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geck

mnd. bis Dial. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
Anchors
27 in 17 Wb.
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Sprachstufen
5 von 16

Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Geck m.

Bd. 3, Sp. 95

Wossidia Geck Jeck m. Geck 1. a. Spr. drehbarer Deckel eines Gefäßes: 'ein sulveren soltvtcken, darbi ein Sulveren geck, de de höret in den Plancken stopp' (Schwerin 1538) D. Schröd. Kirchenhist. 1, 345. 2. eitler Tor, Narr: 'de Hemde stiven und striken, De de Gecken laten uth den Mowen kiken' Laur. Schg. 2, 606; 'mennig Jeck' (Ro 1706) Kohf. Hg. 7, 2; engelsch Geck alter Volkstanz Hey. Punsch. 246; Wetterregel: Fallt de ierste Snee in 'n Dreck, Ward de Winter een Geck Arch. Landesk. 14, 556. 3. Ulk, Spaß: bei hett dor sinen Jeck œwer (up) hatt Ro Rostock@Klockenhagen Klock . Mnd. geck m. Br.…

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    geckM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    geck , M. Vw.: s. gek (1) L.: Lü 111b (geck)

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Gêck

    Adelung (1793–1801) · +8 Parallelbelege

    1. Der Gêck , des -es, plur. die -e, im gemeinen Leben, besonders Niedersachsens, die Nath der Hirnschale bey dem Ohre a…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Geck

    Goethe-Wörterbuch

    Geck a eitler, selbstgefälliger Mensch; bes für den Typ des jungen, leichtfertigen Laffen od des reichen, verliebten Alt…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Geck

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Geck , ursprünglich Narr und in diesem Sinne noch jetzt am Rhein für Faschingsnarr, dann im übertragenen Sinne Modenarr,…

  5. modern
    Dialekt
    Geck

    Elsässisches Wb. · +12 Parallelbelege

    † Geck m. Narr: ‘ich möcht wol ein geck werden, wan ich ..’ Fisch. Bin. 56. †

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit geck

265 Bildungen · 110 Erstglied · 151 Zweitglied · 4 Ableitungen

Ableitung von geck

ge- + ck

geck leitet sich vom Lemma ck ab mit Präfix ge-.

geck‑ als Erstglied (30 von 110)

geck-achtig

RhWB

geck·achtig

geck-achtig -χtĭχ Geilk , Erk ; -kəātĭχ Geld-Leuth Adj.: Neigung zu Narretei habend.

Geck (Adj.)

Wander

Geck (Adj.) Geck (Adj.). 1. Wa gäck es, lit (lässt) sich'n Kap mäche. ( Düren. ) – Firmenich, I, 482, 10. 2. Wä gäck (närrisch) wird, däm fä…

Geck-butter

RhWBN

geck·butter

Geck-butter Schleid-Blumenth f.: Rahm, der beim Buttern nicht fest werden will.

geckchen

DWB

geck·chen

geckchen , n. närrchen: sei ruhig, geckchen! die sache sieht bunt aus. Göthe 57, 209 (geckgen der junge G. 3, 606), Claud. v. V.; in nrh. bi…

gëckeleht

Lexer

gëckeleht adj. pfaffin leben ist geckeleht MWVQVZ Renn. 96 b ( MWVQVZ W.Gr. );

geckelkraut

DWB

geckelkraut , n. evonymus europaeus, spindelbaum.

geckelīche

KöblerMhd

geckelīche , Adv. nhd. „gecklich“ Hw.: vgl. mnd. geklīke Q.: KarlGalie (1215), MorantGalie E.: s. gec, *lich? (1) W.: nhd. gecklich, Adv., g…

geckelīk

KöblerMnd

geckelīk , Adj. Vw.: s. geklīk L.: MndHwb 1/2, 46 (geckelīk)

gecken

DWB

gecken , zeitwort zu geck, narr, nd. gecken, nl. gekken, schwed. gäcka, dän. gjäkke, engl. dial. geck, s. auch begecken, ausgecken (ausjäcke…

gecken,

FWB

1. lautmalend für das Geschrei von Fröschen, Dohlen, Krähen; ütr. auf den Menschen: ›leeres Geschwätz von sich geben, vorlaut reden‹.; 2. ›N…

geckenabc

DWB

gecken·abc

geckenabc , n. erster unterricht oder unterrichtsbuch in der geckerei: ich werde gewiss noch das gecken ABC müssen herfürbringen und euch du…

Gecken-garn

RhWB

gecken·garn

Gecken-garn Dür n.: in der RA.: G.əwerk (Wortsp. mit Werk u. Werg) git G.

geckenhaft

DWB

gecken·haft

geckenhaft , jetzt geltend für das veraltete geckisch, nach art eines gecken: seine grauen haare schmückt er ( Hafis ) mit der liebe Suleika…

geckenhaus

DWB

gecken·haus

geckenhaus , n. narrenhaus: man solte dich narren ins geckenhaus bringen. ped. schulfuchs 193.

