Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
verschleifen verb.
verschleifen , verb. stark flectiert. 1 1) durch abschleifen zu grunde richten, mhd. verslîfen, mnd. vorslîpen: eine degenklinge verschleifen; sein herz gleicht einem trüben verschliffenen edelstein, in dem kein lichtstrahl zittert. Klinger theater 3, 267 ; kostbare, aber verschliffene kleidung. Gotthelf Uli d. pächter 191 ; übertragen: der liebe tempel ist auf keinen sand gebaut, weil man die ewigkeit in seinem marmor schaut, den keine zeit verschleift und keine flamme dämpfet. Günther 1061 ; dasz ich durch dich an sanftem mut gewann und manche rauhigkeit an mir verschliff. Platen 225 ; gemüt…