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degen

mhd. bis spez. · 25 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

degen m.

Bd. 2, Sp. 896
degen, m. ensis. mittellat. daga dagga dagha dagger daggerius daggerium dagarium dagarius daca diga, pugio, sica, magnus cultellus Ducange. habeat equum, habergeon, capitium e ferro, ensem et cultellum qui dicitur dagger Statuta Willelmi regis Scotiae cap. 23. habeat arcum et sagittas et dagarium et cultellum das. mox extracto cultello, quem dagger vulgo dicimus ictum militi minabatur Thomas Walsinghamus p. 252. in Wales dager dagr, in der Bretagne dac, engl. dagger, isl. daggardr, schwed. undn. daggert, niederl. dage, roman. dague, ital. und span. daga. vielleicht ist das wort gälischen ursprungs; vergl. Diez 120. die dague hatte den dritten theil von der länge eines schwerts und ward an der seite getragen (Roquefort Gloss. 1, 336). den unterschied zwischen beiden geben einige stellen deutlich an, in einem romanischen gedicht (Ducange 2, 736 Henschel), à son costé chascun la courte dague, à leur costé l'epée longue et large, la courte dague pour son homme aborder. also was im ahd. mezzisahs mazsahs mazzer, mhd. mezzer, stechmezzer, im Waltharius semispata heiszt; vergl. Altdeutsche gespräche nachtrag s. 13 und 17. unser degen ist von dëgen vir fortis wurzelhaft verschieden, denn hier ist e aus a, dort ë aus i entstanden, dahin weist auch die schreibung dägen däglin. degen zeigt sich in dem Hildebrandslied, das dem Caspar von der Röhn beigelegt wird, mit schwert, degen und gleffen 12. degen, trusile, stechmesser Vocab. incip. teut. d 2. Voc. theut. 1482 e 6b. trusile ein degen Wörterb. vom j. 1470, wofür Gemma gemmarum dolchlin oder tolchen hat Diefenbach 278. tolch oder kämpftegen aus dem 15ten jahrhundert (Serapeum 5, 43). gladius ein schwert, degen Serranus K 3b. machæra ein schwert, degen N 7a. im 16ten jahrh. wird degen schon öfter mit schwert gleichgestellt. gladius ein schwert, dägen Dasypod. 87b und gladiolus ein däglin, dolch 312c. dägen gladiolus, gladius, machæra Maaler 85c und der tägen ensis 397b. ξίφος ensis, duseck, degen neben schlachtschwert und ritterschwert Frischlin 453. gladius anceps, rappier oder degen Junius 251a. nam den degen an sein seiten und begund eilends zuo reiten Theuerd. 19, 15. wer einen kurzen degen nam 19, 37. 48. was nutzt mir dann mein dolch und dägen, mein bux, wann ichs nit sol gebrauchen. Isaacus Gilhusius Grammatia (eine comödie 1597) s. 139. landsknechtsdegen Fuchs Mückenkr. 1, 967. noch im 17ten jahrhundert degen tegen, dolch Henisch 670. hastu ein schwert, so hab ich ein degen Eyering 3, 7. degen framea, schwert gladius Comenius Orbis pict. 289. im 18ten jahrh. ist der begriff von dolch verschwunden, bei Frisch 1, 189a und Steinbach 1, 259 nur ensis gladius. der degen kann, wie das schwert, zweischneidig (anceps) sein (Stieler 269), aber auch dreischneidig mit längerer spitze zum stosz. degen so an der spitze ballen haben, dasz sie nicht tödlich verwunden Comenius 273; sie werden in fechtschulen gebraucht, wenn der ball des degens mit kreiden bestrichen ist Butschky Patmos 204. der degen ist immer gerad und der gekrümmte säbel (ensis falcatus) ursprünglich keine deutsche waffe. 11. gilt auch degen und schwert im allgemeinen jetzt für gleichbedeutend, so wird doch ein unterschied noch empfunden: schwert hat höhere bedeutung und gröszere würde. man kann nur sagen dem kaiser ward das schwert vorgetragen, es hängt ein schwert über seinem haupt, das schwert der gerechtigkeit, das schlachtschwert. Göthe drückt den unterschied aus, R. ich bin bewaffnet, hier ist mein degen! hier sind pistolen, hier wohnt die ehre! meine geschäftigkeit zeig ich einmal. A. ach, wozu nützen diese pistölchen? nur euch zu hindern schlaudert der degen. bringt ein paar andere, bringet ein schwert 10, 253. damit nicht übereinstimmend sagt Schiller und wie Brennus in der rohen zeit legt der Franke seinen ehrnen degen in die wage der gerechtigkeit 101b. und Herder, und der unverzagte degen, Tizonada war sein name, der das schrecken aller Mauren hängt in schwarzen sammetbândern an dem festen tapfern gurt 5, 93, der degen ist zugleich ein ehrenzeichen. diesen degen gab Ihnen der fürst Schiller 190a. hier ist das goldne vliesz, des fürsten degen 403b. Buttler nimmt den degen vom gehänge und reicht ihn dem Piccolomini, B. nehmt hin, nicht werth mehr bin ich dieses degens. O. empfangt ihn neu zurück aus meiner hand und führt ihn stäts mit ehre für das recht Schiller 372. Ernst, du trägst den degen deines herrn, sieh ihn mit ehrfurcht an Iffland Dramat. werke 11, 17. dem gefangenen wird er abgenommen. Posa sagt zu Carlos ich bitte um Ihren degen Schiller 292b. gewöhnlich wird genauer unterschieden, offiziersdegen, uniformsdegen, galadegen, paradedegen, galanteriedegen, stoszdegen, fechtdegen, raufdegen, haudegen. es gibt holgeschliffene degen. er kann, wie das schwert zweischneidig (anceps) sein (Stieler 269), aber auch dreischneidig mit längerer spitze zum stoszen. 