Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Beere f.
Beere f.
Beere f. ‘fleischige und saftige kleinere Frucht’. Mhd. ber n. f. (Plur. ber) bildet im Md. eine starke Pluralform bere, die im 16. Jh. als femininer Singular angesehen wird und im 17. Jh. zu einem neuen Plural Beeren führt. Vorauf gehen ahd. beri n. (8. Jh.), asächs. beri n. (?), mnd. bēre, aengl. beri(g)e f., engl. berry, anord. ber n., dazu mit grammatischem Wechsel got. -basi n. (bezeugt in weinabasi ‘Weinbeere’) und mnl. besie neben bere, nl. bes, bezie ‘Beere’, nordd. (landschaftlich) Besing ‘Heidelbeere’ (deminutiv zu Bes). Ob diese germ. Zeugnisse mit aengl. basu, baso ‘purpurn’, mir. basc ‘rot’ zu verbinden und damit als s-Erweiterungen an die schwundstufige Form *bhə- der Wurzel ie. *bhā-, *bhō- ‘glänzen, leuchten, scheinen’ (s. Bake) anzuschließen sind (dann wäre die Beere nach ihrer leuchtend roten Farbe benannt), bleibt unsicher.