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zeug

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

zeug n., m.

Bd. 31, Sp. 825
zeug, n., m. , sammelwort für sächliche concreta. form: aus älterem gezeug, gezeuge unter rhythmischen bedingungen im satz und in der composition verkürzt; s. darüber unter gezeug (th. 4, 1, 4, 6990 ff.). ausgangsstelle dieses vorganges ist die bair.-österr. landschaft; hier begegnet schon im 10. jahrh. die glosse: armamenta ... ziuhc (Salzburg) ahd. gl. 1, 752; danach: vasa ziuch (12. jahrh., Benedictbeuren) 1, 643; Joseph deme chunige sagete, welihen ziuch sin vater habete Wien. genes. 5113; ist der wercman guotes ziuges frî, sô mac er gewürken niht Teichner 16 Karaj. im 15. jahrh. breitet sich die neue form nach norden und westen aus; dabei leistet ge- bei abstracteren verwendungen sowie in der bergmannssprache dem abfall noch lange widerstand; vgl. hierzu die nachweise th. 4, 1, 4, 6990 ff.; ebda 6994 sind die literarischen ausläufer für gezeug, die bis zur gegenwart, z. th. in alterthümelnder schreibweise, reichen, aufgeführt. md. mdaa. bewahren ge- gleichfalls; s. ebda 6993. einem masc. und wohl auch neutral. ga-, giziuc, das nach der a-declination flectiert, steht im ahd. eine collective ja-form mit neutral. geschlecht zur seite; s. die belege th. 4, 1, 4, 6987. für den ansatz einer neutralen a-form sprechen doch wohl glossen wie instrumenta, expensas giziuch ahd. gl. 2, 123, 59; 729, 52, in denen giziuch plur. sein dürfte. beide geschlechter des a-stammes sind als einfache verbalsubstantive von der präsensstufe des verbums ziehen (s. u.) aufzufassen und haben parallelen an got. gafahs fang, ahd. giheiz, m., versprechen, mhd. geniez, m., sowie an got. galiug lüge, ahd. gifëht, n., gefecht. in der flexion zeigen die ältesten belege den plural verhältnismäszig oft, vgl. nom.-acc. kiziuki diniu, giziuga, dat. giziugin, giziugon (th. 4, 1, 4, 6987), gen. giziugo (6988), später schränkt er sich auf sonderbedeutungen (ebda 6996) ein und hält sich bei der kurzform z. nur noch in deren verwendung für tuch- oder stoffart, weil hier ein collectives z. (s. u.) den plural bei den einzelnen stoffarten und -stücken. geradezu fordert. andere fälle bleiben vereinzelt: jäger, hunde und z-e (jagdnetze) machen jagen v. Heppe lehrpr. 18; das stechen in hohen z-en (s. I 2 e); sechs sticher (stecher, d. i. wettkämpfer im turnier) mit iren zeügen privatbr. d. ma.s 1, 170 Steinh.; pumpanlage in bergwerken (s. I 1 b); (der herzog) rait ... (vor dem angriff) zu allen z-en (heeresabtheilungen) und haufen, trost und manet sie alle Wilwolt v. Schaumburg 24; darüber hinaus wird der plural an zss. wie werkzeug üblich. eine abweichende plur.-endung -er weist H. Paul gr. 2, 26 bei einigen schriftstellern des 18. jahrh. s nach. seit der 2. hälfte des 18. jahrh. s macht sich der gen. z-s selbständig und tritt im niederen stil der jüngsten bedeutungsentwicklung von z. als verächtlicher ausdruck für etwas geringwerthiges zur seite. die doppelheit des geschlechtes macht in spätmhd. und frühnhd. zeit bis auf einen geringen rest dem einzigen masc. platz. dieser vorgang setzt schon bei der vollen form ein im anschlusz an die allgemeine tendenz der verbalsubstantive, wie sie sich etwa in einer reihe got. fraweit, n.: mhd. verwîz, m., nhd. der verweis (s. Wilmanns 22, 206) kund thut; nachlebende gezeug-belege weisen das neutrum auf (s. th. 4, 1, 4, 6995). einen rückhalt findet das neutrum bei der kurzform z. nur einestheils an dem collectiven begriff eines gesamtbesitzes von kleidstoffen, offensichtlich als fortsetzung des collectiven gezeuge, der ahd. ja-bildung, und anderntheils für die bedeutung werkzeug unter einwirkung des sinnverwandten geräth und wohl auch des lat. instrumentum. während sich die erste regelung bis zum absterben des masc. geschlechts im 19. jahrh. wirksam erhält, indem einander gegenüberstehen das weisze z. das leinenzeug insgesamt (das weisze z. steifen lassen Gabr. Voigtländer od. u. lied. [1642] 30; weis z. oder leingez. Kramer teutsch-it. 2, 1447a; leinen oder weiszes z. Adelung 2 4, 1697) und ein geblmter z. Kramer, ein wollener z. Adelung 2 4, 1696, tritt die zweite bald zurück; nur bei Luther, der im übrigen z. in seinen anderen anwendungen masc. gebraucht, finden sich einige fälle: 2.n. 23, 4 (cit. th. 4, 1, 4, 6995); auch lasz ich als ein armes zeug e. k. f. gn. aus meinem armen gebet nicht br. 5, 234 de W.; über diese regelung hinaus macht sich im md. und norddeutschen gebiet eine neigung für das neutrum geltend, wie denn das mnd. keinen sicheren fall des masc. geschlechts kennt, vgl.: das abgenutzte ... z. (zum einwickeln) Grimmelshausen 3, 494 Keller; equitatus das reisige z. nomencl. lat.-germ. (Hamb. 1634) 552; art kleiderstoff: Gabr. Voigtländer od. 77; buntes zeuch zum wammes Just. Möser 1, 301. Schottel haubtspr. 1447 scheidet z., m., equitatus reiszig z. von z., n., materia, stoff, tout ce dont l'homme se sert; den für die schriftsprache gültigen stand beschreibt Adelung 2 4, 1695 ff.: das masc. gilt nur noch in fachsprachen, bes. des obd. gebiets, und hat so für den bau- und werkstoff (papiermasse, mörtel, teig u. a., kleidstoff) und einige werkzeuge (im bergbau und der jagd) noch in der schriftsprache raum, die bedeutungen stoff, materia und kriegshaufe, -zug sind veraltet; für den begriff werkzeug, aber eig. nur in zss. wie hebe-, reisz-, schreibz., gibt er das neutrum an. völlig durchgedrungen war zu Adelungs zeit mithin das neutrum nur, wenn z. meist in herabsetzender, geringschätziger weise sowohl als ein sammelwort für sachen, dinge, worte, wie auch für ein einzelnes ding gebraucht wurde. diese ausdrucksweise läszt sich seit dem ausgehenden 17. jahrh. belegen (s. III); nachzügler mit dem masc., bes. obd.: der menschen seele kan nicht allen z. verstehen Chr. Weise zeitvertreib (1699) 2, 10, der wohl noch den affectlosen begriff stoff im sinne hat; er nimmt wol nAerrischern z. vor Stranitzky ollapatr. 157 Wien. ndr. (: unverschAemtes z. 303); den ungereimtsten z. ... aufkaufen, durchlesen disc. d. mahl. 1, 2. z. für materie als masc. belebt sich durch verwendung im philosophischen schrifttum noch ausgangs des 18. jahrh.s; so findet es sich denn noch bei D. Fr. Strausz glaubenslehre (1840) 2, 733; anderseits taucht das neutr. schon bei den md. v. Besser schr. 2, 805 K. (m. 2, 746 K.) und bei Lindenborn Diog. 1, 22 auf. die redensart er hat das z. dazu gebraucht Matth. Claudius noch masc.: der mann, der in ernst nüzen will und den z. dazu hat Asmus 1/2, 94. kleiderstoff als art bleibt, nam. im obd., lange masc.: Schiller 4, 191 G.; Mörike w. 1, 264; Iffland theatr. w. 4, 233; Börne ges. schr. 5, 214; H. Laube ges. schr. 8, 143; Fr. Th. Vischer ästh. 2, 54; Göthe IV 42, 281 W., der sonst nur das neutr. gebraucht; n. ist z. in diesem sinne: futter ... das innere z. eines kleides Gottsched sprachk. 74; aber: zitz ein bunter baumwOellener z. 103; die knäuel ..., woraus der weberstuhl ... das z. macht Gerstenberg lit. br. 340 lit. dkm.; Triller poet. betr. 5, 349; und setzt sich im 19. jahrh. durch. auch in die österr. fachsprache hat z. als neutr. schon im 18. jahrh. eingang gefunden, vgl.: das z. litzen, die senkrecht hangenden, zu zwei gebündelten fäden hinter dem kamm des webstuhls, sonst geschirr genannt, Popowitsch versuch 341 gegen der z. fluszwate, ein groszes zugnetz 132; der fiaker hat a hübsches z. (wagen und pferde) Loritza 147a; Hügel 194b. die lautgestalt des stammvocals setzt im obd. und md. unumgelautetes iu wie in feuer, heute, neunzehn, knie voraus (s. E. Mertes im Teuth. 7, 275); daher steht tirol. (Imst) zuig gegen taitsch deutsch und erscheint hess. zaug, gezaug Schmidt westerw. 337; s. auch md. u in den älteren belegen von gez. th. 4, 1, 4, 6996; auch in Schwaben gilt der umlautlose diphthong, s. H. Fischer geogr. § 33. dagegen behandelt die Schweiz z. abweichend nach dem muster von leute, worin vielleicht die ja-flexion nachwirkt. den consonantischen auslaut bildet im obd. und dem südl. md. die tenuis -k: noch zick niederhess., thür., erzgebirg., norddeutsches -ch begegnet nicht selten auch in der literatur: Chr. Arnold off. thür (1663) 68; Just. Möser 1, 301; E. M. Arndt 6, 64 R.-M.; Ranke s. w. 27, 165; aber auch bei G. v. Berlichingen lebensbeschr. 20 B.; sogar im inlaut (nur für kleidstoff): mit ... theuren zeuchen Marperger kaufm.-mag. 438; Tieck schr. 17, 162; J. A. Naumann naturg. d. vög. 5, 503. entrundeter diphthong: zeige Chr. Reuter Schelmuffsky 123 ndr. vollst.; J. G. Schmidt rockenphilos. 