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Beruf

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Adelung
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13 in 13 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Beruf

Bd. 1, Sp. 886
Der Beruf, des -es, plur. inus. 1. Die Handlung des Berufens. 1) Eigentlich, in welcher Bedeutung dieses Wort aber nur von dem feyerlichen Rufe zu einem Amte gebraucht wird. Ein rechtmäßiger Beruf. Einen Beruf zu etwas bekommen. Ingleichen in der Theologie von der Bekanntmachung des göttlichen Willens, wodurch die Menschen eingeladen werden, an den Gnadenwohlthaten Gottes Theil zu nehmen. Der Gnadenberuf Gottes an die Menschen. Dem göttlichen Berufe folgen. Doch sind in beyden Fällen auch Ruf und Berufung üblich. 2) Figürlich. (a) Neigung, innerlicher Trieb. Beruf bey sich zu etwas empfinden. Ich empfinde eben keinen Beruf, mir das zu versagen, worauf mir mein Leben ein Recht gibt. Wenn man im gemeinen Leben sagt, ich finde keinen Beruf, so steht finden alsdann für empfinden. S. beyde Wörter; z. B. ich finde heute keinen Beruf, einer solchen Versammlung beyzuwohnen. (b) Bewegungsgrund, Verbindlichkeit. Sorge für Mangel ist ein Beruf zum Fleiße. 2. Dasjenige, wozu jemand Berufen worden, in der weitesten Bedeutung dieses Zeitwortes, Amt, pflichtmäßige Lebensart. Das erfordert mein Beruf. Das ist mein Beruf, mein Amt, meine Lebensart verbindet mich dazu. In seinem ordentlichen Berufe bleiben. Seinem Berufe nachgehen. Aus seinem Berufe schreiten. Er lebt in keinem gewissen Berufe, hat keine bestimmte Lebensart. Daher Berufsarbeit, Berufsgeschäfte, der Berufsgefährte, ein College. Anm. Beruf, für Appellation, in den Rechten, ist im Hochdeutschen nicht, wohl aber im Oberdeutschen üblich. S. das folgende. In einigen gemeinen Mundarten wird es auch für das Gerücht, den Ruf, oder das Urtheil anderer von unsern sittlichen Eigenschaften, obgleich nur im nachtheiligen Verstande gebraucht. Er stehet in keinem guten Berufe. S. Berufen das Beywort.[]
1764 Zeichen · 39 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Beruf

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Der Beruf , des -es, plur. inus. 1. Die Handlung des Berufens. 1) Eigentlich, in welcher Bedeutung dieses Wort aber nur …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Beruf

    Goethe-Wörterbuch

    Beruf 142 Belege. Nur im Sg, überwiegend in verbaler Bedeutung iSv Berufung od Tätigsein; eine Verfestigung im modernen …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Beruf

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Beruf , im allgemeinen die Lebensaufgabe, der man sich gewidmet hat (s. Fachbildung ). Im engern Sinn ist B. soviel wie …

  4. modern
    Dialekt
    Berufm.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Be-ruf m. : nach dem Schd.; dafür in älterer Ausdrucksweise: Profession. Ja, ich hab vorher e annre Beruf g'hatt [ PS-Lu…

  5. Sprichwörter
    Beruf

    Wander (Sprichwörter)

    Beruf Jeder soll seines Berufs warten. – Henisch, 296. [Zusätze und Ergänzungen] 2. Beruff vnd Gaben, auch viel gearbeit…

  6. Spezial
    Berufm

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    Beruf , m профессия , ж

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit beruf

150 Bildungen · 145 Erstglied · 3 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von beruf

be- + ruf

beruf leitet sich vom Lemma ruf ab mit Präfix be-.

beruf‑ als Erstglied (30 von 145)

berufen

DWB

ber·ufen

berufen , vocare, convocare, schwankt, wie abrufen, anrufen, aufrufen, ausrufen, zwischen starker und schwacher flexion, worüber bei dem ein…

berufen

FWB

1. ›etw. ausrufen, etw. durch lautes Rufen bekannt machen, bekanntgeben, verkünden‹; in den Belegen bezogen auf rechtliche Bestimmungen, Fes…

Berufgenossenschaft

DERW

beruf·genossenschaft

Berufgenossenschaft, F., ›Zwangsverband der versicherungspflichtigen Unternehmer zur Finanzierung der gesetzlichen Unfall- versicherung‹, 19…

berufkraut

DWB

beruf·kraut

berufkraut , n. herba magica, zauberkraut, wird auf viele einzelne kräuter angewandt, z. b. auf achillea, erigeron acre, anthyllis vulnerari…

beruflich

DWB

beruf·lich

beruflich , muneri conveniens: die berufliche thätigkeit, wirksamkeit des arztes. besser, thätigkeit im beruf.

Berufsakademie

FiloSlov

beruf·s·akademie

Berufsakademie , f академия , ж , профессиональная → FiloSlov Hochschule, Duale (abbr DH), f

berufsarbeit

DWB

beruf·s·arbeit

berufsarbeit , f. officii partes: seine schweren berufsarbeiten haben ihm immer noch zeit gelassen fett zu werden. Rabener 3, 133 ; meine fr…

Berufsarmee

LDWB2

beruf·s·armee

Be|rufs|ar|mee f. (-,-n) armada profescionala f. , esert profescional m.

Berufsbeamter

DERW

beruf·s·beamter

Berufsbeamter, M., ›Beamter der seine amtliche Tätigkeit als Beruf ausübt‹, 19. Jh.?, s. Beruf, Beamter

berufsbedingt

DWB2

beruf·s·bedingt

berufsbedingt adj. ‘durch die berufliche tätigkeit bewirkt, verursacht’, auch ‘aufgrund des berufs erforderlich ’ 1965 in die unmittelbare n…

berufsbeschwerde

DWB

beruf·s·beschwerde

berufsbeschwerde , f. onus muneris: wie sehnt Servil sich nach berufsbeschwerden, beträchtlicher und hochbestallt zu werden! Hagedorn 1, 71 …

berufsbestimmung

DWB

beruf·s·bestimmung

berufsbestimmung , f. die massen, die in der welt sich einander gegenüber stellen, die stände, die berufsbestimmungen. Göthe 17, 50 .

beruf als Zweitglied (3 von 3)

Ausbildungsberuf

RDWB1

Ausbildungsberuf m профессия, приобретаемая как результат среднего специального образования непосредственно на предприятии или на фирме

Traumberuf

RDWB1

Traumberuf m см. RDWB1 Traum-

gnadenberuf

DWB

gnaden·beruf

gnadenberuf , m. , ' berufung, anruf durch die gnade ', von der ewigen wahl gottes, der gnadenwahl ( s. d. ) unterschieden: diesen bleiben g…

Ableitungen von beruf (2 von 2)

unberuf

DWB

unberuf , m. , als neubildung von Campe verzeichnet, mangel des berufs: denn seinen unberuf, wie könnt' er den verstecken? Tiedge 10, 8 ; Pr…

unberufen

DWB

unberufen , part.-adj. adv. , nicht oder wenig berufen; mnd. unberopen unbescholten Schiller-Lübben 5, 19 a ; mnl. onberoepen wb. 5, 250; St…