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Gaul

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RhWB
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15 in 14 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Gaul

Bd. 2, Sp. 1056
Gaul gaul, –ǫu-, Pl. -ai-, –ęi- herrscht anstatt Perd im Hunsr zwischen Nastädten u. Bernk bis einschl. Simm-Bell Castellaun Leideneck Völkenr Hasselb Cappel Reich Neuerk Külz Ebschd Bub, Goar-Laudert Dommershsn OGondershsn NGondershsn Manneb Heyw Uhler Roth Gödenr Basselschd Dörth Liesenf Carb Holzf Bickenb Norath Hausbay Pfalzf Biebernh Urbar Damschd Niederbg OWesel Dellhf Mermuth Ney Kratzenbg Halsenb, Zell-Würrich Rödelhsn Büchenbeuren Bärenb Reckershsn Heinzenb, Simm-Biebern Unzenbg Nannhsn Ohlw [Zell-Löffelschd Alterskülz, Goar-Herschwiesen, Simm-Tiefenb, Zell-NSohren Lautzenhsn haben G. u. Perd; Birkf heute G. mehr verächtl., das gewöhnliche Wort ist P.]; n. dieser L. im Mosfrk bis zur au/ū-L. in RA. u. in verächtl. Sinne; Siegld nur in der; Zs. Karrngūl u. uWupp 1870, Gummb jūl (verächtl.); Eusk-Stdt jūl in der RA. da's G. öm G.; Dür-Froitzh ene verfresse jūl Vielfrass; Köln-Stdt jūl Wasserstrahl m.: 1. Pferd; e schwerer G., leichter G.; de G. halgert wiehert; de G. is dämpig (verhitzt) Allg. im Kerngeb. RA.: Schaffe wie e G.; Knoche hon wie e G; so stark sein wie e G. Allg. im Kerngeb.; en Orsch wie e Brabander G. Trier; e Kerl wie e G. Wend-Weierb; der is so mutwillig wie e G. Wend-Merzw; der drickt wie e G. Kreuzn-Oberhsn; de guckt wie so e scheeler G. Simm-Ebschd; der dämpt (ist kurzatmig) wie e G. Kreuzn-Seesb; der kloppt doher wie e G. Zell-Raversbeuren; der stolbert iwer sei eiəne Knoche wie en alder G. Simm; de dappt of wie e alder G. Allg.; de kimmt eran wie en welle G. Kobl; er is so steif in de Knoche wie en alder G. Allg. im Kerngeb.; er geht dran wie e G. in't Messer Simm-Schlierschd; fresse wie e gepander (gepfändeter) G. Rhfrk; er schnappt, wie e G. nickt Simm-Schlierschd; de spitzt wie e G. gibt Acht Kreuzn-Gebr; de leit (lügt) su schwier, wei e G. zeiht Westerw; de lit (lügt) so schnell, wie e G. guckt (laft läuft) Kreuzn-Münster. E gure (guter) G. brauch Spor Simm-Dichtelb. De gure Gedanke an de lahm Geil komme hinneno (hintennach) Kreuzn. En aulen (alter) G. kann wall den Weg wisen uWupp 1870. Von zo vill Arbeide verecken de beste Geil Allg. Heirore es kei G. verkaft (verkauft) ist keine leichte Sache Simm. En Bauer es en G., en G. es en Schinnoz (Schindaas) Simm-Buch. Schuhmachers Weiwer un Schmieds Geil misse bärwes gehn Simm, Kreuzn. Dau bischt dummer als wie Millersch G., un der hot Esel gehäss (geheissen) Kreuzn. Et vertritt sich och alt emol en G. möt ver paar Bänen Westerw. Et läft (läuft) in de Keller, un zehn Geil ziehen et nit ruf den Garnknäuel Rhfrk. Do hert de G. uf! da hört aber alles auf Rhfrk. Enem geschenkte G. kuckt mer nit in't Maul Rhfrk, auch Kobl, Bitb, Trier, Neuw-Dierd Unkel. Dem G. hon se de Hawer hoch gelet (gelegt); dem sei G. kriet de Hawersack hoch gehängt Rhfrk. De G. kriət lang Hawer Schläge Rhfrk. Morge gihn mer Hawer dresche, muss dot Geilche Spitze fresse Westerw. De G., wo de Hawer verdient hot, grier en nit Simm, Birkf. De G. han mer nomme (nur), vor die Kläre (Kleider) dran se hänge von einem mageren Pferde Kreuzn-Münchwald. Äm (einem) e blenne (blinden) G. opschwätzen ihn betrügen Merz-Saarhölzb. De hot de Zam (Zaum), awer nit de G. ihm fehlt die Hauptsache Simm-Laub. Gross un faul schind de G., klän un wacker baut de Acker Simm, Wend. Mach mer de G. nit schei! übertreibe nicht allzuviel Rhfrk, auch Mosfrk bis Eusk. — Korze Geil on lange Renner, vill Weiwer on winnig Kenner get reiche Männer Goar-Morshsn. Weiwersterwe ke Verderwe, Geilfrecke, dat brengt Schrecke Kreuzn, Simm. Bei Weiwer soll mer vorne, bei Geil hinne devun bleiwe Kreuzn. — Er sitzt uf em G. un siehr (sieht) en nit Simm-Horn. Sech uf den hohen G. setze stolz sein Rhfrk. De setzt of dem G. wie e Steck Botter of er heisse Quellgromber Kreuzn, — e Aff of em Päckelche Tuwak Birkf. So gross wie e Reiter, wenn er uf em G. hockt uNahe. Der is vum G. uf de Esel komme Kreuzn. Da's Jul öm J. das kommt auf dasselbe hinaus Eusk-Stdt (nur in dieser RA.). — Kinderreime. Pere, wo stehre? Im Stall. Wat duhre? Er git de Geil Fure. Wat noch meh? Er git de Geil Klee. Wat noch? Er butzt de Geil det Loch Simm-Laub, Birkf. Willste'n Appel? Geh uf Kappel, do steht en G., de scheisst der äne uf et Maul! ebd. Reire, r., Geilche, alle Stunn en Meilche; alle St. en Bäckerhaus, breng dem Kind en Weck eraus! ebd. Uf de Heh wachst de Klee, Fure vor mei Geilche; wann mei Vadder in't Wertshaus geht, da micht mei Mudder en Meilche, wann se awer Kaffi drinkt, dann peift se wie en Distelfink ebd.Geilches spillen Kindersp. Rhfrk. — 2. übertr. a. ene verfresse Gul Vielfrass Dür-Froitzh. — b. halwer G. krauser Ampfer, rumex obtusifolius Kreuzn, Goar, Simm, Bernk (Hunsr); rore G. dass. Goar-Perschd. — c. alden G. Ackergauchheil, anagallis arvensis Zell-Rödelhsn; Gaulhaul Neuw-Isenbg. — d. jūl Wasserstrahl Köln-Stdt.
4863 Zeichen · 136 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gaul

