Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
befinden
befinden , invenire, deprehendere, nachdrücklicher, doch abstracter als finden, zuweilen empfinden, fühlen. 1 1) mit dem gen.: und ehe der mensch des recht befindt, stund, tag und jar vergangen sind. Schwarzenberg 152, 2 ; ich hab befunden des schweren lastes der sünden. Keisersb. irr. sch. 16 ; so grosz hauptwe, das ich vor schmerzen mein selbs gar nit befunden ( meiner nicht bewust war, die besinnung verlor ). Wickram irr. bilger vorrede. 2 2) mit acc.: mhd. bevant ( fühlte ) gotes gewalt. pass. K. 75, 25; eʒ ist mir niht geseit, ich hân eʒ bevunden. Krone 13899 ; und in dem da erwachet dise…