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beere

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DWB2
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Eintrag · Grimm Neubearbeitung (1965–)

BEERE f.

Bd. 4, Sp. 468
DWB2BEERE f.,  DWB2älter auch n. (1) herkunft. ahd. beri n., mhd. ber f., as. beri n.?, mnd. bēre f., mnl. (mdal.) bere f., ae. beri(g)e f., me. berie, engl. berry, an. ber n. gehen auf germ. *bazja- zurück, während die formen ohne gramm. wechsel mnl. bes, besie, nl. bes, bezie, got. -basi n. (in weinabasi ‘weinbeere’) auf germ. *basja- beruhen. die weitere herkunft ist unklar.als unsicher gilt eine verknüpfung mit ae. basu, baso ‘purpurn, scharlachrot’ (vgl. Heidermanns et. wb. primäradj. 118), dem eine s-erweiterung von idg. *bheh2- ‘glänzen, leuchten, scheinen’ (vgl. Rix lex. idg. verben 268) zugrunde liegt; die beere wäre demnach die ‘leuchtend rote’ (vgl. et. wb. dt. 5110 dtv). basu, baso ist aber nicht gesichert, und die häufig genannte außergerm form mir. basc ‘rot’ beruht wohl auf einer fehldeutung (vgl. Lloyd/S. et. wb. ahd. 1,561).auch ist versucht worden, ahd. beri an norw. (mdal.) bas(e) ‘kleiner strauch’ anzuknüpfen, so daß sich für die beere die bed. ‘was an sträuchern wächst’ ergäbe (zuerst Bugge in PBB 21[1896]421); dafür fehlt aber jede weitergehende etymologische verbindung. – Kluge/S et. wb. 24100b hält auch germ. *b- aus idg. *gwh- für möglich und führt germ. *bas- auf idg. *(o)gwhos- zurück, woraus sich ein vergleich mit lit. úoga ‘beere’, aksl. vin-jaga ‘weinrebe’, agoda ‘beere’, lat. ūva ‘traube’ sowie mit ai. ghásati ‘ißt, verzehrt’, ghāsá- ‘futter’, lat. fēnum ‘heu’, gr. ὄψον ‘zukost’, ψωμός ‘brocken, bissen’ ergibt. dabei wäre auszugehen von idg. *ogwhessen, bissen’, was aber völlig unsicher bleibt; das idg. wort für beere wäre dann als ‘zukost’ oder ‘eßbaresaufzufassen, die parallele verbale s-erweiterung stünde füressen, verzehren’ . (2) genus u. flexion. mhd. ber läßt nur in bed. 2 einen sicheren rückschluß auf neutrales genus zu, das in älteren wbb. u. glossaren stets neben dem femininum angeführt wird (vgl. jetzt auch MWB 1,580 f.). in einigen wbb. bes. der wobd. mdaa. wird auch mask. genus angeführt. –der mhd. singular bringt im md. eine starke pluralform bere hervor (vgl. 14.jh. schone bere ane steyne Gottfried v. Franken pelzb. 130 E.), die zunehmend als singular empfunden wird (vgl. schon ⟨M14.jh.⟩ als ab man vunde eyne bere an eynir wyntrubelen Cranc 76 Z.). als ersatz wird der neue schwache plur. beeren gebildet (vgl. 14.jh. dat irste gericht sall wesen ryntfleiss mit deme knofelouche .., dat seisste kese ind beren weist. 2,779 G.); der alte plur. findet sich aber gelegentlich auch noch später, []vgl.: ⟨1798⟩ ein mädchen. .. sie suchte beere Vulpius Rinaldini (1799)1,29. DWB2 DWB21 DWB2kleine, rundliche frucht mit zumeist saftigem fleisch, überwiegend an sträuchern wachsend; häufigweinbeere’. phraseol. in die beeren gehen ‘beeren sammeln’ ⟨u1120/30⟩ der get in die wingarten / unde stiget uf ein rebe, / dar an ist vil der bere reimphysiologus 128,3 M. ⟨u1280⟩ sust klubet man si uf als die ber. / so sint si von der selben not / gel, bleich und rot Konrad v. Haslau 424 ATB. M14.jh. petersielien bern vnd clein cumpost oder ruͤben b. v. guͦter spise 30 TSM. 1481 melberbom .., die zuͦ ziten ber tragen bauernkrieg, aktenbd. 11 F. 1551 so brechen sie ein beer von den traubē, .. bleibt dann die staͤtt da das beer gestanden ist, .. so eilen sie dann zu herbsten Herr/R. feldbaw 92b. 1568 da soll / ich die beer samlen vnvergessen / zermalmen, vnd darnach außpressen Sachs stände c 2a faks. ⟨v1678⟩ sünden wachsen wie beeren an den weintrauben nahe bey einander Butschky rosen-thal (1679)595. 1691 in die beere gehen legere colligere baccas Stieler stammbaum 118. 1801 es wächst die erdbeer unter nesseln auf, / gesunde beeren reifen und gedeihn / am besten neben früchten schlecht’rer art A. W. Schlegel Shakespeare (1797)7,12. 1832 seidenvögel. .. fressen nur beeren und saftige früchte Wiegmann/R. zool. 107. ⟨1888⟩ arme familien, deren .. weiber und kinder .. im walde beeren sammelten Rosegger ges. w. 12(1925)183. 1965 bloß die frau ist nicht da. in die beeren gegangen Bobrowski Boehlendorff 88. 2008 botanisch gesehen ist die avocado eine beere und nicht etwa eine steinfrucht berl. ztg. (23./24.2.) R 8c. DWB2— älter als ausdruck der geringfügigkeit phraseolog. nicht gegen, um eine beere u. ä. zur bekräftigung einer negation: ⟨u1210⟩ Tristan do er daz hundelin / gewan in die gewalt sin / ern hæte wærliche / Rome und elliu riche / .. derwider niht gahtet ein ber Gottfried 716268 R. ⟨u1240/50⟩ sin erstes her daz waz ein ber / wider dem daz er nu hat Ulrich v. Türheim Rennewart 6336 DTM. u1300 swer da stûnt oder gîe, / dem moht wir noh enchunden / geschaden an den stunden / als chlain als umb ain per: / so chrank was unser aller wer Gundacker 2481 DTM. ⟨1473/8⟩ sein manhait hilfft nicht wertt in vmb ain per Füetrer Persibein 507,4 ATB. DWB22 beerenförmiges ende des vorderen fingergliedes, fingerkuppe (vgl. fingerbeer n. 1DWB); selten: 1323 soll ein fridbraechen wund die tieffi han als dess tumen nagel gät hinfür uns an das ber in: Fischer schwäb. wb. (1904)6,2,1618. 1561 das beere an den fingeren Maaler t. spr. 136a. 1736 bald die äussersten beeren, bald die hände und füsse abhauen in: schweiz. id. 4,1462. 1920 fahre ich mit der beere eines fingers die tischkante entlang, so klingen sowohl die inneren wie die äußeren richtungszeichen mit an Uexküll theoret. biol. 16.Scheider
5368 Zeichen · 185 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Beere

