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krumm

mhd. bis spez. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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19 in 17 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

krumm

Bd. 4, Sp. 1589
krumm das Wort ist allg., u. zwar -u-, –o- präd. u. attrib. [Eup-Stdt -ǫmə]; doch belegen noch geschlossene, grosse Geb. für die präd. (adv.) Form -ump, –o-, wenn auch diese ältere Formen vor der -p-losen Form zurückweichen, u. zwar Kreuzn-Langenth, Birkf (hier auch noch attrib.), Hunsr (n. Soonw), Wend, Saar, Trier, Wittl, Bitb, Daun, Prüm, Bernk-Merschd, May-Kehrig, im Rip in Aden, Schleid, Ahrw, Rheinb, Sieg, MülhRh, Bergh; SNfrk bis Geld, Mörs (-ōmp) [MGladb-Rheind -ǫm(p), flekt. -o·m.ə; Erk-Elmpt -omp, flekt. -ǫ·m.ə, –ǫ·m., –omp (n.), Pl. -ǫ·m.]; das NBerg u. Ruhr haben -oump u. jünger -oum; in der Flexion gleicht sich -mp (-mb) > m an, also -u·m.ə, –o-, –ou- Adj.: wie nhd. natürlich gekrümmt, im Gegens. zu grade, richt, schnack, strack; schief gewachsen; gern in der Verb. kr. on schef (schief), — schäpp, schäkig (s. d. W.). 1. sachl. a. von Dingen; en kr. Fuər (Furche); en kr.ə Weg; [] kr.ə Droht; en kr.ə Röcken han vor Gicht; de Bom es kr. gewasse; ene kr.ən Nagel strack kloppe udgl. Rip, Allg.; kr. Holt knorriges Stück Holz Kemp; kr. Holz zweijährige Bog-, Tragrebe Ahrw; ne kr.ə Hot ein gebogener Hut Schleid-Hellenth; kr. Gawwel dreizinkiges Gärtnergerät zur zweiten Durcharbeitung des Bodens Saarbr-SArnual; kr.ər Bickel dass. Wend-Offenb; kr.ər Stuhl Empore in der evang. Kirche Neuw-OBieber; de kr. Gärf, auch de Kr.ə vertehren (Garbe; s. Brauch bei Garbe) Klevld; de kr.ə Erpel (Erdapfel, Kartoffel) vertehre Brauch bei der Kartoffelernte Klevld; kr.ə Schwanz Dasselfliege Simm-Schlierschd; de kr. Kouh (Kuh) Bettdeckkissen, das, mit Grummet gefüllt, schwer nach Art einer Kuh nach beiden Seiten herunterhing Saarbg-Wilting (1860); de kr. Ai (Au) eine Wiese an der Kyll zwischen Kyllbg u. SThomas, eine Feldflur zu Bitb-Badem; kr. Gewanicht FlN Bitb; die kr. Gewann dass. Birkf; e kr. Steck Feld Wittl; de kr. Fuar (Furche) ein ganzer Distrikt, benannt nach dem bogenförmigen Verlauf der Felder Wittl, Trier, Saarbg; kr. Ort bogenförmiges Feld Sieg; Kromp m. gebogene Nase Kemp-Amern; kr.ə Nägel, die an die Fussspitze des Schuhes eingeschlagen werden Aach-Würselen; de Kr.ən dass. Elbf-Hahnerbg; e Kr.ə scherzh. ein Schnaps Birkf-Oberst. RA.: So kr. äs en Bretzel Meiderich, — der Weg no Ochen (Aachen) ist z. B. eine Stange Gummb, — der W. no Köllen Gummb-Nümbrecht, — wie der Meller W. Eusk-Dirmerzh. Hesse (hast du) alt wat Kroumeres (Krümmeret Gummb) gefreten (gesehn) äs en Bretzel? bei verworrenen Verhältnissen Elbf, Gummb. Wat es kr.