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Handwerk

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Eintrag · Goethe-Wörterbuch

Handwerk

Bd. 4, Sp. 693
Handwerkauch -ck, mit rund 350 Belegen deutlich höher belegt als ‘Gewerbe’ oder ‘Gewerk’. Charakterist inbes die spannungsvolle Verbindung von Kunst und Handwerk, wobei letzteres als unverzichtbare Grundlage jeder Kunstausübung gesehen, zugl aber die qualitative Abstufung gegenüber den ‘freien Künsten’ betont wird (Dilettantismus-Problem). Im Dilettantismus-Schema verwendet G erstmals die Bezeichnung ‘mechanische Künste’ für best Gewerke (‘Drechseln, Uhrmachen etc.’); in Wj werden sie als ‘strenge Künste’ programmatisch dem Kunstbereich zugeordnet, ohne sie mit den ‘freien Künsten’ zu vermischen. Seit dem ersten Weim Jahrzehnt zunehmend die Einsicht in die notwendige Beschränkung des einzelnen auf ein ‘Handwerk’ sowie die gleichnishafte Übertragung der handwerklichen Ausbildungsgrade (Lehrling, Geselle, Meister) auf Entwicklungsstufen des Lebensganges überhaupt1). Die Tendenzen beliebiger technischer Reproduzierbarkeit hat G vor dem zeithistor Hintergrund des aufkommenden Industrie- u Maschinenzeitalters als bedrohlich angesehen, das halbindustrielle, auf Serienproduktion ausgerichtete ‘verfeinerte H.’ macht er sogar für den Niedergang der Kunst verantwortlich. Unter den kleinstaatl Bedingungen des Weim Hzgtums suchte er diesen kulturellen Gefahren durch eine innige Verknüpfung von Kunst, Wiss und Handwerk entgegenzuwirken2) (s Pkt 2b)  1 allg für manuelle Arbeit, Produktionsweise; auch abwertend ‘gemeines H.’  Die Alten vergleichen die Hand der Vernunft. Die Vernunft ist die Kunst der Künste, die Hand die Technik alles H-s GWB422,259,3 MuR(1192)~GWBN13,114,6 PrincPhilZool Plp  das einsam thätige Ilmenau .. Ein stilles, mäßiges ökonomisches Streben, und überall den Übergang vom Handwerck zum Maschinenwerck3) GWBB10,294,11 Schiller 29.8.95 uö(selten)   2 in reglementierten Ausbildungsstufen erlernter Beruf u entspr Erwerbstätigkeit (mit der Hand u speziellem Werkzeug), traditioneller Handwerksberuf im vorwiegend manuell produzierenden Sektor; auch (im generalisierenden Sg) für die Gesamtheit aller bestehenden Handwerkssparten, Gewerke   a spezieller Handwerkszweig, dem Lebensunterhalt dienende (selbständige) Erwerbstätigkeit, Brotberuf; auch in Vbdg mit konkr Bezeichnungen (wie ‘Fleischer’, ‘Gärtner’) sowie in geläufigen Vbdgn: ‘ordentliches, erlerntes H.’, ‘zum H. werden’  Denn glauben Sie mir, der Mensch muß ein H. haben, das ihn nähre. Auch der Künstler wird nie bezahlt, sondern der Handwerker GWBB4,59,24 Krafft 9.9.79  Die .. [beim Wegebau] angestellte Arbeiter sind solche Unterthanen, die, da sie ein ordentliches Handwerck nicht erlernt, durch ihrer Hände Arbeit ihr Brod verdienen müßen A(JbGG6,270) Votum 31.1.82 K  Er [Zelter] befand