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Die Beere , plur. die -n, ein volles fleischiges oder saftiges Samengehäuse der Pflanzen, worin der Same ohne weiteres G…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Beere

    Goethe-Wörterbuch

    Beere 1 kleine fleischige, saftige, meist eßbare Strauch- od Baumfrucht ohne Kerngehäuse a allg α konkr einen mehr als j…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Beere

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Beere (Bacca) , heißt die Art von Pflanzenfrucht, die in ihrer ganzen Substanz fleischig, meist saftigfleischig ist, dab…

  4. modern
    Dialekt
    Beere

    Bayerisches Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    Beere Band 2, Spalte 2,49–51

  5. Sprichwörter
    Beere

    Wander (Sprichwörter)

    Beere 1. Abgeschlagene Beeren geben wenig Oel. Gewaltmittel bringen keinen Segen. 2. De Bêren sünd sûer, säd' de Voss, a…

  6. Spezial
    Beere

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Bee|re f. (-,-n) bromora (-res) f. , bosora (-res) f. ▬ Beere n des Wacholders bromores de jenier f.pl. ; Beere n des Vo…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit beere

812 Bildungen · 54 Erstglied · 758 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von beere 2 Analysen

be- + ere

beere leitet sich vom Lemma ere ab mit Präfix be-.

Alternativen: be+-er+-e

beere‑ als Erstglied (30 von 54)

Beerenartig

Campe

beeren·artig

Beerenartig , adj. u. adv. nach Art einer Beere, wie eine Beere. I der Pflanzenlehre heißt eine Kapsel beerenartig ( baccata), wenn die Haut…

BEERENAUSLESE

DWB2

beeren·auslese

DWB2 BEERENAUSLESE f. DWB2 aus der auslese edelfauler trauben gewonnener wein; nur selten im plur.: DWB2 ⟨1955⟩ die „beerenauslese“ für die …

Beerenawt

MeckWBN

Wossidia Beerenawt n. koll. Birnen: Beerenawt würd' upklöwt Ha Hagenow@Kloddram Kloddr .

Beerenbackbeer

MeckWB

beeren·backbeer

Wossidia Beerenbackbeer f. Backobst von Birnen: Beerenbackbeeren im Gegensatz zu Appelbackbeeren (Sp. 414) Ma Malchin@Liepen Liep ; Ro Rosto…

Beerenbier

MeckWB

beeren·bier

Wossidia Beerenbier n. aus Birnen gebrautes Bier: Beerenbier wir ut 'n Schick sehr stark Wa Waren@Silz Silz .

