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Sund

ae. bis sprichw. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
21 in 13 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Sund

Bd. 19, Sp. 206
Sund (Öresund), Meerenge zwischen der dän. Insel Seeland und der schwedischen Landschaft Schonen, die gewöhnliche Durchfahrt aus der Nordsee in die Ostsee (s. Karte »Dänemark«), ist im weitern Sinne von Kap Falsterbo bis Kap Kullen 105 km, im engern von Dragör bis Helsingör 50 km lang, an der schmälsten Stelle, zwischen Helsingborg und Helsingör, ungefähr 4 km breit und wird von der dänischen Festung Kronborg auf Seeland beherrscht. Die Tiefe steigt bis 26 m. verringert sich aber nach der Küste hin bis auf 6 m; am seichtesten ist das Fahrwasser zwischen Kopenhagen und Malmö, und größere Schiffe sind auf die zwischen den Inseln Amager und Saltholm befindliche Meerenge Drogden (s. d.) angewiesen. Auch in kalten Wintern friert der S. nicht völlig zu; dies geschah nur 1306,1830 und 1836. Seit dem Anfang des 15. Jahrh. erhob Dänemark bei Helsingör von allen vorüberfahrenden Schiffen einen Zoll, den Sundzoll, dessen Berechtigung durch Verträge von den andern Seemächten anerkannt war. Völlig befreit von demselben waren nur die sechs Hansestädte Lübeck, Hamburg, Rostock, Stralsund, Wismar und Lüneburg sowie Stettin, Kolberg und Kammin, während einzelnen Staaten, wie Schweden. Holland, England und Frankreich. eine Ermäßigung bewilligt war. Der Sundzoll zerfiel in die Schiffsabgabe von durchschnittlich mindestens 12 Speziestaler und den Warenzoll, der 1–1,5 Proz. betrug, und brachte Dänemark 1853 (bei 21,000 passierenden Schiffen) eine Einnahme von 2,530,000 Tlr. Nachdem die Vereinigten Staaten 1855 ihren mit Dänemark bestehenden Vertrag gekündigt und erklärt hatten, den Sundzoll nicht mehr zu zahlen, trat im Januar 1856 in Kopenhagen eine von fast allen europäischen Staaten beschickte Konferenz zusammen, durch die laut Vertrags vom 1. April 1857 der bisherige Sundzoll gegen eine Entschädigungszahlung von 30,476,325 dän. Reichstaler abgeschafft wurde. Vgl. Scherer, Der Sundzoll, seine Geschichte etc. (Berl 1845).
1940 Zeichen · 23 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    sundAdj.

    Köbler Afries. Wörterbuch

    sund , Adj. nhd. gesund ne. healthy Vw.: s. -hêd*, -maker Hw.: vgl. ae. sund (2), as. *sund?, ahd. *sunt (2?) Q.: B, E, …

  2. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    sundst. M. (a)?, st. N. (a)

    Köbler Ahd. Wörterbuch

    sund , st. M. (a)?, st. N. (a) nhd. Süden ne. south (N.) ÜG.: lat. auster N, meridies N Hw.: vgl. anfrk. sūth, as. *sūth…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Sund

    Adelung (1793–1801) · +8 Parallelbelege

    Sund , in Gesund, S. dieses Wort.

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Sund

    Goethe-Wörterbuch

    Sund [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Sund

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Sund , überhaupt soviel als Meerenge, insbesondere die Meerenge zwischen Schweden und der dän. Insel Seeland; diese heiß…

  6. modern
    Dialekt
    Sund

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Sund in Zss. u. Abl. = Süd.

  7. Sprichwörter
    Sund

    Wander (Sprichwörter)

    Sund 1. Niemand waiss was der Sund ein schöne State (Stadt) ist, er habe denn etlich Jahr zu Kröpten geherbergt. – Henis…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit sund

598 Bildungen · 570 Erstglied · 21 Zweitglied · 7 Ableitungen

sund‑ als Erstglied (30 von 570)

Sund

Idiotikon

Sund N. Band 7, Spalte 1130 Sund N. 7,1130

sund(e)rig

Idiotikon

sund(e)rig Band 7, Spalte 1157 sund(e)rig 7,1157

Sundflur

SHW

Sund-flur Band 5, Spalte 1657-1658

Sundag

WWB

sun·dag

Sundag m. [allg.] 1. Sonntag. Witten Sünndag Sonntag vor Ostern ( Tek Me ). Sundag is, wenn de Luie iut de Kiärken kummet ( Pad Da ). Maorn …

sundāgecollekte

MNWB

sundāgecollekte , f. , priesterliches Gebet am Sonntag, Teil der Liturgie (Brschw. Kirchen-Ord . 257).

sundāges

WWB

sundāges Adv. [verbr.] sonntags; am Sonntag. Sunndags möt wui in de Kiärke gaohn ( Sos Öh ). — Ra.: Dei däut gärne wat, blouß sundags un in …

Sundāgeshals

WWB

sundages·hals

Sundāges-hals m. [verstr. nördl.] Luftröhre (wenn man etwas in die falsche Kehle bekommen hat) ( Rek La). ¶ Vgl.→ sundāgesk .