1, 138. bedeutung. eine wgerm. bildung: ahd. giziug, as. gitiug (gitiuhc impensa, aufwand Wadstein 186b), ags. getéog geräth (in egeð-, sulhgetéog ackergeräth), mhd. geziuc, ziuc, mnd., nnd. tch, mnld. ghetuuch, nld. tuig; aus dem mnd. ist spätaltn. týgi werkzeug, ausrüstung, das sich imn. tøi, schwed. tyg und norw. ty zeug fortsetzt, entlehnt. sie geht auf *(ga-)teuΧ-á- vom verbum *teuΧan, ahd. ziohan ziehen wie geld von gelten zurück. möglicherweise haben neutrale und masculine form von anfang an nebeneinander bestanden; die collective ja-bildung dürfte jüngeren ursprungs sein. sie aber hat die erhaltung des diphthongs iu in den fränk. mdaa. bedingt, jedoch im obd. reste der a-flexion nicht tilgen können. die th. 4, 1, 4, 6988 ff. aufgeführten lat. entsprechungen des wortes giziug lassen sich in die gruppen rüst- und werkzeug, vorrath, rohstoff, kleiderstoff und baustoff gliedern, und daraus wird ebda der bedeutungskern 'ausrüstung, die zum zug gehört' abgeleitet; s. auch ebda 6982. indessen setzt man besser und einfacher die bedeutung 'das ziehen' im sinne von hervorziehen, -bringen an, woraus sich sowohl das hervorbringende, das geräth, wie das hervorgebrachte, der stoff, vorrath, ergibt. nahe steht die bedeutung von zeuge, m. (s. d.), und weiter läszt sich die sippe zauen (sp. 396), in der sich das deutsche gezau, gezähe (th. 4, 1, 4, 6876) und das altn. tól, n., ebenfalls mit der bedeutung werkzeug entwickelt haben, etymologisch nahe rücken (idg. wurzeln dou und dou-k). der im folgenden dargestellte bedeutungsumfang setzt lediglich die bereits bei gez., gezeuge vollzogene entwicklung fort. II. activ geräth, werkzeug, rüstung, ausrüstung. I@11) geräthschaften a) für die wirtschaft: von eim tollen hirten und seinem z-e (den stäben, hörnern und taschen, vorher gez-e) Luther 23, 641 W.; fuhrwagen, kAerch ... und ander z. und rüstung zum feldbau dienstlich Sebiz feldbau (1579) 31; soll auch, allweil es regnet, vilerlei z. ... von holtz schnitzeln 61; sie (die südwinde) verursachen, das ... hausraht und aller z. rostig wird v. Hohberg georg. cur. aucta 3, 6b; es musz scharfer z. sein beides das seglein und das messer (zum pfropfen der obstbäume) Coler hausb. 111; patibulum ein instrument, z. oder rüstung zum herbsten oder zum trotten (kelter) Frisius 957b; allerley z., darmit man etwas hebt retinaculum (seil) Maaler 519b; vgl.ackerz. Stieler 2626. b) für das handwerk und gewerbe: hantwerckleut mit irem z. (Nürnb.) chron. d. st. 2, 256; instrumentum Diefenbach 302a; n. gl. 218a; ein iglicher z., wenn er nicht gut ist, so schneit und hawet er auch nichts guts, und ist bald der rost im werck zu sehen Luther 37, 55 W.; übertr.: in der schrift heiszt ein iglicher leib ein z., wie auch act. 9 Christus von s. Paulus saget, er ist mein auszerwelter z. (ein ausserwelt rstz. apost. 9, 15), darumb das gott damit wircket wie ein handwercksman mit seinem z-e randglosse zu 1. Sam. 21, 5; und der knaben z. (vasa puerorum vulg.) war heilig 1. Sam. 21, 5; mein sohn, bring uns den zeug, durch den ich blitz errege und leichen auferweck und Hecaten bewege A. Gryphius trauersp. 93 P.; sprw.: guter z. braucht einen guten meister Wander 5, 567; er ... trachtet da, wie er ein grab machte, und forcht, er mOecht es nit allein machen, wann er het kein z. darzuo heyl. leb. summert. 6b a; ein hltzener oder eisiner keil, so durch ein lind holtz mit eim z. geschlagen wirdt Bech Agricolas bergwerkb. 48; für die einzelnen handwerke: du bist, o zart schneeweisze hand, der beste zeug, die lieb zu weben Weckherlin ged. 1, 479 F.; mäurer pflegens so zu thun, dasz sie nach des bogens schlieszen ihre böck und andren zeug ab- und wegzureumen wissen Logau 424 E.; s kloppert eim zeuche (des tischlers), s ward arbeit setza K. Rother schles. sprw. 327a; darzu leihet der mulherr ihnen die muhle und den z. haushalt. in vorwerk. 158; wenn ... der untermüller das z. hebt, so musz er ... auch das wasserrad ... hOeher machen E. M. Schilling mühlenrecht 35; z. ... gährungsmittel zu semmeln, welche weder sauerteig noch bierhefen sind, daher: auf den z. backen, sich solcher gährungsmittel bedienen Krünitz 241, 178; Adelung 2 4, 1696; z. hefe zum bieransatz H. Fischer 6, 1167; sauerteig Unger-Kh. 649a; in der buchdruckerei die lettern (schriftz.) Bucher kunstgew. 446a; die feder ist hier (beim drucken) zeug, die dinte rusz und öl, die presse schreiberin, der drucker ihre seel, als der sie rege macht P. Fleming d. ged. 1, 126 L.; das unbrauchbar gewordene schriftmaterial, das man wieder umgieszen kann (altz.): Klenz 111a; daher die redensart: ins z. werfen in eine kiste werfen zum späteren einschmelzen ebda; Adelung; die instrumente des arztes: setz ... den ... (der das bein gebrochen hat) uff das instrument oder zeüg und ... schrube den schenckel ganz strack ... und bind in denn uff den zeüg Gersdorf wundarz. (1517) 42; herr, hie ligt der zeug allersammen, zangen, schermesser und blutschwammen H. Sachs 5, 8 G.; in dem fischereigeräth scheidet H. Fischer 6, 1164 den groszen z. (kahn, netze) und den kleinen z. (reusen, angeln, handnetze) und bringt belege aus dem 15. bis 17. jahrh.; do Christus Petrum selber hiesz, dasz er sin züg in das wasser liesz und bracht ein fisch an das land N. Manuel v. papst u. s. priestersch. 1329 B.; es sol fürbas niemandts mit ainicherley z. noch angel mer auf der Thunau vischen, ausgenomen die fron- und gemainen vischer, die verdingte wasser ... haben landpot in Ober- u. Niederbayern (1516) 55a; diese magst du in eine reusen oder andern z. legen fischbüchl. 28; 137; bergmännisch (veraltet) zunächst das gesamte geräth der hauer: der hauer z. ... seindt die: nemlich kyel, plötz, feder, feustel, knebel, brechstange, keilhauw, stoszkarren, schaufel Bech Agricolas bergwerkb. 111, 72; Veith 588 zählt folgende zss. auf: arbeits-, bohr-, eisen-, förder-, häuer-, lade-, laden-, markscheider-, schiesz-, schin-, schlepp-, senk-, siel-, spreng-, treibez.; vorgelege, zwischengeschirr oder gangbares z. die zwischenmaschine, wodurch die bewegung der umtriebsmaschine abgeändert und auf die arbeitsmaschine übertragen wird Weisbach ingenieur- u. maschinenmechan. (1862) 3, 54; auch gehendes z. Veith 587; spec. eine maschine, welche das wasser aus der grube hebt, gewöhnlich die kunst genannt: Minerophilus bergwerkslex. (1730) 729; Müller-Fr. 2, 702a; auch kunstgezeug bergmänn. wb. (1778) 616; z. ... da man mit leuten, wasser und wind die verschroten wasser auf die stolln oder zu tag auszhebet Mathesius Sarepta (1571) 145b; sind zu viel sAetze (pumpensätze) angehangen, die der z. nicht bewAeltigen kan, so sagt man: die z-e verlieren den hub Herttwig bergb. 432b; wenn die teuffe so grosz worden, dasz die z-e nichts mehr thun kOennen, so heist es: die z-e sind bersuncken ebda; den z. stellen stehen lassen Voigtel wb. 3, 693b; älter: z-e, so wetter in die gruben bringen oder bOeses herauszziehen Agricola de re metall. index 31b; jünger maschine einer fabrik: nei ins z. kumme bei der fabrikarbeit von einer maschine erfaszt und verletzt werden Müller-Fr. 2, 702a; dim. z-el kleine maschinerie, fabrikanlage ebda; z. sind auch bei pochwerken die stampfen: Krünitz 241, 178; z. als werkzeug noch vielfach in mdaa. gebraucht: der z. Loritza id. vienn. 147a; zéj, m., Ch. Schmidt Straszb. 119b; zaug, gezaug Schmidt westerw. 337; tüg C. Schumann Lübeck 44; Dähnert 497a; u. a. volksläufige redewendungen mit übertragenem sinn haben sich an der hantierung mit dem werkzeug ausgeprägt: ins züg haue wacker arbeiten Seiler Basl. mda. 329a; sük fast upt tüg setten sich gut vorbereiten, auf alles gefaszt machen ten Doornkaat-Koolman 3, 443a; sich ins z. legen (werfen), ins z. gehen tüchtig an die arbeit gehen, sich anstrengen Müller-Fr. 2, 701b; Jecht mansfeld. 127a; so auch literarisch und hier auf mancherlei bethätigung angewendet: nun fuhren sie ... mit einem ... leidenschaftlichen monolog ins z. Göthe 24, 168 W.; der componist ... geht ... (bei der arbeit) ins z. O. Jahn Mozart 4, 92; allzu verwegen ins z. gehen Häuszer d. gesch. 42, 266; sich ins z. legen: Rückert w. 1, 317; mit feuereifer warf er sich ins z. Treitschke d. gesch. 1, 617; freier: so seufzt ich für mich, da jener ins zeug nun schwatzt Geibel w. (1888) 5, 162; s. auch H. Fischer 6, 1164; gegentheilig: aus dem z-e (gehen) flott arbeiten Müller-Fr. 2, 701a; auf, an, bei, in dem z-e sein ein werk, handwerk betreiben; vgl.: de meischt zeit ischt er dahoimda am z. gwä H. Fischer 6, 1163; er ischt nit im z. er geht nicht seinem geschäft nach ebda; du bist immer glei da beim z. gleich bereit Loritza 147a; hieraus entwickelt sich der sinn leistungsfähig, tüchtig, energisch sein: ar is widder bein z. arbeitsfähig Ruckert 199; beständig im z. und voll begeisterung Brentano ges. schr. 8, 261; ihm, der schärfer auf dem z-e war O. Ludwig ges. schr. 1, 200; bam zuig sein einer sache gewachsen sein Schöpf 832; er is noch e man bein z. hat noch manneskraft; auch etwas zem z. bringen zustande bringen Schmeller-Fr. 2, 1091; auf körperliche zustände bezogen: auf dem z-e seyn sich wohl befinden, gesund sein K. G. Anton Oberlaus. 15, 18; Jecht mansfeld. 127a; Müller-Fr. 2, 701b; mein ohr ist wieder auf dem z-e in ordnung, gesund Bruns volksw. d. prov. Sachs. 