Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
gellen
gellen
gellen Vb. ‘durchdringend und schrill tönen’. Ahd. gellan ‘grell tönen, schreien’ (8. Jh.), mhd. mnd. mnl. gellen, aengl. giellan, gellan, engl. to yell, anord. gjalla, gella, schwed. (älter) gälla (germ. *gellan) ist als lautnachahmendes Verb wohl verwandt mit den Vogelnamen griech. chelīdṓn (χελιδών) ‘Schwalbe’ und (reduplizierendem) kíchlē (κίχλη) ‘Drossel’ sowie mit russ. (älter) gálit’sja (галиться) ‘verspotten’. Erschließbar ist eine Wurzel ie. *ghel- ‘rufen, schreien’, zu der auch das zweite Kompositionsglied von Nachtigall (s. d.) gehört.