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aufbrechen

nhd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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19 in 16 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

aufbrechen

aufbrechen

brechen Vb. ‘in Stücke teilen, zerfallen’, ahd. brehhan ‘brechen, reißen, vernichten’ (8. Jh.), mhd. brechen, asächs. brekan, mnd. mnl. brēken, nl. breken, afries. breka, aengl. brecan, engl. to break, got. brikan (germ. *brekan) sind verwandt mit den im Ablautverhältnis stehenden Bildungen Brache, 1Bruch m. und Brocken (s. d.) sowie mit lat. frangere ‘(zer)brechen’ (mit nur präsentischem n; s. Fraktur), so daß sich ie. *bhreg̑- ‘brechen, krachen’ als Ausgangsform erschließen läßt. – Brecher m. ‘Sturzsee’ (19. Jh., nach engl. breaker). aufbrechen Vb. ‘sich auf den Weg machen, gewaltsam öffnen’, mhd. ūfbrechen; Aufbruch m., mhd. ūfbruch. ausbrechen Vb., ahd. ūʒbrehhan (Hs. 13. Jh.), mhd. ūʒbrechen. einbrechen Vb. ‘gewaltsam eindringen’, ahd. inbrehhan ‘eindringen, hineinstürzen’ (9. Jh.), mhd. īnbrechen; Einbruch m., mhd. īnbruch ‘das Eindringen, Eingriff, Schaden’; Einbrecher m. ‘wer gewaltsam eindringt und sich an fremdem Eigentum vergreift’ (16. Jh.). gebrechen Vb. ‘fehlen, mangeln’, mhd. gebrechen ‘brechen, fehlen, mangeln’; nur noch in es gebricht (mir) an etw., z. B. an Geld, Zeit, Mut (d. h. etw. bricht „geht“ mir ab, daher ‘es fehlt mir’). Vgl. ahd. gibrehhan ‘zerschmettern’, reflexiv ‘sich unterwerfen’ (11. Jh.). Dazu gehört der substantivierte Infinitiv Gebrechen n. ‘körperlicher Fehler, Krankheit’ (14. Jh.); vgl. dagegen mhd. gebreche m. ‘Mangel, Beschwerde, Krankheit’; gebrechlich Adj. ‘hinfällig’, mhd. gebrechlich. verbrechen Vb. ‘das Gesetz brechen, sich schwer vergehen’, ahd. firbrehhan (9. Jh.), mhd. verbrechen ‘zerschlagen, zerstören’, ursprünglich verstärktes brechen (wie zerbrechen), doch schon in mhd. Rechtssprache ‘eine Verbindlichkeit, ein Gebot übertreten, verletzen’. Der substantivierte Infinitiv Verbrechen n. ‘Straftat, schweres Vergehen’ in diesem juristischen Sinne erst im 17. Jh. Verbrecher m. ‘Gesetzesbrecher’ (17. Jh.); dagegen bezeichnet mhd. frühnhd. verbrecher jeden, der sich eines kleinen Vergehens schuldig macht. verbrecherisch Adj. (18. Jh.).
2011 Zeichen · 92 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Āufbrêchen

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Āufbrêchen , verb. irreg. (S. Adelung Brechen ,) welches in doppelter Gattung üblich ist. I. Als ein Activum, durch Brec…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    aufbrechen

    Goethe-Wörterbuch

    aufbrechen auch subst 1 (sich) öffnen a trans; auch gewaltsam, gelegentl iS einer Befreiung Ich konnte mich nicht überwi…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Aufbrechen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Aufbrechen , in der Jägersprache das Herausnehmen der Eingeweide (Gescheide) aus dem erlegten Stück Wild; die herausgeno…

  4. modern
    Dialekt
    aufbrechen

    Bayerisches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    aufbrechen Band 3, Spalte 3,174f.

  5. Sprichwörter
    Aufbrechen

    Wander (Sprichwörter)

    Aufbrechen 1. Was aufbricht, darf man nicht aufschneiden. 2. Er bricht auf vor dem Ite missa est. Lat. : Ante mysteria d…

  6. Spezial
    aufbrechen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +2 Parallelbelege

    auf|bre|chen I vb.tr. 1 (gewaltsam öffnen) daurí sö cun la forza, sbroché sö 2 (aufreißen) rumpí sö, scarzé sö, sforzé s…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit aufbrechen

0 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von aufbrechen 2 Komponenten

auf+brechen

aufbrechen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

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APA
Cotta, M. (2026). „aufbrechen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 11. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/aufbrechen/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „aufbrechen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/aufbrechen/pfeifer_etym. Abgerufen 11. May 2026.
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Cotta, Marcel. „aufbrechen". lautwandel.de. Zugegriffen 11. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/aufbrechen/pfeifer_etym.
BibTeX
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