sich in dem seltsamsten Drange zwischen einem ererbten, von Jugend auf geübten, bis zur Meisterschaft durchgeführten H., das ihm eine bürgerliche Existenz ökonomisch versicherte, und zwischen einem eingebornen, kräftigen, unwiderstehlichen Kunsttriebe, der aus seinem Individuum den ganzen Reichthum der Tonwelt entwickelte GWB35,156,26 TuJ 1803 GWB33,111,24 Camp GWBA(53, 510) Berthier [Anf Nov 06] K im Bild  Lassen Sie uns das Eisen schmieden, da es heiß zu werden scheint, und entziehen Sie dem löblichen H. [Farbenlehre] Ihren Hammer nicht GWBB35,101,4 Schultz 24.9.21 im Vergl mBez auf Kriegshandwerk  Soldatenstand eine eigene Art von H. GWB411,197,26 Üb:Manzoni,Carmagnola 1820   b summar als gesellschaftl Produktionsfaktor, im Hinblick auf Wechselwirkung mit Wiss u Kunst; mehrf in (sprachkrit) Abgrenzung von den ‘freien Künsten’; einmal ‘verfeinertes H.’ für (seriell hergestellte) kunstgewerbliche Produkte  [bezügl der künstlerischen u wirtschaftlichen Entwicklung in den preuß Rheinprovinzen] Und so fördern die verschiedenen Zweige der Wissenschaften einander, wie denn auch die verschiedenen Zweige der Kunst einander fördern. Mit dem Bildhauer sinkt der Medailleur, der Kupferstecher mit dem Zeichner .. und so geht es durch alles durch, bis Wissenschaft und Kunst endlich Technik und H. zu Hülfe rufen und auch diese veredeln GWBB26,221,25 Sack 15.1.16  daß von jenen Anstalten [Förderung der Handwerkerausbildung, mit der Preußen auf die Konkurrenz der ausländischen Industrieproduktion reagierte] um desto mehr zu hoffen ist, als sie auch auf Kunst gegründet sind; denn nur dadurch kann das H. immer an Bedeutung wachsen GWB492,133,22 Üb:Klöden,Progr Gewerbeschulprüfg [1828]  Die Steinmetzen hatten .. in der gebildeten Welt einen sehr glücklichen Posten gefaßt, indem sie sich zwischen der freien Kunst und dem H-e in die Mitte setzten GWB341,197,22 KuARheinMain  [Odoardo:] Sobald wir jenen bezeichneten Boden [des Siedlungsprojekts] betreten, werden die H-e sogleich für Künste erklärt und durch die Bezeichnung “strenge Künste” von den “freien” entschieden getrennt und abgesondert GWB251, 220,21 Wj III 12  daß dagegen der hochgetriebene Mechanismus [der maschinellen Massenfertigung], das verfeinerte H. und Fabrikenwesen der Kunst ihren völligen Untergang bereite GWB47,58,21 Kunst uHandw [1799] GWBA(53,510) Berthier [Anf Nov 06] K GWB16,295 Maskenzug 1818 Festzug 821 GWB411,56,6 Shakesp u kein Ende   3 (allg) für das sach-, fach- u regelgerechte Arbeiten, die durch Ausbildung u Übung erlangte (techn-prakt) Kompetenz, normerfüllende Leistung, bes als Vorstufe u in (wertender) Abgrenzung zur eigentl ‘Kunst’; für die (prakt, techn) Grundlagen eines Tuns, Metiers, die elementaren Kenntnisse u Fertigkeiten (u deren systemat Erwerb); mehrf mBez auf Schauspielerei; einmal ‘jdn nach seinem H. schätzen’  zwei meiner