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Āufbrêchen

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Adelung
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Āufbrêchen

Bd. 1, Sp. 479
Āufbrêchen, verb. irreg. (S. Brechen,) welches in doppelter Gattung üblich ist. I. Als ein Activum, durch Brechen öffnen. Einen Brief, eine Thür aufbrechen. Bey den Jägern heißt aufbrechen von dem hohen Wildbrete und dem zur hohen Jagd gehörigen Federwildbrete so viel, als dasselbe öffnen und ausweiden. In den Hammerwerken bedeutet es, die Brechstange in das geschmolzene Eisen stoßen, und sehen, ob es anläuft, und zum Verschmieden tüchtig ist. So auch die Aufbrechung. II. Als ein Neutrum, welches mit dem Hülfsworte seyn verbunden wird. 1) Aufgebrochen werden, doch am häufigsten nur in figürlicher Bedeutung für, sich öffnen. Das ist der Tag, da aufbrachen alle Brunnen der großen Tiefen, 1. Mos. 7, 11. Welcher Gebrauch doch jetzt ungewöhnlich ist. Wohl aber sagt man noch, die Knospen, die Blumen brechen auf. Das Geschwür bricht auf, ist aufgebrochen. Die Hände, die Füße brechen ihm auf; aufgebrochene Füße haben. Die Wunde ist wieder aufgebrochen. 2) Den Ort seines Aufenthaltes verändern, doch nur von Kriegesheeren und fürstlichen Personen, welche mit einem zahlreichen Gefolge reisen. Mit dem Lager aufbrechen. Das Kriegesheer ist bereits aufgebrochen. Das Regiment wird bald aufbrechen, sich bald auf den Weg machen. Von einem Orte aufbrechen. Das Abbrechen der Gezelte hat ohne Zweifel zu diesem Gebrauche des Verbi Anlaß gegeben. Anm. Von brechen, scheinen, glänzen, war ehedem auch aufbrechen für anbrechen üblich. Ich sich den morgensterne ufbrechen, Der Burggraf von Liunz. Wer ist die do hergeet als der Morgenrot, der des morgens ausprechent ist, im Buche der Natur, Augsb. 1483, aus dem Hohenliede.
1631 Zeichen · 32 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Āufbrêchen

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Āufbrêchen , verb. irreg. (S. Adelung Brechen ,) welches in doppelter Gattung üblich ist. I. Als ein Activum, durch Brec…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    aufbrechen

    Goethe-Wörterbuch

    aufbrechen auch subst 1 (sich) öffnen a trans; auch gewaltsam, gelegentl iS einer Befreiung Ich konnte mich nicht überwi…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Aufbrechen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Aufbrechen , in der Jägersprache das Herausnehmen der Eingeweide (Gescheide) aus dem erlegten Stück Wild; die herausgeno…

  4. modern
    Dialekt
    aufbrechen

    Bayerisches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    aufbrechen Band 3, Spalte 3,174f.

  5. Sprichwörter
    Aufbrechen

    Wander (Sprichwörter)

    Aufbrechen 1. Was aufbricht, darf man nicht aufschneiden. 2. Er bricht auf vor dem Ite missa est. Lat. : Ante mysteria d…

  6. Spezial
    aufbrechen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +2 Parallelbelege

    auf|bre|chen I vb.tr. 1 (gewaltsam öffnen) daurí sö cun la forza, sbroché sö 2 (aufreißen) rumpí sö, scarzé sö, sforzé s…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit aufbrechen

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Zerlegung von aufbrechen 2 Komponenten

auf+brechen

aufbrechen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Keine Komposita gefunden — aufbrechen kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

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APA
Cotta, M. (2026). „aufbrechen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/aufbrechen/adelung
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Cotta, Marcel. „aufbrechen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/aufbrechen/adelung. Abgerufen 10. May 2026.
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Cotta, Marcel. „aufbrechen". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/aufbrechen/adelung.
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