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Betragen

mhd. bis spez. · 18 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
34 in 18 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Betragen

Bd. 1, Sp. 942
Betragen, verb. irreg. (S. Tragen,) welches in doppelter Gattung üblich ist. I. Als ein Activum. 1) Auf eine Sache so viel als nöthig ist, oder so viel sie fassen kann, tragen. So betragen die Goldschmiede das Silber, welches sie vergolden wollen, wenn sie das verquickte Gold auf dasselbe tragen oder verbreiten, welches vermittelst eines Betragestiftes, oder einer flachen kufpernen Klinge geschiehet, welche an dem einen Ende etwas aufgeworfen ist. Im gemeinen Leben höret man auch nicht selten, daß die Fliegen das Fleisch betragen, wenn sie ihre Eyer in dasselbe legen, oder es, wie der gröbere Hause spricht, beschmeißen. 2) Sich betragen, sich verhalten, von allen sittlichen Handlungen und deren Absichten, welche die Beschäftigung unsers Lebens ausmachen. Sich wohl, oder übel betragen. Er hat sich in seinem Amte sehr schlecht betragen. In dieser Bedeutung, in welcher schon Ottfried B. 2, Kap. 4 das einfache dragen gebraucht, ist der Infinitivus in Gestalt eines Hauptwortes, das Betragen, des -s, plur. inus. noch üblicher, die Beschaffenheit der menschlichen Handlungen in Ansehung ihrer Sittlichkeit, besonders im gesellschaftlichen Umgange, auszudrucken. Ein gutes, ein schlechtes Betragen. Dein Betragen hat mich sehr gewundert. Ich vermuthete von dir ein billigeres Betragen. Im Oberdeutschen sagt man statt dieses Wortes auch der Betrag, die Betragenheit, oder die Betragniß. Sich mit jemanden wohl oder übel betragen, vertragen, fängt an im Hochdeutschen zu veralten. S. auch Benehmen und Verhalten. II. Als ein Neutrum, mit dem Hülfsworte haben, eine gewisse Summe ausmachen. Die ganze Summe beträgt zehn Thaler. Es wird nicht viel betragen. Wie viel betragen seine sämmtlichen Schulden? Anm. Sich betragen, in der zweyten Bedeutung des Activi lautet im Nieders. sik gedrägen. Veraltete Bedeutungen dieses Zeitwortes sind, sich betragen, für sich ernähren, im Schwabenspiegel, und sich betragen lassen, sich verdrießen lassen, bey dem Hornegk.
1974 Zeichen · 32 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    betrâgenswv.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +14 Parallelbelege

    betrâgen swv. impers. langweilen, verdrießen. Gr. 4,232. 1. mich betrâget. dô begunde ritter unde knehte dâ ze hove betr…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Betragen

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Betragen , verb. irreg. (S. Adelung Tragen ,) welches in doppelter Gattung üblich ist. I. Als ein Activum. 1) Auf eine S…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    betragen

    Goethe-Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    1 betragen eine best Summe ausmachen, sich belaufen auf, umfassen, bes von Geld, auch Länge, Umfang, Gewicht als ich mei…

  4. modern
    Dialekt
    betragen

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    betragen Band 4, Spalte 4,103

  5. Sprichwörter
    Betragen

    Wander (Sprichwörter)

    Betragen Sie betrugen sich wie arme ehrliche Leute, bis sie sich festgesetzt hatten. ( Aegypt. ) – Burckhardt. Von den k…

  6. Spezial
    Betragen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    Be|tra|gen n. (-s) comportamënt (-nc) m. , deport (-rc) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit betragen

8 Bildungen · 2 Erstglied · 4 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von betragen

be- + tragen

betragen leitet sich vom Lemma tragen ab mit Präfix be-.

Zerlegung von betragen 2 Komponenten

bet+ragen

betragen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

betragen‑ als Erstglied (2 von 2)

betragen als Zweitglied (4 von 4)

alumbetragen

KöblerMhd

alumbe·tragen

alumbetragen , st. V. nhd. „herumtragen“ Q.: BDan (um 1331) (FB alumbe tragen) E.: s. alumbe, tragen W.: nhd. DW2- L.: FB 11b (alumbe tragen…

herumbetragen

KöblerMhd

herumbe·tragen

herumbetragen , st. V. nhd. „herumtragen“ Q.: Ot (1301-1319) (FB herumbe tragen) E.: s. herumbe, tragen W.: s. nhd. herumtragen, V., herumtr…

umbe tragen

Lexer

umbe·tragen

umbe tragen BMZ circumferre Dfg. 122 a . Pass. ( H. 114,5. 239,40). einen für tôd umb tr., ihn schon als leiche ansehn, behandeln Chr. 5. 70…

Ableitungen von betragen (2 von 2)

unbetragen

DWB

unbetragen , n. , übles betragen Knebel nachl. 3, 161 .

unbetragenlich

Idiotikon

unbetragenlich Band 14, Spalte 553 unbetragenlich 14,553

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „betragen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/betragen/adelung
MLA
Cotta, Marcel. „betragen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/betragen/adelung. Abgerufen 19. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „betragen". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/betragen/adelung.
BibTeX
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