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furche

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PfWB
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

Furche f.

Bd. 2, Sp. 1647
Furche f.: 1.a. 'der beim Pflügen entstehende Erdaushub mitsamt der ausgehobenen Vertiefung', Foʳch (fǫʳχ, -š), Pl. Foʳche [verbr.], Pl. Forje [Don-Torscha Gal-Dornf], Foʳj (fǫʳj), Pl. Foʳje [mancherorts NPf KL], Forich (fǫriχ) [PS-Haust BZ-Silz Bertram S. 75/76], Foʳcht (fǫʳχd, -š-), Pl. Fäʳcht (fäʳχd) [mancherorts NPf verbr. VPf], Fooʳch (fōʳχ) [KU-W'mohr RO-Kalkof], Foorich (fōriχ) [GH-Nd'lustdt], Fooricht (fōriχd) [LU-Alsh/Gr], Fooʳj (fōʳj) [Kus FR-Bockh KB-Marnh Göllh], Faʳch (fḁʳχ) [KU-Rothsbg RO-Bistschd LU-Opp], (farχ) [Don-Werb Schowe], Faʳj (fḁʳj) [KU-Kaulb Obw/Tiefb Hachb], (fḁj) [KU-Kreimb], Farich [Beam Penns 30], (fḁrī) [KU-Cronbg Bechb Schmittw/O RO-Bistschd Nd'mosch Rehbn], (fḁrē) [KU-Adb Reipkch RO-Gundw Messbhf Schiersf KL-Fockbg/Limb], Fuʳch (fuʳχ, -š) [Ost-PS KB-Dreis mancherorts mittl. VPf (Bertram § 120)] (furχ) [Gal-Moosbg Buch-Illisch], Fuʳcht (fuʳχd) [PS-Münchw LU-Altr Neuhf GH-Berg Neubg], Furich (furiχ) [PS-H'weidth], (furī) [RO-Odh], Fooʳ (fōʳ) [verbr. KU mancherorts NPf ZW-Wiesb Kl'bundb], (fōr) [verbr. Gal], (fouʳ) [WD-Niedkch Saal KU-Breitb], Fuuʳ (fūʳ) [verbr. westl. WPf KB-Kerzh], (fūr) [Don-Lenauh]. Zs. An-, Bei-, End-, Zwerchfurche. Zacker noch e paar Foore! [KL-Gimsb]. Die Fouʳ werd (beim Eggen) zugefahr [WD-Niedkch]. Die Bewohner von LU-Opp wurden im 19. Jh. wegen ihrer Aussprache geneckt: Krigg de Ochs am Harn un fihr'n in die Farschd, daß'r em Bauer soiⁿ Karn nit vadrippelt! [VPf]. Er kann noch käⁿ grari Foʳch zackre [BZ-Dierb]. Uf dem stääniche Boddem kammer die Fuuʳ net inhalle [ZW-Battw]. RA.: Er zieht seiⁿ Fuʳche so grad, wie de Ochs brunzt [PS-Merzalb]. SprW.: Aach de bescht Bauer macht emol e krummi Foʳch [PS-Geisbg, verbr.]. Die krumme Fäʳcht gewwen mehʳ Frucht wie die grade [NW-Kallstdt, verbr.]. BR.: Die Margret (20. Juli) schneidt, un wann 's Wasser in de Fäʳcht steht [NW-Haßl]. Volksgl. s. ackern. VR. s. Feld 1 a α. a. 1557-64: Velten Brennersacker, mit gebrochener forch [SLgb. Dirmstein d, Bl. 16]. — b. 'die beim Bohnenlegen mit der Hand oder der Hacke gezogene Vertiefung', gew. Dim., Fieʳche (fīʳχə) [verbr. SWPf], Feeʳche (-ē- und -E-) [verbr. NWPf], Fuuʳche (-ū-) [WD-Hoof HB-Einöd IB-Bierb], Feʳchelche (fäʳχəlχə) [RO-Ruppeck KL-Queidb PS-Geisbg Fehrb KB-Stett FR-Quirnh NW-Mußb], (fäʳjəlχə) [KU-Eschau verbr. KL KL-N'hemsb KB-Bennhs], (fęilχə) [KU-Nußb RO-Lohnsf verbr. KL], (färəlχə) [KL-Reichb], Foʳchelche (fǫʳχəlχə) [PS-Hermbg], (fǫʳjəlχə) [KU-Roßb KL-Samb Morlt]; Pl. in allen Fällen -eʳ; Feʳch(e)l, Pl. Feʳch(e)le [KL-Erlb PS-Kröpp Vinn verbr. Ost-PS verbr. südl. VPf], [] Pl. Feʳchlich [um Land], Feeʳchel [PS-L'mühl], Feʳchdel, Pl. Feʳchdle [mancherorts VPf], Fiʳle (-ī-) [ZW-Riedbg]. Zs. Bohnenfurche. — 2.a. 'Grenzfurche an der Längsseite des Ackers', Foʳch [RO-Als Dielkch BZ-Dierb Don-Schidski Gal-Wiesenbg Heinrichsd], Foʳcht [LU-Böhl Edigh NW-Hardbg Freinsh GH-Kand], Foʳscht [NW-Haßl], Furch [Don-Mercydorf], Furcht [Don-Albrechtsflor], Fuuʳ [IB-Aßw ZW-Battw KL-Spesb KB-Kerzh]. Zs. Acker-, Grenz-, Scheidfurche. — b. 'Grenzfurche an der Breitseite des Ackers', Foʳch [RO-Dielkch BZ-Dierb], Foʳcht [LU-Edigh], Faʳcht [LU-Opp], Fouʳ [WD-Niedkch]; vgl. Angewanne 1. — c. 'Grenzgraben einer Gemarkung'. a. 1331: zwenzig morgen ackers, die do ligent an einer furhe hinden der burge [OttbgUrkb. 382]. a. 1537: so hat er des morgens macht dardurch zu faren, vnd soll ein rat (Rad) gen in der vorr vnd das ander in der Nonnen gutter [SSp., Schöffenweist. v. Falkenstein]. a. 1600: die forch nach biß uf ein alten Lochbaum [Vellmann Wolfst]. Zs. Trummfurche. — d. 'mit Gras bewachsener Gang zwischen zwei Rebzeilen', Foʳch [VPf], Foʳsch [LA-Edk], Foor [Wilde 199 (Bliesg)]; vgl. Gang 6 c γ, Zeilenmittel. Zs. Mittel-, Nebenfurche. a. 1521: vor 4 tage .. forge uffzuheben [GgHospR]. — 3.a. 'abgemähter Grasstreifen', Fuʳch [KU-W'mohr]; vgl. Gemahd. — b. 'Akkerstreifen, der in einem Gang bearbeitet wird', Forch [Gal-Kranzbg]; vgl. Gahn1 1. — 4. 'Falte im Gesicht'. Er hot Faʳje in de Lippe [KU-Kaulb]. SprW.: Kraut un Speck reißt Farchde weg [Don-Kernei]. — Südhess. II 1010/11; Rhein. II 911 ff.; Saarbr. 69/70; Lothr. 177; Els. I 139; Bad. II 255/56.
4362 Zeichen · 113 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Furche

