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Habicht

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Meyers
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15 in 11 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Habicht

Bd. 8, Sp. 587
Habicht (Astur Bechst.), Gattung der Raubvögel und der Familie der Falken (Falconidae), Vögel mit gedrungenem Leib, kleinem Kopf, stark gekrümmtem Schnabel mit stumpfem Zahn, bis zur Schwanzmitte reichenden Flügeln, ziemlich kurzem, abgerundetem Schwanz und hohen Läufen. Beide Geschlechter sind gleich gefärbt. Der gemeine H. (Hühnerhabicht, Stockfalke, Tauben-, Hühner-, Sperberfalke, Doppelsperber, Stößer, Stoßvogel, A. palumbarius L.; s. Tafel »Raubvögel«, Fig. 12), 70 cm lang und 1,3 m breit (das Weibchen), ist am Oberkörper schwärzlich graubraun, aschblau überlaufen, am Unterkörper weiß, mit braunschwarzen Schaftstrichen und Wellenlinien. Der Schnabel ist hornschwarz, die Wachshaut blaßgelb, die Füße sind gelb. Der Habicht findet sich als bedingter Standvogel in fast ganz Europa und Nord- und Mittelasien, seltener in Südeuropa, höchst selten in England. Im Winter streicht er umher, und einzelne gelangen bis Nordafrika und Nordindien. Zug im März und Oktober. Er lebt ungesellig, ist höchst ungestüm, dreist und bei großer Schlauheit räuberisch und mordgierig, fliegt schnell, geht aber auf der Erde ungeschickt. Er verfolgt alle Vögel und viele Säugetiere, selbst Hafen, am häufigsten die Tauben, auf die er, in schiefer Richtung pfeilschnell heranfliegend, gewöhnlich von oben herabstößt. Er mordet zunächst so viele Vögel, als er zu fangen vermag, und frißt sie dann in Ruhe auf. Dies macht ihn überall höchst verhaßt; Krähen und Edelfalken verfolgen ihn unermüdlich, und die Schwalben begleiten ihn mit warnendem Geschrei. Paarweise lebt er nur in der Brutzeit, seinen Horst baut er auf hohen Waldbäumen, und im April oder Mai legt das Weibchen 2–4 große, grünlichweiße, oft gelb gefleckte Eier (s. Tafel »Eier I«, Fig. 33), die es mit größter Hingebung bebrütet. Die Jungen werden von den Alten mutig verteidigt. In der Gefangenschaft bleibt er wild, boshaft, mordgierig, in Asien aber wird er zur Jagd benutzt, und in Indien und Persien ist er der geachtetste Jagdfalke. Im Mittelalter wurde der Jagdfalke häufig H. genannt. Am nächsten ist er mit dem Sperber verwandt.
2099 Zeichen · 25 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    2. Habicht

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    2. Der Habicht , des -es, plur. die -e, ein Raubvogel mit vier bloßen Zähen, krummen Klauen und einem gekrümmten Schnabe…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Habicht

    Goethe-Wörterbuch

    Habicht Raub- od Jagdvogel Gleichniß vom H. [ἴρηκι ἐοικώς 15,237 ], auf Tauben stürmend 41 1 ,299,19 Ilias Ausz [ für: α…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Habicht

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +2 Parallelbelege

    Habicht ( Astur Bechst .), Gattung der Raubvögel und der Familie der Falken ( Falconidae ), Vögel mit gedrungenem Leib, …

  4. modern
    Dialekt
    Habich(t)m.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Habich(t) m. : 1. 'Hühnerhabicht', mancherorts auch vom Bussard, Habch (habχ), Pl. Habche [verbr. NWPf NPf verbr. Gal], …

  5. Sprichwörter
    Habicht

    Wander (Sprichwörter)

    Habicht 1. Aus Habichten 1 kann man keine Tauben ziehen. 1 ) Das t ist erst gegen Ende des 15. Jahrhunderts ungehörig hi…

  6. Spezial
    Habicht

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ha|bicht (Accipiter gentilis) m. (-[e]s,-e) ‹ornit› (Hühnerhabicht) valtú (-tus) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit habicht

