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Auflegen

nhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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14 in 13 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Auflegen v., trs., rec.

Bd. 1, Sp. 241b
Auflegen, v. I) trs. 1) Auf die Oberfläche eines Körpers legen. Dem Pferde den Sattel auflegen. Einem die Hände auflegen. Auch allein mit Verschweigung der Person oder des Ortes. Ein Pflaster auflegen, auf die Wunde. Beide Arme auflegen, auf den Tisch  Die Maschen auflegen, die erste Reihe Maschen auf die Nadel bringen. Ganz allein bedeutet auflegen, eine freiwillige Gabe auf den dazu bestimmten Teller legen. Х Es ist ein Auflegen, sagen die Handwerker, wenn freiwillige Beiträge bei ihnen gesammelt werden. Uneigentlich. (1) Einem eine Last auflegen, etwas Lästiges, Beschwerliches übertragen. (2) Dann, zu etwas verpflichten, nöthigen etwas zu übernehmen, zu thun, zu geben. »Sie wollen mir gewiß eine neue Verbindlichkeit auflegen.« Weiße. Einem eine Strafe, Buße, einen Eid auflegen. Ewiges Stillschweigen auflegen. Dem Volke Steuern, Abgaben auflegen. I dieser Bedeutung gebraucht man auch das ohne Noth verlängerte auferlegen. (3) Zu etwas geschickt machen, in welcher Bedeutung aber nur das Mittelwort aufgelegt gewöhnlich ist. S. d. (4) I der Schifffahrt, ein Schiff auflegen, es in den Hafen bringen und den Winter hindurch dort liegen lassen. (5) * * Ehemahls sagte man auflegen auch für beschuldigen, in welcher Bedeutung es Luther noch gebrauchte 5. Mos. 22, 13. 14. »Wenn jemand ein Weib nimmt, — und legt ihr was Schändliches auf.« (6) I noch uneigentlicherer Bedeutung sagt man auch im Forstwesen, der Baum hat viel Holz aufgelegt, wenn er viele Äste hat; und im gemeinen Leben, das Thier legt viel Fett auf, wird fett. — 2) Von neuen drucken. Ein Werk, ein Buch, eine Schrift auflegen. Vom ersten Drucke eines Buches sagt man nicht, es auflegen, sondern nur von den darauf folgenden, ob man gleich das Sachwort die Anflage von dem sämmtlichen Vorrathe des ersten Drucks auch gebraucht. II) ≠ rec. Sich wider einen auflegen, für sich wider einen auflehnen, in welcher Bedeutung es jedoch nicht gewöhnlich ist. — Das Auflegen. Die Auflegung.
1961 Zeichen · 36 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Auflègen

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Auflègen , verb. reg. welches in gedoppelter Gattung üblich ist. I. Als ein Activum, und zwar, 1. Eine Sache auf die and…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    auflegen

    Goethe-Wörterbuch

    auflegen auch subst 1 etw auf etw legen die Platten würden auf die vier Fuß erhöhte Mauer aufgelegt B36,53,4 August 2.[6…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Auflegen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Auflegen , ein Handelsschiff außer Dienst stellen; das Ruder a., es so stellen, daß das Schiff vom Wind abgedreht.

  4. modern
    Dialekt
    auflegenschw.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    auf-legen schw. : 1. trans. a. etwas a. Kohle ufle(che), um das Feuer zu unterhalten [verbr.]; e Bett u. 'Getreidebett z…

  5. Sprichwörter
    Auflegen

    Wander (Sprichwörter)

    Auflegen 1. Ein jeder lege jhm selbst auff, das sein Pflug kan erehren. – Henisch, 919, 28. 2. Wem auferlegt ist, nicht …

  6. Spezial
    auflegen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    auf|le|gen vb.tr. 1 (auf etw. legen) mëte sö 2 (Telefonhörer) mëte jö (le telefon) 3 (auferlegen: Steuern) mëte sö, cacé…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit auflegen

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Zerlegung von auflegen 2 Komponenten

auf+legen

auflegen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

auflegen als Zweitglied (1 von 1)

Steuerauflegen

DRW

steuer·auflegen

Steuerauflegen, n. wie Steueranlage (II) es ist zwͤ merken bey dem stewerauflegen duͤrch die puͤrger ... das dieselben auch alle ir auszgebe…