77a; Holtei erz. schr. 36, 263; nit recht bam zuig sein nicht recht bei troste, bei sinnen sein Schöpf 832; eine dritte redensart das z. dazu haben zu etwas befähigt, begabt sein stammt aus demselben sprecherkreis: der ... had z. zu dem gschäft Hügel 194b; dar hett he tüg noog to Dähnert 497a; u. a.; wer das z. hat zu einem dichter Treitschke hist. aufs. 1, 470; W. Scherer kl. schr. 2, 42; allgemein üblich; was das z. halten will s. I 2 b. c) bereits ahd. giziug zeigt die verschleiernde einsetzung des wortes z. für körperliche organe, insbes. die genitalien (th. 4, 1, 4, 6982), ein brauch, der sich später ausbreitet und in unsere tage hinein im volke hält; s. Schmeller-Fr.; Schöpf; H. Fischer 6, 1167; Schiller-L. 4, 624a; testis eins manns zeüg Frisius 1306b; also hauwent sy dem münich sein manlichen zeüg ab und werffen den irer schwester in ir anlütz Marqu. vom Stein spieg. d. tug. (1498) e 4b; denn er (der mönch) mit zeug so ist stafflert, wie eim sAeweber wol gebrt Sandrub kurzweil 135 ndr.; so spricht mein jockel, lasz es bleiben, der zeug ist nur vor junge flinck Männling blumengart. (1717) 581; der begriff des thätigen organs tritt bei den weiblichen brüsten und dem euter deutlich hervor: der milizuig euter, brüste Schmeller-Fr. 2, 1091; Mensing 5, 200; nachgeburt des viehes ebda; brem. wb. 5, 121; ten Doornkaat-Koolman 3, 443a; verhüllend für menstruation: Tobler appenz. 462b; Müller-Fr. 2, 701b. I@22) ausrüstungs- und ausstattungsstücke a) im hause: er hat köstlich z. in seinem hause Ludwig teutsch-engl. 2584; arma allerley zeüg und geschirr Frisius 119a; bettzeug Schiller-L. 4, 624a; da nun der haus-Christ den kinderlein solchen z. bescheret, der zur schulen gehOeret J. Prätorius saturn. 345; z., womit die kinder spielen Ludwig teutsch-engl. 2584; jouer au faux compagnon falschen z-es spielen Duez nomencl. (1652) 169; reichlicher in zss. wie kaffee-, thee-, zinn-, töpferz. -geschirr; s. Woeste-Nörr. 276a; Dähnert 497a. b) geschirr des reit- und zugthieres: wellicher dann hatt guot gerätt, hübsch ziug und schöne pferd, der duncket sich maniger pon wert liederb. d. Hätzlerin 152 H.; und sollen ire pferd an die zuwc henken (in der herberge festmachen) weisth. 6, 40; gesessen auf ein schwartz pferdt mit schwartzem z. und gereht geziert buch der liebe 118b; Göthe 33, 22 W.; ein z., mit edelstein besetzt, verbessert keinen gaul Wander 5, 567; meist mit sattel verbunden, von dem es sich also absondert: mit einem teldene perde, dat koste mit dem tuge und mit dem sadele ... (1402 Magdeb.) chron. d. st. 7, 311; so war sein sattel und z. auch kaum drey batzen werth Grimmelshausen Simplic. 182 ndr.; Lohenstein Armin. 2, 1164b; macht nur sattel und z. zurecht Göthe 13, 2, 316 W.; Ranke s. w. 2 16, 148; u. a. häufig; vgl. vorderz. am pferde antilena, hinderz. postilena Stieler 2626; selten vom zaum geschieden: der zaum, der sattel und der köstliche z. und zierd Äg. Albertinus Lucif. 37 L.; Gries Ariosts ras. Rol. 2, 150; vgl. noch: es will nicht zeug noch zügel haben Mörike ges. schr. 1, 131; zuggeräth, sielen: macht plancken mb den zaun, schnitzt flegel, stielt die hauen, ergAenzt der pferde zeug G. Treuer Dädal. 1, 31; (die büffel) kosten auch nicht allzu viel, mit z. und geschirr auszzuhalten Sebiz feldbau 488; s. H. Fischer 6, 1164; sieltöuch sielzeug der pferde Woeste-Nörr. 276a; en knecht mit twee per int tüg mit zwei vorgespannten pferden Mensing 5, 200; gespann: dat ganse tüg (pferde und wagengeschirr), as et da rullt un löppt Schütze 4, 287; ebenso der modern-österr. beleg sp. 827; dabei tritt die vorstellung der zugthiere deutlich in den vordergrund und auch der begriff des ziehens wird hinzugenommen, vgl. auch: es zeucht sich ungleich, wenn man ungleichen z. anspannt Petri d. Teutsch. weiszh. Dd 5r; ein alter mann, ein junges weib ein ungleicher z. S 6r; hierzu die geläufige wendung was das z. halten will d. h. mit allen kräften: aus Danzig gings heraus, was das z. halten wollte Hermes Sophiens reise 4, 119; rennen, wat det zeich hält Brendicke 195b; in der mda. sehr gewöhnlich, mit deutlicher abkunft aber auch aus dem sinnbezirk werkzeug (ob. 1 b) und mda. lich wie liter. auf allerlei vorgänge bezogen: sie schreiben, so viel das z. halten will Lessing 13, 103 M.; er asz, was das z. halten wolte Bahrdt gesch. s. leb. 2, 34; trAeumen, was nur das z. halten will Lichtenberg verm. schr. 9, 424; die jubeln, was s z. halt Nestroy ges. w. 1, 83; er sauft, was s z. halt Hügel 194b; schläge kriegen, was das z. hält Spiesz henneb. 289; auch schimpfen, lügen, kurzum von jeder übereifrig betriebenen thätigkeit. c) die ausrüstung des jägers mit waffen, tüchern, fanggeräthen und stellnetzen: so nim nu deinen z., kOecher und bogen und gehe aufs feld und fahe mir ein wildbret 1. Mos. 27, 3; wenn gefragt wird: ist aller z. beysamm? so wird alles und jedes, was an eisen, hefteln, stangen, schlegeln wie auch anderm, so zum jagdz. gehOeret, verstanden; brigens aber deutet dieses wort nur die tcher und netze an v. Heppe wohlred. jäg. 2 420a; ein hirsch, so von dem z. entrunnen Amadis 1, 40 K.; des edlen hirsches sein widergäng haben den jäger geblendt, und der zeug hat den edlen hirsch gewendt Grässe jägerbrevier 14; den z. bestellen spannen v. Göchhausen notab. venat. 246; dieses ist der hohe z., vgl.: kein windgeschwindes wild hat man hier mOegen fAellen, noch mit dem hohen zeug nach schwartzem wildpret stellen S. v. Birken forts. d. Pegnitzschäf. 75; (der luchs) wird mit dem kleinen z-e ... gefangen v. Göchhausen notab. venat. 49; der hirsch ... ist den hunden entlaufen, über den zeuch gefallen (d. i. ber die tcher gesprungen) geöffn. jägerhausz (1715) 12; der jAeger ... hAengt den lauf bisz zum z. oder dem schusz, da der hirsch gefangen oder gefallen v. Friedenberg v. d. in Schles. übl. rechten 2, forstrecht 21; Frisch 2, 473a; H. Fischer; der finstere z. die tücher und planen, der lichte z. die netze Adelung 2 4, 1696; der wolfsz. Müller-Fr. 2, 701b; vom vogelfang: und aller zeug peinander ist Oswald v. Wolkenstein 48, 29 Sch. d) z. alles tauwerk mit inbegriff des rundholzes wie auch der segel und blöcke Campe 5, 855b; Röding wb. d. mar. 2, 942; Kluge seemannsspr. 844; aus dem nld. tuig im 18. jahrh. entlehnt; ein schweres z. fordert ... eine zahlreichere bemannung Müller schiffbaukunst (1791) 176; tüg takelage Mensing 5, 200; vgl. tügasje takelwerk nebst segel ten Doornkaat-Koolman 3, 443a; auch: armamenta rüstz. oder allerley werckz., fürnemlich aber zum schiffen dienlich Frisius 120a; schiffz. Stieler 2626. e) im turnier hiesz das stechen zu rosz in hohen z-en stechen: stachen ... in hochen z-en (Augsb.) chron. d. st. 5, 74; (Nürnb.) 1, 406; der das pest in hohen z-en mit rennen gethon het zimm. chron. 1, 212; 50 B.; wir wöllen heut ausz rath der alten dem frauenzimmer zu ehrn halten im hohen zeug ein gsellenstechen H. Sachs 8, 100; 746 K.; das gesteche in hohen z-en v. Fleming teutsch. sold. 24; in dem alten hohen teutschen z. bei Schmeller-Fr. 2, 1091. f) rüstung eines kriegers, harnisch, waffen: Teurdank legt sich in sein zeug an und reit hinfürhin auf die ban Teuerdank 131 G.; den zeüg oder harnisch anlegen Frisius 224a; Maaler 524c; armiger ein troszbuob, der seinem herren den zeüg nachtregt Frisius 119b; harnisch und andern zugehörig z. Amadis 1, 72 K.; da ward auch mengerhand zügs gewunnen von harnisch, mortbiel, armbrust, spiesz und ... anders, das sie lieszent vallen H. Fründ chron. 32; seine (Cupidos) vOelcker ziehn mbher, welcher zeg ist ohn gefehr bogen, pfeil und liechte kertzen Königsb. dichterkreis 245 ndr.; welcher ... eins schutzes zwen boltz schusse, der wer umb das armbrust und den zg kommen Tschudi chron. helv. 2, 563; weitere alte belege bei H. Fischer 6, 1164; vielleicht noch hierher: mein z., das muszt (während der soldatenzeit) ock immer a so finkeln G. Hauptmann weber 34. g) das gesamte auf wagen mitgeführte kriegs-, insbes. belagerungs- oder vertheidigungsmaterial, train, artillerie mit munition (vgl.gezeug th. 4, 1, 4, 7004): wie man einen z. aufladen sol ..., ein ietlichen wagen nach seinen staten; darob sol ein zeugmeister sein (Nürnb.) chron. d. st. 2, 255; 47; von dem z. der wagenburg 252; (Augsb.) 4, 29; liesen sten allen z. und fluhen mit schanden (Nürnb.) 10, 161; 217; mit büchsen, pulver und allem züg Richental Constanz. concil 65 lit. ver.; der z., gepAeck, trosz eines heers Hulsius (1618) 2, 51a; erneuert: von Zürich her kam der z. zu wasser und zu land Jer. Gotthelf ges. schr. 15, 231; lieszen flotten mit gewaltigem z. und kriegsgeräth ins meer E. M. Arndt schr. f. u. an s. l. Deutschen 1, 231; einige zeugnisse gestatten die beziehung auf das geschütz, vgl. den jungen beleg: schlug die heiden weit und breit mit ihrem zeug von widdern und balisten J. N. Götz verm. ged. 3, 132; do het der pischof vil zewgs auf der purk und schos vast mit puchsen in di stat (Nürnb.) chron. d. st. 1, 33; (Augsb.) 