Wāter n. [allg.] 1.1. farblose, geruchlose und geschmacklose Flüssigkeit, die eine Verbindung von Wasserstoff und Sauerstoff darstellt, bei 0 Grad gefriert, bei 100 Grad siedet. Dräüch Braut un klōa Wāter (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Water is gesund (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@KirchveischedeKv). Datt Wader es heuit (heiß) (Kr. MindenMin Kr. Minden@RehmeRe). Dat Wāter früst friert (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa). Dat Wader flütt ’n van’n Balge er war durch und durch nass (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@BesenkampBk). Wāter ūt’e Pumpe (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Waater soupen (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@OestrichÖs). Wader pütt’n mit dem Eimer an der Kette schöpfen (Kr. BielefeldBie Kr. Bielefeld@NiederdornbergNi). ’t Wāter sēn’n (segnen, weihen) (Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@SandebeckSb). Dat Fatt hölt Woder ist dicht (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@BrokhausenBh). Worümme güttst du dat Water weg? (Kr. WarendorfWdf Kr. Warendorf@WarendorfWd). De Sunne trecket Wāter es wird bald regnen (KkWb). Dä günnt eam nich äs en Drunk Water (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LangendreerLd). Gait noch Water in de Soppe, vi kriget Besaik (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LangendreerLd). ’n Emmer vull Water (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@DarfeldDf). Ik häbb mi ne Hand vull Waater döör’t Gesichte schmetten habe mich kurz gewaschen, erfrischt (WmWb). Finger in’t Water hallen schwärende Finger baden (Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)@GiebringhausenGi). De Blaum’m in’t Wāter setten (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Et Fuier mett Water lesken (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@KirchveischedeKv). — Ra.: Sau klore Äogen are Water klare, leuchtende Augen (Kr. ArnsbergArn En). Gau äs Water schnell bei der Arbeit (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@WettringenWt). Äs Füer un Water vollkommen unvereinbar, einen schroffen Gegensatz bildend (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@DreierwaldeDr). Daor helpt di kinne Hand Waater an es führt kein Weg daran vorbei (WmWb). Daor is kinne Hand Waater an er ist weit unterlegen (WmWb). Dat wäscht em käin Waater af wenn jmd. eine Schandtat begangen hat (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr). Hä kräig Waater in dä Oh’n wurde kleinlaut, nahm Abstand von einer Sache (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr || (ähnl.) mehrf.), auch: bekam noch allerlei Unangenehmes zu hören; wollte nicht mitmachen (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr). Drink Waater, do kriss ’e klore Ougen wird dem Durstigen geraten (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr). Water in’n drügen Pütt geiten Geld in ein als misslungen anzusehendes Geschäft stecken (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@KatenhornKa). He läött män Gods Water äöwwer Gods Land lopen bleibt tatenlos, gleichgültig, träge (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt || (ähnl.) mehrf.), ist zufrieden (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@RöllinghausenRö); auch: ist nicht kleinlich (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa). Hä kann eäm ’t Wāter nit langen ist ihm (geistig) nicht gewachsen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl || ähnl. mehrf.). Diu stells dui an, os wenn ’e Wada in’n Ohn hes wenn jmd. etwas nicht begreifen kann (Kr. HerfordHfd Go). De schlüipet nich eohne Water lässt sich nicht übervorteilen (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). Bi Water un Brout im Gefängnis (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@KierspeKi); he wödd up Waater un Brood satt muss ins Gefängnis (WmWb). Van Wāter was hä känn Frönt wäscht sich nicht gern (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). Do wätt auk met Wāter gekoaket die können auch nicht mehr, vollbringen auch nichts Überdurchschnittliches (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl || mehrf.). — Sprichw.: Un well kümp later, de krigg Water von Leuten, die zu spät zum Essen kommen (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@VredenVr). Wann ’t Wāter Gelt kosset, dann sint bäüse Tīn (Zeiten) (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Wāter gïet klōare Augen, owwer ne spitse Fuet (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl || (ähnl.) mehrf.). Vull Water is en kleinen Riekdum, wännig Water obber ne graute Armot (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@LavesumLa). Water is ’n kläinen Riekdum un ne groote Velägenhäit bei Dürre (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt). Känn Water is schlimmer äss känn Braut (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@LavesumLa). Water teart, Branntwīn neart (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LangendreerLd). Water häw en spitsk Mul wer nur Wasser trinken kann, ist mager (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LienenLi). Water gift Lüs’ in de Maage Wasser zu trinken galt früher als ungesund (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@KatenhornKa). Et kann noch so guet gn, et Wāter flaumt (trübt) sik doch mo überall kommt mal ein kleiner Streit vor (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@ElseyEl). Tefriän sejn wandelt Waater in Wejn (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg || (ähnl.) mehrf.). Spich nit in Wāter, wat ’e noch drinken maus! (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Mett Water kann me de beste Soppe verdiärwen (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BrachtBr). — Sagw.: Et Wāter tēät, sach de Frau un trāt öäwer de Goate (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Bat helpet dat Water, wann ’t nit brannt is, sïet de Schnapssöper (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@RixenRi). — 1.2. Wasser eines Gewässers; ein Gewässer bildendes Wasser. Dat Water is unner’n Ise wegfruoren hohles Eis (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LienenLi). Water fluitet liuter bergaff (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@KirchveischedeKv); Wāter löppt nit beärchop (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). De Änten got gärn opp’et Water (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@MedelonMl). Dä Ant es im Water (Kr. LemgoLem Kr. Lemgo@BarntrupBa). In’t Wāter lōaten versenken (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Hei föll in’t Water (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@OetinghausenÖh). In’t Feld stonn alls under Waater (WmWb). Unner Wāter setten (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — Ra.: So schlau, äs’t Water deip is sehr klug (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@VeltrupVe). Dat es Waater op siene Müele er fühlt sich in seinem Vorhaben bestärkt (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr || (ähnl.) mehrf.); das interessiert ihn mächtig (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@MetelenMe). Diam stäiht et Water bit tau’m Halse er befindet sich in einer prekären Lage, ist nahe vor dem Brankrott (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@OesterauOa || mehrf.). Bis dohenne flütt nau vil Water den Rhäin runner das dauert noch lange Zeit (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@GesekeGe); do wäd noch vüel Waater dä Ruhr runnerflaiten (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr); daor geht noch völle Waater döör de Bääke (WmWb). Du kannst us nich wismaken, in’n Rhin wöre kin Water wenn man jmdm. misstraut (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LienenLi). Oein’n dat Wada afgrab’m jmdn. schädigen, ihm das Konzept verderben (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@GohfeldGo). Hei het kein Water mehr in’n Soe (Brunnen) hat kein Geld mehr (Kr. MindenMin Kr. Minden@EisbergenEi). He hefft an’t Water daoschken redet wirres Zeug (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@WennewickWw). Dat es ’n Schlag in’t Waater eine Aktion ohne die gewünschte Wirkung (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr). In’t Water efollen nicht zustande gekommen (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt). In’t Wāter smīten (Geld) vergeuden (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Hä well nich eher in’t Waater gohn, as hä schwemmen kann ist sehr vorsichtig und lässt sich nicht zu Fehlern verleiten (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr). Sik öäwer Wāter hollen durch etwas mühsam seine Existenzgrundlage sichern (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl || ähnl. mehrf.). — Sprichw.: We nich in’t Waeter geht, versüepet nich (Ennepe-Ruhr-KreisEnr Ennepe-Ruhr-Kreis@HattingenHt). Wä nit in’t Wāter gǟit, kritt ok känne natten Bǟine (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Wenn de Ziegen Woter seiet, willt sei lappen (trinken) (Kr. MindenMin Kr. Minden@EisbergenEi || (ähnl.) mehrf.). Wann dä Pielen (jungen Enten) Water süht, wackelt sä met’m Stiärt Ausdruck der Freude auf eine bevorstehende angenehme Beschäftigung (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr || ähnl. mehrf.). Wänn ’t Water flütt üäöwwern drüdden Stain, dänn isset oll wiähr rain (Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@NeuenheerseNh || (ähnl.) mehrf.). Wann dä Käl nich schwemmen kann, sall dat Waater de Schuld hewwen, wann hä versüpt wenn einer bemüht ist, die Schuld von sich zu weisen (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr). Wo Water wiäst es, kömmt ok Water wier (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@RecklinghausenRh || (ähnl.) mehrf.). Man kann en Peard an’t Water twingen, owwer nit täo’m Siupen (Kr. BürenBür Kr. Büren@SalzkottenSk). — 1.3. Gewässer,
