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biene

nhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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15 in 13 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

biene f.

Bd. 1, Sp. 1816
biene, f. apis, anderwärts beie sp. 1367, wo die älteren und urverwandten formen angeführt sind. so schön ihrer aller zurückführung auf den skr. madhupa, honigtrinker, und die wurzeltrinken ist, kann ihr doch wol die oben versuchte auf den skr. madhukara, honigmacher, von der wurzel bauen den rang ablaufen. den vocallaut A setzte in beiden fällen eine oft wirksame ursache in I oder U um, das erste wort der zusammensetzung madhu, d. i. meth, honig schien entbehrlich und die bezeichnung des trinkenden oder bauenden thiers hinreichend. ein insect, dessen kunstfertigkeit und geordneter haushalt, [] neben dem der ameisen, bewunderung rege macht, hat noch stärkeren anspruch als der biber auf einen bedeutsamen namen, den der sprachgeist unmittelbar aus der vorstellung des bauens schöpfte. wie dem biber wird der biene und ameise eine burg beigelegt, und gleich den menschen halten diese thierchen für nöthig sich einen herrn zu setzen, der über sie gebiete. die bienen schaffen aber und bauen, wirken in ihrem bau den süszen honig, nach welchem andere völker sie benennen. Unsere heutige form biene steht fest seit Luther, nur dasz er, wie auch an andern wörtern, im sg. dem obliquen casus en läszt: denn zu der zeit wird der herr zischen der fliegen am ende der wasser in Egypten und der bienen im lande Assur, das sie komen und alle sich legen an die trocken beche. Es. 7, 18; da zogen die Amoriter aus euch entgegen und jagten euch wie die bienen thun. 5 Mos. 1, 44; sie umbgeben mich wie die bienen. ps. 118, 12; die biene ist ein kleines vögelein und gibt doch die allersüszeste frucht. Sir. 11, 3; so auch hernach andere, z. b. dasz feister ochsen asz das feld mit bienen füllet. Opitz 1, 46 (vgl. myth. 659); da geht er ferner auch zu seinen bienen hin, schawt wie zwei grimme heer oft an einander ziehn und umb des nachbars klee sich bei den stöcken zanken. 1, 141; nur das zu samlen ein, darvon die biene liest. Fleming 637; nun biene, sprach die träge henne. Gellert 1, 94; nur die dem staat am treusten dienen, dies sind allein die bessern bienen. 1, 246; unter des grünen blühender kraft naschen die bienen summend am saft. Göthe 1, 90. IE ist wie in miene vultus, schiene splenderet nichts als dehnzeichen, und biene geht zurück auf ein älteres bin, wie es noch bei Keisersberg und bei mhd. dichtern erscheint: und geschicht den zweizüngigen menschen nit anderst weder einer bin, die honig in dem maul tregt und hinden hat sie den angel. sünden d. m. 68a; mhd. rehte gelîcher wîs als ein pin, daʒ süeʒeste was, daʒ las er in. Uolrich 213; hie ist vil binen inne. Reinh. 1548; iu tuont die bine wênec wê. 1558; sie wâren gelîch, als ich eʒ weiʒ, reht als ein bin einer geiʒ. Wigal. 163, 35; als beginnet sich ouch vlîʒen, daʒ sie steche, diu bin (: hin). krone 17807; sam die bine verjaget der rouch. Barl. 176, 6; alsam die bin zuo den karn mit vroiden vallent, ob ir rehter wîsel drinne sî. MS. 2, 3a; alters freude und âbentschîn mugen gelîche einandern sîn, sie trœstent wol und varnt hin als in dem regen ein müede bin. Renn. 23012. diesem bin, pl. bine ist das N wesentlich. Neben ihm besteht aber ohne N in der volkssprache jenes beie, mhd. bîe, dessen sich z. b. Wolfram bedient: noch scherpfer der bîe ir zagel. Parz. 297, 12, wo Lachmann bîn vorzieht: diu zôch ûʒ sînem herzen die fröude, als ûʒ den bluomen süeʒ diu bîe. Tit. 83, 4; der klâre kurteise möht al den bîen geben ir nar. Wh. 88, 5; niht halp so manegiu bîe möhten tœten einen starken bern. 117, 20; und das im ahd. pîa, ags. beo erscheint, auch gleich dem gr. Μέλισσα als frauenname auftritt. liesze, solchem Bîa zur seite, sich auch ein männlicher name Bijo aufweisen, was Beio, Baio, Boio in den trad. corb. §. 228. 235. 252 wahrscheinlich machen, so würde aus ihm durch blosze motion ein Bijin, Bîn, Bin folgen, wie aus hano henin, aus phâo phâin entspringt, und auf diesem wege die doppelgestalt bîe und bin, nhd. beie und biene begreiflich sein. auszer dem weiblichen bin hatte sich aber noch ein neutrales ahd. pini (Graff 3, 13) entfaltet, in allen nordischen mundarten wirdneutral gebraucht; man darf kaum zweifeln, dasz den schwankenden wechsel des grammatischen geschlechts eine unstäte, unvollkommne beobachtung des natürlichen verursachte, sie erkannte männliche, weibliche und geschlechtslose arbeitsbienen, und legte ihnen ähnliche namen zu, die sich leicht vermischten. Merkwürdig klingt an biene das welsche gwenynen pl. gwenyn, arm. gwénanen pl. gwénan, neben ir. beach, und GW ist = ir. F, lat. V (gesch. der d. spr. 296). [] Man sagt, die bienen fliegen aus, tragen ein, tragen das wachs an ihren hosen, schwärmen, surren, summen, brummen, sausen; man unterscheidet wilde, zahme, heimische, gesunde, kranke, fleiszige; wer honig essen will, musz leiden, dasz ihn die bienen stechen; todte bienen machen keinen honig. s. imme, brutbiene, heerbiene, raubbiene.
4897 Zeichen · 89 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Biene

