lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

brummen

ahd. bis spez. · 28 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
33 in 28 Wb.
Sprachstufen
8 von 16
Verweise rein
120
Verweise raus
69

Eintrag · Rheinisches Wb.

brummen

Bd. 1, Sp. 1043
brummen Rhfrk -u-; sonst -o- Allg. schw.: 1. von brummenden Geräuschen. a. bei Tieren. De Bär, de Hond, de Bei, de Fleg, de Wespel, de Hummel brommt; aber auch von der Katze, dem Schweine, der Taube ist ‘br.’ bezeugt. — Den Bär br. loten lang Zurückgehaltenes endlich ausbrechen lassen, lang gehegtem Groll Luft machen, sich leidenschaftlich austoben Mörs-Neuk. — b. bei Menschen. α. das Br. eines Tieres mit dem Munde nachahmen. Dau bes jo su domm, dässde bromms Westerw, Hunsr. — β. undeutlich sprechen. Den brommt dorch de Nas Dür-Ellen, — en sine Bart Nfrk, Allg. De brummp in den B., den he noch ni hat MülhRuhr. He brommp in de B. wie de Hummel in de Moos Mörs-Neuk. — γ. mürrisch, unzufrieden sein über sich, das eigne Los. — δ. unzufrieden sein über einen andern, schelten, leise vor sich hinschimpfen; das Br. ist aber immer von gewisser Dauer, doch nicht so schlimm wie schelten. De Jongen sönge (flöte, spille) ger, de Alen br. ger Verbr. Wat jongk es, dat sommt gern, wat alt es, dat brommt gern Verbr. Wer jong flöt, kann alt noch br. Jül-Inden. Wenn der Düvel brommt, senge de Engele (o. O.). Heə grommt on brommt de ganzen Dag Nfrk. He hät möt de Kenger gebrommp. — c. von Dingen. α. der Kreisel (Hüldopp), de Bassgei, et Feuer, auch der Mage brommt knurrt Allg. Unpersönl.: Hür es, wat et brommt beim Donnern, Schiessen der Kanonen; et br., dat et krach; et brommp mir em Mage; et brommt mir en de Uhren, em Kopp es summt Allg. Et brommp on br. von einem Johr bös en et annere es wird immerfort darüber geredet u. geplant Sieg-Rhönd. RA.: En Trissel (Kreisel), de nit schlon wed, de brommt nit Ess. Sie is wie e Bassgei; wammer se morgets anstesst, brummt se owets noch von einer empfindlichen, verdriesslichen Frau Simm-Horn. He löt den Flegel br. Rees-Issel. Sten br. losse Steine über eine Wasserfläche hüpfen lassen Eusk-Enzen. — β. derjunge Wein brummt gärt stürmisch Kreuzn-Waldalgesh, Goar-Burgen, Trier-Detzem. — γ. schmerzen, einen dumpfen, undeutlichen Schmerz empfinden. De Kopp, de Hänn, de Zänn br. mir; et brommp mer en de Zänn udgl. Allg. Ech han der en Br. em Kopp Allg. Ek hau di enen, dat din Kopp brommt wi en Dreihörgel! Lennep-Hückeswg. Sine Kopp brommde as enen Hülltoll Geld-Kevelaer. — 2. eine Freiheitsstrafe verbüssen. Er hot acht Woche ze br. krit Hunsr, Allg.; e moss e par Mond br. gohn Rip, Allg.; henger de Traljen setten te br. Nfrk. All die Domme mosse br. Schleid-Hellenth. — Nachsitzen in der Schule Hunsr. — Br. ein Klickersp.; wer verspielt, muss die Handknöchel auf den Boden halten, auf die mit Klickern gezielt wird Gummb. — 3.a. sich aus dem Staube machen, br. u. br. gehn Kreuzn, Goar, Kobl, Wittl-Kinh. — b. etwas dahin br., unsanft hinwerfen, lohin, en de Eck br. Merz-Haustdt Stichelb. — c. eine junge Frau, die zum ersten Male auf einer Kindtauffeier zugegen ist, get gebrommt, sie wird mit Bürste u. Wasser eingeweiht’ Merz-Bachem, Trier-Geisf. — Abl.: die Brommerei, dat Gebromm(s), sech zerbr.
2983 Zeichen · 95 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    brummensw. v.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    brummen sw. v. , mhd. nhd. brummen; mnd. brummen, mnl. brommen. prumin: inf. Gl 2,337,24 ( clm 375, 12. Jh. ), vgl. Beit…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    brummenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +6 Parallelbelege

    brummen swv. ib. brummen Myst. trummen hieʒen sie dâ brummen Apoll. 7294 ; von einem horne Mgb. 289,17 ; von bienen und …