Gecken-klör

RhWB

Gecken-klör Köln f.: Farbe der Narren. RA.: G. es gel un grön; rut un wiss, dat steiht schön.

geckenkopf

DWB

gecken·kopf

geckenkopf , m. narrenkopf: die beutel sind geckenköpfe geworden, die von auszen blinken und inwendig leer sind. Fr. Müller 2, 18 . niederd.…

geckenkrieg

DWB

gecken·krieg

geckenkrieg , m. nannte man den bauernkrieg im obern Elsasz ( s. unter geck 6, a ), vermutlich mit übernommen aus der zeit der Armagnacs: de…

geckenland

DWB

gecken·land

geckenland , n. narrenland, gedacht als ein irgendwo, nur unfindbar vorhandenes land: dasselb nennt er ( Gardinerus ) individuum vagum .. es…

geck als Zweitglied (30 von 151)

Ämtchesgeck

RhWB

Ämtchesgeck ęmpχəsjęk Rip m. einer, der nach kleinen Ehrenämtern trachtet.

April-geck

RhWB

april·geck

April-geck Allg. ausser Rhfrk m.: -narr. S. April. Auch s Maikalb, –küken.

Bellen-geck

RhWB

bellen·geck

Bellen-geck Köln m.: Hanswurst, Schellengeck, weil seine Kleider mit B. behangen waren; früher der Reimsprecher, Pritschenmeister der Bauern…

Brill-geck

RhWBN

brill·geck

Brill-geck -lə- m.: wer aus Eitelkeit eine Br. trägt Trier-Stdt .

Dillen-geck

RhWB

dillen·geck

Dillen-geck Ahrw-Walporzh m.: dem Fastnachtsnarren ruft man zu: Geck, Schneck, D.!

Ein-bildsgeck

RhWB

Ein-bildsgeck Dinsl-Hiesf , -pinsəl Kref , — ploster Kemp-Hüls , -pömmel Mörs , -pöngel ebd. m.: Eingebildeter.

Erbsen-geck

RhWB

erbse·n·geck

Erbsen-geck SNfrk m.: 1. Vogelscheuche auf dem Felde. — 2. alter, schäbiger Hut Erk-NCrüchten . — 3. Erznarr Jül-Linnich .

Fase-abends-geck

RhWB

faseabends·geck

Fase-abends-geck Allg. m.: 1. –narr, Maskierter; man ruft ihm nach: F., hät de Mul voll Weck! Sieg-Eitorf ; F., Hasendreck! Lennep-Hückeswg …

Fase-geck

RhWB

fase·geck

Fase-geck fāsə- Saarbr-Berchw, Saarbg-Ayl ; fs- Saarbg , Trier-Olewig ; fs- Merz-Merching m.: Maskierter.

Fase-nachts-geck

RhWB

fasenacht·s·geck

Fase-nachts-geck May , Kobl , Neuw (hier u. da auch Bitb , Prüm ) m.: -narr. Spottrufe. F. met Lompedreck! Kobl-Rübenach ; F., L., has ka Ge…

Flader-geck

RhWB

flader·geck

Flader-geck flā:dərjęk uWupp 1870 m.: Gestell mit einer horizontalliegenden Welle für Leinen- u. Siamosengarn.

Fleisch-geck

RhWB

fleisch·geck

Fleisch-geck -ę- uWupp, Rees m.: Vorrichtung znm Aufhängen des Fleisches in der Räucherkammer, bestehend aus einer viereckigen Stange mit kr…

Floh-geck

RhWB

floh·geck

Floh-geck Bergh-Harff , Jül-Calr , Erk , MGladb m.: dass.

Fraleitsgeck

LothWB

Fraleits geck Weibernarr; einer, der jeder Schürze nachrennt.

Fu-geck

RhWB

fug·eck

Fu-geck vū(·ə.)jęk Heinsb , MGladb , Erk , Grevbr , Neuss , Düss , im Rip in Eusk-Dirmerzh , Köln , Bergh , Dür (u. -ukə- ); fugə- Eusk-Ahre…

Ableitungen von geck (4 von 4)

begecken

DWB

begecken , infatuare, zum narrn, zum besten haben, nnl. begekken, Stieler 621 ; einen filz begeckte einer mit diesen worten. Zinkgr. 2, 71 ;…

gëcke

Lexer

gëcke adj. töricht, verzagt MWVQVZ Karlm. 468,19. ich bin sô geck MWVQVZ Malag. 34 a ;

gegecke

DWB

gegecke , n. geschrei, z. b. von dohlen, raben, auf plärrendes singen u. ä. übertragen: was sind aller stift und klöster werk gegen diese he…

vergecken

DWB

vergecken , verb. mit geckereien verbringen: seine zeit vergecken. Heinsius 4, 2, 1291 . vgl. vergecksen, auf kindische art verthun Schmidt …