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Verschleifen

nhd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Verschleifen v., ntr, trs

Bd. 5, Sp. 357b
Verschleifen, v. I) ntr. mit sein, schleifend und unbemerkt sich in die Ferne bewegen, entfernen, sich verkriechen, und uneigentlich sich unbemerkt und nach und nach verlieren; verschliefen. »Das Wasser verschleift in die Erde.« 2 Sam. 14, 14. II) trs. 1) Regelm. auf der Schleife oder schleifend von einem Orte nach dem und jenem andern schaffen; wie auch, an den unrechten Ort Schleifen. Davon in weiterer und uneigentlicher Bedeutung (1) unbemerkt, heimlich, auf unerlaubte Art verschleppen. So verschleift untreues Gesinde Speisen, Eßwaaren  (2) † Ungebührlich in die Länge ziehen. Einen Rechtsstreit verschleifen, ihn in die Länge ziehen, langwierig machen. (3) △ Verschwenden, verschwinden lassen, langsam vergehen lassen. Und doch, und so traurig verschleifst du vergebens Die köstlichen Stunden des eilenden Lebens. Göthe. (4) Auf eine ungebührliche unrechte Art an einen andern Ort bringen. Eine Sache, einen Rechtshandel verschleifen, ihn auf eine ungehörige Art an einem andern Orte anhängig zu machen suchen. 2) Unregelm. (s. Schleifen). (1) Х Fehler= haft schleifen auf dem Schleifsteine, und durch fehlerhaftes Schleifen verderben. Eine Degenklinge verschleifen. I weiterer Bedeutung durch häufiges Überhinstreifen über eine Fläche verderben, sehr beschädigen; gewöhnlicher durchschleifen. Das Schleppkleid ist unten ganz verschliffen. (2) Durch Schleifen verbrauchen, verbringen. — D. Verschleifen. D. — ung.
1437 Zeichen · 29 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Verschleifen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Verschleifen , verb. regul. act. 1. Auf ungebührliche Art in die Länge ziehen, nur an einigen Orten. Einen Proceß versch…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    verschleifen

    Goethe-Wörterbuch

    verschleifen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    verschleifen

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    verschleife n 1. fortschleppen, stibitzen. Die Buewe n v. d e r Wi n Katzent. 2. verlegen, verlieren. s Lenele het d Sch…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit verschleifen

0 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von verschleifen

ver- + schleifen

verschleifen leitet sich vom Lemma schleifen ab mit Präfix ver-.

Zerlegung von verschleifen 2 Komponenten

ver+schleifen

verschleifen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Keine Komposita gefunden — verschleifen kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „verschleifen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/verschleifen/campe
MLA
Cotta, Marcel. „verschleifen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/verschleifen/campe. Abgerufen 15. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „verschleifen". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/verschleifen/campe.
BibTeX
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