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aufstehen

nhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
13 in 12 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
Verweise rein
38
Verweise raus
36

Eintrag · Rheinisches Wb.

aufstehen

Bd. 8, Sp. 576
auf-stehen: 1. mit persönl. Subj. sich erheben vom Fallen, von einem Sitze, aus dem Bette Allg. RA.: Met Falle on Opst. lihre de Kenger (Kinder) gohn Rip, Zum Kinde, das gefallen ist: Stieh sihr op, dann leien eich mich dor Trier-Schleidw. Opgestohn, Plätz vergohn hat kein Anrecht mehr auf einen Sitz Klevld, Allg. Wer op steht, dem sin Ort vergeht; darauf der andere un wer drop geht, den me an de Ohren schleht Gummb. Der (Frühaufsteher) steht met de Höhner (mem Hahn) op Rip, Allg., — geht met de Hunndere nor Bett en steht met de Hahn op Klevld; der (Träge) steht net op, bes em et Bett onger'm Hengesch (Gesäss) brennt Rip, Allg. För Dau on Dag opst. Elbf. Den es van e Märge frug opgestohn er hört gut Mörs-Veen; hei es te fröhch opgestonge ist klug Kemp; Mettm. Des Morgens tidig (zeitig) opgestange, dat es: den Dag gutt angefangen Gummb-Berghsn. Wer fröh opsteht, hät ene langen Dag Schleid-Hellenth, Kemp-SHubert, — den weckt seng Led (Leid) Wermelsk. Wer lang schlif (schläft), de schl. sech wärm; wer fr. opsteiht, de friss sech ärm Köln-Stdt. Wer fr. ofsteht, muss fr. sorge; wer lang leit, wiərd ach (auch) sei Sach geweit Rhfrk. Wen spiet (spät) opstäht, dem sein Sach vergäht; wen net lang leit, haust noch es (einmal) su weit Trier-Schleid. Ber (wer) freh ofstäht, sei Brut verzehrt; ber lang schläft, den Gott ernährt Neuw-Rengsd. Ber dat räd (fertig) brenge well, der moss fr. ofstohn Koch, Allg. We de Sonn wellt siəhn opgoəhn, mott des Morges fr. opst. Erk, MGladb. Den is opgestohn nett äs de Ferke, ohne te beje (beten) Klev. De ös (heute) verkehrt opgestande ist nicht guter Laune, fühlt sich nicht wohl Aach; den es heit morgen nomol met dem lenke Fouss (Bän) ofgestanen Bernk, Allg. Langenschlöper, Fulenstopp (-fott), stiht em nünen Uhren op! Lennep, Mettm. Schlopkopp, Schl., steht öm negen Ühr erst op en halver tiehn kann de Schl. noch niet siehn! Emmerich, A.: Hannes, stand op, die Vügelchen sin alt (schon) am flöten. H.: Loss se fl., se han sös nüs zedohn. A.: Hannes, st. op, de Lück (Leute) gonnt all no Kerchen. H.: Loss se gonn, se han och vill Söng (Sünden) gedonn. A.: Hannes, st. op, de Zupp steht alt om Dösch. H.: Da well ech opst., reck mer ens de grusse Leffel! MülhRh. Wo mer sich bei niddersetz, do steiht mer bei op durch schlechte Gesellschaft wird man verdorben Köln. Wer sech met de Hong (Hunden) nerlegt (nieder-), de steht met Flüh op Monsch (s. Floh), Aach, Köln, Kemp-Süchteln. Met wem du gefalle bes, met dem stand och widder op! der Mann, der ein Mädchen schwängert, soll sie auch heiraten Rip. Se sen zesamme gefalle, konne se och zesamme o. Eusk-Dirmerzh. He es van den Duden (Toten) opgestanden von schwerer Krankheit genesen Rip. — En Standopmännchen Spielzeug aus Holundermark u. Schuhnagel drin Jül, SNfrk; Schouhmiəcher (Schuhmacher) stangkopf Wippf. — 2. mit sachl. Subj. a. aufgerichtet sein; ech han de Zupp opst. auf dem Herde; he hät ene kloke (klugen), gesonge (gesunden) Kopp opst., hät ene (stive) K. o. ist eigensinnig, — hät en schro (hässliches) Gesech o. Rip, Nfrk; opstoəhnde Hoter die senkrechten Hölzer im Gefach des Fachhauses Kemp, Dülken. RA.: Wo nicks fällt, kann och nicks opst. Köln-Stdt. — b. opstohns Adv. sogleich Rees, Mülh-Ruhr-Hünxe. — c. offen st.; de Dür (udgl., ein Raum) steht op Rip, Allg. bis zur nfrk. op/oəpen-L. RA.: Dem (Glückspilz) steht et Glick uf wie er dore Spatz de Arsch Rhfrk, — wie en Treipenhirchen (Darmhörnchen) Merz-Nunk. De fresst, dat em de Orsch opstaht be er dude Sau Koch-Lutzerath.
3543 Zeichen · 84 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Aufstehen

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Aufstehen , verb. irreg. neutr. (S. Adelung Stehen ,) welches das Hülfswort seyn erfordert. 1) Offen stehen. Die Thür st…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    aufstehen

    Goethe-Wörterbuch

    aufstehen in den 70er u 80er Jahren 1.u3. Sg Prät gelegentl ‘stund’, später nur ganz vereinzelt ( 43,214,25 Cell II 3 21…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Aufstehen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

    Aufstehen , in der Jägersprache das Auffliegen des Federwilds; von Weinen, die noch einmal in Gährung kommen.

  4. modern
    Dialekt
    aufstehenst.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    auf-stehen st. : 1. a. 'sich erheben', uf-, ofstehe (-šdēə, -šdējə), -stehn (-šdēn), -stihn (-šdīn) [verbr.]. 'aus dem B…

  5. Sprichwörter
    Aufstehen

    Wander (Sprichwörter)

    Aufstehen 1. Aufstehen früh hat Müh'. 2. Beim Aufstehen von der Tafel erkennt man das Fest. 3. De upsteit, de sîn Ste(de…

  6. Spezial
    aufstehen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    auf|ste|hen vb.intr. 1 (sich erheben) lové sö 2 (vom Bett) lové (leva) 3 (das Bett verlassen) gní fora de let 4 (vom Stu…

Verweisungsnetz

58 Knoten, 59 Kanten

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit aufstehen

1 Bildungen · 0 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von aufstehen 2 Komponenten

auf+stehen

aufstehen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

aufstehen als Zweitglied (1 von 1)

Frühaufstehen

Wander

fruehauf·stehen

Frühaufstehen 1. Das Frühaufstehen geht nicht langsam, es muss mit einem Hops geschehen. 2. Frühaufstehen altert nicht.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „aufstehen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/aufstehen/rhwb
MLA
Cotta, Marcel. „aufstehen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/aufstehen/rhwb. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „aufstehen". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/aufstehen/rhwb.
BibTeX
@misc{lautwandel_aufstehen_2026,
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