ər as ein Br.? Zwei Br. Berg. De lacht iwer'n kr. Steck Holz über Nichtigkeiten Saarbg-NLeuken, Bitb-NWeis. An de kraumste Stecke (Steckeln) wasse (gewen et) de meiste Buhnen NBerg. Michel, kr. Sichel, schelle (scheeler) Mäjer (Meier), guck, g.! Saarbg (s. Michel). Hanes, kr. Banes, kr. Bocksebän, jog (jage) die al Weiwer von der Hochzeit häm! Bitb-Wiersd. Op kr. Fuəre (Furchen, s. d.) wasse de meste Fröchte SNfrk, Allg., — Früət Jül-Langw, — wiəss de mizte Frusch Bo-Witterschlick; en er kr. Fur wiəsst och en stracke Muhr (Möhre) Waldbr; de bescht Bauer zackert (pflügt) emol e kr. Forch Kreuzn. E gurer Weg kr. geht net um Nahe. Der geht kr.ə Weg sucht etwas hinten herum zu erreichen Gummb-Berghsn. Kr.ə Bockse hon schiefbeinig sein Birkf-Oberst; he het en kr. Bocks an Elbf, Allg.; dau hos jo kr.ə Bocksebän Westerw; sei Bockse sen kr. gemach Ottw-Uchtelfang. De kimmt nit fort, de hot de kr.ə Knoche Simm-Ebschd. Den sinn kr. Knök (Knochen) hauw ek noch kapot! Drohung Geld-Schravelen. Kr.ə Knie (Knie) maken seine Notdurft verrichten Barm; de Kn. kr. mache Birkf. De lo hät esu kr.ə Bän; mer männt, e hätt of em Fass gerire [] Westerw; de macht su kr.ə B., als wenn e kr.ə Bockse an hätt Kobl-Sayn; de hot kr. Stremp on Koch-Eller. Met em kr.ən Ärm grateleeren gohn mit Geschenken im Arme Köln-Stdt, uWupp. Mach geng kr. Ellebög! keine Umschweife, Winkelzüge Aach-Kohlschd. De micht Finger kr. er arbeitet nicht Hunsr, Allg.; kr. F. maken (höbben) stehlen Nfrk; de micht mer käne F. kr. em Arsch er kann mir gestohlen bleiben Kobl-Bend. Er micht mer e kr.ə Kopp er ist mir böse, redet nicht mit mir Birkf-Idar. Kr. Hor scherzh. krauses Haar uNahe, Westerw, Rheinb-Meckenh, MGladb-Rheydt; kr. H., kr. Senn Nfrk, Allg., — kr. Strek Geld, — kr.ə Naupen Kobl-Bend; de kammer och kän H. kr. mache mir nichts anhaben Kobl-Bend. Den Röcken för enem kr. maken unterwürfig sein, nachgeben Gummb. De Wengk (Wind) kömmt von de kr.ste Siə (Seite) sehr gelegen Kemp-SPeter. Mach kän kr. Seiden! keine Umschweife Saarbg-Portz; e kr. Seit mache sich seitwärts in die Büsche schlagen Saarbr-Sulzb. Den Huhn (Hahn) legt kr. Eier d. h. Kot Bitb, Allg.; kr. E. legen scheissen Trier. De hat kr. Polver er trifft beim Schiessen oder Werfen nicht Prüm-Burb. — Et os ke Deppchen esu kr., et find sech e Deckelchen drop (s. Düppen) Daun-Tettschd. Geld, wat rond ös, mäck grad, wat kr. ös Nfrk, Rip; met G. mak mer gr. kr. on kr. gr. Wermelsk. Se ös mej de kr., sät de Foss (Fuchs), do hung de Wosch (Wurst) bowen en de Busem (Rauchfang) Mörs, — om Balke Köln-Stdt, — do sot de Katze met ner Wuascht op ein Baum NBerg. Wiərd et kr.ər, wiərd et schlommer (schlimmer) Schleid-Hellenth. Wie kr.ər dat Holz (de Höck ‘Haken’ Heinsb-Süsterseel), wie beister de Kröck (Krücke); wie schleter (schlechter) de Kerl, wie mih Glöck Köln, Dür, Aach, Elbf. Kr. on strack, bo (wo) wellste hin? Kahl (nackt) geschorener Geck (Kopp), bat leit (liegt) dir dran (bat geht et dech an); besser kr. gebore bie kahl geschore (mei Kopp es nit esu deck (oft) geschore gen wie dein Arsch zugefror es) Rätsel von Bach u. Wiese Neuw-Bend, Verbr.; du Kr.ə, du Lange, wat küste gegange? Du geschorene Arsch, wat geht dat dech an? Rheinb-Meckenh. Dat as den Daumen, dat as de Kr.