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Gaul , des -es, plur. die Gäule, ein jedes Pferd. Einem geschenkten Gaule muß man nicht in das Maul sehen, welches S…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gaul

    Goethe-Wörterbuch

    Gaul Pferd; als Reittier u Streitroß Geritten wie Teufel | Berg auf und Berg ab, | .. Biss G. wund am Creuz is, | Der Ri…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gaul

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Gaul , Gustav , Maler, geb. 6. Febr. 1836 in Wien, gest. daselbst 7. Sept. 1888, war unter Rahl fünf Jahre lang Schüler …

  4. modern
    Dialekt
    Gaul

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    Gaul [Kàyl Steinbr. ; Kàil Rapp. Bf. ; Kòil Hlkr. Logelnh. ; Kaùl Str. W.; †Kl K. Z. ] m. altes, schlechtes Pferd. Rda.…

  5. Sprichwörter
    Gaul

    Wander (Sprichwörter)

    Gaul 1. Auch der beste Gaul stolpert einmal. – Simrock, 3065; Eiselein, 210; Steiger, 259. Engl. : The best horse stumbl…

  6. Spezial
    Gaul

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Gaul m. (-[e]s, Gäule) 1 ciaval (-ai) m. 2 (abwertend) bëch (bëc) m. ▬ alter, schwacher Gaul rozun (-s) m. ✒ auch der be…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gaul

156 Bildungen · 148 Erstglied · 7 Zweitglied · 1 Ableitungen

gaul‑ als Erstglied (30 von 148)

Gauländer

RhWBN

Gau-länder m.: dass., noch Lennep-Radevormwald .

Gaulam

ElsWB

gau·lam

Gaulam [Klàm Dunzenh. Z. ] f. Ringlerche. s. auch Gol d ammer.

gaulammer

DWB

gaul·ammer

gaulammer , m. f. goldammer. Henisch 1374 aus Schwenkfeld 228 fg., vergl. Nemnich 2, 1477 , auch Popowitsch 159 ; im 15. jahrh. in einem rhe…

Gaulampfer

PfWB

gaul·ampfer

Gaul-ampfer , Gauler- m. : ' Ampfer (Rumex crispus) ', Gaulambeʳ [Kus], Gaulrambeʳ [ KU-Eschau ]; vgl. Gaul 2 c α , Gaulsämpferich . — In de…

Gauland

RhWB

gaul·and

Gau-land -laŋkt Gummb n.: in der Wend.: Der kümmt ut dem G. er ist schlau.

Gaulbezähmend

Campe

◬ Gaulbezähmend , adj . u. adv . den Gaul, die Gäule bezähmend, bändigend, stark. »Der gaulbezähmende Hektor.« Voß.

