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aufbrechen

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

aufbrechen

Bd. 1, Sp. 627
aufbrechen , effringere, nnl. opbreken, erbrechen. 11) transitiv, ein haus aufbrechen; die thür, das thor aufbrechen. 1 Mos. 19, 9. Garg. 259b; der keller war aufgebrochen; sie brachen kisten und kasten auf; fand ich das lädlein aufgebrochen. Schweinichen 1, 388; schlosz, siegel, brief aufbrechen; das pflaster aufbrechen; die brache mit dem pflug aufbrechen. weidmännisch, das wildbret aufbrechen, öfnen und ausweiden (s.aufschärfen). das bier, das geschmolzne erz aufbrechen, mit der stange umrühren. das lager, die zelte aufbrechen, gleichviel mit abbrechen. 22) intransitiv, mit weglassung des acc. von der transitivbedeutung. statt das lager aufbrechen hiesz es blosz aufbrechen, abreisen: darnach brach Abram auf von dannen an einen berg. 1 Mos. 12, 8; wenn das heer aufbricht. 4 Mos. 4, 5. 15. 10, 2; wenn ir aber drometet, so sollen die lager aufbrechen. 10, 5. 6; da brach der hinderhalt auf eilend aus seinem ort. Jos. 8, 19; Sanherib brach auf, zog weg. Es. 37, 37; wenn er aufbrechen wird von der hochzeit. Luc. 12, 36; haben (heute, sind) noch in Babylone nit aufgebrochen und hoffen thörlich, wir seien schon daheim. Frank laster b iiii; der herzog von München sampt andern fürsten aufbrechen wolten. Wickram rollw. 66; was die ursache war seines aufbrechens. 90b; zuvor und ehe aus einem alten läger aufgebrochen wird. Kirchhof mil. disc. 99; ja dasz ich geschweig des verreisens, verruckens und aufbrechens etwan ganzer länder und völker. Garg. 27a; auf morgen, nachdem sie gesuppet hetten, brachen sie auf. 146b; als wir uns wieder zu unserer reise geschicket und willens waren den morgen frühe aufzubrechen. pers. rosenth. 5, 16; da den academisten die weiszen stäbe schon waren gereicht worden, ... so brachen sie auf. Klopst. 12, 395; grabgefährten, brecht zum richtplatz auf. Schiller 5a; aufzubrechen, den sessel zurückzustoszen. 146b; brich auf! es wird mitternacht. 147b. 33) intransitives aufbrechen, rumpi, scatere, dissolvi der quellen, blumen, geschwüre: das ist der tag, da aufbrachen alle brünne der groszen tiefen und theten sich auf die fenster des himmels. 1 Mos. 7, 11; dasz in alle ewigkeit die in ihm aufgebrochene quelle der göttlichen liebe nicht versiegen werde. Fichte anw. zum sel. leb. 304. die knospe, blume bricht auf, geht auf, birstet, steigt in die höhe; mein herz brach auf gegen dir als eine rose, die zu blühen beginnet. pers. rosenth. 5, 16. die wunde bricht wieder auf; der fusz ist ihm aufgebrochen; dasz im die zung aufbrach dem stummen. sch. und ernst cap. 47; die gräber brachen auf. Fleming 12; das verborgen gehaltne bricht auf; da brach es auf! da lag es kund und offen, aus welchem beutel ich gewirtschaftt hatte. Schiller 343. wie der sturm aufbrach (begann oder aufhörte?) erwachte er aus seiner betäubung. Tieck 4, 187. in den seltenen flecken oder städten, denn dörfer sind fast überall aufgebrochen (erblüht, entsprungen). Niebuhr lebensnachr. 1, 256. 44) was bedeutet aufbrechen in folgender stelle Luthers? da er von Maria redet: thut doch eben wie vorhin, da sie der keins hatte, fragt auch nicht mehr nach ehren denn vorhin, brüst sich nicht, bricht nicht auf, rüft nicht aus, wie sie gottes mutter worden sei. 1, 489a. dem zusammenhang nach gleichviel mit sich brüsten, sich erheben, also wol auch sich aufbrechen? und das ist freilich der titel aller keiserthum auf erden, die sich mit krieg aufbrechen (se efferunt?) 3, 234b; so ein arzt will nüchtern sein, so soll er nit beladen sein mit andern händeln, das ist, mit sprachen sich aufbrechen (se efferre), mit groszen frembden argumenten infallen. Paracelsus chir. schr. 531b.
3653 Zeichen · 78 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Āufbrêchen

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Āufbrêchen , verb. irreg. (S. Adelung Brechen ,) welches in doppelter Gattung üblich ist. I. Als ein Activum, durch Brec…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    aufbrechen

    Goethe-Wörterbuch

    aufbrechen auch subst 1 (sich) öffnen a trans; auch gewaltsam, gelegentl iS einer Befreiung Ich konnte mich nicht überwi…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Aufbrechen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Aufbrechen , in der Jägersprache das Herausnehmen der Eingeweide (Gescheide) aus dem erlegten Stück Wild; die herausgeno…

  4. modern
    Dialekt
    aufbrechen

    Bayerisches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    aufbrechen Band 3, Spalte 3,174f.

  5. Sprichwörter
    Aufbrechen

    Wander (Sprichwörter)

    Aufbrechen 1. Was aufbricht, darf man nicht aufschneiden. 2. Er bricht auf vor dem Ite missa est. Lat. : Ante mysteria d…

  6. Spezial
    aufbrechen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +2 Parallelbelege

    auf|bre|chen I vb.tr. 1 (gewaltsam öffnen) daurí sö cun la forza, sbroché sö 2 (aufreißen) rumpí sö, scarzé sö, sforzé s…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit aufbrechen

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Zerlegung von aufbrechen 2 Komponenten

auf+brechen

aufbrechen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

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APA
Cotta, M. (2026). „aufbrechen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/aufbrechen/dwb
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Cotta, Marcel. „aufbrechen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/aufbrechen/dwb. Abgerufen 10. May 2026.
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Cotta, Marcel. „aufbrechen". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/aufbrechen/dwb.
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