ən (Zeigefinger), dat as de Langen, dat as den Topert, dat as et Fippchen Fingermärchen Bitb. — Do kas (kannst) mer och ens en Schöppestell (Schüppenstiel) kr. stonn! zum Müssigen Sülzt. Kr. baue kr. Furchen pflügen Grevbr-Elfgen; de Scholder kr. trecke (ziehen) Rip; de Bom wor kr. erömkunn hatte sich gebogen Sieg-Ägid; frische Fisch in Butter gebrot, hinne un vore kr. gerot (geraten) Antw. auf die Frage ‘was haben wir gekocht?’ Wend-Frohnhsn. — b. bei Abstrakten; he hät kr. Gedanken ist nicht recht bei Trost, übelgelaunt, macht sich unverständliche Gedanken Rip, Allg.; he hät höck (heute) kr. Senn ist übelgelaunt Rip; kr. Wöərt Fremdwörter Selfk; sät ainer e kr. [] Wort (anscheinend beleidigendes, nicht genehmes W.), da han se sich an de Häls Kobl; kr.ən Gonsdag Mittwoch in der Karwoche Ess; di kr. Noət fallende Sucht, Verwünschungsformel; o, krätschte (kriegtest) nore di kr. N.! Birkf, Wend, Merz, Siegld, uWupp; kr. schwären falsch schwören uWupp; de nit (nimmt) alles (necks) kr. fühlt sich (nicht) leicht beleidigt Rip, Allg.; dat lo leit (liegt) kr. der Plan ist schlecht Merz-Saarhölzb. — 2. persönl. kr. misswachsen, kr. vor Alter, Gicht, Arbeit, hinkend. RA.: De ös so kr. wie ene Jud Mörs, — de Strick Ottw-Landsw, Sieg, — en Landstreicher Bitb-Herforst, — ne Igel Bitb, Daun, May, Aden, Rheinb, Siegld-Afholderb, — en Aff Altk-Walterschen, — e Gäss (Ziege) Kreuzn-Waldalgersh, — en Hes (Hächse) Trier-Mehring, — en Bretzel Elbf, Dür, — en Sichel Saarbr-Sulzb, Monsch-Zweifall, Dür, Heinsb-Süsterseel, — en Kromm (Krumme) Heinsb-Lümb, — ene Höəlängder (Holunder) Schleid-Hellenth, — en Spolradskröcke Elbf, — en Flitscheboge (Armbrust) Kobl, Neuw, Altk, Siegld, — e Schlidenhore (Schlittenhorn) Daun-Lissing, Malm-Mürring, — en Bunnestecke May-Kollig, — e Krompholz (zum Aufhängen des Schlachtschweines) Düss, Mettm, — en Hangkholt Kemp, Mörs-Wallach, Klevld, — en Hockhot Kemp-Breyell, — Galgeholz Wend-Dörrenb, — e kr. Burholz (Brunnen-) May-Kirchesch, — ene Hok (Hoch) (Haken) Allg., — ne Kirschenhok Sol-Langenf, Sieg-Eitorf, — en Pütthok (Brunnenhaken) Berg, — ene Plogstart (Pflugsterz) Heinsb-Süsterseel, — e Hahnei Kref-Lank; de setz su kr. wie en Af (en Katz) op em Schleifstein Ahrw-Sinzig, Verbr.; de lit do wie ne kr.ən Angel Schleid-Hellenth; so kr., wie en Oss (Sau) seck (seicht) Dür-Pier. — Beliebte Verb. der es kr. on lahm, schef (schief), — schäpp, bockelig (gebockelig), schäkig, graddelig, grätschelig, krawwelig, kröppeleg (s. d. W.); den get vo mir noch kr. on bockelig geschlohn; ene kr. on kreppelig (krüppelig) schlohn Bitb, WMosfrk; sich kr. on lahm schaffe Birkf. Och, wat sen ech kr. on schell (scheel) on puckelig on dobei su glöcklich! Sieg-Braschoss. Kr. en schäl en noch gen Kerl; olt en stiff en noch gen Wiff! Emmerich. — Wu kr.ər, wu schlummer (schlimmer)! Vorurteil gegen den Charakter hinkender oder verwachsener Menschen Trier, Bernk, Koch, Daun, Bitb, Heinsb; je kr.ər, je dummer, je schlimmer, je deiwelhaftiger Saarl-Berus. — In Schimpfw., die ‘armseliger Kerl, misswachsener Mensch’ bedeuten; du kr.