Capitalfehler .. daß ich nie das H. einer Sache, die ich treiben wollte oder sollte, lernen mochte GWB32,34,10 ItR  als man in der neuern Zeit völlig zu vergessen scheint, daß die Kunst auf dem H. ruht, und daß man sich aller technischen Erfordernisse erst zu versichern habe, ehe man ein eben so würdiges als dauerndes Kunstwerk hervorzubringen Anstalt macht GWB492,139,20 JRoux,Farben in technSinne [1828]  Die Mahlerei ist die läßlichste .. von allen Künsten .. weil man ihr um des Stoffes und des Gegenstandes willen, auch da wo sie nur H. oder kaum eine Kunst ist, vieles zu Gute hält und sich an ihr erfreut GWB48,193,23 MuR(491)  Allem Leben, allem Thun, aller Kunst muß das H. vorausgehen, welches nur in der Beschränkung erworben wird GWB24,227,4 Wj I 12 GWB48,203,13 MuR(1075) GWBB48,228,2 Zelter 9.6.31 GWB342,23,3 KuARheinMain Plp   4 in usuell-erweiterter Bed für jedes (professionell betriebene) Gewerbe, Geschäft od Metier (auch zB des Priesters, Propheten, Schauspielers, Dichters, Musikers, Kritikers, Forschers, der Akrobatin, Mätresse); häufig übertr für Tun, Vorhaben, Anliegen, Aufgabe uä; oft in Vbdgn wie ‘sein H. verstehen’, ‘in seinem H. zuhause sein’, ‘seinem H. getreu bleiben’, ‘zu einem H. geboren sein’, ‘aus etw ein H. machen’: davon leben, ‘vom H.’: vom Fach, sachkundig  alsdann sey dieser Handel [Kunsthandel in Rom] ein eignes H. GWB32,425,22 ItR Var  [üb die kindl Akrobatin Bettine] Auszuspannen [zum Spagat] befiehlt der Vater die zierlichen Schenkel .. | Ach wer einst zuerst dich liebet, er findet die Blüte | Schon verschwunden, sie nahm frühe das H. hinweg GWB53,15 Vs 124 VenEpigrNachtr 354)  Die Witterungskundigen vom Handwerk GWBB44,292,5 Zelter 26.8.28 GWBB12,261,6 Schiller 22.8.97 GWBB27,316,20 Seebeck 14.1.17 K GWBB9,260,11 CarlAug 17.5.91 mBez auf Mathematik  ich werde es [mathematische Studien] zu meinem Wesen nicht brauchen können, da das Handwerck ganz ausser meiner Sphäre liegt GWBB7,222,8 ChStein [25.5.]86 ‘bodenloses H.’ mBez auf (Theater-)Schriftstellerei, wohl im Anklang an das Sprichwort ‘H. hat goldenen Boden’ Gespr(He2,540) Riemer 27.5.10 [Zit s v bodenlos] ‘(nicht) vom H. (sein)’  einer, der nicht vom H-e ist .. überläßt sich seinem natürlichen Gefühle und grübelt nicht lange, wenn ihn der Dichter oder Schauspieler ergötzt GWB51,110,12 ThS II 2 GWBN6,358,28 Morph ‘jdm in’s H. pfuschen, greifen’ GWB8,204,19 Egm II ‘jdm das (sein) H. legen’ GWB51,212 Xen 48(332) ‘sein H. (fort)treiben’, auch iSv seinen berufl Pflichten nachkommen; einmal ‘jeder mag sein H. treiben’ iSv nach seiner Fasson leben (u forschen) GWB31,123,19 ItR GWBB13,18,16 Knebel 12.1.98 quasi redensartl: ‘jedes H. hat eigne Methoden’, ‘jeder muß sein H. machen’ iSv jeder tut, was er am besten kann, gewohnt ist, folgt den Usancen seines Metiers GWBB13,134,7 Schiller 2.5.98 GWB47,38,8 PropylAnz [1799] ‘Klippern gehört zum H.’ Gespr(He32,765) Riemer 1.4.31 einmal ‘tolles H.’ für exaltiertes Körper- u Gebärdenspiel des Schauspielers GWB22,118,14 Lj IV 18   5 fachspr: Gilde, Innung, Zunft, als Organisation u Standesvertretung, auch (im kollekt Sg) für die Gesamtheit der (zunftmäßig organisierten) Handwerker an einem Ort, mehrf den sozialen Stand bezeichnend  allein das Handwerck ist, wie ich [Perückenmachergeselle Kohlhepp, vertreten durch G] zuverläßig weis mit ihrer fortdaurenden Animosität gegen mich unzufrieden DjG35,225,31 RAnw [7.4.75]  [üb Vor- und Nachteile des Gildewesens] Man hat die H-e aufgehoben, um den Handwerksgeist aufzuheben, aber man sieht sich genötigt, sie wiederherzustellen Gespr(He31,661) Riemer 1.3.24  Ich gelangte [als Kind in Frankf] .. fast in alle Werkstätten .. näherte mich .. dieser thätigen, das Untere und Obere verbindenden Classe .. Das Familienwesen eines jeden H-s .. bestärkte .. in mir das Gefühl der Gleichheit wo nicht aller Menschen, doch aller menschlichen Zustände GWB26,239,2 DuW 4 GWBN11,252,21 MeteoreLiterarHimm  [für: métier] GWB45,51,19 RamNeffe GWB22,118,14 Lj IV 18 in Wdgn wie ‘auf’s H. grüßen’: bei Handwerksgenossen auf der Wanderschaft vorsprechen (und um eine Gabe bitten), hier in erw Bed: Fachkollegen aufsuchen; ‘von einem H-e abgehen’: die Gilde verlassen  [G zum Schauspieler AHaake:] Haben Sie denn schon .. einige Bekanntschaft mit unseren Schauspielern gemacht? .. Hm! das müssen Sie doch tun, man muß doch aufs H. grüßen! Gespr(He2,758) A.Haake 25.12. 12  Auf meine Frage: was er [ein älterer Glasmacher, der es noch nicht zum Gesellen gebracht hatte] anzufangen hätte, wenn er von diesem H-e abginge? versetzte man: es bliebe nichts übrig als Taglöhner zu werden, da ihm denn sein itziger Lehrlingsstand einträglicher wäre GWBT8,296,1 v 15. 8. 1822   GWBBeiläuferhandwerk GWBFeuerhandwerk GWBKriegshandwerk GWBMäklerhandwerk GWBMaurerhandwerk GWBMauerhandwerk GWBSchauspieler- GWBSchneider- GWBSchuster- GWBSiebmacher- GWBSoldaten- GWBTuchmacher- Waffen- GWBZauber- GWBZimmer-Syn zu 1a GWBHandarbeit GWBHantierung zu 2 GWBBeruf GWBBeschäftigung GWBFach GWBGewerbe GWBGeschäft GWBGewerk GWBHantierung GWBMetier GWBSache GWBUnternehmen GWBVorhaben zu 4 GWBGilde GWBInnung GWBStand GWBZunft 1) vgl GHb3 4,212—214,458—460,531—535,686—689 2) vgl MNiedermeier, Moderne Zeiten. Goethe u das aufkommende Maschinenwesen. In: G., ed. WStellmacher/ LTarnói, 2000,102—125 3) zB bezügl der Ablösung der unmittelbaren Handarbeit der Haspelknechte bei der Förderung u Wasserhaltung im Ilmenauer Bergbau bei Pferdegöpel, das mechanisierte Poch- und Waschwerk usw, vgl KSteenbuck, Silber u Kupfer aus Ilmenau. SchrGG65,176f u 246ff 4) s Hand Ac; vgl KREissler, Goethe, 2, 1985,1481; FfA I 1,1150f Michael NiedermeierM.N.
11002 Zeichen · 127 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Handwêrk