Beerenblau

Meyers

beeren·blau

Beerenblau , der blaue Farbstoff vieler blauer Beeren (Heidelbeeren), wird durch Säuren rot, durch Alkalien grün.

Beerenerbsen

RhWB

Beeren-erbsen bEsErtə Klevld Pl.: Zuckererbsen.

Beerenfräter

MeckWB

Wossidia Beerenfräter 'Gherardus Berenvreter' PN. ( Ma @ 1298) UB. 4, 53.

Beerenfüllhorn

GWB

beeren·fuellhorn

Beerenfüllhorn in mythol Zshg, metaphor für Überfluß herangereifter Weintrauben Haben aber alle Götter, hat nur Helios vor allen, | Lüftend,…

Beerengrœt

MeckWB

Wossidia Beerengrœt n. das Kernhaus der Birne Ha Hagenow@Belsch Belsch .

Beerenjahr

RhWB

beeren·jahr

Beeren-jahr n.: RA.: Lechtmess hell on klor, geft en Besejohr Mörs .

Beerenklüt

MeckWB

beeren·kluet

Wossidia Beerenklüt Pl. Birnen und Klöße, ein Gericht Ro Rostock@Warnemünde Warn .

beerenkorb

DWB

beeren·korb

beerenkorb , m. aus weiden geflochten, durch welchen der most aus der kelter flieszt, und in dem die beeren hängen bleiben.

Beerenkrüd'

MeckWB

beeren·krued

Wossidia Beerenkrüd' f. fest eingekochtes Birnenmus zum Brotaufstrich Wa Waren@Rogeez Rog ; Wa Waren@Malchow Malch .

Beerenmann

PfWB

beeren·mann

Beeren-mann m. : Schreckgestalt in der Vorstellung beerensuchender Kinder, s. d. VR. bei Beere. Zs. Heidelbeermann . BadWB Bad. I 134 .

Beerenobst

Meyers

beeren·obst

Beerenobst (hierzu Tafel »Beerenobst« , mit Erklärungsblatt), das Obst, welches aus echten Beeren, wie Stachel-, Johannisbeere, Heidelbeere,…

beere als Zweitglied (30 von 758)

Fingerbeere

RDWB1

Fingerbeere f подушечка пальца (на руке)

Ɉohannsbeere

Campe

Die Ɉohannsbeere , Mz. die — n , die bekannte Beere oder Frucht des Johannsbeerstrauches, und dieser Strauch selbst. 1) Die gemeine Johannsb…

Ɉugelbeere

Campe

† Die Ɉugelbeere , Mz. die — n, s. Campe Heidelbeere .

Ölbeere

Campe

Die Ölbeere , Mz. — n , die länglich runde, bräunlich grüne Beere oder Frucht des Ölbaumes (Olive ); nicht gut bei Mahler die Ölfrucht und Ö…

affenbeere

DWB

affen·beere

affenbeere , f. empetrum nigrum, eine eszbare beere, die berauschen, also zum thoren, affen machen soll, und auch DWB rauschbeere heiszt.

Ahlbêêre

Adelung

Die Ahlbêêre , S. Adelung Alantbeere .

Aigelbeere

Adelung

Die Aigelbeere , S. Adelung Heidelbeere . 1.

alantbeere

DWB

alant·beere

alantbeere , f. schwarze Johannisbeere, im geschmack dem alant ähnlich.

Alpenjohannsbeere

Campe

Die Alpenjohannsbeere , d. Mz. ungew. ein niedriger, auf den Alpen wachsender Strauch, dessen Laub dem Stachelbeerlaube gleicht (Bibes alpin…

Alsbeere

RhWB

als·beere

Als-beere RhWBN PfWB ǫltsbEr, Pl. -bEzən n. Ruhr, Dinsl ; -bEs, Pl. -bEzən Klev , Rees ; ǫlĭbEs Emmerich f.: schwarze Johannisbeere, ndl. Aa…

ammelbeere

DWB

ammel·beere

ammelbeere , f. amarilla, amarellenkirsche: ammelböre. Gersdorf feldbuch der wundarz. 101 . Nemnich besser amelbeere.

Amselbeere

Campe

amsel·beere

† Die Amselbeere , Mz. die — n, ein landschaftlicher Name der Kreuzbeere.

Ananaserdbeere

Campe

ananas·erdbeere

Die Ananaserdbeere , Mz. die — n, eine sehr große Art von Erdbeeren, von vortrefflichem Geschmacke und Geruche.

Arbêêre

Adelung

arbe·ere

Die Arbêêre , plur. die -n, S. Adelung Arlesbeere .

Arolsbeere

Adelung

Die Arolsbeere , S. Adelung Arlesbeere .

Atlaß-Bếếre

Adelung

atlass·beere

Die Atlaß-Bếếre , plur. die -n, die Frucht des Sperberbaumes oder Elsebeerbaumes, welche an einigen Orten diesen Nahmen führet, der vermuthl…