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Brummen

ahd. bis spez. · 28 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
33 in 28 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Brummen

Bd. 1, Sp. 1218
Brummen, verb. reg. neutr. welches das Hülfswort haben erfordert, und eine Nachahmung des langsamen dumpfigen Tones ist, welchen gewisse Thiere, als Bären, Kühe und Ochsen von sich hören lassen. Der Bär brummet vor Unmuth. Die Kühe brummen. Zuweilen wird dieses Wort auch von dem tiefen Tone der Bienen und Wespen gebraucht, von welchen aber summen üblicher ist. In der niedrigsten Sprechart druckt dieses Wort oft das langsame Zanken oder Tadeln eines Unwilligen aus, wofür man im gemeinen Leben auch das Frequentativum bremmeln, ingleichen die Zeitwörter nurken und nörgeln hat. Ein solcher unwilliger Mensch, der aus dem Tadeln und langsamen Zanken eine Gewohnheit macht, wird im niedrigen Umgange auch ein Brummbart, Brummbär, Brummeisen genannt. Mein Herz brummet über Moab. Es. 16, 4, und an andern Orten, ist daher allemahl eine sehr niedrige und unanständige Figur. Anm. Brummen, bey dem Notker premen, im Niedersächsischen brummen, im Dänischen brumme, im Schwedischen bromma, im Angelsächs. bremman, im Lateinischen fremere, Griech.βρεμειν, βριμουθαι, βρομος, im Hebr. פרם, ist vermittelst des Vorwortes be von rämen, rumen zusammen gesetzt, von welchem im Schwed. råma, im Angels. hreaman, Engl. brim, und im Isländ. rymia für brüllen üblich sind. Notker gebraucht premen von dem Brüllen des Löwen. Das Nieders. brummen und Engl. to brim, wird auch von den Sauen gesagt, wenn sie nach dem Eber verlangen, S. Brunft, und im Franz. ist bramer von dem Geschreye der Hirsche üblich. Von dem langsamen Brummen der Kühe gebrauchen die Niedersachsen drumsen.
1572 Zeichen · 28 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    brummensw. v.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    brummen sw. v. , mhd. nhd. brummen; mnd. brummen, mnl. brommen. prumin: inf. Gl 2,337,24 ( clm 375, 12. Jh. ), vgl. Beit…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    brummenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +6 Parallelbelege

    brummen swv. ib. brummen Myst. trummen hieʒen sie dâ brummen Apoll. 7294 ; von einem horne Mgb. 289,17 ; von bienen und …

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    brummensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    brummen , sw. V. nhd. brummen, murren, knurren, dumpf tönen, undeutlich plappern, schreien, brüllen Hw.: vgl. mhd. brumm…

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Brummen

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Brummen , verb. reg. neutr. welches das Hülfswort haben erfordert, und eine Nachahmung des langsamen dumpfigen Tones ist…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    brummen

    Goethe-Wörterbuch

    brummen 1 als stimml Äußerung a von Personen: murren, als mehr od minder unartikulierte, auch unhöfl Bekundung von Mißfa…

  6. modern
    Dialekt
    brummen

    Bayerisches Wörterbuch · +10 Parallelbelege

    brummen Band 3, Spalte 3,579–581

  7. Sprichwörter
    Brummen

    Wander (Sprichwörter)

    Brummen 1. A brumt wie a Zedelbar. – Gomolcke, 6. Robinson hat Zeidel-Baar. 2. Er brummt wie ein Bär. – Kirchhofer, 272.…

  8. Spezial
    brummen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    brum|men vb.intr. 1 (murren) bruntoré (-ra), groforé (-ra) 2 (dröhnen) buré (büra).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit brummen

12 Bildungen · 1 Erstglied · 7 Zweitglied · 4 Ableitungen

Zerlegung von brummen 2 Komponenten

brum+men

brummen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

brummen‑ als Erstglied (1 von 1)

Brummenelske

WWB

Brummenelske f. Brummenelske Hummel (Frbg.) ( Olp Rp).

brummen als Zweitglied (7 von 7)

gebrummen?

KöblerMhd

*ge·brummen

*gebrummen? , sw. V. nhd. „brüllen“ E.: s. ge, brummen W.: nhd. DW- L.: Benecke/Müller/Zarncke I, 248b (gebrumme)

anbrummen

DWB

anbrummen , murmure excipere, increpare: ich hätte etwas darum gegeben, wenn er seine Luise nicht angebrummt hätte. J. Paul uns. loge 2, 17 …

aufbrummen

DWB

auf·brummen

aufbrummen , obmurmurare: nnl. opbrommen: der bär, stier brummt auf. studentisch, einem einen dummen jungen aufbrummen.

Nachbrummen

Campe

nach·brummen

Nachbrummen , v. intrs . u. trs . 1) Das Brummen, und, brummend nachahmen. Einem nachbrummen . Ein Liedchen nachbrummen . 2) Hinter her brum…

Ableitungen von brummen (4 von 4)

bebrummen

RhWB

be-brummen: etwas b., über etwas br., nörgeln Allg. RA.: Jong besonge, al bebrommp MGladb-Rheind .

erbrummen

DWB

erbrummen , 1 1) intr. wie erbrommen: der stier erbrummt auf dem feld. 2 2) tr. etwas durch brummen, mürrisches betragen erlangen.

gebrummen

Lexer

ge-brummen stn. BMZ gebrumme Parz.

Verbrummen

Campe

Verbrummen , v. ntr . mit haben und sein , mit Brummen nach und nach aufhören, brummend sich verlieren. Kaum war der letzte Glockenschlag ve…