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Die Furche , plur. die -n, die vermittelst der Pflugschar gezogene Vertiefung in die Erde. 1) Eigentlich, so wohl die au…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Furche

    Goethe-Wörterbuch

    Furche gelegentl in Vbdgn wie ‘F. ziehen, pflügen, graben, durchschneiden’ 1 vom Pflug gezogene Erdrinne, durch Pflügen …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Furche

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Furche , 1. die mit dem Pfluge gemachte Rinne; beim Beetpflügen werden die einzelnen Gewande nach der Anzahl der F.n ben…

  4. modern
    Dialekt
    Furchef.

    Pfälzisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Furche f. : 1. a. 'der beim Pflügen entstehende Erdaushub mitsamt der ausgehobenen Vertiefung', Foʳch (fǫʳχ, -š), Pl. Fo…

  5. Sprichwörter
    Furche

    Wander (Sprichwörter)

    Furche 1. Eine Furche an der Hand ist besser als zehn über Land. ( Eifel. ) 2. Gerade Furchen sind besser als schlimme G…

  6. Spezial
    Furche

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Fur|che f. (-,-n) 1 (linienmäßige Vertiefung) suc (suc) f. 2 (Falte, Runzel) falda (-des) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit furche

154 Bildungen · 44 Erstglied · 109 Zweitglied · 1 Ableitungen

furche‑ als Erstglied (30 von 44)

Furchelzapfen

PfWB

furchel·zapfen

Furchel-zapfen m. : ' Verstellstift am Pflug ', Foʳchlzappe [ RO-Lettw ]; vgl. Pflug-, Wendenagel .

