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Biene

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PfWB
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

Biene

Bd. 1, Sp. 889
Biene: 1.a. f.: 'Honigbiene (Apis mellifica)', Bien, Bieⁿ usw., s. F., zur Verbr. s. K. 47. Die Biene summen, brummen, schwärmen, stechen, traan in, butzen sich, sin bees, wild, wie schd. Zs.: Arbeits-, Holm-, Leib-, Mummelbiene. Syn.: Imme. RA.: Der is fleißich wie e Bien [KU-Krottb, allg.]. Der sauft wie e Bien [verbr. Don Gal Buch]. SprW.: Wer seiⁿ Geld will siehⁿ fliehe, der hall sich Bieⁿ unn Feddervieh [KU-Kaulb, Gal-Königsbg]. Die Biene un die Schoof bringen's im Schloof [KU-Diedk, verbr., auch Don-Gottlob]. Wer Glick hat mit Bien un Schoof, der leg sich hin un schloof [GH-Schaidt, ähnlich GH-Zeisk KL-Alsbn]. Wem soll gerore Bien un Schoof, der leg sich hin un schloof [KU-Friedhs]. Hinne steche die Bie 'Ende gut, alles gut' [PfMHk. 1925, S. 179]. WR.: Summen viel Biene im Klee, gibts im Winter viel Schnee [KU-Krottb]. Auf einen frühen und harten Winter deutet es, wenn die Bienen ihre Behausung früh verkitten [LA-Impfl]. Brummt die Kuh un summe die Beine, werd die Sunn gar scheine [KU-Krottb]. Volksgl.: Wenn die Bienen schwärmen, brennt es bald im Ort [KL-Wörsb]. Um das Schwärmen der jungen Bienen zu unterbinden, lege man einen Laib Brot auf die Oberseite und pfeife dazu. Hat sich ein Schwarm an einen Baum gehängt, so hänge man Älschkraut daneben; der Schwarm geht dann in den Korb [Schandein Bav. IV 2, S. 378]. Bei Todesfällen wurden früher in KU-Diedk und HB-Jägbg die Bienen, Blumen und das Gesäms gerückt. Um 1920 ging in RO-Gonb eine Frau nach dem Tode ihres Mannes sofort zum Bienenstand und sprach: Ehr Biene, ich melle eich de Tod vum Herr. a. 1538: 13 maß vnd 1 schoppen honigs ... von den binen jm Ampt gefallen [SSp., Mgr. Baden 2½ Gräfenst. Amtsgefälle]. — b. m., selten f.: 'Bienenvolk'; der Bien, Bieⁿ usw., s. K. [vorherrschend im Biene-Gebiet], der Biene [PS-Münchw NW-Weish/S LA-Herxh GH-Zeisk], die Bien [verbr. westl. WPf], die Bie [ZW-O'hs], die Bääⁿ [RO-Schiersf]. Der Bien stoßt 'das Bienenvolk schwärmt' [Feierowend 1957 Nr. 24]. Zs. Korb-, Stockbiene. a. 1536: Finde jemand einen wilden bienen, so soll er zu des abts maier oder nächsten schöffen gehen, und den bienen zur hälfte fordern [Grimm Weist. I 777 (PS-W'fischb)]. a. 16. Jh.: Von 10 Bienen einen Bien, hat einer nit mehr denn 7 Bien, so soll er auch ein geben [NPfGV 1907, S. 12]. — 2.a. 'wilde Biene' in Zs. Erd-, Gartenbiene. — b. 'Hummel', dicki Bien, auch wildi Bien [verbr. Don Gal]. Zs. Hammel-, Hummelbiene. — c. 'bienenähnliche Fliege' in den Zs. Abtritts-, Pfuhl-, Dreck-, Mist-, Mistpfuhlbiene. — d. 'Laus', aus der Gaunersprache, vgl. Wolf 52. RA.: Er hat Biene uff'm Kopp [ZW-Battw]. — 3. im Dim. 'liederliches Mädchen, Dirne', Bienche [Kaislt Pirmas]. — F.: bīn, bīⁿ, bēn, bēⁿ, s. K. 47; für ZW-Wiesb und BZ-Hofstätt gilt bī, für RO-Schiersf bEⁿ; Don Gal Buch haben meistens bīn, nur in wenigen Orten bīⁿ. — Die pfälzischen Formen setzen fast allg. mhd. bin voraus; nur in dem einen Zitat aus KU-Krottb spiegelt sich mhd. bīn (woraus bain werden mußte). — Südhess. I 828 ff; Rhein. I 582 Beie; Saarbr. 26; Lothr. 32 Bei; Bad. I 223/24.
3103 Zeichen · 104 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Biene