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Das Handwêrk , des -es, plur. die -e. 1. * Ein mit der Hand verfertigtes Werk, bey dem Notker Hantuuerch, in dem alten F…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Handwerk

    Goethe-Wörterbuch

    Handwerk auch -ck, mit rund 350 Belegen deutlich höher belegt als ‘Gewerbe’ oder ‘Gewerk’. Charakterist inbes die spannu…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Handwerk

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Handwerk , ist die Arbeit, welche die rohen Naturerzeugnisse auf mechanischem Wege zum unmittelbaren Gebrauche veredelt.…

  4. modern
    Dialekt
    Handwërk

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Handwërk n. Handwerk. s H. hasst e i nand e r Su. ‘s Handwerk nied neidet ’ Dehli. JB. XI 57. E H. het e goldene n Bode …

  5. Sprichwörter
    Handwerk

    Wander (Sprichwörter)

    Handwerk 1. Achttein (achtzehn) Handwark is nägentein (neunzehn) Unglück. – Eichwald, 730; für Oldenburg: Firmenich, I, …

  6. Spezial
    Handwerk

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Hand|werk n. (-[e]s,-e) 1 (handwerklicher Berufszweig) profesciun (-s) f. , ert (erc) m. , mistier (-s) m. 2 (gewerblich…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit handwerk

267 Bildungen · 178 Erstglied · 88 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von handwerk 2 Komponenten

hand+werk

handwerk setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

handwerk‑ als Erstglied (30 von 178)

handwerker

DWB

hand·werker

handwerker , m. der ein gewerbe (handwerk 2) berufsmäszig treibt; bittet got umbe alle getreuwe arbaitter, alle gemein hantwercher, das in g…

handwerker

FWB

1. s. handwerk 1.; 2. ›Handwerker; Person, die im Rahmen einer Zunft und der Wirtschaftsregelungen des Rechtsraumes einem Gewerbe nachgeht‹;…

Handwerkerabteilungen

Meyers

Handwerkerabteilungen bei den Truppenteilen, s. Bekleidungswirtschaft . Besondere Handwerkerkompagnien fertigten früher in den Artilleriewer…

Handwerkerbörsen

Meyers

Handwerkerbörsen , eine Art Börsen, an denen Gewerbtreibende mit Lieferanten von Rohstoffen etc. und mit Abnehmern für ihre Waren regelmäßig…

Handwerkerbude

PfWB

handwerker·bude

Handwerker-bude , Handwerker-butik f. : 'Werkstatt des Handwerkers', abwertend, Handweʳkeʳbud, -budik [ KU-Bedb ]. —

Handwerkerei

Campe

handwerke·rei

○ Die Handwerkerei , d. Mz . ungew. die Arbeit eines Handwerkers, die Art und Weise, bloß handwerksmäßig zu arbeiten, etwas zu behandeln. »W…

handwerkerisch

DWB

handwerke·risch

handwerkerisch , adj. : dise handwerkerische erfindungen ( magnetnadel, buchdruckerei, schieszpulver ). Schuppius 768 .

Handwerkertage

Meyers

handwerker·tage

Handwerkertage , mit wechselndem Versammlungsort stattfindende Vereinigungen selbständiger Handwerker verschiedener Städte. Solche H. fanden…

handwerkertalent

DWB

handwerker·talent

handwerkertalent , n. : der beruf des lebens fordert höhere als handwerkertalente. Schelling vorles. üb. d. methode des acad. studiums 43 .

Handwerkervereine

Meyers

handwerker·vereine

Handwerkervereine , Vereinigungen von Handwerksgenossen, die sowohl die geistige und sittliche Hebung, die allgemeine und die Berufsbildung …

handwerkervolk

DWB

handwerker·volk

handwerkervolk , n. : da ging es denn hoch her unter dem handwerkervolk. Riehl culturgesch. nov. 378 .

handwerk als Zweitglied (30 von 88)

Bäckerhandwerk

Adelung

baecker·handwerk

Das Bäckerhandwerk , des -es, plur. inus. 1) Das Handwerk, welches die Bäcker erlernen, als ein Abstractum. 2) Die sämmtlichen Bäckermeister…

bauhandwerk

DWB

bau·handwerk

bauhandwerk , n. , das zur ausführung eines baues nöthig ist, wie das der zimmerleute, maurer, dachdecker u. s. w.

