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Mond

nhd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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18 in 16 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Mond Der

Bd. 3, Sp. 337b
Der Mond, — es, (O. D. — en), Mz. — e, (O. D. — en), ein Weltkörper, welcher der Erde am nächsten ist und uns daher nächst der Sonne, ungeachtet er viel kleiner als die Erde ist, am größesten erscheint, welcher mit einem von der Sonne erborgten Lichte zur Nachtzeit leuchtet und uns seine erleuchtete Seite bald ganz, bald abnehmend immer weniger, bald gar nicht und bald wieder zunehmend immer mehr zeigt, und welcher die Erde auf ihrem Laufe um die Sonne begleitet, indem er sich selbst in der Zeit, welche die Erde zu ihrem Laufe um die Sonne braucht, d. h. in einem Jahre, zwölfmahl und drüber um die Erde bewegt. Der Mond geht auf, wenn er über dem Gesichtskreise erscheint; er gehet unter, wenn er wieder unter denselben tritt. Der Mond scheint, wenn er uns seine erleuchtete Seite mehr oder weniger zukehret, besonders wenn er dann durch Wolken unsern Augen nicht entzogen ist. Der Mond nimmt ab, wenn wir von seiner ganzen erleuchteten Seite täglich immer weniger erblicken, bis wir gar nichts mehr davon sehen, was geschieht, wenn er uns seine dunkle Seite zukehrt, wo er dannn, wie man sagt, neu wird, und der neue Mond oder Neumond genannt wird; er nimmt zu, wenn wir nach dieser Zeit davon immer mehr erblicken, bis wir zuletzt seine ganze erleuchtete Hälfte wieder sehen, wo er dann voller Mond oder Vollmond genannt wird. I der Zeit vom Vollmonde bis zum Neumonde und vom Neumonde bis zum Vollmonde wird er erstes und letztes Viertel genannt, weil man nur den vierten Theil oder noch weniger der erleuchteten Mondscheibe, in Gestalt einer Sichel siehet. S. Mondsviertel. I abnehmenden Monde, N. D. im Wannen. I zunehmenden Monde. I gemeinen Leben wird er auch von seinem Leuchten bei Nacht, das Licht genannt, und man sagt, das neue, zunehmende, volle, abnehmende Licht. Wegen seines sanften Lichtes ist der Mond bei Dichtern und Liebenden sehr beliebt, man besang und besingt ihn. und bedient sich seiner zu verschiedenen bildlichen und uneigentlichen Ausdrücken, zu welchen gehört, wenn man sagt unter dem Monde, für auf der Erde. Warum sind der Thränen unterm Mond so viel? Bei den Dichtern ist die O. D. Umendung des — en, Mz. — en, sehr üblich, deren man sich auch in den Zusammensetzungen abwechselnd mit Monds= und Mond bedient. Wie süß und freundlich lacht Des Monden stille Pracht. Weiße. Der erste Fall lautet im O. D. auch ≠ der Monden, bei Opiz ≠ der Monde und zuweilen bedienen sich die Dichter auch noch der sonst veralteten Form Mon (s. d.) welches in manchen Gegenden Man, im N. D. der Mahnd und im Osnabrückschen die Mane lautet. Sprichwörtlich sagt man der Mann im Monde, wenn man von einem uns ganz Fremden und Untheilnehmenden spricht. I weiterer Bedeutung nennt man auch die Begleitsterne anderer Wandelsterne, als des Jupiter, Saturn  Monden. Fort reißt er (der Stern) dich in seines Schwunges Kraft Sammt seinem Ring und allen seinen Monden. Schiller. Uneigentlich. 1) Die Zeit von einem Neumonde zum andern, ein Monat. Freundlich den ganzen Mond herbergt' er mich — Voß. Fünf Monde sind's — Schiller. (R.) 2) Von der Ähnlichkeit mit dem Monde, wenn er aus dem letzten Viertel und ehe er ins erste Viertel tritt, wo der erleuchtete Theil desselben einer Sichel gleicht, belegt man verschiedene Dinge mit dem Namen Mond. Der halbe Mond im Türkischen Wappen, das Bild des sichelförmigen Mondes. Der Türkische Mond, die Mondssichel als Türkisches Wappen oder Wappenzeichen. Der halbe Mond, in der Festungsbaukunst, eine Art Außenwerke. Bei den Weißgerbern ist der Mond oder Monden ein sichelförmiges Schabeisen. S. Schlichtmond, Streichmond. 3) I der Naturbeschreibung. (1) Eine Art mondförmiger Seesterne im Idischen Meere (Asterias luna). (2) Das Möndchen, eine Art Nachtvögel (Phalaena noctua lunula Hufnag.).
3771 Zeichen · 54 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Mōnd

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Der Mōnd , des -es, plur. die -e, (Oberd. des -en, plur. die -en,) Diminut. das Mȫndchen, derjenige Weltkörper, welcher …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Mond

    Goethe-Wörterbuch

    Mond Vereinzelt Kleinschr; (poesiesprachl) wiederholt pl ‘M-en’ (s 1c, auch in 2 u 3). Bei ca 400 Archivbelegen Gebrauch…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Mond

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Mond , der Trabant od. Nebenplanet der Erde, um die er sich in einer Ellipse von Westen nach Osten innerhalb 27 Tagen be…

  4. modern
    Dialekt
    Mon(d)