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Die Biene , plur. die -n. 1) Ein bekanntes Insekt, dessen künstlichem Fleiße wir das Daseyn des Honiges und des Wachses …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Biene

    Goethe-Wörterbuch

    Biene selten als konkr Objekt der Beschäftigung u Betrachtung, überwiegend als literar Topos (im Gleichnis, als Bestandt…

  3. modern
    Dialekt
    Biene

    Bayerisches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    Biene Band 2, Spalte 2,758f.

  4. Sprichwörter
    Biene

    Wander (Sprichwörter)

    Biene 1. Alte Bienen geben wenig Honig. Engl. : Old bees give no honey. ( Bohn II, 467. ) 2. Bei Bienen und Schaf ist ma…

  5. Spezial
    Biene

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Bie|ne (Apiformes) f. (-,-en) 1 ‹entom› ê (ês) f. 2 ‹umor› (flottes Mädchen) bela jona f. , sonsela (-les) f. ▬ fleißig …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit biene

215 Bildungen · 183 Erstglied · 32 Zweitglied · 0 Ableitungen

biene‑ als Erstglied (30 von 183)

Biene(n)stock

Idiotikon

Biene(n)stock Band 10, Spalte 1742 Biene(n)stock 10,1742

Biene(n)stōss

Idiotikon

Biene(n)stōss Band 11, Spalte 1597 Biene(n)stōss 11,1597

bīē²nebeªdelen

WWB

biene·beadelen

bī-ē²ne-beªdelen zusammenbetteln. Füör’t Paskefǖer biäddelt sik de Kinner dat Brantholt bi de Būern binēne ( Stf Ar ). —

Bienenfarm

SHW

Bienen-farm Band 1, Spalte 829-830

Bienenfeld

SHW

Bienen-feld Band 1, Spalte 829-830

Bienenkar

SHW

Bienen-kar Band 1, Spalte 831-832

Bienenkopf

SHW

Bienen-kopf Band 1, Spalte 831-832

Bienennest

SHW

Bienen-nest Band 1, Spalte 831-832

Bienensaug

SHW

Bienen-saug Band 1, Spalte 831-832

Bienenameise

Meyers

bienen·ameise

Bienenameise ( Mutilla L .), Gattung der Hautflügler aus der Familie der Heterogynen, meist elegant gefärbte Insekten, von denen nur die Män…

Bienenanstalt

GWB

bienen·anstalt

Bienenanstalt Anlagen für Bienenzucht, Imkerei der Geistliche [ von Dorndorf ] zeigte uns den Anfang einer sehr reinlichen B. Tgb 7.9.28 Mar…

bienenart

DWB

bienen·art

bienenart , f. ein honigvöglein, weich und zart, ist leichte sinnenliebe, von schmetterlings und bienenart sind ihre nahrungstriebe. Bürger …

bienenbaum

DWB

bienen·baum

bienenbaum , m. acer campestre, binbaum, angerbinbaum, feldahorn; aber auch andere bäume, auf welchen die bienen honig sammeln, können so he…

bienenbeute

DWB

bienen·beute

bienenbeute , f. alveus, bienenstock, ist, wenn in beute, piutta das wort biene selbst gelegen sein sollte, pleonastisch gebildet. den Slave…

Bien(en)blume

PfWB

bienen·blume

Bien(en)-blume f. : 'Taubnessel (Lamium)', Bieneblumm [KB-Albish ( Wilde 242)]. Syn. s. Taubnessel ; 'Steinbrech (Saxifraga granulata)', Bie…

