Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
währen
währen
währen Vb. ‘dauern’, ahd. werēn (9. Jh.; vgl. thuruhwerēn, um 800, giwerēn ‘reichen’, 8. Jh.), mhd. wer(e)n ‘dauern, Bestand haben, verweilen’, asächs. weron, mnd. weren, aengl. werian ‘bleiben’ ist als schwach flektierendes Durativum im Sinne von ‘dauernd sein’ (mit grammatischem Wechsel von r und s) zu dem unter Wesen (s. d.) dargestellten starken Verb ahd. wesan, mhd. wesen ‘sein’ gebildet. – während Präp. ‘in der Zeit, zur Zeit von, im Verlauf von’ (18. Jh.), aus dem Part. Präs. von währen entstanden; aus Konstruktionen wie in der Zeit währender Kriege und in währender Zeit (17. Jh.) ergibt sich bei anderer Aufteilung der Wortgruppe während der Kriege bzw. während der Zeit, mit abhängigem Genitiv oder Dativ. Konjunktionaler Gebrauch wird etwa um 1800 geläufig; aus während dessen oder während dem, daß (1. Hälfte 18. Jh.) entwickelt sich über verkürztes während daß (seit 1760) schließlich während (um 1800).