4, 101; huob ich an ze schieszen mit meinem z. bei H. Fischer 6, 1164; das slosz wollen wir gewinnen mit geschosz, dasz ir am sechsten tag dorinnen seit, wenn man uns zeug und schirm geit H. Rosenblüt in d. histor. volkslied. 1, 334 Liliencron; mag man von irem z., den man erobert hat, ein soliche seulen ... aufrichten A. Dürer underweis. d. mess. H 4a; nachdem die mauern durch den schweren z. gefället worden Harsdörfer lust- u. lehrr. gesch. 1, 301; Bucholtz Herkulisk. (1665) 48; aus groszem und klainem z. schieszen bei Schmeller-Fr. 2, 1091; Adelung 2 4, 1696; s.zeughaus, -meister, -wagen. h) im engen anschlusz an den begriff des trains, des in bewegung befindlichen kriegsgeräthes, bildet sich die vorstellung des gerüsteten zuges heraus; nahe liegt die auch th. 4, 1, 4, 7006; 6983 geäuszerte annahme von einer einwirkung des nom. act. zug, wie denn ja dieses wort auch in starken wettbewerb mit z. in dem hier berührten bereich tritt (s. th. 16, 387); vgl. die nachbarschaft beider wörter: so auch in disem land kain geraisig zewg aufpracht mag werden, ist nicht not, sich lang vorhin zu ainem zug zu rusten urk. z. gesch. Maximilians I. 315 Ch.; kaum dasz noch zug und zeug in rechter ordnung stunden v. König ged. 204; und die vorstellung des sturms in folgendem beleg: haben sich dise drei ungewitter uber die stat in einem schnellen z-e zuosammengewickelt L. v. Rosenroth warh. n. zeitg (1536) A 4b; oder des festumzuges: pompa hochzeytliche rüstung, prachtlicher zeüg, umbzug der leüten und beleitung allerley schauspil Frisius 1017b; so denn für den kriegs-, heereszug, eine heerschar, ein heer, eine bedeutung, in welcher die collective kraft des alten gezeuge sich fortsetzt: do kom herzog Fridrich mit ainem starken ziug gar haimlich und fiel in das closter (Augsb.) chron. d. st. 4, 80; hiergegen raffeten die polnischen weywoden einen z. von 12000 mann in der eyl zusammen H. Rätel Curäi chron. Schles. 331; und der Philister (Goliath) sprach, ich habe heute dem z-e Israel hohn gesprochen 1. Sam. 17, 10; dem chönig wardt gesagt, wie der Ottman den z. nidergelegt (geschlagen) hett Schiltberger reiseb. 17 L.; Stumpf Schweizerchron. 16a; keiner einen zeugk bas fren kan, dann der des feindes vermOegen weis Friedr. Wilhelm sprw.-reg. c β nr. 88; acies ... gerster z. Calepinus XI ling. 23a; erneuert: dasz er ... irrsal und trug, den zeug des hochverräthers, hinunterschreck in alte nacht J. H. Vosz ged. 4, 5; als Xerxes mächtiger zeuch dahinfuhr über ganz Hellas E. M. Arndt 6, 64 R.-M.; gelegentlich als heeresabtheilung kenntlich: Wilwolt liesz hintretten, dem volgt ain z. uf den andern Wilwolt v. Schaumburg 43 K.; sodann reisiger z. schar berittener knechte, die reiterei, der heerestheil zu pferde: darnach zugen hie aus etlich fuszvolck und ein tail geraisigs z-s (Nürnb.) chron. d. st. 2, 151; Wickram 2, 409 B.; 1. Macc. 4, 7; 9, 11; Luther 19, 433 W.; schlachtordnungen der fuszknecht sampt dem reissigen z. Reutter v. Speir kriegsordn. 94; indem da sah er dort von weyten ein reysing zeugk gegen ihm reyten H. Sachs 9, 256; 8, 37; 2, 385 K.; equitatus der reysige z. Zehner nomencl. 125; vgl. auch: classis ein schiffzeüg auf dem meer Frisius 232b; der kriegerische zweck kann fehlen, dann bedeutet z. nur das gerüstete gefolge: armatum satellitium ein gerüster z. Er. Alberus 66b; (Christus) non habet alium rustigen z. quam asellum ... seyn reysig z. ist eyne esselin Luther 32, 204 W.; darnach huob sich herzog Stephan und fuor gen Rom mit clainem ziug (Augsb.) chron. d. st. 4, 92; und der z. und hofgesind kamen hernach V. Arnpeck s. chron. 641; H. Sachs 8, 420 K.; Schweinichen denkw. 19 Ö.; zum gesamtabschnitt vgl. ältere zeugnisse bei Schmeller-Fr. 2, 1091; H. Fischer 6, 1165; Weinhold schles. 109a; vielfach in wbb.: Frisius 4a; 64a; Maaler 518d; Stieler 2626; Götze gl. 2 235b; Frisch 2, 473a; Adelung 2 4, 1696; Tobler appenz. 462b; Stalder 2, 469; über die ablösung der form z. aus dem älteren gez. s. th. 4, 1, 4, 7006; an der verwendung von z. für eine schar menschen knüpft dann der jüngere brauch, den III 1 b darstellt, an. IIII. passiv vorrath, stoff (das beschaffte, hervorgebrachte). II@11) vorrath a) an speise: er gab den eehalten übel zuo essen, und man gab ime doch z-s (fleisch) genuog (um 1560 Augsb.) chron. d. st. 34, 488; es ist dir besser, der zeug bleib uber, als dasz dein bauch zerschnelle druber Guarinonius greuel 752; so viel zeügs (vorräthe) bei H. Fischer 6, 1167; züg, n., speise und dazu gehöriges fett Hunziker 313; im bes. früchte: türrs züg gedörrte früchte ebda; dröge tüg Schambach 236a; tüg früchte, graintüg unreifes obst Woeste-Nörr. 276a; wenn ... solch ein ausgehungertes gesicht von betteljungen so recht ins z. hineinbeiszt O. Ludwig ges. schr. 2, 415. b) auch pflanzen als bestand eines gartens: du kanst viel besser mich erfreuen als tausend tulpen in dem maien und aller gAerte schmuck und zeug A. Silesius seelenlust 139 ndr.; (die häuser) lagen mit streuchern und anderem z-e bewachsen Olfert Dapper Africa 635b; bereits unter einflusz der gruppe III 3: dat tügs will jao gar nich wassen Danneil 228b. c) nahe steht der begriff mitgift, heiratgut, so zuig Birlinger volkst. 95; die bewegliche habe, aussteuer der braut: H. Fischer 6, 1167; ferner besitzthum: Schmeller-Fr. 2, 1091; sowie hab und gut, vermögen im lebendigen gebrauch des volkes: wo z. genug ist, ist gut hausen H. Fischer 6, 1167, der u. a. noch folgende redensarten anführt: die armen leute hant die kinder und die reichen hant s z.; im z. sein reich sein; beim z. sein imstande sein; zum z. bringen instand setzen; s wenk (wenig) z. kleine hinterlassenschaft Müller-Fr. 2, 702a; auch bauerngut: s pfarrgut is s gräszte zeig im dorf ebda. d) bäuerliche sprache benennt auch das vieh als z.: züg, n., herde kühe, deren milch auf einer alp gemeinschaftlich verarbeitet wird Stalder 2, 469; Martiny wb. d. milchwirtsch. 140; tüg, n., vieh, bes. rindvieh; lose tüg schafe oder federvieh Mensing 5, 200; Schütze 4, 288; unsicher zeich, f., flug (rebhühner u. a.) lux. wb. 499a. II@22) stoff a) als materie, weltstoff; schon für gezeug durch Notker ausgebildet, s. th. 4, 1, 4, 6989; weil ein z. schwärer dan der ander Kepler op. 5, 590; dasz das blut das wesen oder der z. und gebrauch unserer leiber sey Guarinonius greuel 977; hierher läszt sich wol auch der folgende beleg, in dem z. anscheinend aber auch auf die verwendung als metallische guszmasse anspielt, ziehen: dieweyl ... hierausz abzenemmen, dasz disz thier (maulesel) kein eigne art, sondern ein vermischleter z. ist Herold-Forer Gesners thierb. 49; als übersetzung des franz. matière bei Tob. Hübner sieb. tageszeit (1661) 11; Lohenstein Armin. 2, 1244a; ich, ein mensch von schlechtem zeuge, kan mir selbst nicht widerstehn Günther ged. 206; den raum des öden orts erfüllt verschiedner zeug A. v. Haller ged. 126 H.; diese sind der zeug der sachen, draus natur, der geist des lichts, alle dinge weisz zu machen Brockes ird. vergnüg. 2, 213; den rohen z. der materie beleben Kant s. w. 3, 64; 60; aus dem rohen z-e der elemente welten ... bilden 8, 330, öft.; vereinzelt noch: welche im feuer des absoluten geistes ... gleichsam den z., woraus ihr ich besteht, gestählt und gehärtet haben D. Fr. Strausz glaubenslehre 2, 733; sprw.: er ist von dem rechten z-e gemacht Wander 5, 568; es ist alles ains z-s ebda; hier schlieszt sich der gebrauch für den literarischen stoff an: ich wolt, wann ich nicht so vil brigs zeügs hett (mich ausführlicher ausgelassen haben) Joh. Nas antipap. 3, 33a; sintemahl nichts mehr das gemüthe und den verstand ergetzet ... als ein schöner z. mit einer ungezwungenen und zierlichen schreibart ausgemachet Chr. v. Ryssel v. seelenfried. (1685) 278; wo nun der zeug nicht fehlt, den wir in verse binden, da wird der ausdruck sich schon von sich selber finden Gottsched crit. dichtkunst (1751) 47. b) als rohstoff im gewerbe, dem haushalt und für das schaffen des plastischen künstlers, malers oder schreibers: allerley z., daraus man etwas machet materia Maaler 519b; Frisch 2, 473a; zusammenfassender ausdruck für alles baumaterial: auch soll ... (der schaffer) der stat holtz, pretter, kalch, stein, eisen und andern iren z. getreulichen bewaren Tucher baumeisterb. 64 L.; bietend uns den züg! wolher mit dem kalg, wolher mit den stainen, wolher mit dem holcz und mit anderm züg! Steinhöwel Äsop 71 Ö.; Lohenstein Armin. 2, 728b; thon: die ziegler sOellent kainen zuge insetzen (zum brennen), ustragen noch verkoufen, er si denn zuovor ... geschezt (1484) württ. geschichtsqu. 