Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
breman
‚brüllen, brummen, rugire, fremere‘. Der einzi-
ge sichere Beleg ist pram 1.sg.prät.
‚rugiebam‘
Gl. 1, 242, 32 (9. Jh., bair.); die Belege in Not-
ker, Ps.gl.: premen inf.
‚fremitus‘und preminte
part. präs. nom. pl.m.
‚frementes‘(die die lat.
Lemmata übrigens fast buchstäblich wiederge-
ben, vgl. W. Schulze, Zfvgl.Spr. 45 [1913], 55)
können ebensogut zu einem st. v. IV oder ei-
nem sw. v. I *brem(m)en < *bramjan mit nor-
maler spätahd. und mhd. Vereinfachung der
Gemination (vgl. Braune, Ahd. Gr.14 § 358
Anm. 1) gehören. Die Form bramit 3. sg. präs.
Gl. 2, 352, 33 (11. Jh., fränk.) wird gewöhnlich
zu einem sw. v. *brâmen
‚brüllen‘gestellt
(s. d.); es kann sich kaum um eine umlautlose
Form von *brem(m)en handeln (Seebold,
Germ. st. Verben 135).