ə Zacharias! Aach-Kornelimünster, — Zacheies! Rip, NBerg, MGladb, — Zebedeijes! Köln, — Deuwel! Allg., — Dragoner! Dür-Weisw, — Hond! Allg., — Dachs! Allg., — Hecht! OBerg, — Hingks (Hengst)! Rees-Wesel, — Sultan! Elbf, — Lansen (langseinander)! Bo-Keldenich, Neuss-Dormag; du kr. Oos(t) (Aas)! Allg., — [] Orgel! Aden-Liers, Dür-Stdt, — Schibbeläutche! Köln-Stdt, — Holz! Koch-Brachtend, Neuw-Unkel, — Geschiər! MGladb, Rip, — Sock! Trier-Stdt, — Onglöck! Ahrw-Bodend, Bo-Keldenich, — Neun! Wippf-Engelsk. Dau brauchs anen net gleich kr.ən Hond ze schännen! zu dem, der schnell zornig wird u. schilt Trier-Stdt. — Du kanns Rümche (Reime) wie dem kr.ə Jann si Ühmche (Oheim) Dür-Stdt. Hier üs den olde, kr.ə Mann, den het so langk under gelegge un het Hunger un Dos (Durst) gekrege Spruch bei Überreichung der kr. Garbe (s. d.) Ruhr. — De kr. Koh (Kuh) ( u. ) schloəhn schweren Misserfolg bei einem Geschäft, Unternehmen haben, oder wenn Geschirr vom Tische fällt; sterben; dat Hus schleht de kr. K. ist baufällig Geilk, Heinsb, MGladb-Rheind (Köhke). Er hät Ledder (Leder) vom kr.ən Oss (Ochs) drane die Schuhabsätze sind schief getreten MülhRh-Rösr, Ottw-Aschb, — von der kr. Kuh Merz-Haustdt. — Kr. sen (werde) Rip, Allg. Eich haə (haue) dich, dass de kr. werscht! Ottw, Verbr. De es jo bös an de Kne (Knie) siewe mol kr. MGladb-Rheind. Der es so kr. dat e kr. es Berg, Allg. — Kr. gohn (herankunn, do setze, lige) Rip, Allg. Der geht so kr. wie en Pötzhok (Brunnenhaken) Gummb. Dau salls mer dann äwer kr. langs de Lohn (Lahn) gohn! Verwünschung Koch-Laub. Besser kr. gefahren wie strack (grade) geflougen Waldbr-Bladersb. — Sech kr. lege zu Bett gehen, ech geh mich kr. l. Bernk-Bollenb, Kobl-Bend; sech kr. l. sich einschränken müssen, sich nach der Decke strecken Rip, Nfrk; sich kr. legge un scheif laupe MülhRuhr; mer mosse kr. lige dass. ebd.; hück (heute) geiht et fidomm, morge lige mer kr. Köln-Stdt; sich kr. mache sich als arm u. bedürftig dartun, sich einschränken Monsch-Witzerath, Sieg-Rheydt. — Sech kr. (on puckelig, on schef) lachen Rip, Allg.; du lachs dech ze kr. Bo-Wesseling; sich kr. essen zu viel essen Westerw; en hot sich kr. geloden (geladen) ist bezecht WBitb. — Kr. geboren os all Richte verloren jede grade Richtung Daun, Prüm, Trier-Schleidw. — Der Kromm, der Krommen ein Misswachsener, Hinkender Allg.; gern mit FN verb., z. B. der Schmitze Kromm; et Krömmke Erk-Keyenbg; der tweemol Kr.ə er hiess u. war kr. Gummb-Stdt; et Krömmche Name eines Huhnes Sieg-Fussh. RA.: Et es mer käne lewer als der Kromm, der so buckeleg danze kann, har (links) hennerum; er danzt met seine kr.ə Fessen (Füssen), dat mer all lache messen, harum, ditcharum, har hennerum! May-OMendig. Et hot alles en richt (grade) Seit, nömme (nur) de kr.ə vu Krujchten (Bitb-Cruchten) net Bitb-Seimerich. De Kr.ən seng döt Johr all net strack Gummb-Nümbrecht. — En Kr.ər ein Hase Kreuzn, Simm, Kobl-Bend, Altk-Isert; Jäger Birkf.
11945 Zeichen · 324 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    krumm

