeichen [Bilderbogen zum Leben des Grafen MvBrühl] hier als männlicher Soldat | Mit Degen, H. und langem Zopfe GWB4,224 Ein munter Lied! 20 eine Anzahl bewaffneter Leute .. die er an ihren .. großen Aufschlägen, unförmlichen Hüten und plumpen Gewehren .. für ein Commando Landmiliz erkannte GWB21,68,27 Lj I 13~ThS II 6 GWB12,324 JeryBätely Var [Tressenhut GWB12,10,23] GWB341,254,18 ReiseSchweiz 1797 [G/Eckerm] GWB47,243,20 Üb:SchwerinsTod uö f der (rote) mit einer (Hahnen-)Feder geschmückte Hut als Kennzeichen des Teufels6) [Meph zu Faust:] dir die Grillen zu verjagen | Bin ich, als edler Junker, hier, | In rothem goldverbrämtem Kleide, | Das Mäntelchen von starrer Seide, | Die Hahnenfeder auf dem H., | Mit einem langen spitzen Degen GWBFaust I 1538 GWB14,296,5 Faust I Plp g der geflügelte Reisehut des Götterboten Hermes [Mercur:] Die Flügelchen an H. und Schuh und Stab | Verpfänd’ ich gegen einen einz’gen Kuß GWB131,82,6 Was wir bringen 3 als Herrschafts-, Freiheitssymbol oä bzw als (exponierter) Ort eines solchen a figurenspr neben ‘Hosen’ als Sinnbild der Männlichkeit7) [Clär singt ein ‘Soldatenliedchen’:] O hätt’ ich ein Wämmslein, | Und Hosen und H.! | Ich folgt’ ihm [dem ‘Liebsten’] zum Thor ’naus | Mit muthigem Schritt, | .. | Welch Glück sonder gleichen, | Ein Mannsbild zu sein! GWB8,194,4 Egm I b als Zeichen der Freiheit (neben dem Pfeilbündel als Sinnbild der Einheit) im Vorgriff auf die offizielle Symbolik der Vereinigten Niederlande8) mit aufmunternder Geberde zeigt sie [die personifizierte Freiheit] ihm [Egm] das Bündel Pfeile, dann den Stab mit dem H-e GWB8,303,25 Egm V Regiebem c mit aufgesteckter blau-weiß-roter Kokarde als Signal der Sympathie mit (den Zielen) der Frz Revolution, als Abzeichen eines unter frz Schutz stehenden Reisenden [Schnaps:] Nun die Cocarde! [Märten:] Ist das die Nationalcocarde? [Schnaps:] Freilich. (Steckt sie auf den H.) GWB17,269,25 Bürggeneral 6 Richter .. findet den H. mit der Cocarde GWB17,299,4 Bürggeneral 12 Regiebem GWB46,317,19 Hackert d heraldisch: für einen Fürstenhut (sd) GWBB23,270,8 Voigt 2.2.13 4 in Redensarten, Wdgn u metaphor a ‘alle unter einen H. bringen’ iSv (zw divergierenden Meinungen) Einigung erzielen GWBB45,313,6 Schultz 29.6.29 Gespr(He2,230) Riemer 2.6.07 b ‘alle unterm H. haben’ iSv in der Hand, in seiner Gewalt haben GWBFaust I 2028 c in der assonierenden Paarformel ‘vom H. zum Schuh’: pars pro toto iSv von Kopf bis Fuß, als ganze Person; als Antwort auf die Frage nach dem Ort des Denkens GWB3,108 Die Weisen u die Leute 26 d im Bild iSv bedeutungs-, wertloser Überrest [üb Rezensionen] Es seien ja dies alles nur Fetzen und Lappen von seiner Existenz; da einmal ein alter H. .. dort ein Lappen von einem Rock, den er einmal getragen Gespr(He2,305) Riemer 18.4.08 B Schirm eines Champignons; in natwiss Zshg wenn die eßbaren Champignons sich zeigen, nehme man einen unentwickelten, breche den Stiel am H-e ab und lege diesen .. auf ein weißes Papier GWBN6,205,20 VerstäubgVerdunstgVertropfg uö(selten) C ‘eiserner H.’: bergm für die obere, aus Eisenerz bestehende od eisenerzhaltige Schicht eines (Kupfer-)Gangs als Indiz für ein abbauwürdiges Erzlager Kein Kupfergang so gut | Er hat einen Eisernen H.9) GWBTgb 31.8.14 → GWBChapeaubashut GWBFederstutzhut GWBFederhut GWBFilzhut GWBFotzenhut GWBFürstenhut GWBKardinalshut GWBKometenhut GWBMannshut GWBSchab- GWBSchaub- GWBSchlapp- GWBSchnitter- GWBSonnen- GWBStroh- GWBSturm- GWBTressen- GWBZucker- Syn zu A2a GWBKardinalshut zu A3d GWBFürstenhut 1) vgl Tischbein, ‘G in der Campagna’, JGöres, G-s Leben in Bilddokumenten, 1981,123 2) s ILoschek, Accessoires, 1993,125 3) s ILoschek, Reclams Mode- u Kostümlexikon, 31993,167u310 4) Pierer 14, 21843,434 u C de la Motte Fouqué, Geschichte der Moden, vom Jahre 1785 bis 1829, ed DBöck 1987,23f zur legeren engl Mode ab etwa 1790; hier evt zugl iS einer Selbststilisierung Wilhelms als Wanderer 5) Pierer 14, 21843,435 6) Hwb dtAbergl 4,521 7) Adelung 2, 1796,1336, DWb4.2,1979 8) s Pierer 14, 21843,434 u MA3.11,883f 9) vgl den ähnl lautenden sächs Bergmannsreim, DWb4.2,1982 Martina EicheldingerM.E.