13, 432; doch gab der stathafner ... den z. dartzuo (zu öfen; Augsb.) chron. d. st. 32, 492; Oefen ..., die von gutem tOepferthon oder z. gemacht ... sein Ercker min. ertzt (1580) 5a; früher hiesz die porcellanerde das weisze z. Müller-Fr. 2, 701b; gebrannter z. zigelsteine in belegen bei H. Fischer 6, 1166; roter z. rote backsteine ebda; mörtel: der alte zeig sollte herausgehauen und dann wider mit frischem guettem dreckhzeig ... beworfen werden (Ulm 1603) bei H. Fischer 6, 1166; s. dort noch mehr belege; zick anmachen Martin-L. 2, 895b; Krünitz 241, 178; Adelung 2 4, 1696; auch grober sand Martin-L.; bauholz: wer an dem perg holz ... oder zewg oder was das ist, nymbt (1463) v. Lori baier. bergrecht 60; holtz und z. ..., schiff zu machen Xylander Plutarch 136b; Spreng Ilias 227a; schiffsmasten und ander z. zum schiffsbau Lohenstein Armin. 2, 1170a; metall als speise zum formgusz: die form mit geckenunschlit salb, damit der zeüg lauf allenthalb! Wickram 5, 128 B.; ist es guoter metallischer zeüg, so fürt man in zuo stampf S. Münster cosm. 13; die nothbüchs wirdt dick vom zeüg gegossen L. Zubler büchsenmeist. (1608) 40; bi 50 centner zügs, der noch im ofen was J. v. Watt hist. schr. 3, 284; die kanone taugt nichts, der z. dazu ist spröde Schwan n. dict. 2, 1102; s. H. Fischer 6, 1166; auch: ein trinckgeschirre, dessen z. ... gold ... war Lohenstein Armin. 2, 435b; eine kugel von 5 pfunden eins gewissen z-s, bley, zinn, eysen oder stein Kepler op. 5, 511; z. der mit anderen metallen verbundene messing Krünitz 241, 178; das zum gieszen der drucktypen dienende material: z. der schriftgieszer besteht aus bley, spieszglasz und eisen, darunter etwas zinn und kupfer genommen wird bei Klenz 111a, wo mehr belege; mein zeug (schriftmetall) der wil nit flieszen Jörg Busch (16. jahrh.) bei O. Schade handwerkslied. 25; Adelung 2 4, 1696; Hellwig wb. d. fachausdr. 101a; masse des glases: klarheit des z-es Chr. v. Ryssel seelenfried. 326; stoffmasse für papier: (1394 Nürnb.) chron. d. st. 1, 78; aus lumpen thut man machen des edlen schreibers zeug volkslied d. Deutsch. 1, 72 v. Erlach; die bereitung beschreibt J. B. v. Rohr Oberhartz (1739) 516; n. büchersaal d. schön. wiss. (1745) 7, 62; Cramer nord. aufseher 1, 55; der halbe z. sind nur einmal gestampfte lumpen Adelung 2 4, 1695; leder: den zuig, den er daselbs hett, zu verarbeiten (Augsb.) chron. d. st. 34, 318; den machten wir stiefel und schu, wann er hatt allen zeug darzu H. Sachs 9, 514 K.; diese tartschen ist auch von starckem z. gemacht Xylander Polyb. 334; rohstoffe des pulvers: Hoyer wb. d. artill. 2, 2, 56; Schmeller-Fr. 2, 1091; z. satz oder füllung eines feuerwerkkörpers Krünitz 241, 178; brennstoff: man soll inen ... fragen ..., mit was feuerwerck er den brandt gethan, von wem, wie oder wo er solch feuerwerck oder den z. darzu zu wegen bracht habe Carolina art. 51; v. Besser schr. 1, 56 König; stoff zum flicken: er ... soll ... seine ... rosztaschen mit allerhand z., das roszgeschirr ... darmit zu flicken, ... versehen Sebiz feldbau 148; textilrohstoff: dasz der parchat am z., so man zu den bemelten tuechern verpraucht, mangel leiden werd (1434 Augsb.) chron. d. st. 34, 228; (kriegseile,) die von gehecheltem z. gemacht sein Tucher baumeisterb. 109 L.; ein garn, das lOewen fangen und riesen fAesseln soll, ja kAeyser schlingen ein, musz nicht aus schlechtem zeug und irdschem drate seyn Lohenstein Ibrah. sult. 5; z. wolle und haare, welche zu filz gebraucht werden Krünitz 241, 178; stoff zu flüssigkeiten: einen lOeffel voll dieses z-es (vieharznei) Mich. Böhme viehartzney 48; anstrich mit palmOehle, schmeere und dergleichen fetten z-e (auf den körper der wilden) Olfert Dapper Africa 28b; sechszehn und acht und darnach vier ist dintenzeugs ein recht manier, das ist 16 groszer und kleiner gallOepfel in masz und zahl, 8 des vitriols und 4 des gummi in gewichte W. Spangenberg anm. weiszh. lustgart. 491; weiszes z. käse und molken Schmeller-Fr. 2, 1091; teig: welcher nit recht prot buoch von zuig oder von gewicht, den liesz man in ain korb vallen in die lachen (1442 Augsb.) chron. d. st. 4, 324; (1627) H. Fischer 6, 1166; marzepanz. trincirbuch (1652) 163; mandelz. Kramer teutsch-it. 2, 19b; der butterz., mandelz., pastetenz., pillenz. Adelung2 4, 1696; knedelz., nudelz. Schmeller-Fr.; z. ... der unreine, grobe zucker, der noch raffiniert werden soll Krünitz 241, 178; schwarzer, weiszer z. die zum keltern getretenen oder geraspelten trauben H. Fischer 6, 1167; z. die weinbeeren und auch die weinstöcke Adelung 2 4, 1696; stoff zum malen und schreiben: fieng ... an zuo malen ... und gab allen z. darzuo (Augsb.) chron. d. st. 29, 22; Wickram 1, 145 B.; Pauli schimpf 266 Ö.; wilt du durchzeychnen, was du for dir sihest, so rst for einen geschickten z. darzu A. Dürer underweys. d. mess. Q 1b; man bring uns zeug zu schreiben A. Gryphius trauersp. 554 P.; volkslied. 687 Uhland; rohstoff des plastikers: gleich einem bildschnitzer, der mancherley z. musz haben, bisz er seine kunst auszbereit (wo auch an das schnitzgeräth gedacht werden kann) Paracelsus chir. büch. (1618) 301a Hus.; das ist nun die materia oder der thon und z., darausz der son gottes das allerschOenste weyb Eua bawet und formiret Mathesius w. 2, 36 L.; faber ein yetlicher werckmann, so in herter matery oder z. wercket, als in holtz, eysen, steinen und dergleychen Frisius 528b; er (Prometheus) trieb den rohen zeug in förmliche gestalt Günther ged. 496. c) im gegensatz zu dem veralteten oder in aussterbende fachsprachen abgewanderten gebrauch von a und b gilt z. für den kleiderstoff allgemein; z-e sind bes. schmale stoffe; es gibt leinene, baummwollene, seidene, wollene z-e; die letzten unterscheiden sich vom tuch auszer durch die gröszere schmalheit der stoffbahn noch dadurch, dasz sie glatt, wenig oder gar nicht gewalkt sind und grobe wolle haben; α) unverarbeitet: legen in Mariae in ir schosz, das sy in sehe, nackent und blosz, bis ich den zúg getrag harzuo, darin ich in hie winden tuo schausp. d. ma.s 2, 331 Mone; der ... brachte zeüg zu hosen und wambes Lindener katzip. 70 L.; die kaufleut nennen einen gewissen zeuch puffi Abr. a s. Clara etw. f. alle 2, 103; wer es irgend haben kann, trAegt des sommers seidnen z. S. G. Bürde gesellsch. reise (1785) 145; die besten tücher und z-e Göthe 27, 56 W.; kauften geschenke für sie, nicht schlechte: der einen zum roten mieder den zeug Mörike w. 1, 264; leinwad und allerley z-e zu weben J. Prätorius winterflucht 131; halbseidene z-e Lohenstein Armin. 2, 83a; leichte wollene z-e Nicolai reise d. Deutschld. 1, 312; sprw.: es ... ist schad, wenn man newen z. auf alten rock flickt Lehman flor. (1662) 1, 13; 349; s best züg vom garn, das selbsch me spinnt Wander 5, 567; weisz(es) z. ist leinenwäsche, vgl.: sie hat ... etwas von weiszem z. ... aufhenken wollen Grimmelshausen 4, 560 Keller; die wAescherinnen ..., so den brgern ihr weisz z. waschen F. v. Pinto wund. reis. (1671) 194; in das weiszeste zeug gewickelt den schönsten knaben Göthe 24, 33 W.; doch ein weiszer kleidstoff: das brautkleid war ... ein weiszer z. v. Besser schr. 2, 645 n.; im gegensatz zu weisz z. bezeichnet schwarz z. die schmutzige wäsche: Stieler 2626; Kramer teutsch-it. 2, 1447a; gröber: bschisses züg Hunziker 313; übertrag. für literar. stoff: der z. ist schon verschnitten Lessing 10, 208 M.; bildl.: der dichter soll seine umrisse auf ein weitläufig gewobenes z. aufreiszen, damit der musicus vollkommenen raum habe, seine stickerey ... auszuführen Göthe IV, 23, 23 W. β) fertige kleider: ich schone mein z. sehr A. Feuerbach an s. mutter 1, 249; mir schlottert s z. ock am leibe rum G. Hauptmann Rose Bernd 99; n biszchen kurz im z. (die mädchen tragen kurze kleider) H. Seidel Leb. Hühnch. 216; Hans Grimm volk ohne raum 1, 58; sprw.: der z. ist der billigste, der vor den büchsen der apotheken schützt Wander 5, 567; in dieser bedeutung als ausdruck der umgangssprache sehr geläufig; bes. redewendungen: sich ins z. werfen sich ankleiden, bes. stattlich, vgl.: sich ins z. werfen sich in staat, putz werfen K. G. Anton Oberlaus. 15, 19; er warf sich ins z. (ins abgetragene, beschabte) Holtei erz. schr. 36, 144; Gutzkow zaub. 1, 317; Grillparzer s. w. 19, 218 S.; u. a.; noch beliebter einem am z-e flicken ihm zusetzen, an ihm etwas auszusetzen haben: zwar wär es billig, diesen frechen vögeln auch tüchtig was am bunten zeug zu flicken Göthe 5, 171 W.; der nachbar sey brav in allen stücken, doch könne man ihm auch am zeuge flicken ebda 173 W.; brem. wb. 5, 121; ten Doornkaat-Koolman 3, 443a; Brendicke 195b; vielfach bezeugt; dazu treten in mdaa. noch einige andere wendungen: in kortem tüge unangekleidet Richey 317; Schütze 4, 287; jetzt veraltet, s. Mensing 5, 199; auch ut t tüg wesen ausgekleidet sein ebda; he is hellisch ut t tüg fullen ist abgemagert ebda; in dem tüge wesen angekleidet sein brem. wb. 5, 121; to tüge kamen in die kleider kommen Richey 317, was aber Schütze 4, 287 durch zu kleidern kommen, sich besser als zuvor kleiden ausdeutet; vgl. im z-e seyn im staate sein K. G. Anton 15, 19. IIIIII. in jüngerem gebrauch ein ganz allgemeiner ausdruck für gegenstände und abstractes aller art, aber meist nur in herabminderndem, geringschätzigem, verächtlichem sinne. oft ist z. ein ersatzwort für den rechten ausdruck, wenn der gerade nicht einfällt, z. b.: aim s züg ferläse jem. den standpunkt klar machen Seiler Basl. ma. 329a. ausgangsstellen der entwicklung lassen sich u. a. bei II 2 c finden: nur abgetragenes z. reden A. v. Arnim 15, 9; ungewaschenes z. vorbringen G. Freytag ges. w. 17, 339; ein anderer liegt in dem abschlusse einer aufzählung, vgl.: bohrer ..., stemmeisen ..., zwickel ... und dergleichen z-es mehr v. Hohberg georg. 