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Befêhlen

nhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
11 in 11 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Befêhlen

Bd. 1, Sp. 789
Befêhlen, verb. irreg. act. Ich befehle, du befiehlst, er befiehlt, wir befehlen, u. s. f. Imperf. Ich befahl, Conj. beföhle, Supin. befohlen. 1) Niedrigern seinen Willen, auf eine[] strenge verpflichtende Art bekannt machen, einen Befehl ertheilen, in der ersten Bedeutung dieses Wortes. Ich habe ihm diese Sache befohlen. Der König befahl, daß sich jedermann von ihm entfernen sollte. Befiehlt er ihren Tod, Gell. gibt er Befehl zu ihrer Hinrichtung; welche Wortfügung sich doch nur in der Sprache der Dichter gebrauchen lässet. Figürlich stehet dieses Wort auch zuweilen für herrschen, regieren. Er versteht die Kunst zu befehlen vollkommen. Alexander wollte der ganzen Welt befehlen. Was, spricht er nur als Gast, wo er als Herr befahl? Schleg. In der Sprache der Höflichkeit wird dieses Wort oft für verlangen, belieben, Neigung zu etwas haben gebraucht. Was befehlen sie? Wie sie befehlen. 2) Anvertrauen, eines Aufsicht, Schutz, Treue übergeben. Seine Seele Gott befehlen. Ich befehle mich Gott, Apostelg. 20, 32. Befiehl dem Herren deine Wege. Gott befohlen! Dieser Gebrauch ist im Hochdeutschen größten Theils veraltet, und nur noch in der Schreibart der Gottesgelehrten üblich. Außerdem gebraucht man lieber empfehlen. Im Oberdeutschen ist befehlen überall für dieses letztere üblich, auch wenn man sich jemanden aus Höflichkeit empfiehlet. Anm. In der zweyten Bedeutung, welche die älteste zu seyn scheinet, kommt im Gothischen schon anafilha, und im Alemannischen filahan, und bey dem Kero pifelahan vor. Das Schwed. bifalla,n. Befale, und Isländ. bifala bedeutet so wohl befehlen als empfehlen. Indessen ist die eigentliche Abstammung dieses Wortes noch unbekannt. Im Oberdeutschen, in dessen rauhern Mundarten dieses Wort befehlchen lautet, gehet es regulär, ich befehle, du befehlest, er befehlet, ich befehlete u. s. f. bis auf das Supinum, welches daselbst gleichfalls befohlen lautet.
1904 Zeichen · 40 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Befêhlen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Befêhlen , verb. irreg. act. Ich befehle, du befiehlst, er befiehlt, wir befehlen, u. s. f. Imperf. Ich befahl, Conj. be…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    befehlen

    Goethe-Wörterbuch

    befehlen Großschreibung GWB 38,58 Vs 98 Imperativ Sg auch ‘befehle’ GWB 5 2 ,400 Konjunktiv II neben ‘beföhle(n)’ einmal…

  3. modern
    Dialekt
    befëhlen

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    befë h le n [pəfálə Ingenh. ] befehlen, vorschreiben. Du hes t m i r nix ze b. Ganz bekannt ist die Verbindung hoch b., …

  4. Sprichwörter
    Befehlen

    Wander (Sprichwörter)

    Befehlen 1. Befehlen ist leicht gethan, aber 's fällt davon kein Span. 2. Befehlen, stehlen und hehlen sind drei Diebe. …

  5. Spezial
    befehlen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    be|feh|len (befiehlt, befahl, befohlen) vb.tr. 1 (anordnen) comané (-na), ordiné (-nëia) 2 (wünschen) orëi (ó, orü) , de…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit befehlen

5 Bildungen · 0 Erstglied · 5 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von befehlen

be- + fehlen

befehlen leitet sich vom Lemma fehlen ab mit Präfix be-.

befehlen als Zweitglied (5 von 5)

abbefehlen

DWB

abbe·fehlen

abbefehlen , franz. contremander, den befehl zurücknehmen: die angesagte jagd ist abbefohlen worden.

anbefehlen

DWB

anbefehlen , imperare, mandare, commendare, gleichviel mit befehlen, nnl. aanbevelen: der könig hat uns anbefehlen lassen. vorr. zur lat. gr…

voranbefehlen

DWB

voran·befehlen

-befehlen : alles fleiszes voranbefohlener maszen zu inquirieren verh. schles. fürsten u. stände 8, 278, s. oben unter 4. —

Zurückbefehlen

Campe

zurueck·befehlen

○ Zurückbefehlen , v. intrs . u. trs . unregelm. ( s. Campe Befehlen ). 1) Einen Befehl an den Ort, von wo eine Anfrage  gekommen ist, zurü…