Furchenspur

SHW

Furchen-spur Band 2, Spalte 1011-1012

Furchenammelt

RhWBN

furchen·ammelt

Furchen-ammelt Wuppergeb. m., n.: zwei Eisenschienen im Ammeltstock des Wasserhammers, in die der Untersockel eingeschoben wird.

furchenausstreichen

DWB

furchen·ausstreichen

furchenausstreichen , n. das nach dem besäen des ackers erfolgende festere fahren des pfluges durch die grenz- oder scheidefurche zum völlig…

Furchende

RhWB

furch·ende

Furch-ende -ę·n., –ę·ŋ. May-Plaidt , Schleid-Alend Waldrf , Neuw-Haarhsn Linz , Sieg-Altenr Eckhsn Heide Lohmar Scheiderhöhe Seelschd Wahlsc…

furchenegge

DWB

furchen·egge

furchenegge , f. in Sachsen ein feldgeräth zur auflockerung und reinigung des kraut- oder kartoffelackers, das einer geieregge ( s. d. ) ähn…

furcheneis

DWB

furchen·eis

furcheneis , n. bei den nachtfrösten im frühling sich in furchen ansetzendes eis. ein landwirthschaftlicher ausdruck. Adelung.

furchengestreife

DWB

furchen·gestreife

furchengestreife , n. eine gesammtheit von furchen neben einander als streifen: äcker, wo stachlichte gerste bei bebendem roggen dahinwogt, …

Furchenhacke

Herder

furchen·hacke

Furchenhacke oder Furchenrechen , ein Instrument zu schnellerem Ziehen der Wasserfurchen, erfunden von Prof. Becker in Rostock, zweckmäßig, …

Furchenigel

Meyers

furche·nigel

Furchenigel , in der Breite verstellbare Eggen zur Bearbeitung von Furchen.

furchenkrebs

DWB

furchen·krebs

furchenkrebs , m. penaeus sulcatus, ein garnelenkrebs mit drei furchen auf dem schilde.

furchenlos

GWB

furchen·los

furchenlos Beynahe f-e, nicht perpendiculaire .. Stirne GWB 53,422,14 Physiognomisches Brigitte Mattausch B. M.

furchenmachen

DWB

furchen·machen

furchenmachen , n. , der ausdruck furchen machen ( s. sp. 675) substantivisch, wobei furche in fast allen bedeutungen gemeint sein kann.

furchenmacher

DWB

furchen·macher

furchenmacher , m. einer der furchen macht oder zieht, sulcator. Weber universalwb. 2, 760 b . vgl. furchenzieher.

furchennapf

DWB

furchen·napf

furchennapf , m. siphonaria, eine schnecke, die eine rechts verlängerte, also napfartige schale und eine leichte furche statt der kieme hat.

furchennest

DWB

furchen·nest

furchennest , n. ein in eine furche eines ackers gebautes nest: indessen hoch über dir die lerch in wolken singt, steigend auf und hernieder…

furchenrain

DWB

furchen·rain

furchenrain , m. die erhöhung oder der aufstrich einer furche. vgl. DWB furche 2). namentlich der aufstrich oder aufwurf, die erhöhung der e…

furchenrainle

DWB

furchenrainle , furchenrainlein , n. , das dim. des vorigen. porca in agro, furhenreinle, das reinle oder bühele zwüschend zweyen furhen. Fr…

furchenreich

DWB

furchen·reich

furchenreich , adj. viel furchen habend: itzt ziert die grüne saat das furchenreiche land. Brockes 1, 463 . Davon das gleichlautende und gle…

furchenschnee

DWB

furchen·schnee

furchenschnee , m. schnee der beim thauen in den furchen liegen bleibt und sich so, namentlich im frühjahre, länger erhält: sieh! bald kommt…

furchenschnittweise

DWB

furchenschnitt·weise

furchenschnittweise , adv. nach dem schnitte oder wie der schnitt des pfluges beim ziehen der furche, sulcatim. Weber universalwb. 2, 760 b …

furche als Zweitglied (30 von 109)

