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beere

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

beere f.

Bd. 1, Sp. 1243
beere, f. bacca, ahd. aber peri n. (Graff 3, 203), mhd. ber n. (Ben. 1, 104a), doch steht auch einmal schon: sie schuofen niht gein einer ber. urstende 114, 16; da man häufig den pl. n. diu ber gebrauchte, entfaltete sich leicht daraus der sg. f. diu ber. Dasypodius, Luther, Henisch schreiben für sg. und pl. beer, Maaler 52c beere. auch altn. ber n., schw.n. bär n., ags. aber berie, berige f. und schwach flectiert, gen. berian, pl. berian, engl. berry, pl. berries. das weibliche geschlecht scheint also im sächsischen stamm althergebracht. Man würde sich kaum bedenken und peri von përan, ber von bërn, als die getragene frucht, herleiten, wenn dies nicht ein umstand verböte: die goth. wortgestalt lautet basi, n., das sich keineswegs auf bairan beziehen läszt, noch mehr, dasselbe S hat sich bis auf heute im nd. besing und nnl. bes f., pl. bessen, verkleinert besje oder bezie n. bewahrt. ja, ein ags., neben berie geltendes wort, basu purpureus, coccineus, gen. basves, gemahnt an κόκκος und κόκκινος, folglich an beere, wenn auch die vorstellungen purpur und scharlachbeere vermischt worden sein sollten. den Polen und Böhmen ist iagodka, gahodka beerlein gerade so coccus und die beeren haben vorzugsweise rothe farbe. Wie also unser baar nudus ein goth. basis, basus vermuten liesz (sp. 1055), ist auch beere sicher das goth. basi, nl. bes, und wahrscheinlich in jenem ags. basu enthalten, hier schützte der fremde begrif das alte S, während es im geläufigen berie zu R geworden war. verwandtschaft zwischen baar und beere wäre nicht unmöglich. die kleine, runde beere steht gleichsam nackt vor augen, kann unmittelbar gepflückt und genossen werden, ein dichter dürfte die beere nackt oder baar, die bacca nuda nennen. Indessen hat Bopp gl. skr. 241 eine andere, die wörter beere und bacca vereinende herleitung vom skr. bhak edere vorgetragen, so dasz goth. basi = bhakja cibus, eszbare frucht, bacca aber assimiliertes bacsa wäre, wie auch faba aus fagba entspränge (s.bohne). man würde dann unser backe gena heranziehen können, zumal des sl. iagoda wegen (oben sp. 1064). Beere erscheint in zahlreichen zusammensetzungen: erdbeere, himbeere f. hindbeere, heidelbeere, brombeere, mehlbeere, stachelbeere, preiselbeere, vogelbeere, ölbeere, lorbeere, maulbeere, weinbeere, und die kirsche selbst heiszt schw. körsbär, n. kirsebär, wie auch Göthe von kirschen redend sagt: das beerlein schmeckte seinem gaum. 13, 121; in einem kirschgarten herumnaschen, wo ihnen die beeren ins maul hängen. an Jacobi 238. Die jugend gelüstet nach heeren, dem alter sagen sie minder zu: auch enthielt ich mich von dieser zeit an alles neueren, genusz und beurtheilung [] jüngeren gemütern und geistern überlassend, denen solche beeren, die mir nicht mehr munden wollten, noch schmackhaft sein konnten. 32, 177. die weiche beere des vergnügens. J. Paul uns. loge 3, 97. Mir hat getreumet, das ein weinstock fur mir were, der hatte drei reben und er grünete, wuchs und blüete und seine drauben wurden reif, und ich hatte den becher Pharao in meiner hand und nam die beer und zudruckt sie in den becher und gab den becher Pharao in die hand. 1 Mos. 40, 11; also auch soltu deinen weinberg nicht genaw lesen, noch die abgefallen beer auflesen, sondern den armen und frembdlingen soltu es lassen. 3 Mos. 19, 10; ire drauben sind gall, sie haben bittere beere. 5 Mos. 32, 32; als wenn man einen ölbaum schüttelt, das zwo oder drei beer blieben oben in dem wipfe. Es. 17, 6; schlag an mit deiner hippen und schneide die drauben auf der erden, denn ire beer sind reif. offenb. Joh. 14, 18. Beeren lesen, pflücken, brechen; in die beeren gehn (sie im wald suchen); beeren austheilen, spitze reden geben, wol von stachelbeeren: da hast du eine beere.
3767 Zeichen · 82 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Beere

