Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
HEIDE stf. st. swf.
1. ebenes, unbebautes land, worauf gras und wilde blumen, auch wol einzelne bäume wachsen. goth. haiþi gr. ἀγρός Ulfil. wb. 56. Gr. 2,237. 3,395. RA. 499. in mittem deme gespreide wole verre an der heide Exod. fundgr. 2,90,42. vil manec wehselmære sagtens ûf ter heide Iw. 224. si riten ûf eine liehte heide Parz. 516,22. ich hân vil âbende al mîn schouwen ûʒ venstren über heide verlorn W. Tit. 117,2. ein frouwe warte über heide MS. 1,39. b. man siht der rôsen wunder ûf der heide Nith. 51,2. singen von der heide und von den bluomen Walth. 28,5. bluomen rôt an grüener heide das. 114,33. bluomen brechen an der liehten heide das. 119,16. under der linden an der heide das. 39,12. heide unde walt das. 39,2. diu heide rôt, der grüene walt das. 122,31. daʒ ich mich rihte nâch der heide, sô si den walt siht gruonen, sô wirts iemer rôt das. 42,20. seht wie heide und anger lît MS. 1,25. b. waʒ dar umbe? valwent grüene heide das. 1, 68. a. — Maria du spilndiu blüendiu heide das. 2,220, a. vgl. vorr. zur g. sm. XLII, 7. — ûf der worte heide Trist. 4637. der künste heide MS. 2,215. a. st. und swf.
2. heide, heidekraut. mirice heidun sumerl. 63,9. ahd. heida Graff 4,809.