Gaulbezähmer

Campe

gaul·bezaehmer

◬ Der Gaulbezähmer , des — s , d. Mz . w. d. Ez. der einen Gaul bezähmt, bändiget, lenkt, ein starker Held. — vermählt dem Gaulbezähmer Ante…

Gaulecker

RhWB

gaul·ecker

Gau-lecker -ę- Sol (nfrk.), Mettm , Lennep m.: 1. dass. — 2. übertr. Mütze für Knaben u. Mädchen nach Art der Jokeimütze.

gaulen

DWB

gau·len

gaulen , schweiz. possenhaft tändeln, s. unter gall n. a. e. ( und galern u. 4, a das. ), vgl. gauler ; ein nürnb. sich gaulen, sich fügen, …

Gaulenwutsch

PfWB

gaul·en·wutsch

Gaulen-wutsch m. : 'Pferd' in der Kinderspr., Gaulewutsch (-wudš), Dim. -wutschel [südl. VPf Ost-PS], Gauleʳ- [ BZ-Dörrb PS-Busbg ]; vgl. Ga…

gauler

DWB

gau·ler

gauler , m. bei Fischart unter gauklern genannt: item dʒ meerkatzengeschlecht, gauler, dänzer, capricollische galliarder, seilgänger, spring…

gaulern

DWB

gaul·ern

gaulern , vom schreien der welschen hähne. Wohlgemuth hauptpillen s. 178 , wie sonst wol gaudern, s. gauderhahn und das dritte kaudern. zu e…

gauleute

DWB

gau·leute

gauleute , pl. landleute u. ä., mhd. göuliute; in Regensburg z. b. gäuleute auf dem markte, die besonders stehn muszten, s. Schm. 2, 2 ; vgl…

gauleⁿ

Idiotikon

gauleⁿ Band 2, Spalte 207 gauleⁿ 2,207

Gaulfleisch

Wander

gaul·fleisch

Gaulfleisch Giulefleisk is düer Fleisk, un doech werd et nit geaten. ( Büren. ) – Honcamp. In neuerer Zeit fängt man an, es zu essen, aber e…

Gaulgerüstet

Campe

gaul·geruestet

◬ Gaulgerüstet , adj . u. adv . mit einem Gaule gerüstet, versehen, beritten. Alle nunmehr die Götter und gaulgerüsteten Männer. Voß.

gaulgespann

DWB

gaul·gespann

gaulgespann , n. gespann von gäulen: und dampfend zieht das gaulgespann ( im pfluge ). Voss ged. 1802 3, 9, 1825 3, 202 .

Gaulhutsch

PfWB

gaul·hutsch

Gaul-hutsch m. : = Gaulenwutsch , Gaulhutsch [ BZ-Gossw ]; vgl. Hutschegaul .

gaulichkeit

DWB

gaulichkeit , f. subst. zu gaulich, als adj. zu gau, provinciell: aber die geschichte des ewigen juden konnte der durchgeführten mundartlich…

gaulicht

DWB

gaul·icht

gaulicht , golicht , n. unschlittlicht. 1 1) beide formen gibt Frisch 1, 324 b , vermutlich aus seiner heimat, ebenso beide aus Schwaben Sch…

gaulig

DWB

gaulig , widerlich, ein Schweizerwort von wert, die speise schmeckt gaulig, auch mir ist gaulig, unwol von übelkeit u. ä., s. Stalder 1, 430…

gaulig I

Idiotikon

gaulig I Band 2, Spalte 208 gaulig I 2,208

gaulig II

Idiotikon

gaulig II Band 2, Spalte 216 gaulig II 2,216

gaulis

MLW

gau·lis

* gaulis subst. ( orig. inc., ni cohaeret c. γαλεώτης) lacerta – Eidechse : Wilh. Salic. chirurg. 5,10 p. 361 B -is gaulis , id est stellio;…

gaul als Zweitglied (7 von 7)

ackergaul

DWB

acker·gaul

ackergaul , m. , ein schlechtes, nur vor den pflug gespanntes pferd.

Glücksgaul

Wander

glucks·gaul

Glücksgaul Wer auf dem Glücksgaul reitet, ist vorm Abwerfen nicht sicher. Die Letten sagen: Der Glücksgaul liebt das Ausschlagen. ( Reinsber…

handgaul

DWB

hand·gaul

handgaul , m. gaul der dem sattelpferd zur rechten an der deichsel geht. öcon. lex. 920; der henker müszte darin oder darauf sitzen, wenn ei…

Hofgaul

Wander

hof·gaul

Hofgaul Hofgaul vnd Hofmaul ist gut sein, aber Hofesel zu sein ist müeh vnd arbeit. (S. Hofesel 1.) – Henisch, 1374, 56; Petri, II, 381; Lut…

karchgaul

DWB

karch·gaul

karchgaul , m. karrengaul: ein räudiger karchgaul friszt eben so viel als ein gut pferd. Lehmann floril. 1, 399 .

karrengaul

DWB

karren·gaul

karrengaul , m. starkes oder auch schlechtes pferd das einen karren führt, vgl. karchgaul ; karngaul Stieler, karrngaul Steinbach : ich hatt…

Ableitungen von gaul (1 von 1)

urgaul

DWB

urgaul , m. , mundartl. groszer, starker gaul Braun orthogr. wb. (1793) 274 a ; Campe; Krünitz. ahd. mhd. urgûl alter eber. —