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Die Beere , plur. die -n, ein volles fleischiges oder saftiges Samengehäuse der Pflanzen, worin der Same ohne weiteres G…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Beere

    Goethe-Wörterbuch

    Beere 1 kleine fleischige, saftige, meist eßbare Strauch- od Baumfrucht ohne Kerngehäuse a allg α konkr einen mehr als j…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Beere

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Beere (Bacca) , heißt die Art von Pflanzenfrucht, die in ihrer ganzen Substanz fleischig, meist saftigfleischig ist, dab…

  4. modern
    Dialekt
    Beere

    Bayerisches Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    Beere Band 2, Spalte 2,49–51

  5. Sprichwörter
    Beere

    Wander (Sprichwörter)

    Beere 1. Abgeschlagene Beeren geben wenig Oel. Gewaltmittel bringen keinen Segen. 2. De Bêren sünd sûer, säd' de Voss, a…

  6. Spezial
    Beere

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Bee|re f. (-,-n) bromora (-res) f. , bosora (-res) f. ▬ Beere n des Wacholders bromores de jenier f.pl. ; Beere n des Vo…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit beere

812 Bildungen · 54 Erstglied · 758 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von beere 2 Analysen

be- + ere

beere leitet sich vom Lemma ere ab mit Präfix be-.

Alternativen: be+-er+-e

beere‑ als Erstglied (30 von 54)

Beerenartig

Campe

beeren·artig

Beerenartig , adj. u. adv. nach Art einer Beere, wie eine Beere. I der Pflanzenlehre heißt eine Kapsel beerenartig ( baccata), wenn die Haut…

BEERENAUSLESE

DWB2

beeren·auslese

DWB2 BEERENAUSLESE f. DWB2 aus der auslese edelfauler trauben gewonnener wein; nur selten im plur.: DWB2 ⟨1955⟩ die „beerenauslese“ für die …

Beerenawt

MeckWBN

Wossidia Beerenawt n. koll. Birnen: Beerenawt würd' upklöwt Ha Hagenow@Kloddram Kloddr .

Beerenbackbeer

MeckWB

beeren·backbeer

Wossidia Beerenbackbeer f. Backobst von Birnen: Beerenbackbeeren im Gegensatz zu Appelbackbeeren (Sp. 414) Ma Malchin@Liepen Liep ; Ro Rosto…

Beerenbier

MeckWB

beeren·bier

Wossidia Beerenbier n. aus Birnen gebrautes Bier: Beerenbier wir ut 'n Schick sehr stark Wa Waren@Silz Silz .

Beerenblau

Meyers

beeren·blau

Beerenblau , der blaue Farbstoff vieler blauer Beeren (Heidelbeeren), wird durch Säuren rot, durch Alkalien grün.

Beerenerbsen

RhWB

Beeren-erbsen bEsErtə Klevld Pl.: Zuckererbsen.

Beerenfräter

MeckWB

Wossidia Beerenfräter 'Gherardus Berenvreter' PN. ( Ma @ 1298) UB. 4, 53.

Beerenfüllhorn

GWB

beeren·fuellhorn

Beerenfüllhorn in mythol Zshg, metaphor für Überfluß herangereifter Weintrauben Haben aber alle Götter, hat nur Helios vor allen, | Lüftend,…

Beerengrœt

MeckWB

Wossidia Beerengrœt n. das Kernhaus der Birne Ha Hagenow@Belsch Belsch .

Beerenjahr

RhWB

beeren·jahr

Beeren-jahr n.: RA.: Lechtmess hell on klor, geft en Besejohr Mörs .