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    Mon(d) [Món O., auch Mónt Horbg. ; Mânt Dollern ; Myùn M. ; M Geisp. ; Mónt Str. u. vorwiegend neben Món U.; Mônət Wh. …

  5. Sprichwörter
    Mond

    Wander (Sprichwörter)

    Mond 1. Bei abnehmendem Monde ist's böse Zaunlatwergen einnehmen. – Fischart, Prakt., in Kloster, VIII, 623. 2. Bei roth…

  6. Spezial
    Mond

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Mond m. (-[e]s,-e) 1 (Himmelskörper) löna f. 2 ‹fig› (wirklichkeitsferner Ort) löna f. ▬ der Mond nimmt zu la löna se fe…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit mond

398 Bildungen · 383 Erstglied · 12 Zweitglied · 3 Ableitungen

mond‑ als Erstglied (30 von 383)

Mondachat

SHW

Mond-achat Band 4, Spalte 743-744

mondblind

SHW

mond-blind Band 4, Spalte 743-744

Mondhannes

SHW

Mond-hannes Band 4, Spalte 743-744

mondhell

SHW

mond-hell Band 4, Spalte 743-744

Mondkalb

SHW

Mond-kalb Band 4, Spalte 743-744

Mondlicht

SHW

Mond-licht Band 4, Spalte 743-744

Mondnacht

SHW

Mond-nacht Band 4, Spalte 743-744

Mondnarr

SHW

Mond-narr Band 4, Spalte 743-744

Mondrand

SHW

Mond-rand Band 4, Spalte 743-744

Mondschein

SHW

Mond-schein Band 4, Spalte 743-744

Mondsichel

SHW

Mond-sichel Band 4, Spalte 743-744

mondabend

DWB

monda·bend

mondabend , m. vom monde erhellter abend: er bat sie .. in den mondabend hinauszugehen. J. Paul ...

môndach

MNWB

mond·ach

+° môndach , m. , Montag (Zs. Hamb. Gesch. 6, 567; Ub. Bielef. 596; Ub. Obernkirchen 177; Kieler Denkelb. 32). Vgl. 2 mândach.

mondän

Pfeifer_etym

mon·daen

mondän Adj. ‘auffallend elegant, im (oft vermeintlichen) Stil der großen Welt’. Afrz. frz. mondain ‘weltlich’ (im Gegensatz zu ‘geistlich, k…

Mondäuger

RhWB

Mond-äuger Mettm , Heinsb-Millen m.: -blinder.

mond als Zweitglied (12 von 12)

Christmond

Wander

christ·mond

Christmond Wenn der Christmond bricht, so ist's eine miserable Gschicht'. Weil der Winter in der Regel dann ein unbeständiger ist. [Zusätze …

Hartmond

Wander

hart·mond

Hartmond Im Hartmond (Januar) besser ein Wolf auf dem Mist als eine Mücke. ( Nassau. ) – Kehrein, VIII, 110.

herbstmond

DWB

herbst·mond

herbstmond , m. für september. voc. inc. theut. i 4 a ; ( Schulz ) almanach der belletr. (1782) b 5 a . vergl. oben herbstmonat 2.

Heumond

Campe

heu·mond

Heumond , des — es, Mz. die — e , der siebente Monat im Jahre, in welchen gewöhnlich die Heuernte fällt; im gemeinen Leben, der Julius .

Maimond

Campe

mai·mond

Maimond , — es, Mz. — e , der Monat Mai. Der schöne Maienmond . Hölty.

N_s;benmōnd

Adelung

Der N_s;benmōnd , des -es, plur. die -e, das von den Lichtstrahlen reflectirte Bild des Mondes in der mit Dünsten angefüllten Luft; Parasele…

neumond

DWB

neu·mond

neumond , m. novilunium ( s. neu I, 5, b, γ und neulicht): newmon Dief. 383 c . Denzler 212 a . Weckherlin 609 ; neumond Stieler 1289 ; blas…

schlichtmond

DWB

schlicht·mond

schlichtmond , m. bei den gerbern eine runde eisenscheibe, die mit einem loch versehen ist und eine scharfe schneide hat. durch das loch gre…

Septembermond

Wander

september·mond

Septembermond Warmer und trockner Septembermond mit reifen Früchten reichlich lohnt. It. : Un Settembre caldo e asciutto maturar fa ogni fru…

vollmond

DWB

voll·mond

vollmond , m. , s. voll 2 c, sp. 532; ahd. volmâni, n. plenilunium Graff 2, 795 ; mhd. volmæne, vollemâne mhd. wb. 2, 1, 55 a ; Lexer 3, 450…

Wonnemond

Campe

wonne·mond

Wonnemond , — es, Mz. — e , eine alte, von Karl dem Großen herrührende Benennung des Maies, weil in den südlichen Gegenden dieser Monat, in …

Ableitungen von mond (3 von 3)

gemond

DWB

gemond , lunatus, geformiert als ein mohn ( mond ). Henisch 1488 .

gemonde

DWB

gemonde , n. handbreite, s. gemünde .

mônde

Lexer

mônde s. mânde.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „mond". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/mond/campe?formid=M04675
MLA
Cotta, Marcel. „mond". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/mond/campe?formid=M04675. Abgerufen 15. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „mond". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/mond/campe?formid=M04675.
BibTeX
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  author       = {Cotta, Marcel},
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  year         = {2026},
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