Sundāgesjas

WWB

Sundāges-jas m. Sonntagsjacke, -jackett ( WmWb ).

sundāgesk

WWB

sundāgesk Adj. [verstr.] 1. sonntags zu erledigen. Dat sunndaggske Tüüg Arbeit, die zum Sonntag erledigt werden muss ( WmWb ). — 2. für beso…

Sundāgeskāre

WWB

sundages·kare

Sundāges-kāre f. [WMünsterl] leichter (zweirädriger) Wagen, mit dem man sonntags zur Kirche fährt.

sund als Zweitglied (21 von 21)

bisund

KöblerAn

bis·und

bisund , F. nhd. Goldmünze I.: Lw. mnd. bisant, Lw. mlat. bisantius E.: s. mnd. bisant, M., Byzantiner, Goldmünze; mlat. bisantius, M., Byza…

chërng(e)sund

Idiotikon

chërng(e)sund Band 7, Spalte 1136 chërng(e)sund 7,1136

eichleⁿg(e)sund

Idiotikon

eichleⁿg(e)sund Band 7, Spalte 1136 eichleⁿg(e)sund 7,1136

g(e)sund

Idiotikon

g(e)sund Band 7, Spalte 1130 g(e)sund -ü- 7,1130

gesund

DWB

ges·und

gesund , f. mit den flexionsformen der i- declination, niederdeutsch und mitteldeutsch in nom. u. acc. in der form gesunt belegt, im gen. u.…

kerngesund

DWB

kern·gesund

kerngesund , gesund im kerne, bis in den kern, durch und durch gesund, s. kern 10; zuerst wol von bäumen, holz, früchten ( vgl. kernfaul ), …

Nørvasund

KöblerAn

Nørvasund , st. M. (a) nhd. Straße von Gibraltar Hw.: s. nǫrr (2) L.: Vr 414a; (urn. *narwja)

onsund

KöblerAe

onsund , Adj. nhd. ganz, perfekt, vollendet, gesund E.: s. on- (2), sund (2) L.: Hall/Meritt 267a, Lehnert 164b

prisund

KöblerAn

pris·und

prisund , d, an., st. F. (ō) nhd. Gefängnis I.: Lw. mnd. prisūn, Lw. afrz. prisun E.: s. mnd. prisūn, Sb., Gefängnis; afrz. prisun, Sb., Gef…

u(n)g(e)sund

Idiotikon

u(n)g(e)sund Band 7, Spalte 1136 u(n)g(e)sund 7,1136

ungesund

DWB

ung·e·sund

ungesund , m. , gth. des m. gesund ( s. d. ). i. a. veraltet und mundartlich. mhd. ungesunt. vgl. der krank th. 5, 2028. verwundung, verwund…

vnsund

MNWB

vnsund ” (Voc. Strals. ed. Damme 444), „ Du scult dic behoden ... vor allerhande vngeuer spise vnde vor vngeueme drancke ” (Utr. Arzneib. ed…

wisund

KöblerAs

wis·und

wisund , st. M. (a?) (i?) nhd. Wisent, Büffel ne. buffalo (N.) ÜG.: lat. bison Gl Hw.: vgl. ahd. wisunt (st. M. a?, i?) Q.: Gl (Hamburg Stad…

Öersund

KöblerMnd

Öersund , ON Vw.: s. Öresunt

Örsund

KöblerMnd

Örsund , ON Vw.: s. Öresunt

þūsund

KöblerAn

þūsund , st. F. (i?) nhd. Tausend Hw.: s. þjō; vgl. got. þūsundi, ae. þūsend, anfrk. thusint, as. thūsundig, ahd. dūsunt*, afries. thūsend E…

Ableitungen von sund (7 von 7)

gesund

DWB

gesund , f. mit den flexionsformen der i- declination, niederdeutsch und mitteldeutsch in nom. u. acc. in der form gesunt belegt, im gen. u.…

gesunde

DWB

gesunde , gesünde , fem. , althochd. gasunti tutela Steinmeyer 1, 260, 29 . mittelhochd. wb. 2, 2, 748 a . Lexer 1, 936 . gesuntî in der for…

gesunden

DWB

gesunden , schw. v. ; nach dem mhd. wb. 2, 2, 748. Lexer 1, 936 gehören der älteren sprache transitive und intransitive functionen dieser ve…

gesundlich

DWB

gesundlich , adj. und adv. , erst aus der späteren mittelhochd. zeit belegt und in der neuhochdeutschen sprache früh wieder ausgestorben. mh…

gesundung

DWB

gesundung , f. , verbalsubstantiv zu gesunden, das erst der neueren sprachschöpfung angehört und in den wörterbüchern nicht verzeichnet ist.…

sunde

DWB

sunde , f. , nebenform zu sonde ' senkblei ', teil 10, 1, 1571, vgl. sundieren: an dieser küste der bank zeigen die sunden eine weit gröszer…

versunden

KöblerMhd

versunden , (Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. verswunden

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APA
Cotta, M. (2026). „sund". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/sund/meyers
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Cotta, Marcel. „sund". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/sund/meyers. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „sund". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/sund/meyers.
BibTeX
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