1, 394, ein fall, welcher z. noch in dem ursprünglichen sinne von werkzeug bietet, aber bereits die auffassung einer gefühlsbetonten, kurz abbrechenden und collectiven ausdrucksweise andeutet; fertig liegt sie vor in dem folgenden beleg: auf hochzeiten, meisterstückschmäuszen und was des z-s mehr ist H. L. Wagner kindermörd. 28 lit. dkm. III@11) so denn ein collectivausdruck, woraus sich wohl noch die neigung für das neutr. herleitet, für a) gegenstände verschiedener art: wir wollen das z. (mäntel und hüte) zum pfande behalten Thomasius ged. u. erinn. 2, 71; (das losen um die töpfe auf dem markte) ist deszwegen erfunden, damit nicht eine person allein die besten stcken vorher herauslesen kan und das schlimmste z. denen andern hinterlAest Amaranthes frauenz.-lex. 1170; alte vasen und urnen! das zeug wohl könnt ich entbehren Göthe 5, 207 W.; Tieck schr. 3, 241; bes. die mdaa. bedienen sich dieser ausdrucksweise: si händ fil züg und sache Hunziker 313; Tobler 462b; Stalder 2, 469; Mensing 5, 200; u. v. a.; das z. werthlose sachen Martin-L. 2, 895b; liederliches z. schlechte geräthschaften Adelung 2 4, 1697; bereits an gez. heftet sich dieser sinn: allerhand gez. res variae Stieler 2626. b) thiere und menschen, gewöhnlich in stark abschätziger bewerthung: dar kam veel tg (viel gesinde) upn hupen Dähnert 497a; tüg gesindel Woeste-Nörr. 276a; dat tüg fan folk ten Doornkaat-Koolman 3, 443a; das hungrige z. (für arme edelleute) P. A. Schrader scherze (1762) 1, 199; man wird oft angeführt von dem z., den weinhändlern Jer. Gotthelf ausgew. werke 8, 321 B.; dieses beflügelte z. (bienen) G. Freytag handschr. 2, 36; allerhand kleines z. (fische) Storm w. 1, 206; in zss. geradezu anstatt eines plurals: flegen-, wiwer-, spitzbobentüg Danneil 228b; haiden-, kattentüg Woeste-Nörr. 276a; kroppz., rackerz. Weinhold 109a; rappaliez. Schmidt westerw. 161; untüg ungeziefer, geschmeisz brem. wb. 5, 121; diebes-, zigeunerz. Adelung 2 4, 1697; die herleitung dieser verwendung aus I 2 h liegt nahe; schon bei gez., s. th. 4, 1, 4, 6994. c) worte, gedanken, handlungen, gebärden (ebenfalls schon von gez. vorbereitet und z. th. auch durch neues betonen des collectivischen präfixes erweitert, s. ebda): wenn man ... solch z. lieset Chr. Reuter Schelm. vollst. ausg. 5 ndr.; er schmiert ein haufen z-es dahin Ludwig teutsch-engl. (1716) 2583; gemeines und ausgedroschenes z. (vom schriftstellerischen stil) Neukirch anfangsgründe z. teutsch. poesie (1724) 402; Lessing 10, 271 M.; er bringt selzam z. vor Stieler 2626; der alte bringe lauter geringe z. und kinderey vor wohlgeplagt. priest. (1695) 91; er schwatzt ... eine menge dummes z. Lessing 17, 275 M.; Frisch 2, 473a; dummes zeug kann man viel reden, kann es auch schreiben Göthe 3, 256 W.; allgemein verbreitet; das einfältigste z. Shakespeare 1, 280; närrisches z. Schiller 14, 150 G.; u. ä.; aus diesem ziegenbocke macht man ... wunderlich z. J. Prätorius reform. astrol. 183; das tolle zeug, die rasenden gebärden Göthe (Faust 2533) 14, 124 W.; (der) noch wunderlicheres z. angab 28, 20 W. III@22) auch von dem individuellen begriff kann der gebrauch bei genügend starker betonung des abscheus, verdrusses oder der geringschätzung herkommen. a) wenn der eiter ursprünglich rein feststellend wesseriger z. von Conradinus ungerisch sucht (1574) 167 genannt wird und in den maa. diese bezeichnung in dem fremdwort materie fortlebt, so kommt jüngerer sprachgebrauch nicht mehr ohne die vorstellung des widerlichen aus; so denn wohl in züg, n., eiternde masse Hunziker 313; Seiler Basl. mda. 329a; gewis für krankheiten, wobei auch euphemismus mitwirkt: das katarrhalische z. Göthe IV 29, 197 W.; böses z. epilepsie Krünitz 241, 178; ebenso das garstige z. Müller-Fr. 2, 701b; ich musz mir das z. (fieber) durch die erkältung zugezogen haben Eichendorf s. w. 2, 221. b) von einem lebenden wesen: so ist ... dieser iltis ein widrig und stinkendes z. v. Göchhausen notab. venat. 59; een vuul stukke tüges vam wive brem. wb. 5, 121; s.zeugelchen unt. IV 1; von speisen, getränken, frucht: clepit, das dünne z. (bier) Chr. Schultze Gardelegen (1668) 122; weil mir das z. ... sehr wohl schmeckte Chr. Reuter Schelm. vollst. ausg. 10 ndr.; unschmackhaftes z. (wein) Göthe IV 29, 112 W.; was soll ich mit dem zeuge machen, dem wasser ohne saft und kraft? E. M. Arndt 4, 156 R.-M.; das z. (arzneimittel) schmeckt gut Müller-Fr. 2, 701b; s. 3. c) völlig abstract: so is der zuig so steht die sache Schmeller-Fr. 2, 1091; ist desz a zuig! welches elend! Schöpf 832; züg schmutzige sache, schmutziger handel, widriges geschäft; in das züg ine cho in die politische bewegung, den strudel hineingerissen werden Seiler Basl. mda. 329a; Jer. Gotthelf ges. schr. 3, 167; im ne züg si in aufregung sein Baumgartner mda. Bern. oberland. 52. III@33) aus dem genitiv in fester syntaktischer fügung löst sich in der 2. hälfte des 18. jahrh. s eine form zeug(e)s ab, wie dings aus ding (th. 2, 1176); aus geht sie von fällen wie: viel schOenes, zierliches ... dings und z-s P. Kentz güld. handwercksbod. (1629) 139; (sie) paplen viel z-s daher Elis. Charl. v. Orleans 4, 303 H.; und was des z-s mehr alle war Chr. Reuter Schelm. vollst. ausg. 19 ndr.; ich mag des z-s nicht mehr Herder 18, 211 S.; ein früher fall, der aber noch als genitiv zu fassen ist: das er gutes eisenen z-s ... habe Sebiz feldbau (1579) 50; nam. die maa. bilden einen stehenden brauch aus: dan war i (dem werde ich) sei z-s amal flicken Ruckert 199; Müller-Fr. 2, 701b; Frischbier 2, 492a; H. Fischer 6, 1167; dat tügs Danneil 228b (cit. ob. II 1 b); Mi 95a; Seiler Basl. ma. 328; Mensing 5, 200, der sogar einen plural tügs vermeldet, sowol von sachen wie von menschen (äpfel, frauensleute sünd schöne [dulle, söte] tügs); son jrinet zeijes aus de aptheke Brendicke 195b; liter.: etliche bogen mit z-s zu überschmieren Wieland an Merck (1777) 1, 120 W.; das z-s (bier) steigt einem sogleich so in den kopf Tieck schr. 5, 325; das z-s (gepäck) Holtei erz. schr. 13, 26; Coclo kokettirt, was z-s hält M. v. Ebner-Eschenbach ges. schr. 4, 395; sogar: ich weisz ... nicht einmal genau, wo das z-s (New York) liegt Tieck novellenkr. 4, 364; und für kinder: Arnim w. 3, 399; G. Keller ges. w. 1, 56. IVIV. gramm.: 1) die schwache neigung zur diminutiv- bildung erfaszt nur die concreten gruppen lebender wesen und geräthe: es ist ein arm z-elchen misellus, paupertinus, humillimus homuncio est (ein armseliges geschöpf, wesen) Stieler 2626, vorstufe zu dem gebrauch von III 2 b; dat es ok so tügelken, hadde de düwel saght, doa hadde ne kar füarske (frösche) oppelad (weil sie wieder hinunterspringen) Frommann 3, 257, zu III 1 b (oder fracht, ladung im anschlusz an I 2 g?); österr. häufig für kleines gefährt, bespanntes wägelchen: (sie) fuhren ... in feschen z-eln in den Prater F. v. Saar s. w. 2, 109; J. Nordmann meine sonntage 20; z-el n., leichter wagen samt pferden und geschirr Unger-Khull 649b; sonst noch für kleine tabakpfeife: P. Rosegger schr. 3, 254; für taschenmesser: försterbub. 66; obersächs. für kleine fabrik, kleines bauerngut (s. ob. I 1 b); Müller-Fraureuth 2, 702a; z-elchen tela subtilis Stieler 2626; älter auch als dim. zu z. bewaffnete schar: zoch ... mit ainem klainen z-l gen Landshut V. Arnpeck s. chron. 649; S. Franck chron. Germ. (1538) 264b; Stumpf Schweizerchron. 266b; und zu z. hode, geschlechtsglied: darumb dasz der same ausz dem gerechten zeuglin krefftiger denn ausz dem lincken Euchar. Röszlin hebammenbüchl. 12; oben an der muotter seind zu beiden seiten zeuglin, darin der weibliche samen ist 4b; Vesalius wil, sein (des eichhorns) zeüglin und zümpelin sey von bein Herold Gesners thierb. 13. 2) mit unorganischem -t: nim gereinigeth eierweis tzw dem rosenwasser und milch, mache denn zceügt (salbe, arzenei, oder teig? zu ii 2 b) an v. Pfolsbundt bündthertznei (1460) 32 H.-M. 3) zusammensetzungen s. ob. I 1 a; 2 a; b; c; d; II 2 b; III 1 b. ferner: acker-, barbier-, bau-, bindeblase-, brand-, butter-, fahr-, feuer-, fisch(er)-, fuhr-, hebe-, hinter-, jagd-, jäger-, kriegs-, leinen-, lumpen-, mahl-, marcipan-, mühl-, näh-, narren-, pasteten-, pferde-, pillen-, reise-, reisz-, rüst-, sau-, schanz-, scher-, schiff-, schmiede-, schreib-, seiden-, siel-, spiel-, strick-, trage-, vorder-, zimmerzeug.
53833 Zeichen · 1685 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Zeug

