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spack

mnd. bis Dial. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
8 in 8 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

spack adj.

Bd. 16, Sp. 1829
spack, adj. dürr, trocken, vor hitze ausgetrocknet und vor trockenheit gesprungen oder leck. adjectivisches stammwort zu spache, spachen, s. diese; doch ist die hd. form *spach nicht genügend bezeugt, vielmehr scheint das wort nur auf nd.-nl. boden zu hause zu sein. zuerst bezeugt im clev. teuthonista v. 1475: dorre, spack, droghe, aridus, s. Schiller - Lübben 4, 299a. Weigand 2, 744 (der spach als nhd. ansetzt; ebenso Lexer mhd. handwb. 2, 1062, ohne beleg). sonst mnd. nicht bezeugt, dagegen in den neuern idiotiken, in der form spack. Danneil 201b f. ('unrichtig spricht man auch hie und da spaok'). Mi 84a, oder häufiger spâk: spak, spakig, verspakt zusammen getrocknet, in den fugen undicht. Dähnert 444b; preusz. spâk, in Westpreuszen auch spack. Frischbier 2, 346b; ostfries. spaak, spakig Stürenburg 249b, spâk ten Doornkaat Koolman 3, 260a. substantivisch in dem sprichwort merzen spak givt roggen innen sack, wenn im märz trockene witterung ist, hat man ein fruchtbar jahr zu hoffen. Strodtmann 222. brem. wb. 4, 931; märten spâk gifd rogge in de sak. ten Doornkaat Koolman a. a. o. als adj. ist vielfach spakig gebräuchlicher, s. unter spachig. spack und spak sind auch im nassauischen bezeugt, s. Kehrein 1, 379. die form spack ist aus dem nd. auch in die nhd. schriftsprache eingedrungen, s. d. belege. 11) im eigentlichen sinne von holz und hölzernen geräten: spack, gebrauchen die Nider-Sachsen, für zerlächzen, von hölzen geschirr, so in der hitze spalte bekommt, dasz es kein wasser mehr hält, vom holländischen spaeken, hiare ariditate, spaekig, aridus ardore. Frisch 2, 288c; 'spack, spackig, spackerig, holl. spaekig, sagt man vom holze, wenn es zusammengetrocknet, geborsten und verwittert, oder von der nässe verdorben, verfault und schimmlich geworden. daher sagt man von hölzernen gefäszen, wenn sie lange gestanden haben und nicht angefeuchtet worden sind, und daher zusammen zu fallen drohen, weil das holz zusammengetrocknet ist, sie seyen spack. dieser ausdruck ist beim wasserbau vom holze und buschwerke sehr gebräuchlich.' Krünitz 156, 135; nd. spack 'wird von hölzernen gefäszen gebraucht, die in leerem zustande dem luftzuge ausgesetzt sind, deren theile dann eintrocknen und wasser durchlassen. de tunn, de emmer sünd spack.' Danneil 201b f., vgl. Stürenburg 249b (von holz u. leder). ten Doornkaat Koolman 3, 260a; wenn die stammenden (besonders das zopfende, [der kiefern]) der freyen luft, ohne bedeckung ausgesetzet sind, werden sie spack, und sind von der zeit an dem wurmfrasz ausgesetzet, und dem um sich fressenden olme (caries) dermassen unterworfen, dasz auch das schönste holz ... beym bau nicht angewendet werden kann. Heppe jagdlust (1784) 3, 396; darauf eine spacke heringstonne, die einmal den springbrunnen, auf fünf minuten, gespeist hat. national-zeit. 14, 436, s. 2a. — dazu nd. spakholt 'anbrüchiges holz in den heiden.' Dähnert 444b, mnd. spaeck-, spaechholt dürres (vom winde gebrochenes) holz. Schiller-Lübben 4, 299b f. 22) bildlich von menschen, 'von alten leuten, deren kräfte schwinden.' Danneil 202a, old un spaak, hinfällig. Stürenburg 249b: denn du, du bist schon spack und spahn, ein alter stümper, der nicht mehr kann. Droysen Aristoph. 2, 141 (wespen 1380). meklenb. spack lahm, müde. Mi 84a. von der lebensweise: Apherdian. p. 154 braucht es auch figürlich, sparlich, häuszlich, spack, mäsziglich leben, vivere parce, frugaliter, tenuiter, sobrie. Frisch 2, 288c. in Wallmerod spack, knapp. Kehrein 1, 379.
3538 Zeichen · 81 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    spackAdj.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    spack , Adj. Vw.: s. spak (1)

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Spackadj, adv

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    † Spack , adj . u. adv . Spalten, Risse habend, zerlechzt, von hölzernen Gefäßen, welche in der Hitze aufgesprungen sind…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Spack

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Spack , soviel wie Steinsalz, s. Salz , S. 495.

  4. modern
    Dialekt
    Spack

    Schweizerisches Idiotikon · +2 Parallelbelege

    Spack Band 10, Spalte 84 Spack 10,84

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit spack

27 Bildungen · 26 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

spack‑ als Erstglied (26 von 26)

spackat

Idiotikon

spackat Band 10, Spalte 84 spackat 10,84

Spackel

PfWB

Spackel 'närrischer Kerl' s. Spurkel ;

Spackeldor

LothWB

spackel·dor

Spackel-dor [-dôr Si. ] m. wilder Rosenstrauch, Hagebuttenstrauch.

Spackeln

RhWB

spack·eln

Spackeln nach Wk. VIII 5 an der Saar u. WMosfrk vereinzelt, u. zwar -agələ in Saarbr-Lummerschd , Ottw-Bubch Calmesw Landsw Wiesb , Saarl-Au…

spacken

DWB

spacken , verb. 1 1) s. spachen. 2 2) schweiz. mit vollen backen essen. Stalder 2, 378 . — daneben ' unruhig und gierig spähen ', s. Germ. 1…

spacker

DWB

spacker , m. 1) stosz, schneller mit einer spitzen sache. Schm. 2, 657 ( vgl. spacken 3); 2) fleck, mal von einem stosz, z. b. bei äpfeln. e…

spackerig

DWB

spack·e·rig

spackerig , spackig , adj. , ' so viel als in der hitze zusammen getrocknet, geborsten und verwittert, oder von der abgewechselten nässe ver…

Spackern

Campe

spack·ern

† Spackern , v. intrs . mit sein , im N. D. z. B. in Stade, stark laufen, rennen, muthwillig herumspringen. D. Spackern .

Spackert

RhWB

spack·ert

Spackert -ərt, Pl. -də ebd. m.: verächtl. widerspenstiger Kerl .

Spackes

RhWB

Spackes -ā-, Pl. -əsə Siegld , Simm m.: verächtl. 1. dürrer, hagerer Mensch Simm . — 2. langer, unbeholfener Kerl , der sich breit hinsetzt …

spackessig

RhWB

spack·essig

spackessig -a- Siegld-Siegen ; -ā- Ld Adj.: sich sperrend, sich spannend, zu eng, von Kleidungsstücken.

spackeⁿ I

Idiotikon

spackeⁿ I Band 10, Spalte 84 spackeⁿ I 10,84

spackeⁿ II

Idiotikon

spackeⁿ II Band 10, Spalte 84 spackeⁿ II 10,84

Spackig

Meyers

Spackig , s. Spach .

spackle

ElsWB

spackle lancer en visant en jouant aux noix’ Rœsch.

Spackmuntes

RhWB

Spack-muntes -dəs Bitb-Dudeld m.: scherzh. Sirup.

spack als Zweitglied (1 von 1)