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brummen

ahd. bis spez. · 28 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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33 in 28 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

brummen

Bd. 2, Sp. 428
brummen , fremere, rugire, ein wort das sich aus dem alten brëman entfaltete (sp. 362) und es zuletzt verdrängte, nnl. brommen. brüllen verwenden wir mehr von einem starken, schreienden laut, brummen von einem dumpfen: der löwe, der ochs brüllt, der bär brummt, die fliege, biene brummt, summt; der donner brüllt, wenn er nahe ist, brummt aus der ferne; man brummt (nicht brüllt) etwas in die zähne, in den bart. die belege thun aber dar, dasz man nicht immer so unterschied oder es damit nicht genau nahm, denn oft vertreten einander beide wörter: das geschütz brüllt oder brummt und der herdochs heiszt brüllochs wie brummochs. 11) gewöhnlich intransitiv, brummen als ein per oder lew, rugire. vocab. 1482 e 3b; prummen, wuten, toben, furere. z 7a; ich weisz nit, wie ich hin wider prum, und auch mit worten an in kum. fastn. 331, 23; umb mich die mucken teten prummen. 565, 16; die posaunen gar gemlich prummen. 1133; ir beinlein sie (die bienen) mit blümlein hoseten, beide sie brumten und auch koseten. 1304; do rumpelt er die stiegen ab, er hub an grausamlich zu prummen. Rosenblüts farender schüler, cod. giss. 21a; brummen und hülen der verdampten. Keisersb. bilg. 227b.c; darumb brummet mein herz über Moab, wie eine harfen. Es. 16, 11; wir brummen alle wie die beren und echzen wie die tauben. 59, 11; darumb brummet mein herz über Moab, wie eine dromete. Jer. 48, 36; dort murret einer von klostergelübden, da brummet einer von der heiligen dienst. Luther 4, 382b; die da murmelten und brummeten in der kirchen, wenn man die geistlichen lieder sunge. tischr. 187a; wollt ir ja brüllen, brummen, grunzen und murren, so geht unter die kühe und schweine. das.; sprach die spinn zu der immen, du brummender, unruowiger fogel! Cyrillus 65; das M hat ein brummende stimm, wie die küe, bern oder die stummen, so man bede lefzen auf einander truckt und brummet. Ickelsamer B 1a; wir wöln me mit einer seiten brummen, dan schlüg man sechs und zwenzig trummen. Murner luth. narr 3988; schlag uf, schlag uf mit beiden trummen, lasz durch alle berg und deler brummen. 2930; so prumbt sie wie ein alter bär. H. Sachs I, 521a; wan mein bauch brummet mir so stark. II. 2, 39d; wider sich selb heimlich prumbt. III. 2, 166d; der mag hebt mir gleich an zu prummen (latrare). III. 2, 179c; mein bauch ist mir auch weit und hebt mir heimlich an zu brummen. III. 2, 200d; hör, wie der alt graner brumb. III, 2, 213c; wenn lang der teufel sich vermumbt, nach seinem willen umbher brumbt. Kirchhof wendunm. 411b; sein dunder kommet auch gefaren mit langem brummen auf das meer. Weckherlin 127; als jetzt Misander brummt und schäumt. Günther 434; ein anderer grummet und prummet als wie eine humse in einer drummel. Philand. 1, 22; vor die ohren schlagen, dasz der kopf brummt. Weise erzn. 250; sonderlich aber kam ihr verdruszlich, dasz der alte herr in seinem hause etwas genau lebete und über einen kleinen schaden den ganzen tag brummen konte. pol. stockf. 119; indem ein oder zwei creditores schon von ferne in etwas zu brummen anfiengen. Felsenb. 2, 243, darum heiszen auch die gläubiger 'die brummenden bären', z. b. Perus 236 und 'einen bären anbinden' schulden machen (vgl. 1, 296. 1123); sobald der seiger zu brummen anfieng. Leipz. avant. 1, 153 (vgl. ausbrummen); auch fluche nicht der alten muhme. man musz ihr brummen, sich zum ruhme, mit stiller sanftmut übergehn. Lessing 1, 73; der meister brummt, der harte mann. Göthe 1, 37; wenn endlich die kanone brummt, und knatterts klein gewehr, trompet und trab und trommel summt, da gehts wol lustig her. 1, 149; und einstimmig mit ihm heulte, schrie, brummte und lärmte alles durcheinander. 19, 52; in sich brummen. Klinger 10, 140; und horch, es brummt die glocke noch, die elf schon angeschlagen. Bürger; stille wirds im glockenhause, nur die glocke, wenn sie brummet, unterbricht die tiefe pause. Platen 13a; im himmel ist gut leben, sagte der knabe mit tiefer stimme, dasz die balken brummten. Arnim kronenw. 1, 172. brummen heiszt auch gefangen sitzen, einen brummen lassen, gefangen setzen: er musz brummen, gefangen liegen, vgl. brummstall. die kuh, die sau brummt, will nach dem stier, eber. 22) transitiv: man brummt den tiefen bas. Logau 2, 5, 39; lernete die neuesten und lustigsten lieder aufs beweglichste singen, auf dem hackebrete selbst darzu spielen, und verdiente also, zumalen wenn der vater den bas darzu brummete, manchen schönen groschen. Felsenb. 2, 321; sie geht herum und brummt psalme. Rabener 2, 292; was brummt er denn da in seinen bart? Faust von Simrock 74; der wird ihr was brummen = der wird sich wol hüten, es zu thun. Hermes Soph. reise 6, 515.
4691 Zeichen · 87 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    brummensw. v.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    brummen sw. v. , mhd. nhd. brummen; mnd. brummen, mnl. brommen. prumin: inf. Gl 2,337,24 ( clm 375, 12. Jh. ), vgl. Beit…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    brummenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +6 Parallelbelege