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Der und das Zeug , des -es, plur. der doch nur in einigen Bedeutungen üblich ist, die -e, ein Wort, welches überhaupt th…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Zeug

    Goethe-Wörterbuch

    Zeug [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Zeug

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +4 Parallelbelege

    Zeug , in der Schriftgießerei u. Buchdruckerei die zusammengesetzte Metallmasse, woraus die Schriften gegossen werden (s…

  4. modern
    Dialekt
    Zeugn.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Zeug n. : 1. allg. 'ungenau oder nicht namentlich benannter Gegenstand, Dinge, Allerlei', Zeig (dsaig) [mancherorts, Ber…

  5. Sprichwörter
    Zeug

    Wander (Sprichwörter)

    Zeug 1. Am schönen weissen zeug sihet man bald ein Flecken. – Lehmann, 411, 7; Winckler, III, 17. 2. Das schlechte Zeug …

  6. Spezial
    Zeug

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Zeug n. (-[e]s,-e) 1 patüc m. , roba (robes) f. 2 (Arbeitsgeräte) massaries f.pl. , ‹fig, pop› tlacores f.pl. 3 (Materia…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit zeug

389 Bildungen · 288 Erstglied · 88 Zweitglied · 13 Ableitungen

zeug‑ als Erstglied (30 von 288)

Zeuganzug

SHW

Zeug-anzug Band 6, Spalte 791-792

Zeughaus

SHW

Zeug-haus Band 6, Spalte 793-794

Zeughose

SHW

Zeug-hose Band 6, Spalte 793-794

Zeugnessel

SHW

Zeug-nessel Band 6, Spalte 793-794

Zeugsack

SHW

Zeug-sack Band 6, Spalte 793-794

Zeugschuh

SHW

Zeug-schuh Band 6, Spalte 793-794

Zeugspiel

SHW

Zeug-spiel Band 6, Spalte 793-794

Zeugwerk

SHW

Zeug-werk Band 6, Spalte 793-794

zeugamt

DWB

zeug·amt

zeugamt , n. , aufsichtsbehörde des arsenals, des zeughauses: acta publ. d. schles. stände 4, 239 P.; v . Schmid 547 ; Stalder 2, 469 ; Adel…

zeugarbeit

DWB

zeug·arbeit

-arbeit , f. , schmiedearbeit zur herstellung eiserner arbeitsgeräthe: v . Scheuchenstuel id. d. österr. berg- u. hüttenspr. 268 . —

zeugarbeiter

DWB

zeug·arbeiter

-arbeiter , m. , arbeiter im arsenal: Mothes baulex. 1, 159 ; arbeiter, der geräthschaften herstellt: vornehmlich hörten wir die z. fleiszig…

zeugart

DWB

zeug·art

-art , f. , eine art gewirkter zeuge: eine wollene, seidene z. Adelung ; plur. bei Krünitz 19, 698 . —

zeugbahn

DWB

zeug·bahn

-bahn , f. , streifen zeug in seiner vollen breite. —

zeugbar

DWB

zeug·bar

-bar , adj. , 1) von gezeug, zeug zeugnis, zeuge ( s. zeuge); das zeugnis an sich tragend: zeugbere wunden Lexer 3, 1142 ; z-e sachen als wu…

zeugbaum

DWB

zeug·baum

-baum , m. , am webstuhl der baum, auf welchen das fertige zeug gewickelt wird: Prechtl 20, 256 ; Karmarsch-H. 3 10, 456; Adelung; Doren Flo…

zeugbrief

DWB

zeug·brief

-brief , m. , urkunde, schriftliches zeugnis; tuchbref Lübeck. urkb. 8, 33; -e- meckl. urkb. 19, 524; gerichtsurkunde über die ladung der pa…

zeugbuch

DWB

zeug·buch

-buch , n. , das buch, welches der zeugmeister über die bestände des arsenals oder zeughauses führt: ( Nürnb. ) chron. d. st. 2, 245; v . Al…

zeugbütte

DWB

zeug·buette

-bütte , f. , holzgefäsz, welches das ganzzeug, d. i. die zerstampften hadern, aufnimmt und woraus die masse mit der papierform geschöpft wi…

zeugdiener

DWB

zeug·diener

-diener , m. , diener am zeughaus, auch officier der artillerie: empter der arckelley: feldzeugmeister ..., pulfferhter, z. Fronsperger kri…

zeugdruck

DWB

zeug·druck

-druck , m. , ein verfahren, farbige muster auf zeuge zu drucken; nach M. Heyne hausaltert. 3, 244 seit dem 13. jahrh. in übung; Lueger 7, 9…