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Die Biene , plur. die -n. 1) Ein bekanntes Insekt, dessen künstlichem Fleiße wir das Daseyn des Honiges und des Wachses …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Biene

    Goethe-Wörterbuch

    Biene selten als konkr Objekt der Beschäftigung u Betrachtung, überwiegend als literar Topos (im Gleichnis, als Bestandt…

  3. modern
    Dialekt
    Biene

    Bayerisches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    Biene Band 2, Spalte 2,758f.

  4. Sprichwörter
    Biene

    Wander (Sprichwörter)

    Biene 1. Alte Bienen geben wenig Honig. Engl. : Old bees give no honey. ( Bohn II, 467. ) 2. Bei Bienen und Schaf ist ma…

  5. Spezial
    Biene

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Bie|ne (Apiformes) f. (-,-en) 1 ‹entom› ê (ês) f. 2 ‹umor› (flottes Mädchen) bela jona f. , sonsela (-les) f. ▬ fleißig …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit biene

274 Bildungen · 183 Erstglied · 91 Zweitglied · 0 Ableitungen

biene‑ als Erstglied (30 von 183)

Biene(n)stock

Idiotikon

Biene(n)stock Band 10, Spalte 1742 Biene(n)stock 10,1742

Biene(n)stōss

Idiotikon

Biene(n)stōss Band 11, Spalte 1597 Biene(n)stōss 11,1597

bīē²nebeªdelen

WWB

biene·beadelen

bī-ē²ne-beªdelen zusammenbetteln. Füör’t Paskefǖer biäddelt sik de Kinner dat Brantholt bi de Būern binēne ( Kr. Steinfurt Stf Kr. Steinfurt…

Bienenfarm

SHW

Bienen-farm Band 1, Spalte 829-830

Bienenfeld

SHW

Bienen-feld Band 1, Spalte 829-830

Bienenkar

SHW

Bienen-kar Band 1, Spalte 831-832

Bienenkopf

SHW

Bienen-kopf Band 1, Spalte 831-832

Bienennest

SHW

Bienen-nest Band 1, Spalte 831-832

Bienensaug

SHW

Bienen-saug Band 1, Spalte 831-832

Bienenameise

Meyers

bienen·ameise

Bienenameise ( Mutilla L .), Gattung der Hautflügler aus der Familie der Heterogynen, meist elegant gefärbte Insekten, von denen nur die Män…