49 Bildungen · 44 Erstglied · 4 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von habicht 2 Komponenten

hab+icht

habicht setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

habicht‑ als Erstglied (30 von 44)

habichtart

DWB

habich·tart

habichtart , f. : eine eigenthümliche erscheinung der thierwelt war eine habichtart, braun gefiedert und von der grösze der haushühner. ausl…

habichtbein

DWB

habicht·bein

habichtbein , n. schienbein eines habichts: der pantarbesstein ziecht das gold, das gold die habichtbein, der bernstein die spänen, das gest…

habichter

DWB

habich·ter

habichter , m. accipitrarius: ein falconier oder habichter soll ein hurtig und fertiger mann sein. Hohberg 3, 2, 351 a ; aucupem avibus rapa…

habichtfliege

DWB

habicht·fliege

habichtfliege , f. : asilus, raubfliege, wolffliege, habichtfliege, holländ. havikvlieg. Nemnich 1, 503 .

habichtkorb

DWB

habicht·korb

habichtkorb , m. korb zum fangen eines habichts: (die habichte) streichen im monat junio meist von der horst ab und werden dann in habichtkö…

habichtkraut

DWB

habicht·kraut

habichtkraut , n. accipitrina, hieracium Steinbach 1, 932 . engl. hawk-weed. flecken-habichskraut, hieracium maculosum Henisch 1131 , bei Ne…

Habicht, Ludw

DWBQVZ

Habicht, Ludw. *1830 Sprottau/Schles. †1908 Amalfi.

habichtnetz

DWB

habicht·netz

habichtnetz , n. : habichnetz, worin man die habichte fängt. Frisch 1, 391 a aus Flemings teutschem jäger.

habichtrinnen

DWB

habicht·rinnen

habichtrinnen , f. plur. rinnen mit darüber gezogenem netze zum habichtsfang. Jacobsson technol. wb. 6 s. 5 a .

Habichtsame

Campe

habicht·same

Der Habichtsame , des — ns , d. Mz . ungew. ein Name des Wall oder Wellsamens .

habichtsbrust

DWB

habicht·s·brust

habichtsbrust , f. wird die brust des pferdes genannt, wenn sie zu hoch hervor steht. Nemnich.

Habicht(s)dorn

PfWB

habicht·s·dorn

Habicht(s)-dorn m. : 'Wildrosenstrauch mit langen Trieben und starken Dornen', Habchdaʳn [ KU-Kaulb ]. Südhess. III 22 . —

habichtsfang

DWB

habicht·s·fang

habichtsfang , m. 1) fang des habichts. 2) apparat zum fangen des habichts, aus einem korbe oder netzwerk bestehend. öcon. lex. 893.

habichtsflügel

DWB

habicht·s·fluegel

habichtsflügel , m. : dann hat ihm ( einem Amor ) der mahler ein paar flügel angesetzt, die ein jagdkundiger in versuchung geräth für habich…

habichtsklaue

DWB

habicht·s·klaue

habichtsklaue , f. klaue des habichts: als ich vor unserm grafen die taube aus den habichtsklauen schosz. Körner 2, 69 .

Habichtsknorpel

Meyers

habicht·s·knorpel

Habichtsknorpel ( Brustbeinschnabel ), beim Pferd das schmale knorpelige Vorderende des Brustbeins in der Vorderfläche des Rumpfes, die als …

habicht als Zweitglied (4 von 4)

Äntenhabicht

Adelung

anten·habicht

Der Äntenhabicht , des -es, plur. die -e, S. Adelung Äntenadler . Schon in den Gesetzen der alten Baiern kommt der Nahme Anetapich vor; in d…

gänsehabicht

DWB

ganse·habicht

gänsehabicht , m. falco milvus, gabelgeier, hühnergeier Nemn. 2, 1580 , ags. gôshafuc aucarius Wright vocc. 29 a , altn. gâshaukr Fritzner 1…

taubenhabicht

DWB

tauben·habicht

taubenhabicht , m. und -hacht was taubenfalke, -geier Adelung ; schweiz. tubenhapech, -hack und mit personificierendem er erweitert tubenhac…

Ableitungen von habicht (1 von 1)

Habichte

Herder

Habichte (Astures) , Abtheilung der zu den Tagraubvögeln gehörenden Gattung Falke (Falco) , mit kürzern Flügeln, sehr hackenförmig gebogenem…