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Hain

ahd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
17 in 13 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Hain

Bd. 2, Sp. 905
Der Hain, des -es, plur. die -e, ein Wort, welches von Hag abstammet, und ehedem eben dieselben Bedeutungen hatte, daher haynen im Holländischen noch jetzt so viel als zäunen bedeutet. Besonders war es ehedem von einem gehägeten Walde sehr üblich, da es denn mit Forst überein kam, und in diesem Verstande noch in den eigenthümlichen Nahmen vieler Orte vorkommt, z. B. Großenhain, Ziegenhain, Lichtenhain u. s. f. wofür es in andern hahn, in andern ham, und in noch andern hagen lautet. Es wurde alsdann von einem jeden gehägten Gehölze, und in weiterer Bedeutung von einem jeden Walde gebraucht, er mochte groß oder klein seyn. In dem gemeinen Sprachgebrauche der Hochdeutschen ist es in dieser Bedeutung veraltet, wo es nur noch in der höhern und dichterischen Schreibart von einem jeden Walde, am häufigsten aber von einem kleinern Gehölze gebraucht wird. Wie lieblich flistert dort im Hain Der schlanken Espen furchtsam Laub! Kleist. In der Deutschen Bibel kommt es sehr häufig in der Bedeutung eines heiligen, einer Gottheit gewidmeten Waldes vor, wo es 1 Sam. 22, 6 auch von einigen Bäumen gebraucht zu seyn scheinet: Als nun Saul wohnete zu Gibea, unter einem Hain in Rama. Ja 2 Kön. 23, 6 bezeichnet es auf eine sonst ungewöhnliche Art gar einen Hain- oder Waldgötzen: Und ließ den Hain aus dem Haus des Herren führen hinaus vor Jerusalem, in Bach Kidron, und verbrannte ihn u. s. f. Anm. Hain, bey dem Stryker Heinic, im Wendischen Hai, Hain, ein Wald, ist aus Hagen zusammen gezogen, daher es zur Bezeichnung des ausgestoßenen Gaumenlautes auch von einigen Hayn geschrieben wird, so ungern auch die Hochdeutsche Mundart sonst den Doppellaut ay duldet. S. Hag und Ham.
1695 Zeichen · 21 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    hain

    Althochdeutsches Wörterbuch

    hain Gl 3,301,32 s. hano.

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    hainstm., n.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    hain stm. n. s. hagen, huon.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Hain

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Der Hain , des -es, plur. die -e, ein Wort, welches von Hag abstammet, und ehedem eben dieselben Bedeutungen hatte, dahe…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Hain

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    1 Hain auch -y-; rund 100 Belege, vorwiegend in der Versdichtung; wohl im Anschluß an die poetische Aufwertung des Worte…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Hain

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Hain , s. Hag .

  6. modern
    Dialekt
    Hainm.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Hain m. : ' kleiner Wald ' in Flurnamen: Im Hän [ LU-Opp ], Im Hooⁿ [ RO-Rehborn ]; vgl. Hag 2. Südhess. III 48 .

  7. Spezial
    Hain

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Hain m. (-[e]s,-e) (Wald) bosch (-sć) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit hain

99 Bildungen · 91 Erstglied · 6 Zweitglied · 2 Ableitungen

hain‑ als Erstglied (30 von 91)

Hainbart

SHW

Hain-bart Band 3, Spalte 49-50

Hainbusch

SHW

Hain-busch Band 3, Spalte 49-50

Hainbühl

SHW

Hain-bühl Band 3, Spalte 49-50

Hainwabel

SHW

Hain-wabel Band 3, Spalte 49-50

Hainaltar

Campe

hain·altar

◬ Der Hainaltar , des — es, Mz. die — altäre , ein in einem Haine errichteter oder befindlicher Altar. — der Opferer am Hainaltare . K. L. A…

Hai (Name)

Wander

hain·ame

Hai (Name) Hai (Name). 1. Hâi an Pâi sten ap föör Dai an mâget Wai, an do kâm Êk, an hi wult smêk am do fîng'r Klag üüb a Nêk an slaag üütj …

Hainan

Meyers

hai·nan

Hainan (chines. Kiungtschoufu ), zur chines. Provinz Kwangtung gehörige Insel (s. die Karten »Hinterindien« und »Französisch-Indochina«), zw…

Hainau

Herder

hai·nau

Hainau , preuß.-schles. Stadt im Reg.-Bez. Liegnitz, mit 4200 E., Tuch- u. Leineweberei. Gefecht 28. Mai 1813.