Abfurche

DRW

Abfurche Grenzfurche? Es soll kainer dem anderen in die abfurch nit stainen 17. Jh. Tirol/ÖW. II 187 Faksimile

Abzugsfurche

PfWB

abzug·s·furche

Abzugs-furche f. , Abzugs-graben m. , Abzugs-rinne f. : = PfWB Abzug 1 b, Abzugsforch(t), -grawe, -rinn [verbr.].

ackerfurche

DWB

acker·furche

ackerfurche , f. porca, s. DWB ackerrain : die unvergänglichkeit der ackerfurche. Arnim kronenw. 1, 4 ; sie machten eine breite ackerfurch. …

Anfurche

DRW

Anfurche schweiz. a(n)furi Anfangs-, Grenzfurche 1536 ArgauLsch. I 397 Faksimile SchweizId. I 938 Faksimile

Arschfurche

RhWB

arsch·furche

Arsch-furche -fūr Mosfrk f.: -kerbe. De muss och alles aus der O. wessen alles bis ins Kleinste wissen Trier . E schwotzt, dat et Wasser em …

Balkenfurche

RhWB

balken·furche

Balken-furche baləkfōr Klevld f.: tief gepflügte F., deren Schollen sich auf die vorhergehende legen; die Äcker, die auswintern sollen, werd…

Baufurche

RhWB

bau·furche

Bau-furche Rees f.: die erste Furche des Ackers u. die F., die ein grösseres Feld zunächst in gewisse Teile zerlegt.

Beifurche

PfWB

bei·furche

Bei-furche f. : ' Schlußfurche ', Beifuhʳ [KB-Kerzh PfId. 169]; vgl. PfWB beifahren 2, PfWB beizackern .

doppelfurche

DWB

doppel·furche

doppelfurche , f. sie entsteht wenn dem ersten pflug in der furche ein zweiter folgt, so dasz sie doppelt tief wird.

Drossfurche

RhWB

dross·furche

Dross-furche drū·ə.sfūər Jül-Siersd f.: F., wie sie beim Drossen entsteht; sie wird mit dem drū·ə.trē:stər gezogen Geld-Leuth ; dies wird in…

Drummfurche

RhWBN

drumm·furche

Drumm-furche -fūr Bitb-Mettend f.: F., mittels welcher man einen grösseren Acker in zwei od. mehr Teile zerlegt.

Endfurche

PfWB

end·furche

End-furche f. : ' letzte Furche im Acker ', Endfuʳch [ PS-Geisbg ], Ennfoʳcht [ NW-Kallstdt ]. RhWB Rhein. II 126 .

Fahre (Furche)

Wander

fahre·furche

Fahre (Furche) Fahre (Furche). 1. Eine Fahre, eine Ahre. – Simrock, 2243; Blum, 226. Wer gut pflügt, gewinnt viel Aehren. Manche Getreideart…

Feldfurche

RhWB

feld·furche

Feld-furche -fūr MülhRh-Overath , Gummb f.: Grenzfurche der Felder, mit Gras bewachsener Grenzstreifen.

Flözfurche

RhWB

floez·furche

Flöz-furche RhWBN -ī:tsfūər May-Collig f.: ausgeschwemmte Rinne im Felde.

Flutfurche

RhWB

flut·furche

Flut-furche -fūr uWupp f.: F. auf dem besäten Acker, in der sich das Regenwasser sammelt.

Gefurche

RhWB

Ge-furche gəfǫrχ n.: in der Wend.: In's G. kommen gelegen k. (veralt.) Meis-Meddersh .

grenzfurche

DWB

grenz·furche

grenzfurche , f. : sind dieselben ( die grenzen des waldes ) schon durch .. gräben, grenzfurchen u. s. w. bezeichnet Zschokke sämtl. ausgew.…

grundfurche

DWB

grund·furche

-furche : das er zu Buetweiler bey der strasze zu beiden seiten in der grundtfurchen sthon soll weisth. 4, 50;

Ableitungen von furche (1 von 1)

Gefurche

RhWB

Ge-furche gəfǫrχ n.: in der Wend.: In's G. kommen gelegen k. (veralt.) Meis-Meddersh .