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Himbeere

nhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
12 in 12 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Himbeere f.

Himbeere f.

Himbeere f. saftige und wohlschmeckende rote Beere sowie der diese Beeren tragende (wildwachsende oder angebaute) Strauch. Ahd. hintberi (10. Jh.), mhd. hintber, eigentlich ‘Beere der Hinde’ (s. Hinde), wird durch Angleichung des stimmhaften b an vorangehendes t (d. h. Wandel des b zu p) und Ausfall des t zu frühnhd. hinper, ferner durch Assimilation des n zu m vor labialem Verschlußlaut zu (mundartlich erhaltenem) Himper. Die gleiche Lautentwicklung findet sich bei empor, Wimper (s. d.). Im allgemeinen aber wird das zweite Kompositionsglied (s. Beere) wiederhergestellt. So erklären sich frühnhd. himpber, späteres Himbeere; doch vgl. landschaftlich Hindbeere und nd. Hinzelbeere (aus vorauszusetzendem Hindsbeere). Der ahd. und mhd. Form entsprechen asächs. hindberi, aengl. hindberge, engl. (mundartlich) hindberry, dän. hindbær. Das Benennungsmotiv ist nicht geklärt. Die Deutungen, daß die Hirschkuh (Hinde) diese Beere gern frißt oder daß sie sich (mit ihren Jungen) vor den Fliegen im Himbeerstrauch verbirgt, sind ebensowenig zwingend wie die Gegenüberstellung von Hirschbeere (als Synonym zu Brombeere) für den Strauch mit starken Stacheln nach dem geweihtragenden Hirsch und Himbeere mit wenigen bzw. an den jungen Trieben gar keinen Stacheln nach der geweihlosen Hinde (vgl. Marzell 3, 1470 ff.).
1313 Zeichen · 32 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Himbêêre

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Himbêêre , plur. die -n, die Frucht des davon genannten Himbeerenstrauches, welcher in den steinigen Gegenden Europe…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Himbeere

    Goethe-Wörterbuch

    Himbeere [ Treufreund: ] Hunger, heißen Hunger! .. Gibt’s keine Heidelbeeren, H-n [H. Var ], Mehlbeeren, Brombeeren .. ?…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Himbeere

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Himbeere ( Himbeerstrauch ), s. Rubus .

  4. modern
    Dialekt
    Himbeere

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    Himbeere Band 2, Spalte 2,68

  5. Spezial
    Himbeere

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Him|bee|re f. (-,-n) (Frucht) müia (müies) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit himbeere

19 Bildungen · 18 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

himbeere‑ als Erstglied (18 von 18)

Himbeereis

Campe

Das Himbeereis , des — es , d. Mz . ungew. Eis oder Gefrornes von Himbeeren; auch Himbeergefrornes .

himbeerenduft

DWB

himbeere·n·duft

himbeerenduft , m. : die täuschende reseda, welche mir himbeerenduft zu schwelgen giebt, und nicht himbeeren selbst. Kl. Schmidt poet. brief…

Himbeer(en)eis

PfWB

himbeere·n·eis

Himbeer(en)-eis n. : nach dem Schd., Embeeʳeis [ ZW-Bechhf ]. Südhess. III 483 . —

Himbeer(en)gähe

PfWB

himbeere·n·gaehe

Himbeer(en)-gähe f. : 'Blattwanze auf der Himbeerstaude', Hemberegäh [ KU-Frankb ]; vgl. Gähe . Südhess. III 483 . —

Himbeer(en)kräutchen

PfWB

himbeere·n·kraeutchen

Himbeer(en)-kräutchen n. : 'Reseda (Reseda odorata)', Embeerekreitche [ Wilde 208 (KU-Hundh ZW-Gr'bundb)], Himbeeʳkreitche [KU-Nd'eisenb], H…

Himbeer(en)schmiere

PfWB

himbeere·n·schmiere

Himbeer(en)-schmiere f. : 'Marmelade aus Himbeeren', Hembereschmeeʳ [ KU-Kaulb ]; vgl. Himbeerensaft 2. Rhein. III 634 Z. 11. —

Himbeer(en)stock

PfWB

himbeere·n·stock

Himbeer(en)-stock m. : = Himbeerenstrauch , Himbeeʳstock [ LU-Opp LA-Gommh ], Embierestock [ PS-Gersb ]. Südhess. III 483 . —

Himbeer(en)wasser

PfWB

himbeere·n·wasser

Himbeer(en)-wasser n. : 'mit Himbeerensaft gesüßtes Wasser', -wasseʳ [verbr.]. Südhess. III 483 ; Bad. II 693 and. Bed. —

himbeere als Zweitglied (1 von 1)