individuell Großschr N(GOETHE28,280) Natwiss Plp; auch subst Neutr, vereinzelt in Kleinschr (zB GWBB14,29,11); öfter superl (zB GWB33,189,2 Camp); knapp 190 Belege gegenüber rund 850 für ‘persönlich’ u 2700 für ‘einzeln’ 1 auf ein Individuum, einen Menschen als Einzelwesen bezogen, einem Individuum zugehörig, persönlich; in Fügungen wie ‘i-er Dämon, Dünkel, Standpunkt, Vorteil’, ‘i-e Ansicht, Bequemlichkeiten, Eigenheit, Einsicht, Lüste, Maske, Natur, Überzeugung’, ‘i-es Gefühl, Leben, Urteil, Wesen’; in Abstufungen: ‘national, provinzial, i.’, ‘historisch, nationell, i.’; einmal ‘jdm i. in der Hand liegen’; einmal neben ‘beschränkt’ [betr Neuordnung wiss Institute in Jena] Weil .. alles dieses eine gewisse durchdringende i-e Einsicht verlangte; so wurde die persönliche Gegenwart desjenigen der zu entscheiden berechtigt war .. erfordert GWB36,47,26 TuJ 1809 Ἔρως, Liebe .. hier verbinden sich der i-e Dämon und die verführende Tyche mit einander GWB411,219,1 Üb:Urworte Die größte Verwirrung .. brachte der Streit hervor, ob man die Schönheit als etwas Wirkliches, den Objecten Inwohnendes, oder als relativ, conventionell, ja i. dem Beschauer und Anerkenner zuschreiben müsse GWBN6,19,26 MorphH Inhalt Meine ganze Aufmerksamkeit geht .. dahin, in wie fern besondere i-e Richtung die Schauenden in der Ansicht und Denkenden in Folgerungen trennt, und zwar solche, die sich in einer Sphäre sämmtlich bewegen GWBB36,167,7 Nees 20.9.22 [üb ‘Wallenstein’] Da Sie .. diese Zeitepoche [Zeit des 30jährigen Krieges] historisch und dichterisch bearbeitet haben; so liegt Ihnen individuell in der Hand wornach man sich im allgemeinen so weit umsieht: ein eigner Cyclus GWBB12,131,15 Schiller 28.5.97 GWB36,276,10u14 BiogrEinzh GWBB46,262,13 David 8.3.30 K GWB24,123,11 Wj I 7 GWB491,258,17 Mantegna,Triumphzug GWB33,198,7 Camp uö in Selbstaussage GWBB44,284,13 Motz 18.8.28 K GWBB46,371,4 Ségur 28.12.29 K 2 durch (charakterist-unverwechselbare) persönl Eigenart geprägt, auf ein persönl Wesen abgestimmt, persönl Eigenarten aufweisend; in Fügungen wie ‘i-e Denkweise, Empfindungen, Fähigkeiten, Gesinnungen, Gestalten, Menschheit, Neigungen, Schicksale, Züge’, ‘i-er Charakter, Zustand’, ‘i-es Dasein’; je einmal idVbdgn ‘auf die i-ste Weise’, ‘nach i. eigenster Weise’ Körners Brief kommt mir wunderbar vor, wie überhaupt alles i-e so wunderbar ist. Es weiß sich kein Mensch weder in sich selbst noch in andere zu finden GWBB14,29,11 Schiller 3.3.99 Gewiß ist mir nie in den Sinn gekommen .. eine Manier ausschließlich zu begünstigen, so wenig als i-e Gesinnungen und Empfindungen zu lehren und auszubreiten GWBB5,145,1 JVoigts 21.6.81 Da er [Lavater] .. Christum buchstäblich auffaßte .. so diente ihm diese Vorstellung .. zum Supplement seines eignen Wesens, daß er den Gottmenschen seiner i-en Menschheit .. ideell einverleibte GWB29,142,9 DuW 19 Eitelkeit ist eine persönliche Ruhmsucht; man will nicht wegen seiner Eigenschaften, seiner Verdienste, Thaten geschätzt, geehrt, gesucht werden, sondern um seines i-en Daseins willen GWB422,219,9 MuR(860) Tagtäglich sehen wir, daß ein Theaterstück, ein Roman ohne die mindeste Rücksicht auf Recensionen von Lesern und Leserinnen nach i. eigenster Weise aufgenommen .. werde, je nachdem das Kunstwerk mit irgend einer Persönlichkeit zufällig zusammentreffen mag GWB411,346,12 Carmagnola33,189,2 Camp412,373,27 Üb:Livre des Cent-et-un uö einen best Charakter, ein Individuum darstellend die vorüberziehenden theils allegorischen theils i-en Gestalten der modernen Poesie GWB16,217,13 Maskenz RomantPoesie Vorbem durch künstlerische, schöpferische Eigenart geprägt; in Fügungen wie ‘i-e Ansicht, Art, Darstellung, Laune, Natürlichkeit, Neigung, Vortrefflichkeit’, ‘i-er Charakter, Schritt, Sprachton’, ‘i-es Kolorit, Talent, Verdienst, Wesen’; auch iSv originell, neben ‘neu’ Fürst Radziwill .. alles was er vorbringt [Musik], hat einen i-en Charakter GWBB24,213,21 Knebel 2.4.14 Ich weiß .. daß die Künstler auf nichts Allgemeines hören und sich einbilden, das i-e Talent könne durchdringen; das geht aber nicht GWBB48,160,18 Quandt 22.3.31 Man muß einer Poesie, wo sich die i-e Laune so manches erlaubt, schon einigermaßen günstig seyn .. wenn man etwas, dem man weder Form noch eigentlichen Sinn abgewinnen kann, noch auf einige Weise soll gelten lassen GWBB17,20,13 NMeyer 18.1.04 [üb Mantegna] Nun gelingt ihm aber auch die unmittelbarste und i-ste Natürlichkeit bei Darstellung der mannichfaltigsten Gestalten und Charaktere GWB491,255,21 Mantegna,Triumphzug Wir gestehen Herrn Manzoni wahres poetisches Talent mit Vergnügen zu, Stoff und Bezüge sind uns bekannt; aber wie er sie wieder aufnimmt und behandelt, erscheint uns neu und i. GWB411,142,10 KlassRomantItal GWB341,141,23 u 183,21 u 188,16 KuA RheinMain GWB33,264,21 Camp uö 3 eigentümlich, besonder; von einzelnen menschl Eigenschaften, von Zuständen, Verhältnissen uä sowie von Gegenständlichem, mehrf von (Gelegenheits-)Gedichten; in Fügungen wie ‘i-e Erscheinung, Mannigfaltigkeit, Umstände’; auch neben ‘charakteristisch, eigen, gemein, momentan’; je einmal ‘i-e Keimkraft’ (von Organischem) u ‘fehlerhaftes I-es’ [Beschreibung Herders] Ein rundes Gesicht, eine bedeutende Stirn, eine etwas stumpfe Nase, einen etwas aufgeworfenen, aber höchst i. angenehmen, liebenswürdigen Mund GWB27,304,6 DuW 10 [üb JMRLenz] ein i-er Zuschnitt unterschied ihn von allen Übrigen .. Er hatte nämlich einen entschiedenen Hang zur Intrigue GWB28,246,22 DuW 14 Ich bin überzeugt, daß die Bibel immer schöner wird, je mehr .. man einsieht .. daß jedes Wort .. einen eigenen, besondern, unmittelbar i-en Bezug gehabt hat GWB422,192,20 MuR(672) Alle Körper haben gewissermaßen eine i-e Farbe GWB45,295,5 Diderot,Malerei Anm [betr Gedichtsammlung] ich .. hoffe zur Verbindung so disparater Dinge gute Mittel gefunden zu haben .. die allzu i-en und momentanen Stücke einigermaßen genießbar zu machen GWB32,289,18 ItR GWB421,105,10 Einl:Mämpel,Feldjäger I GWB47,91,22 ÜbGegenstände bildKunst GWBB24,235,22 Schelling 28.4.14 GWB37,325,18 WallfahrtErwinsGrab GWB27,89,26 DuW 7 uö iGz ‘das Ideelle, das Ideale’ Schillers Sinn .. geht in’s allgemeine in’s Id[e]elle, so wie der meine in’s I-e Gespr(Gr5,110) Falk [Jan/Febr 01] Gespr(He2,431) Riemer 5.3.09 zugl iSv einzigartig Ich eilte mit Tischbein auf den Monte Cavallo. Der Platz vor dem Palaste hat was ganz eignes I-es, so unregelmäßig als grandios und lieblich GWB30,200,18 ItR [betr Anstellung eines Erziehers für die Kinder des Erbgroßherzogs] Der Fall ist so i., daß .. ein Auswärtiger sich .. kaum eine richtige Vorstellung wird machen können GWBB33,34,13 Meyer [20.5.20 Korr SchrGG34,513] K GWBB19,392,5 Knebel 23.8.07 uö(selten) negativ akzentuiert die Geschichte, wie in England die Liebe der plastischen Reste .. überhand genommen .. vom übrigen darf ich nichts sagen weil es gar zu menschlich, wunderlich, i., fatal und unerfreulich ist GWBB28,293,17 Meyer 28./29.10.17 4 einzeln; ein Einzelwesen, Einzelding, etwas Einzelnes, Vereinzeltes bezeichnend, darstellend; einen einzelnen, spezifischen Fall, Bereich, Gegenstand, Umstand betreffend Nun sind .. die meisten Farbenbenennungen davon ausgegangen, daß man einen i-en Fall als ein Beispiel ergriffen, um, nach ihm und an ihm, andre ähnliche zu bezeichnen GWBN3,203,13 FlH IV Die Magnetnadeln sind i-e Magneten GWBN11,185,17 Magnet [betr Rezension von ‘Des Knaben Wunderhorn’] die i-e Bezeichnung des Charakters von ein paar hundert Gedichten macht wohl einige Sensation GWBB19,96,11 Eichstädt 12.1.06 so wird man finden, daß selbst das Samenkorn, das uns als eine i-e Einheit vorzuliegen scheint, schon eine Versammlung von gleichen und ähnlichen Wesen ist GWBN6,12,3 MorphH Absicht GWBN1,244,10 FlD 612 GWBB28,264,4 Voigt 29.9.17 uö Bernd Hamacher B.H.