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    krumm- s. krumb-.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    krummAdj.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    krumm , Adj. Vw.: s. krum (1)

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Krumm

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Krumm , krümmer, krümmste, adj. et adv. von der geraden Linie abweichend, im Gegensatze dessen, was gerade ist. 1. Überh…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    krumm

    Goethe-Wörterbuch

    krumm ‘krumb’ archaisierend im Stil von HSachs GWB 16,126 Vs 113 u GWB 16,425 ; ‘krum’ DjG 3 1, 4,15 1 konkr: von der ge…

  5. modern
    Dialekt
    krumm

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    krumm [rùm Roppenzw. Liebsd. ; krùm fast allg.; kruim ( Kompar. kreimər ) M. ; krǿm Geisp. K. ; krym Gimbr. Mittelhsn. …

  6. Sprichwörter
    Krumm

    Wander (Sprichwörter)

    Krumm 1. En beten krumm is nich dumm. (S. Schief.) – Diermissen, 195. 2. Es gehet krumb oder recht, mit Undank lohnt man…

  7. Spezial
    krumm

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    krumm adj. 1 (nicht gerade) stort (-rc, -a) 2 (gekrümmt, gewölbt) gumbe (-bi, -ba), botaciü (-s, -da) 3 (bogenförmig) st…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit krumm

255 Bildungen · 235 Erstglied · 15 Zweitglied · 5 Ableitungen

krumm‑ als Erstglied (30 von 235)

Krummacker

SHW

Krumm-acker Band 3, Spalte 1875-1876

Krummarsch

SHW

Krumm-arsch Band 3, Spalte 1875-1876

Krummbach

SHW

Krumm-bach Band 3, Spalte 1875-1876

krummbeinig

SHW

krumm-beinig Band 3, Spalte 1875-1876

Krummdackel

SHW

Krumm-dackel Band 3, Spalte 1875-1876

krummdürr

SHW

krumm-dürr Band 3, Spalte 1875-1876

Krummgewann

SHW

Krumm-gewann Band 3, Spalte 1875-1876

Krummhals

SHW

Krumm-hals Band 3, Spalte 1875-1876

Krummholz

SHW

Krumm-holz Band 3, Spalte 1875-1876

Krummmesser

SHW

Krumm-messer Band 3, Spalte 1875-1876

Krummnase

SHW

Krumm-nase Band 3, Spalte 1875-1876

Krummwiese

SHW

Krumm-wiese Band 3, Spalte 1877-1878

krummacher

DWB

krumm·acher

krummacher , m. der das gerade, rechte krumm macht, 'krumm-macher, ein gewissenloser advocat ' Ludwig 1079 : die krummacher, die causenmache…

Krummacker

PfWB

krumm·acker

Krumm-acker m. , Krumm-äcker Pl. : FlN, Krummacker [ ZW-Hornb ], -äcker [ KU-Rutsw/L HB-Einöd KL-Ramst KB-Morschh Orb Spey BZ-Ingh ]; vgl. P…

krummärschig

PfWB

krumm-ärschig Adj. : ' mit O- oder X-Beinen ', krummääʳschich [ NW-Kallstdt ]. — Zu PfWB Krummarsch . — SHW Südhess. III 1875 .

krummāken

WWB

krumm·aken

krum-māken V. [verstr.] 1. krummmachen. — 2. (+ sik ) sich krümmen ( Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck Rek Da).

krummarm

DWB

krumm·arm

krummarm , m. ancus, ein krummarm Stieler 54 , krumparm, krumparmiger voc. 1482 r 5 b . nl. kromarm Kil.

Krummarsch

PfWB

krumm·arsch

Krumm-arsch m. : 'Mensch mit O- oder X-Beinen', Krummaaʳsch [ KL-Bann ]. SHW Südhess. III 1875 ; RhWB Rhein. IV 1593/94 .

Krummbach

PfWB

krumm·bach

Krumm-bach ON : in der RA.: Des is so grad wie de Weg noh Krummbach [Kaislt KB-Bischh ]. SHW Südhess. III 1875 .

krummbehörnt

DWB

krummbehörnt , mit krummen hörnern versehen: ( Silen ) mit seiner krummbehörnten glatze. Fr. Müller 1, 174 .

Krummbeil

RhWB

krumm·beil

Krumm-beil -umbę·i.l(ən) Bitb-Mettend n. (m.): Hippe, Häpe.

krumm als Zweitglied (15 von 15)

ALTERSKRUMM

DWB2

alters·krumm

DWB2 ALTERSKRUMM adj. DWB2 vom alter gekrümmt; zu alter B ; auch sachbezogen: DWB2 ⟨1933⟩ ein zittriger, alterskrummer Franzose Carossa führ…

gichtkrumm

DWB

gicht·krumm

gichtkrumm , adj. : weil aber solcher kluger kopff auf so kranken und gichtkrummen füszen stund, dass er zuletzt weder mehr gehen, noch steh…

hirschkrumm

DWB

hirsch·krumm

hirschkrumm , adj. : wolt ir .. hirschkrumme streiche lernen? engl. komöd. 2, B 7. zu krumme streiche vgl. DWB krumm theil 5, 2450; das bild…

krickelkrumm

MeckWB

krickel·krumm

Wossidia krickelkrumm krumm, in vielen Krümmungen verlaufend: dei Bäk geiht so krickelkrumm Ro Rostock@Neuhof bei Parkentin NeuhP ; der Acke…

krüppelkrumm

DWB

krueppel·krumm

krüppelkrumm , krumm wie bei einem krüppel: die rach', obwol sie geht auf krüppelkrummen füszen, kommt endlich doch herbei. Rachel 7, 506 .

scheifkrumm

MeckWB

scheif·krumm

Wossidia scheifkrumm schief und krumm, sehr krumm; im Rätsel vom Grapen: scheefkrumm Vader Wo. V. 1, 137.

schlangenkrumm

DWB

schlangen·krumm

schlangenkrumm , adj. und adv. krumm wie eine schlange: du wanderst fort, du willst die welt durchmessen, hier ist der pfad so schlangenkrum…

schneckenkrumm

DWB

schnecken·krumm

schneckenkrumm , adj. und adv. krumm, gekrümmt wie ein schneckenhaus: dort, wo das volk aus dreyen reichen, zur frohne jährlich tanzt und sä…

sichelkrumm

DWB

sichel·krumm

sichelkrumm , adj. , sagt man von sehr krummen füssen. Frisch 2, 271 b ; die schwerdter werden sichel-krumm. Günther 127 .

sprenkelkrumm

DWB

sprenkel·krumm

sprenkelkrumm , adj. krumm, gebogen wie ein sprenkel ( zu sprenkel, m. decipula avium ): ein neger zeigte mir sein gewehr vor, welches ein g…

wechselkrumm

DWB

wechsel·krumm

wechselkrumm , adj. auf allen seiten krumm, von stämmen Hartig forstl. convers. lex. 933 . —

zirkelkrumm

DWB

zirkel·krumm

-krumm , adj. , ' gekrümmt in der form der kreislinie ': diese sort der bar vnd wag linien, hab ich ... auffgerissen: gerad, schlangen krum,…

Ableitungen von krumm (5 von 5)

bekrummen

KöblerMnd

bekrummen , sw. V. Vw.: s. bekrümmen

erkrummen

DWB

erkrummen , curvari, erlahmen, mhd. erkrumben. verwünschung: dasz du erkrummest! die hände, finger erkrummen mir vor kälte.

erkrummung

DWB

erkrummung , f. torpor, wenn von innen erfolgend.

krumme

DWB

krumme , f. krummes werkzeug u. ä. 1 1) rhein. sichel u. ä.: und weisen ihm ( dem abt als grundherren ) zu .. alle hohe wälde, und was (= mh…

Verkrummen

Adelung

Verkrummen , verb. regul. neutr. welches das Hülfswort seyn erfordert, aber so, wie erkrummen, nur in den gemeinen Sprecharten üblich ist. V…