Bienenblumen

Meyers

bienen·blumen

Bienenblumen ( Bienengewächse ), Pflanzen, deren Blüten den Bienen besonders reichliche Nahrung geben. Vgl. Bienenzucht und Melzer , Die Bie…

biene als Zweitglied (30 von 32)

Brütbiene

Adelung

bruet·biene

Die Brütbiene , plur. die -n, diejenigen Bienen in einem Stocke, welche sich mit Ausbrütung und Versorgung der jungen Brut beschäftigen. S. …

erdbiene

DWB

erd·biene

erdbiene , f. apis terrestris, s. erdhummel : wenn auch der könig ( der bíenen ) zeucht zu feld, und seinen feinden ins land fellt, den horn…

feldbiene

DWB

feld·biene

feldbiene , f. apis campestris, wilde biene, ags. feldbeo, engl. fieldbee.

gartenbiene

DWB

garten·biene

gartenbiene , f. im gegensatz zur wilden oder waldbiene, gartenbienen apes domesticae, mansuetae Stieler 145 , gartenbien oder zamer bien He…

heidebiene

DWB

heide·biene

heidebiene , f. biene die ihren honig aus dem heidekraute einsammelt. Jacobsson 2, 248 a .

honigbiene

DWB

honig·biene

honigbiene , f. 1 1) apis mellifica, die gewöhnliche biene. Nemnich 1, 375 . 2 2) in einem bienenstock die kleinen arbeitsbienen, gegenüber …

jungferbiene

DWB

jungfer·biene

jungferbiene , f. der erste bienenschwarm eines stockes im sommer; dann auch der schwarm der von einem solchen stocke noch in demselben somm…

krautbiene

DWB

kraut·biene

krautbiene , f , die nur in gärten und brachfelder geht, im unterschied von wald- und heidebiene. Nemnich.

leibbiene

DWB

leib·biene

leibbiene , f. ein guter bienenkorb, den man im herbst nicht ausnimmt, sondern den winter hindurch stehen läszt, damit er im folgenden frühj…

Maibiene

Wander

mai·biene

Maibiene Eine Maibiene, keine Biene. – Schmitz, 175, 12.

mauerbiene

DWB

mauer·biene

mauerbiene , f. eine wilde, nicht in gesellschaft lebende bienenart, die ihren bau aus lehm und sand errichtet. Jacobsson 3, 37 b . sonst ma…

raubbiene

DWB

raub·biene

raubbiene , f. biene welche honig aus andern bienenstöcken raubt: die raubbienen nehmen ihnen das honig mit gewalt aus den stöcken und trage…

ringelbiene

DWB

ringel·biene

ringelbiene , f. ( s. ringeljungen, ringel 2, d ): als ringelbienen sind sie durch vorsorge der alten mit einem weiszen klebrichten safte um…

schiffbiene

DWB

schiff·biene

schiffbiene , f. bienenart, deren körbe man in flüsse auf ein schiff stellt, sodasz sie dann ihre nahrung auf beiden ufern suchen. Adelung.

spähbiene

DWB

spaeh·biene

spähbiene , f. , auch spurbiene, biene, die aus einem stocke, der bald schwärmen will, ausgeschickt wird, um den besten platz für die künfti…

stachelbiene

DWB

stachel·biene

stachelbiene , f. die gewöhnliche arbeitsbiene, zum unterschiede von den drohnen, die keinen stachel haben. Adelung. Jacobsson 4, 245 a . Ne…

waldbiene

DWB

wald·biene

waldbiene , f. 1 1) die wilde biene, die in wäldern in hohlen baumstämmen lebt, apis silvarum L., feldbiene, heidebiene, auch waldheinze ( s…

wasserbiene

DWB

wasser·biene

wasserbiene , f. bezeichnung der drohne in Süd- und Norddeutschland ( auch dän. vandbi) Henisch 371, 10 . Grüwel brandenburg. bienenkunst (1…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „biene". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/biene/pfwb?formid=B03284
MLA
Cotta, Marcel. „biene". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/biene/pfwb?formid=B03284. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „biene". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/biene/pfwb?formid=B03284.
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