Zeugdrucke

Meyers

Zeugdrucke , Abdrücke von Holz- und Metallmodeln auf Stoffe, die im 14. Jahrh. aufkamen. Man wandte den Zeugdruck meist zur Musterung von mi…

zeugdruckerei

DWB

zeugdrucke·rei

-druckerei , f. : Karmarsch-H. 3 1, 42 ; Muspratt 2, 1733 St.-K.; Ritter erdk. 19, 232 . — fortsetzung der zss. s. sp. 856.

zeugeendung

DWB

zeuge·endung

-endung , f. , wie -fall miszglückte verdeutschung von genitiv: die z. der enkeln v . Schönaich ästh. 15 Köst.; Martini sonnenuhr. (1777) 10…

zeugefall

DWB

zeuge·fall

-fall , m. , üblicher gewesene übersetzung von genitiv: zeuge- und gebefall ( dativ ) Gottsched crit. hist. (1732) 1, 354 ; sprachk. 125; Je…

zeug als Zweitglied (30 von 88)

Anzeug

DRW

Anzeug, Anzeuge fries. ontioch Beweis(mittel), Indiz bdv.: Anzeugnis welich chlag fur chumpt fur gericht mit weisung oder mit anzeugen 1376 …

Archzeug

DRW

arch·zeug

Archzeug zum Bau, der Arche? oder Archen Unger,SteirWsch. 27 Faksimile

bauzeug

DWB

bau·zeug

bauzeug , m. und n. materies, bausache, baugeräth: von blümlein ist erwöhlet der bawzeug. Spee trutzn. 135 ; der bauzeug. Kant 2, 535 ; das …

Bohrzeug

Adelung

bohr·zeug

Das Bohrzeug , des -es, plur. die -e, bey den Schlössern, eine jede Maschine, mit welcher Löcher in Eisen gebohret werden; ingleichen, alle …

brechzeug

DWB

brech·zeug

brechzeug , n. instrumenta rebus clausis aperiendis: die diebe tragen allerhand brechzeug mit sich, vgl. HGO. 43; derselbe norden, der einma…

brennzeug

DWB

brenn·zeug

brennzeug , n. das zum brennen oder vereiten geistiger wasser nöthige gerät: die kreuter sollen auch alle grün zusammen gehackt sein und die…

fahrzeug

DWB

fahr·zeug

fahrzeug , n. vehiculum, navigium, zu lande oder zu wasser, nnl. vaartuig: mit allem fahrzeuge. Lohenst. Arm. 1, 225 ; vergebens stumpft er …

Farbezeug

Adelung

farbe·zeug

Der Farbezeug , des -es, plur. die -e, bey den Färbern, alles was und womit gefärbet wird.

feuerzeug

DWB

feuer·zeug

feuerzeug , m. und später n., ignis suscitabulum, stahl, stein und zunder, ignile. voc. 1482 h 6 b . bei Keisersberg füergezüg: zum andern h…

fischzeug

DWB

fisch·zeug

fischzeug , m. supellex piscaria: mit solichen schetzen leszt sich mein netz nicht bessern, noch mein schiflein füren, ich hab andern fischz…

Flammgezeug

Adelung

flamm·gezeug

Das Flammgezeug , des -es, plur. inus. bey den Tischlern das sämmtliche Werkzeug, vermittelst dessen das Holzwerk geflammet wird.

gartenzeug

DWB

garten·zeug

gartenzeug , n. zusammenfassend für gartengerätschaften wie gartengewächse. Stalder 1, 425 .

gezeug

DWB

gezeug , gezeuge , substantivbildung , an der sich verschiedenartige verwendungen und ableitungen von einem stamm, zugleich aber auch beeinf…

haarzeug

DWB

haar·zeug

haarzeug , n. werkzeug zum schärfen der sense. Adelung. s. haaren sp. 27.

Hacke (Werkzeug)

Wander

hacke·werkzeug

Hacke (Werkzeug) Hacke (Werkzeug). 1. Deara Hocka wea ma do a non'n'an (noch einen) Schdül finden. ( Niederösterreich. ) – Frommann, III, 39…

handwerkszeug

DWB

handwerk·s·zeug

handwerkszeug , n. zur ausübung eines handwerks erforderliches geräthe: diese vier ( maurer und zimmerleute ), ihr handwerkszeug sachte nied…

hebezeug

DWB

hebe·zeug

hebezeug , hebzeug , m. und n. werkzeug zum heben von lasten: das ist ein wunderbarlichs instrument, ein hebzeug, damit man schwere last erh…

jägerzeug

DWB

jaeger·zeug

jägerzeug , n. des jägers hornfessel und hirschfänger mit seiner kuppel. Jacobsson 2, 304 a .

jagdzeug

DWB

jagd·zeug

jagdzeug , n. alles gerät, das man zum jagen nötig hat. bildlich: unser satirisches jagdzeug ist weit weniger für die hohe jagd, als für die…

kopfzeug

DWB

kopf·zeug

kopfzeug , n. zierliche frauenhaube, gesteckte haube. Adelung, auch alle zubehör des frauenkopfputzes. Campe : belohnte sie ihren fleisz mit…

kreuzzeug

DWB

kreuz·zeug

kreuzzeug , n. ein jägerzeug ( jagdgeräte ) das der jäger übers kreuz anlegt, s. Adelung , Krünitz.

kunstgezeug

DWB

kunst·gezeug

kunstgezeug , n. bergm., wasserhebemaschine, besonders eine mit an gestängen angehängten pumpen ausgerüstete. Veith 307 .

kunstzeug

DWB

kunst·zeug

kunstzeug , n. gleich kunstgezeug ( s. d. ): möge das hauptkunstzeug so glücklich gerathen als das interimskunstzeug ( am Ilmenauer bergbau …

lederzeug

DWB

leder·zeug

lederzeug , n. zeug, gerät aus leder gefertigt: das lederzeug eines soldaten; lederzeug am pferdegeschirr.

leitzeug

DWB

leit·zeug

leitzeug , n. vehiculum: dieses leitzeug zu jenem zweck gebrauchen. Kant 1, 234 ; die lesesucht ist das leitzeug (vehikel) diese krankheit (…

Ableitungen von zeug (13 von 13)

bezeugen

DWB

bezeugen , testari, testificari, mhd. beziugen. 1 1) die wahrheit einer sache durch seine aussage bekräftigen: und der das gesehen hat, der …

bezeugung

DWB

bezeugung , f. declaratio: ihre bezeugungen waren voll ehrerbietung und ungefärbter liebe. Canitz 191 ; die bezeugung meiner verbindlichkeit…

erzeugen

DWB

erzeugen , producere, gignere, vom stamm ducere, goth. tiuhan, ahd. ziohan, ziehen, woher ustiuhan, arziohan, erziehen, lauter starke verba,…

erzeugung

DWB

erzeugung , f. procreatio, generatio: erzeugung der kinder, thiere, pflanzen, steine; man kann an einem dinge alle gesetze der mechanischen …

gezeug

DWB

gezeug , gezeuge , substantivbildung , an der sich verschiedenartige verwendungen und ableitungen von einem stamm, zugleich aber auch beeinf…

Gezeuge

PfWB

 Ge-zeuge m. : ' Zeuge '. a. 1485: vnnd erschin parsonlich vor mir, notarien vnnd offen schreiber, auch gezeuge, hieunden benannt, der ersa…

gezeugen

DWB

gezeugen , schw. verbum mit vielseitigen verwendungen, die einestheils auf gezeug I anderntheils auf gezeug III zurückweisen. in beiden rich…

unzeug

DWB

unzeug , n., m. , zeug mit un IV B; das m. gilt fürs schwäbische, im übrigen das n.; bed. 1, seit dem 14. jh. bezeugt, scheint aufs schwäbis…

urzeug

DWB

urzeug , m. , elemento Kramer (1702) 2, 1222 c : Pordage theologia mystica (1698) 165. —

urzeugung

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urzeugung , f. ( desgl. ), generatio aequivoca, archigonie, abiogenesis, autogonie. etwas früher belegt ist urerzeugung ( s. d. ): dagegen i…

verzeug

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verzeug , n. , wohl an verzeugen 2 a anschlieszend: wie vil valscher zeügknüsz gebent sie ( die notare ) wie vil übriger verzeüge (1479) Ste…

verzeugen

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verzeugen , vb. , ' durch zeugnis oder mit zeugen nachweisen, überführen; zeugnis ablegen '. zu 1 zeugen II ' zeugnis ablegen, zeuge sein ',…

zeuge

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zeuge- in jungen zss., vom verb. 1 zeugen, dafür in älterer sprache die kürzere form zeug-: