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eigentlich

mhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
13 in 12 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Eigentlich

Bd. 1, Sp. 1676
Eigentlich, adj. et adv. welches vermittelst der Endsylbe lich von dem Beyworte eigen gebildet worden. 1) * Eigenthümlich, in Gestalt eines Eigenthumes. Genigen si der guoten dan Der ich vil eigenliche bin, Heinrich von Sax. Doch diese Bedeutung ist im Hochdeutschen längst veraltet. 2) Einer Sache allein eigen, oder derselben doch vor vielen andern zukommend. Die eigentliche Bedeutung eines Wortes, welche ihren Grund in einem wesentlichen Umstande der dadurch bezeichneten Sache hat; im Gegensatze der weitern und verblümten oder figürlichen, welche wegen einer wahren oder eingebildeten Ähnlichkeit auf andere Gegenstände übertragen worden. Z. B. Brechen ahmet den Schall nach, der durch das Zerbrechen verursachet wird, und in so fern ist dieses seine eigentliche Bedeutung. Wird es aber von Umständen gebraucht, die mit keinem solchen Schalle verbunden sind, so stehet es in der figürlichen, uneigentlichen, oder bildlichen Bedeutung. Eigentliche Wörter, welche in dieser ihrer ersten und eigentlichen Bedeutung gebraucht werden. 3) Genau, der Sache völlig gemäß. Eigentlich (der Wahrheit nach, oder meinem Vorsatze nach,) werde ich heute nicht spaziren gehen. Eigentlich hättest du dieses nicht thun sollen, dem Rechte nach. Ich kann es so eigentlich (mit Gewißheit, so genau, so umständlich,) nicht sagen. Ich habe es so eigentlich (so genau,) nicht gehöret. Eigentlich zu reden, die Wahrheit zu sagen, so zu reden, wie die Sache es erfordert. Das ist des[] Verfassers eigentliche (wahre,) Meinung. Eigentlich (sehr genau,) besehen, im gemeinen Leben. Das eigentliche Griechenland, derjenige Theil Griechenlandes, welchem dieser Nahme der schärfsten Wahrheit nach zukommt, welcher ursprünglich nur allein mit diesem Nahmen beleget worden. Der eigentliche (der wahre,) Zinnober kommt aus der Erde. S. Uneigentlich. Anm. Im Oberdeutschen lautet dieses Wort noch eigenlich, aigenlich. Das t vor dem l ist das t euphonicum, welches die Hochdeutsche Mundart nothwendig macht. S. T.
2002 Zeichen · 30 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    eigentlichAdj.

    Köbler Mhd. Wörterbuch

    eigentlich , Adj. nhd. eigentümlich, eigen, leibeigen, bestimmt, besondere, ureigen Vw.: s. über- Hw.: s. eigenlich; vgl…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Eigentlich

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Eigentlich , adj. et adv. welches vermittelst der Endsylbe lich von dem Beyworte eigen gebildet worden. 1) * Eigenthümli…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    eigentlich

    Goethe-Wörterbuch

    eigentlich üb ein Viertel der fast 3000 Belege adj; häufig Superl u ‘ganz e.’ A adj; überwiegend attr, selten subst 1 jd…

  4. modern
    Dialekt
    eigentlich

    Mecklenburgisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Wossidia eigentlich eigentlich, ausdrücklich, genau: 'de hantdeder sint dem rychter unde rade van den dhorwardern eghent…

  5. Spezial
    eigentlich

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    ei|gent|lich I adj. 1 (wirklich) dër(t) (dër(c), dërta) 2 (tatsächlich) vëi, real (reai, -a) 3 efetif (-s, -iva) 4 (ursp…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit eigentlich

8 Bildungen · 3 Erstglied · 3 Zweitglied · 2 Ableitungen

eigentlich‑ als Erstglied (3 von 3)

¹EIGENTLICHKEIT

DWB2

eigentlich·keit

DWB2 1 EIGENTLICHKEIT f. DWB2 abl. von eigentlich adj., adv. G 1. voraus geht die spätmhd. -heit- var. eigentlicheit ‘ genaue nachricht; sic…

eigentlich als Zweitglied (3 von 3)

uneigentlich

DWB

uneigentlich , adj. adv. , gegentheil von eigentlich. mhd. uneigen(t)lich, unaigelich; mnl. oneigenlike; nl. oneigen(t)lijk, oneigenlik, one…

ureigentlich

DWB

ureigentlich , adv. , ganz eigentlich (ur- C 4 a): im allgemeinen ist der Steirer ja stolz auf sein Steirerthum. aber dessen sich u. bewuszt…

übereigentlich

KöblerMhd

übereigentlich , Adj. nhd. alle Eigentümlichkeiten überragend Q.: Tauler (vor 1350) (FB übereigentlich) E.: s. über (1), eigentlich W.: nhd.…

Ableitungen von eigentlich (2 von 2)

uneigentlich

DWB

uneigentlich , adj. adv. , gegentheil von eigentlich. mhd. uneigen(t)lich, unaigelich; mnl. oneigenlike; nl. oneigen(t)lijk, oneigenlik, one…

ureigentlich

DWB

ureigentlich , adv. , ganz eigentlich (ur- C 4 a): im allgemeinen ist der Steirer ja stolz auf sein Steirerthum. aber dessen sich u. bewuszt…