    brummen swv. ib. brummen Myst. trummen hieʒen sie dâ brummen Apoll. 7294 ; von einem horne Mgb. 289,17 ; von bienen und …

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    brummensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    brummen , sw. V. nhd. brummen, murren, knurren, dumpf tönen, undeutlich plappern, schreien, brüllen Hw.: vgl. mhd. brumm…

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Brummen

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Brummen , verb. reg. neutr. welches das Hülfswort haben erfordert, und eine Nachahmung des langsamen dumpfigen Tones ist…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    brummen

    Goethe-Wörterbuch

    brummen 1 als stimml Äußerung a von Personen: murren, als mehr od minder unartikulierte, auch unhöfl Bekundung von Mißfa…

  6. modern
    Dialekt
    brummen

    Bayerisches Wörterbuch · +10 Parallelbelege

    brummen Band 3, Spalte 3,579–581

  7. Sprichwörter
    Brummen

    Wander (Sprichwörter)

    Brummen 1. A brumt wie a Zedelbar. – Gomolcke, 6. Robinson hat Zeidel-Baar. 2. Er brummt wie ein Bär. – Kirchhofer, 272.…

  8. Spezial
    brummen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    brum|men vb.intr. 1 (murren) bruntoré (-ra), groforé (-ra) 2 (dröhnen) buré (büra).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit brummen

12 Bildungen · 1 Erstglied · 7 Zweitglied · 4 Ableitungen

Zerlegung von brummen 2 Komponenten

brum+men

brummen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

brummen‑ als Erstglied (1 von 1)

Brummenelske

WWB

Brummenelske f. Brummenelske Hummel (Frbg.) ( Olp Rp).

brummen als Zweitglied (7 von 7)

gebrummen?

KöblerMhd

*ge·brummen

*gebrummen? , sw. V. nhd. „brüllen“ E.: s. ge, brummen W.: nhd. DW- L.: Benecke/Müller/Zarncke I, 248b (gebrumme)

anbrummen

DWB

anbrummen , murmure excipere, increpare: ich hätte etwas darum gegeben, wenn er seine Luise nicht angebrummt hätte. J. Paul uns. loge 2, 17 …

aufbrummen

DWB

auf·brummen

aufbrummen , obmurmurare: nnl. opbrommen: der bär, stier brummt auf. studentisch, einem einen dummen jungen aufbrummen.

Nachbrummen

Campe

nach·brummen

Nachbrummen , v. intrs . u. trs . 1) Das Brummen, und, brummend nachahmen. Einem nachbrummen . Ein Liedchen nachbrummen . 2) Hinter her brum…

Ableitungen von brummen (4 von 4)

bebrummen

RhWB

be-brummen: etwas b., über etwas br., nörgeln Allg. RA.: Jong besonge, al bebrommp MGladb-Rheind .

erbrummen

DWB

erbrummen , 1 1) intr. wie erbrommen: der stier erbrummt auf dem feld. 2 2) tr. etwas durch brummen, mürrisches betragen erlangen.

gebrummen

Lexer

ge-brummen stn. BMZ gebrumme Parz.

Verbrummen

Campe

Verbrummen , v. ntr . mit haben und sein , mit Brummen nach und nach aufhören, brummend sich verlieren. Kaum war der letzte Glockenschlag ve…