Bettlerhandwerk

Wander

bettler·handwerk

Bettlerhandwerk Beim Bettlerhandwerk verdirbt niemand. – Simrock, 1027. [Zusätze und Ergänzungen] 2. Bettlerhandwerk braucht keine Lehrlings…

Buhlerhandwerk

Wander

buhler·handwerk

Buhlerhandwerk Wenn man das Bulerhandwerck will verbieten, so muss man zuvor die Werckstatt vnd instrument abschaffen. – Lehmann, 401, 56.

diebshandwerk

DWB

diebshand·werk

diebshandwerk , n. das zunftmäszige betreiben des diebstahls. die ganze familie treibt das diebshandwerk.

Kramerhandwêrk

Adelung

kramer·handwerk

Das Kramerhandwêrk , des -es, plur. die -e, diejenigen Handwerke, in welchen die Arbeiten auf den Kauf gemacht werden, und welche richtiger …

kriegshandwerk

DWB

kriegs·handwerk

kriegshandwerk , n. 1 1) le metier de la guerre. Rädlein, ' die kriegskunst als ein handwerk betrachtet ' Adelung : ist der ackerbau minder …

lohnhandwerk

DWB

lohn·handwerk

lohnhandwerk , n. ein handwerk, dessen meister nur für lohn arbeitet, d. i. nur bestellte arbeit macht, zum unterschied von einem kramhandwe…

metzgerhandwerk

DWB

metzger·handwerk

metzgerhandwerk , n. handwerk des metzgers: Florens wird recht zu dem metzgerhandwerk, denn er ist ziemlich stark. buch d. liebe 7 b .

Metzlerhandwerk

DRW

metzler·handwerk

Metzlerhandwerk, n. I wie Metzgerzunft die meister gemeinlichen des metzlerhantwercks 1460 WürzbPol. 129 hait der rait sich entszlosszen, de…

Mühlenhandwerk

DRW

mühlen·handwerk

Mühlenhandwerk, n. Müllerhandwerk, fachgerechte Bedienung einer Mühlenanlage ist auf einer mül und lehret das m[ülhandwerk] 1574 SchwäbWB. V…

Müllerhandwerk

DRW

müller·handwerk

Müllerhandwerk, n. I Beruf, Tätigkeit eines Müllers (I) welcher das müllner hanndtwerch lernnen will, der soll ... seinen gebuertsbrieff ...…

Münzerhandwerk

DRW

münzer·handwerk

Münzerhandwerk, n. das mit der Münzherstellung befaßte Gewerbe dieweil das muntzerhandtwergk von alters frey gewesen ist, habenn wir yhme al…

Nadlerhandwerk

DRW

nadler·handwerk

Nadlerhandwerk, n. I Zunft der Nadler vgl. Nadleramt hefft dat nätelerhandwerck ... ene beleving gemaket under sick 1529 HambZftRolle 176 Fa…

Nestlerhandwerk

DRW

nestler·handwerk

Nestlerhandwerk, n. Gesamtheit der Einrichtungen, Institutionen und Tätigkeiten der Nestler, auch im Verbund mit anderen Handwerken (Beutler…

plattnerhandwerk

DWB

plattner·handwerk

plattnerhandwerk , m. : das plattnerhandwerk erlernen. Hartfelder Freiburger zunftordnungen 1, 19 . vergl. plattnerarbeit.

Posamentenhandwerk

DRW

posamenten·handwerk

Posamentenhandwerk, n. Tätigkeit eines Posamentmachers einhellige bewilligung, so twischen den des posamentenhandtwerckes tho H. algemeinenn…

Ableitungen von handwerk (1 von 1)

handwerke

KöblerMnd

handwerke , M. nhd. Handwerker E.: s. hant (1), werke (2) L.: MndHwb 1/2, 230 (hantwerke)