Beerenklüt

MeckWB

beeren·kluet

Wossidia Beerenklüt Pl. Birnen und Klöße, ein Gericht Ro Rostock@Warnemünde Warn .

beerenkorb

DWB

beeren·korb

beerenkorb , m. aus weiden geflochten, durch welchen der most aus der kelter flieszt, und in dem die beeren hängen bleiben.

Beerenkrüd'

MeckWB

beeren·krued

Wossidia Beerenkrüd' f. fest eingekochtes Birnenmus zum Brotaufstrich Wa Waren@Rogeez Rog ; Wa Waren@Malchow Malch .

Beerenmann

PfWB

beeren·mann

Beeren-mann m. : Schreckgestalt in der Vorstellung beerensuchender Kinder, s. d. VR. bei Beere. Zs. Heidelbeermann . BadWB Bad. I 134 .

Beerenobst

Meyers

beeren·obst

Beerenobst (hierzu Tafel »Beerenobst« , mit Erklärungsblatt), das Obst, welches aus echten Beeren, wie Stachel-, Johannisbeere, Heidelbeere,…

beere als Zweitglied (30 von 758)

Fingerbeere

RDWB1

Fingerbeere f подушечка пальца (на руке)

Ɉohannsbeere

Campe

Die Ɉohannsbeere , Mz. die — n , die bekannte Beere oder Frucht des Johannsbeerstrauches, und dieser Strauch selbst. 1) Die gemeine Johannsb…

Ɉugelbeere

Campe

† Die Ɉugelbeere , Mz. die — n, s. Campe Heidelbeere .

Ölbeere

Campe

Die Ölbeere , Mz. — n , die länglich runde, bräunlich grüne Beere oder Frucht des Ölbaumes (Olive ); nicht gut bei Mahler die Ölfrucht und Ö…

affenbeere

DWB

affen·beere

affenbeere , f. empetrum nigrum, eine eszbare beere, die berauschen, also zum thoren, affen machen soll, und auch DWB rauschbeere heiszt.

Ahlbêêre

Adelung

Die Ahlbêêre , S. Adelung Alantbeere .

Aigelbeere

Adelung

Die Aigelbeere , S. Adelung Heidelbeere . 1.

alantbeere

DWB

alant·beere

alantbeere , f. schwarze Johannisbeere, im geschmack dem alant ähnlich.

Alpenjohannsbeere

Campe

Die Alpenjohannsbeere , d. Mz. ungew. ein niedriger, auf den Alpen wachsender Strauch, dessen Laub dem Stachelbeerlaube gleicht (Bibes alpin…

Alsbeere

RhWB

als·beere

Als-beere RhWBN PfWB ǫltsbEr, Pl. -bEzən n. Ruhr, Dinsl ; -bEs, Pl. -bEzən Klev , Rees ; ǫlĭbEs Emmerich f.: schwarze Johannisbeere, ndl. Aa…

ammelbeere

DWB

ammel·beere

ammelbeere , f. amarilla, amarellenkirsche: ammelböre. Gersdorf feldbuch der wundarz. 101 . Nemnich besser amelbeere.

Amselbeere

Campe

amsel·beere

† Die Amselbeere , Mz. die — n, ein landschaftlicher Name der Kreuzbeere.

Ananaserdbeere

Campe

ananas·erdbeere

Die Ananaserdbeere , Mz. die — n, eine sehr große Art von Erdbeeren, von vortrefflichem Geschmacke und Geruche.

Arbêêre

Adelung

arbe·ere

Die Arbêêre , plur. die -n, S. Adelung Arlesbeere .

Arolsbeere

Adelung

Die Arolsbeere , S. Adelung Arlesbeere .

Atlaß-Bếếre

Adelung

atlass·beere

Die Atlaß-Bếếre , plur. die -n, die Frucht des Sperberbaumes oder Elsebeerbaumes, welche an einigen Orten diesen Nahmen führet, der vermuthl…