z.B. Bach, Fluss; Meer. Te Wāter un te Lanne (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Do flütt en Wāter hēä (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). En Wǟterken laip düör de Wiese ein kleiner Bach floss durch die Wiese (KkWb). Dä Wiesche lïet am Water (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@HerneHe). Heu ess up’n Water ist bei der Marine (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). — Ra.: Hei hiat duanne an’t Water bugget bricht leicht in Tränen aus (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@OesterauOa). Bui anner Water kuomen die Stelle wechseln, den Wohnsitz wechseln (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). Hä es met allen Watern gewaschen wird mit jeder Lebenslage fertig (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr). Mit Erweiterung: Hä es met alle Water gewaschen, blouß nich met reinet ist böse, tückisch (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LangendreerLd), auch: vor dessen Schlauheit musst du dich in Acht nehmen (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs). Nō Amērika matt me üewer’t gräote Wāter (KkWb). Öwwer’t groote Waater nach Übersee (WmWb). Hä es öäwer’t Wāter nach Amerika (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — Sprichw.: De stillsten Water hewt de deipsten Grünne (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@HerneHe || mehrf.). Schā es, wann ’e Kau in’t Wāter dritt, un de Būe dän Mist nit kritt (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). In sücken Water fäng man sücke Fiske bei Sticheleien (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@HerfordHf || mehrf.). — 2. wässrige Flüssigkeit, die sich im menschlichen Körper bilden kann. — 2.1. Gewebswasser. Dat Wada in’n Boein’n Wassersucht (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@GohfeldGo). Dei hiät Water im Häiern Wasserkopf (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@WesternbödefeldWb). Häwt Water fastsitten Kolikart (Pferdekrankheit) (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@BorghorstBo). — 2.2. Schweiß: Dat Water laip moi te Gütte strömte mir heftig herab (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@RüthenRü). — 2.3. Urin, Harn. Suin Wāter lōten (Kr. SoestSos WWB-Source:256:SchmBSchmB). Ek mau ǟis minn Wāter māken urinieren (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Hä kann ’t Wāter nit hollen Blasenleiden (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — Ra.: ’ne Stange Waater awstell’n urinieren (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr). Ick hebb ’t Water bes öwwer de Knee staohn muss dringend austreten (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@VredenVr). Et hälpt öm nicks. He maot mett’t Water vör’n Doktor darf (bes. bei Gerichtssachen, die für ihn ungünstig stehen und die er gerne bemänteln möchte) die Wahrheit nicht länger zurückhalten (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@KatenhornKa || mehrf.). — 2.4. Tränenflüssigkeit. Hoi brült Snodden (Rotz) un Water heult hemmungslos (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). — Ra.: Dat Water bekuiken weinen (aus Gram, Heimweh) (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). He häff ’t Waater hooge neigt zum Weinen (WmWb). — 2.5. Speichel. — Ra.: So sur, dat einem dat Water im Munne tausammenlöppt wenn etwas sehr sauer schmeckt (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@BierenBr). Mi löpp ’t Waater üm de Tande mir läuft das Wasser im Munde zusammen (WmWb || mehrf.). — 2.6. Fruchtwasser (WmWb). Dat Waater is wegg, de eerste Blaose is de a’ west das Fruchtwasser ist abgegangen, Anzeichen für die Geburt (WmWb). — Ra.: Düi hät de Bamoime (Hebamme) wal vakehrt harümme in’t örste Water steken „kannst du gar nicht selbst denken“ (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). — 3. Wortspiel: Wāter es et steärkse Gedränke; dat kann Müelrā drīm’m (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Dat Water, wat in en Briutschleier fällt, briuket d’ Frugge in d’r Ehe nit t’ greynen (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@GesekeGe). Datt Water, watt de grinnst, datt bruks t’ nich te pissen wenn ein Kind ohne Grund weint (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@KatenhornKa). Wann ’t Water sackt, dann knapp ’t Is Entschuldigung von jmdm., der beim Wasserlassen seine Blähungen recht laut von sich gibt (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@KatenhornKa || (ähnl.) mehrf.). Lot en Biuk iut’em Water un et Water iut’em Biuk, dann werst ’e olt wer nicht schwimmen kann, soll nicht tiefer ins Wasser gehen, bis ihm dieses an den Bauch reicht, und er soll nicht zu viel trinken, denn die Trunksucht verkürzt ebenfalls das Leben (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg || mehrf.). — 4. Flüssigkeit, die bei der Käseherstellung von der Milch als Rückstand bleibt (Frbg.) (Kr. WiedenbrückWie Gü). ⟨Vokalismus: a [Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Wol], sonst ›ā‹⟩ ¶
WWB-Source:238:RhWbRhWb 9,290: Wasser; HnVwb 4,538: Wasser¹. Zus.:→ Ādel~,
Bāde~, Bǟie~,
Beitse~,
Beªrg~,
Biᵉke~,
Binnen~, Birken~,
Bitter~,
Blak~, Bleike~,
Blī~,
Bölke~,
Brak~, Brenne~,
Brō²d~,
Bröie~,
Brūse~,
Būk~,
Bulder-kutten~,
Burst~, Dikke-miᵉlek~, Dō²p~,
Drink~,
Fet~, Gal-appel~,
Geªrstel~,
Grund~,
Har~,
Hellen~,
Hērde~,
Hō²ch~,
Hoªnig~, Hō¹sten-kō¹ken~,
Kalk~,
Kǟse~, Klīen~,
Koffi~,
Köidel~,
Kop~,
Küᵉder~,
Kūlen~,
Kursten~,
Kwadder~,
Kwasel~,
Kwel~, Lakrits~, Ge-lenk~,
Lid~,
Lo²de~, Mes~,
Miᵉlek~, Molken~, Muᵉden~, Munder~,
Ō²gen~, Ōster~, Ōster-wīe~,
Päksken~,
Pulle~, Pütte~,
Reªgen~,
Rōsen~, Rō²te~,
Sabbel~,
Saft~,
Sålt~,
Sap~,
Schröie~,
Schüᵉtel~,
Sē²~, Selters~,
Sē²pen~,
Ssīl~,
Siᵉper~, Slapitteken~,
Sprak~, Spring~, Sǖr~, Talatken~,
Tǖr~,
Waske~,
Up-waske~,
Ūt-waske~, Wellen~,
Wīe~, Wiᵉser~,
Wurste~.