Hainaut

Meyers

hain·aut

Hainaut (franz., spr. änō), der Hennegau (s. d.).

Hainbach

PfWB

hain·bach

Hain-bach f. : 'durch einen Hain fließender Bach', in Flurnamen: In der Hemmbach, a. 1585 In der Heimbach [KL-Landstl]; Hainbach, früher Hai…

hainbaum

DWB

hain·baum

hainbaum , m. baum des hains: zum wuchs den hainbaum mit thau zu frischen. Klopstock 2, 28 .

hainbewohner

DWB

hain·bewohner

hainbewohner , m. bewohner des hains, vogel: schnell wirds lauter in den büschen, alle hainbewohner mischen in der lerche lied sich ein. J. …

Hainbuch

PfWB

hain·buch

Hain-buch n. : Waldabteilung bei RO-Börrstdt, amtl. Bez. Hainbuche ; a. 1534: das Hanbuech. —

hainbuche

DWB

hain·buche

hainbuche , f. erweichte form von hagenbuche carpinus betulus ( sp. 140). Nemnich 2, 895 ; hainbuche ornus Steinbach 1, 215 .

Hainbuchen

Wander

hain·buchen

Hainbuchen Er (es) ist von Hainbuchen, woran man die Schweinspiesse schäftet.

Hainbuchen+baum

PfWB

hainbuchen·baum

Hainbuchen + -baum m. : = Hainbuche 1. a. 1628: das achte geloch am Trockental an einem hagenbuchenbaum [PfWeist. II 745 (FR-Gr'karlb)]. —

Hainbuchenholz

PfWB

hainbuchen·holz

Hainbuchen-holz n. : 'Holz der Weißbuche', Haaⁿbuche-, Haanbuche-, Hambucheholz [verbr.]; zäh wie H. [verbr.]. —

hain als Zweitglied (6 von 6)

Frauenhain

Wander

frau·n·hain

Frauenhain Er quartiert sich lieber in Frauenhain als in Mannhain ein. – Megerle. Der Verehrer des weiblichen Geschlechts.

Geithain

Wander

geit·hain

Geithain Geithain 1 hat zwei Seiten, in der Mitte einen grossen Plan und hinten und vorn ist nichts dran. – Sachsengrün, Jahrg. 1861, Nr. 20…

Laßhain

Adelung

lass·hain

Der Laßhain , des -es, plur. die -e, in einigen Gegenden, ein gegen einen Erbzins einem andern überlassener Hain, ein Hain als ein Laßgut be…

Lórberhain

Adelung

lorber·hain

Der Lórberhain , des -es, plur. die -e, ein mit Lorbern bepflanzter Hain oder kleiner Wald.

rebenhain

DWB

reben·hain

rebenhain , m. hain aus reben gebildet: bekränzt das haupt mir, blüthen des rebenhains! Klopstock 2, 231 .

tannenhain

DWB

tannen·hain

tannenhain , m. ein mit tannen bewachsener hain: rund um den gantzen berg zog sich auf beiden seiten zuerst ein tannenhain, darauf ein lorbe…

Ableitungen von hain (2 von 2)

Haine

Meyers

Haine (spr. ǟn'), Fluß in der belg. Provinz Hennegau, entspringt bei Anderlues, 183 m hoch, fließt nach W. und mündet nach 70 km langem Lauf…

Verhainen

Campe

✱ ✱ Verhainen , v. trs . s. Verhägen .

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APA
Cotta, M. (2026). „hain". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 20. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/hain/adelung
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Cotta, Marcel. „hain". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/hain/adelung. Abgerufen 20. May 2026.
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Cotta, Marcel. „hain". lautwandel.de. Zugegriffen 20. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/hain/adelung.
BibTeX
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