Bienenanstalt

GWB

bienen·anstalt

Bienenanstalt Anlagen für Bienenzucht, Imkerei der Geistliche [ von Dorndorf ] zeigte uns den Anfang einer sehr reinlichen B. GWB Tgb 7.9.28…

bienenart

DWB

bienen·art

bienenart , f. ein honigvöglein, weich und zart, ist leichte sinnenliebe, von schmetterlings und bienenart sind ihre nahrungstriebe. Bürger …

bienenbaum

DWB

bienen·baum

bienenbaum , m. acer campestre, binbaum, angerbinbaum, feldahorn; aber auch andere bäume, auf welchen die bienen honig sammeln, können so he…

bienenbeute

DWB

bienen·beute

bienenbeute , f. alveus, bienenstock, ist, wenn in beute, piutta das wort biene selbst gelegen sein sollte, pleonastisch gebildet. den Slave…

Bien(en)blume

PfWB

bienen·blume

Bien(en)-blume f. : 'Taubnessel (Lamium)', Bieneblumm [KB-Albish ( Wilde 242)]. Syn. s. PfWB Taubnessel ; 'Steinbrech (Saxifraga granulata)'…

Bienenblumen

Meyers

bienen·blumen

Bienenblumen ( Bienengewächse ), Pflanzen, deren Blüten den Bienen besonders reichliche Nahrung geben. Vgl. Bienenzucht und Melzer , Die Bie…

biene als Zweitglied (30 von 91)

Ɉungferbiene

Campe

Die Ɉungferbiene , Mz. die — n , der erste Bienenschwarm von einem Stocke in einem Sommer. I engerer Bedeutung, ein Schwarm, der von diesem …

Abtrittsbiene

PfWB

abtritt·s·biene

Abtritts-biene f. : ' gelbe Mistfliege ', Abtrittsbien [ KU-Bedb ]; vgl. Abemick, Mainz 11.

Brütbiene

Adelung

bruet·biene

Die Brütbiene , plur. die -n, diejenigen Bienen in einem Stocke, welche sich mit Ausbrütung und Versorgung der jungen Brut beschäftigen. S. …

Brummelbiene

RhWB

brummel·biene

Brummel-biene -əlbę·i. Bitb ; -bin May-Ochtend, Birkf ; -əltsbin May-Polch Ruitsch f.: Hummel.

Dreckbiene

PfWB

dreck·biene

Dreck-biene f. : '(bienenähnliche) Mistfliege', -bien [ FR-Lambsh ]; vgl. Pfuhl-, Pudel-, PfWB Mistpfuhlbiene , PfWB Pfuhlimme . SHW Südhess…

erdbiene

DWB

erd·biene

erdbiene , f. apis terrestris, s. DWB erdhummel : wenn auch der könig ( der bíenen ) zeucht zu feld, und seinen feinden ins land fellt, den …

Faßbiene

PfWB

fass·biene

Faß-biene f. : 'Honigbiene, die im Bienenfaß gehalten wird', -bien [ KU-Schmittw/O ]; vgl. Korb-, PfWB Stockbiene . —

feldbiene

DWB

feld·biene

feldbiene , f. apis campestris, wilde biene, ags. feldbeo, engl. fieldbee.

flugbiene

DWB

flug·biene

flugbiene , f. apis operatrix, die nach den blumen ausfliegende arbeitsbiene.

gartenbiene

DWB

garten·biene

gartenbiene , f. im gegensatz zur wilden oder waldbiene, gartenbienen apes domesticae, mansuetae Stieler 145 , gartenbien oder zamer bien He…

grabbiene

DWB

grab·biene

grabbiene , f. , zu graben, vb.: grabbienen ... graben blosz löcher in die erde Oken allg. naturgesch. (1839) 5, 976 .

heidebiene

DWB

heide·biene

heidebiene , f. biene die ihren honig aus dem heidekraute einsammelt. Jacobsson 2, 248 a .

holmbiene

DWB

holm·biene

holmbiene , f. wie helmbiene ( sp. 978), die drohne. Nemnich 1, 375 .