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    brummensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    brummen , sw. V. nhd. brummen, murren, knurren, dumpf tönen, undeutlich plappern, schreien, brüllen Hw.: vgl. mhd. brumm…

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Brummen

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Brummen , verb. reg. neutr. welches das Hülfswort haben erfordert, und eine Nachahmung des langsamen dumpfigen Tones ist…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    brummen

    Goethe-Wörterbuch

    brummen 1 als stimml Äußerung a von Personen: murren, als mehr od minder unartikulierte, auch unhöfl Bekundung von Mißfa…

  6. modern
    Dialekt
    brummen

    Bayerisches Wörterbuch · +10 Parallelbelege

    brummen Band 3, Spalte 3,579–581

  7. Sprichwörter
    Brummen

    Wander (Sprichwörter)

    Brummen 1. A brumt wie a Zedelbar. – Gomolcke, 6. Robinson hat Zeidel-Baar. 2. Er brummt wie ein Bär. – Kirchhofer, 272.…

  8. Spezial
    brummen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    brum|men vb.intr. 1 (murren) bruntoré (-ra), groforé (-ra) 2 (dröhnen) buré (büra).

Verweisungsnetz

125 Knoten, 132 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 15 Hub 1 Wurzel 2 Kompositum 90 Sackgasse 17

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit brummen

12 Bildungen · 1 Erstglied · 7 Zweitglied · 4 Ableitungen

Zerlegung von brummen 2 Komponenten

brum+men

brummen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

brummen‑ als Erstglied (1 von 1)

Brummenelske

WWB

Brummenelske f. Brummenelske Hummel (Frbg.) ( Olp Rp).

brummen als Zweitglied (7 von 7)

gebrummen?

KöblerMhd

*ge·brummen

*gebrummen? , sw. V. nhd. „brüllen“ E.: s. ge, brummen W.: nhd. DW- L.: Benecke/Müller/Zarncke I, 248b (gebrumme)

anbrummen

DWB

anbrummen , murmure excipere, increpare: ich hätte etwas darum gegeben, wenn er seine Luise nicht angebrummt hätte. J. Paul uns. loge 2, 17 …

aufbrummen

DWB

auf·brummen

aufbrummen , obmurmurare: nnl. opbrommen: der bär, stier brummt auf. studentisch, einem einen dummen jungen aufbrummen.

Nachbrummen

Campe

nach·brummen

Nachbrummen , v. intrs . u. trs . 1) Das Brummen, und, brummend nachahmen. Einem nachbrummen . Ein Liedchen nachbrummen . 2) Hinter her brum…

Ableitungen von brummen (4 von 4)

bebrummen

RhWB

be-brummen: etwas b., über etwas br., nörgeln Allg. RA.: Jong besonge, al bebrommp MGladb-Rheind .

erbrummen

DWB

erbrummen , 1 1) intr. wie erbrommen: der stier erbrummt auf dem feld. 2 2) tr. etwas durch brummen, mürrisches betragen erlangen.

gebrummen

Lexer

ge-brummen stn. BMZ gebrumme Parz.

Verbrummen

Campe

Verbrummen , v. ntr . mit haben und sein , mit Brummen nach und nach aufhören, brummend sich verlieren. Kaum war der letzte Glockenschlag ve…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „brummen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 13. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/brummen/rhwb?formid=B08186
MLA
Cotta, Marcel. „brummen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/brummen/rhwb?formid=B08186. Abgerufen 13. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „brummen". lautwandel.de. Zugegriffen 13. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/brummen/rhwb?formid=B08186.
BibTeX
@misc{lautwandel_brummen_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„brummen"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
  url          = {https://lautwandel.de/lemma/brummen/rhwb?formid=B08186},
  urldate      = {2026-05-13},
}