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Wange

ae. bis spez. · 21 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
23 in 21 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Wange f.

Wange f.

Wange f. ‘Backe’, ahd. wanga n. (8. Jh.), mhd. wange n. (f.), asächs. wanga n., mnd. wange n. f., mnl. wanghe f., nl. wang f., aengl. wange n., engl. (mundartlich) wang, anord. vangi m., auch ‘Schläfe’, germ. *wangōn n., und abgeleitetes got. waggarja (Dativ Sing.) ‘Kopfkissen’ wird verknüpft mit ahd. wang ‘Feld’, asächs. ‘Aue, Flur’, aengl. ‘Feld, Ebene, Platz, Erde’, anord. vangr ‘Feld, Flur, Wiese’ sowie mnd. wingeren ‘krümmen, kriechen’, auch (aus germ. *wanha-) mit asächs. wāh ‘Böses’, aengl. wōh ‘krumm, ungerecht; Biegung, Krümmung, Fehler, Unrecht’, anord. ‘Ecke, Winkel’, got. unwāhs ‘untadelhaft’. Außergerm. können verglichen werden aind. váñcati ‘geht krumm, wankt’, lat. convexus ‘gewölbt, gekrümmt’, mir. feccaid ‘bückt sich’. Alle Formen lassen sich auf ie. *u̯e(n)k- ‘biegen’ zurückführen, wenn man das g der germ. Formen aus k (d. h. endbetontem ie. *u̯onkó-) herleitet (vgl. Specht Dekl. 216). Wange ist das ‘Gebogene, Gekrümmte, die gewölbte Gesichtsseite unter dem Auge’, während 1Backe den ‘Unterkiefer’ bezeichnet. Das ursprünglich neutrale Substantiv wird schon im Mhd. gelegentlich, seit dem 17. Jh. endgültig als Femininum verwendet. Der Genuswechsel ist wohl auf den häufigen pluralischen Gebrauch und den Einfluß von 1Backe zurückzuführen.
1274 Zeichen · 56 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    wangeM.

    Köbler Ae. Wörterbuch

    wange , M. Vw.: s. wang (2)

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    WANGEswn. stn. stf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    WANGE swn. wange. ahd. wanga Graff 1,894. Gr. 1,635. 2,289. mala voc. o. 1,39. maxilla sumerl. 30,28. gl. Mone 7,589. da…

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    wangesw. N., sw. F., st. F.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    wange , sw. N., sw. F., st. F. nhd. Wange, Kinnbacke, Seitenwand der Nase, Beischlag, Sitzbank neben der Haustür, aufrec…

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    2. Wange

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    2. Die Wange , plur. die -n. 1. Der fleischige Theil an der Seite des Gesichtes unter den Augen, wo dieses Wort vorzügli…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Wange

    Goethe-Wörterbuch

    Wange [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  6. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Wange

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Wange , Backe , Theil des Gesichts.

  7. modern
    Dialekt
    Wangef. m.

    Pfälzisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Wange f. , Wangen m. : 1. a. 'Kiefer, Zahnfleisch', Wang (waŋ), Pl. Wange [ FR-Kindh ]. Ich hann e uffni Wang 'einen wun…

  8. Sprichwörter
    Wange

    Wander (Sprichwörter)

    Wange 1. Die feisten Wangen haben das Mass verloren. Lat. : Artauus puero subtractus fertur obeso. ( Reuterdahl, 63. ) S…

  9. Spezial
    Wangef

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    Wange , f щека , ж

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wange

156 Bildungen · 142 Erstglied · 14 Zweitglied · 0 Ableitungen

wange‑ als Erstglied (30 von 142)

wangeküsse

Lexer

wange·kuesse

wange-küssen , wange-küsse stn. ib. wangen-, kopfküssen, cervical (wange-, wangen-, wangelk.) Dfg. 115 b . wangeküsse Part. B. 1135. Lieht. …

wangeküssen

BMZ

wange·kuessen

wangeküssen stn. wangenkissen. kopfkissen. cervical wangenchusse sumerl. 33,60. wanküsse das. 50, 47. wanchüssîn gl. Mone 7,591. wangeküsse …

wangeküsselīn

KöblerMhd

wange·küsselīn

wangeküsselīn , st. N. nhd. „Wangenkisslein“, kleines Kopfkissen Q.: En (1187/1189), PleierMel, UvZLanz, Wh E.: s. ahd. wangkussilīn* 2, wan…

wangeküssen

KöblerMhd

wange·küssen

wangeküssen , st. N. nhd. „Wangenkissen“, Kopfkissen ÜG.: lat. cervical Gl Hw.: vgl. mnd. wangenküssen* Q.: LvReg (FB wangeküssen), Gl, KvWP…

wangele

RhWB

wang·ele

wangele wa·ŋ.ələ SNfrk: im Auszählreim: Angele, w., muckelemei, Domenei usf.

Wangeliner

MeckWB

wange·liner

Wangeliner zu Wangelin gehörig; Rda.: still as inne Wangeliner Kirch (in Pa Wang gibt es keine Kirche) Jac. 1, 51.

Wangeliom

Idiotikon

Wangeliom Band 16, Spalte 655 Wangeliom 16,655

wangelkissen

DWB

wangel·kissen

wangelkissen , n. , kopfkissen: wangelcussen Diefenbach gl. 115 b ; das erste glied vielleicht nicht wangel ' wänglein ', sondern wängel ' k…

wangeln

MeckWB

wang·eln

wangeln von der Bewegung eines fahrenden Wagens, im Neckreim: Johann, Spann an, De Katten vör 'n Wagen, Lat wingeln, lat wangeln Wo. V. 4, 1…

wangelstein

DWB

wangel·stein

wangelstein , m. , ' behauener stein, welcher den rand ( die wange) eines bauwerks bildet ' Frischbier 2, 455 ; wangelsteine ' die aufrecht …

Wangemann

Meyers

wange·mann

Wangemann , Hermann Theodor , luther. Theolog, geb. 27. März 1818 in Wilsnack, gest. 18. Juni 1894 in Berlin, wurde nach längerm Aufenthalt …

Wangemannshöh

Meyers

Wangemannshöh ( Neu-W .), Missionsstation im Kreis Konde-Oberland, Bezirk Langenburg in Deutsch-Ostafrika, nördlich vom Nyassasee.

Wangenbein

SHW

Wangen-bein Band 6, Spalte 247-248

wangenab

DWB

wange·nab

wangenab , adv. , die wangen hinunter: wangen-ab solt rennen bald eine trehen flut. v. Birken ostländischer lorbeerhäyn (1657) 476 ; dasz ih…

wangenäpflein

DWB

wangen·aepflein

wangenäpflein , n. , die mit einem apfel verglichene wangenrundung: er ... preist die eine ob ihrer 'röserlrothen wangenäpflein', lobt die a…

wangenaprikose

DWB

wangen·aprikose

wangenaprikose , f. : wer preist die kirschenlippe dir, wer die wangenaprikose genug? Platen 1, 636 Hempel.

wangenast

DWB

wange·nast

wangenast , m. , die wange durchziehender nervenast: mit ... zweigen des wangenastes des gesichtsnerven v . Sömmerring vom baue des menschl.…

wangenau

DWB

wange·nau

wangenau , f. , mit einer blumenaue verglichene wange: beim rosenhauch! beim schmelz der wangenauen! der morgen ist der schönste mann im lan…

wangenband

DWB

wangen·band

wangenband , n. , um die wangen gelegtes, die kopfbedeckung befestigendes band: die wangenbänder ( bucculae ) ( des helms ) bedecken das ohr…

wangenbausz

DWB

wangenbausz , m. , schlag auf die wange ( mhd. bûʒ ' schlag '): gib im ainen wangenbusz (: strusz), wenn er dich slach umb dein kopff. gesam…

wangenbeet

DWB

wangen·beet

wangenbeet , n. , mit einem blumenbeet verglichene wange: nach der liebsten wangenbeeten, nach dem antlitz blickt' er stät. Rückert werke 6,…

wangenbein

DWB

wangen·bein

wangenbein , n. 1 1) der gesichtsknochen, der stirnbein, keilbein und schläfenbein mit dem oberkiefer verbindet und der wange ( s. d. II, 1)…

wangenbildung

DWB

wangen·bildung

wangenbildung , f. , meloplastik, ' die kunst der wiederherstellung zerstörter wangentheile durch hautverlegung ' Krünitz 233, 314 .

wange als Zweitglied (14 von 14)

mastwange

DWB

mast·wange

mastwange , f. holzstück, welches zur verstärkung des mastbaums neben diesem befestigt wird. ebenda.

ossenwange

MNWB

osse·n·wange

*° ossenwange , f. : (Teil des Ochsenkopfes:) Kinnbacke eines Ochsen (Nd. Jb. 43, 78).

pracherwange

MNWB

pracher·wange

*° pracherwange , f. ( Pl. -n ) : durch Kälte hervorgerufene Wangenrötung, Frostbeule?, wol sîne vö̂te wil wîder strecken alse sîn bedde dey…

prachærewange

KöblerMnd

prachære·wange

prachærewange , F. nhd. „Bettlerwange“, durch Kälte hervorgerufene Wangenrötung, Frostbeule? E.: s. prachære, wange L.: MndHwb 2, 1653 (prac…

rosenwange

DWB

rosen·wange

rosenwange , f. rosenrothe wange, mhd. rôsenwange: solche unheilige lippen sollen diese rosenwange nicht berühren. Kotzebue dramat. sp. 2, 1…

rotruwange

Lexer

rotruwange , rotewange stf. BMZ bezeichnung einer bestimmten sangweise. rotruwange Trist. 8077. sîn rotewange er sanc Er. 2 6718. aus altfz.…

rōsenwange

KöblerMhd

rōsen·wange

rōsenwange , st. N., sw. M. nhd. Rosenwange Q.: HvNst (um 1300) (FB rōsenwange) E.: s. rōse, wange W.: nhd. Rosenwange, F., Rosenwange, DW 1…

Schwange

Wander

sch·wange

Schwange 1. Im Schwange gehen. »Die im schwange gehende Tewrung.« ( Friedeb., II, 168. ) 2. In den Schwang kommen. – Schottel, 1116 b .

þunwange

KöblerAe

þunwange , sw. F. (n) Vw.: s. þunwang

ōverswange

KöblerMnd

ōverswange , Adj. Vw.: s. ȫverswenge (1)

ȫverswange

KöblerMnd

ȫverswange , Adj. Vw.: s. ȫverswenge (1) L.: MndHwb 2, 1320 (ȫverswange)

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „wange". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 14. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/wange/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „wange". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/wange/pfeifer_etym. Abgerufen 14. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „wange". lautwandel.de. Zugegriffen 14. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/wange/pfeifer_etym.
BibTeX
@misc{lautwandel_wange_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„wange"},
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  urldate      = {2026-05-14},
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