22. man sagt den degen anhängen, umgürten, führen, tragen, ablegen, entblöszen, ziehen, zücken, einstecken. den streit mit dem degen ausmachen. mit flachem degen (transverso gladio) auf einen schlagen; s. degenfläche. mit bloszem, mit nacktem degen auf jemand eindringen. ein anderer zuckt den degen aus Wittenweiler Ring 52c, 33. mit dem andern (arm) zückt er den degen Schiller 194b. wie er sie umarmen will, reiszt sie ihm den degen von der seite 124b. mit gezogenem degen auf die räuber losgehend 142a. was? diesen guten tapfern degen wollt ihr in solchem streite ziehen? 371b. und unser saitenspiel sich hat in blosze degen, die freud in leid verkehrt Rompler 137. einem in den degen fallen die hand halten, damit er mit entblösztem degen nicht jemand verletze Frisch 1, 189a. den degen hurtig führen Günther 374. dannenhero erhalte ich bald von ihm dasz er mir (dem reiterjungen) einen degen schenkte Simpliciss. 2, 122. es ist der feind da, lasset uns unsere degen fertig halten Schelmufsky 146. oder wolltest du den degen freudig mit mir stecken ein? Volkslied in Müllenhoffs sagen s. 530. er reiszt den degen aus der scheide Gellert 1, 62. einst als der Tartarfürst sich ganz allein befand, kam mit dem degen in der hand ein vornehm weib auf ihn gerannt 1, 188. was hilft mir arm und degen! Wieland. der Cid zu seinem degen, rückwärts wird er niemals weichen, wenn er dich im kampfe führet Herder 5, 71. der, den degen unterm arm und die hand auf seiner brust, lang ansieht den guten vater 5, 74. ich fürchte deine glühenden augen nicht, nicht die spitze deines degens Göthe 10, 122. R. dich soll mein degen, willst du nicht weichen zur ruhe bringen. V. ich höre degen und waffen klingen ganz in der nähe 10, 235. wie klangen da die degen bis unter wilden schlägen der jüngling todt erlegen! Uhland Ged. 308. ich will den unterirdischen schatz aus den klauen der zauberdrachen reiszen, und wenn er tausend rothe flammen auf mich speit, und seine spitzen zähne gegen meinen degen blöckt Schiller 135b. wir werden handgemein, die degen blitzen ders. ich habe degen blinken gesehen und kugeln um mich surren gehört Schiller 126b. aber da sprangen fünf bis sechs bediente aus dem hinterhalte und entwanden mir den degen 127b. warum schmeiszen sie (die bauern) uns nicht aus dem land? potz wetter! sind uns in anzahl doch überlegen, führen den knittel wie wir den degen 327a. und du, ein armer wicht, bedenkst dich ihm dafür den degen durch den leib zu rennen 398a. 33. bildlich. den degen in der faust armata manu Frisch 1, 189a. die pappenheimischen sind abgesessen und rücken an zu fusz: sie sind entschlossen den degen in der hand das haus zu stürmen Schiller 384b. durch den degen (tapferkeit) sich berühmt machen. an den degen greifen drohen, sich zum kampf bereit zeigen. seinen degen beim gefäsz fassen bereit sein ihn zu ziehen Simpliciss. 2, 368. die hand kam niemals von dem degen als wenn er es vor nöthig hielt Günther 166. und wenn ich nach dem degen greife? Göthe. den degen überreichen sich gefangen geben. der seine hand allzu plötzlich an den degen schläget (kampflustig sich zeigt), findet hernach reue Olear. Baumgarten 1, 6. einen scharfen degen in der hand haben 1, 10. behalte den degen in der scheide halte dich vom kampf zurück 1, 33. und jeder dolch und jeder nackte degen schleicht in die scheide still zurück. Wieland Oberon 1, 45. mein liebhaber (der rittmeister) besuchte mich denselben winter gar oft, und wann er sich nicht geschämt hätte, so glaube ich, er hätte den degen gar an einen nagel gehenkt (den kriegsdienst aufgegeben), aber er muste beides seinen herrn vater und den könig selbst scheuen, als der sich den krieg wiewol mit schlechtem glück ernstlich angelegen sein liesze Simpliciss. 2, 161. seinen degen verstehen scire uti ense Frisch 1, 189a. einen guten degen fechten ense se defendere, aliumque aggredi posse ders. den degen wegwerfen den kampf aufgeben. das wunder jener welt, der schlaue Hannibal hat wegen seiner braut den degen weggeschmissen. Günther 1069. einen vor den degen fordern zum zweikampf. dasz mancher eisenfresser sei, der nicht einen römer wein trinken könne, dasz er nicht einen für den degen fordere Schuppius 317. wüszte der dasz es einem einzigen unter ihnen eingefallen wäre etwas so schlimmes dabei zu denken, so würde er selbst ihn vor seinen degen fordern Schiller 813a. er förchtet die er kränkt, trawt auch dem degen nit, der ihm zur seiten henkt. Opitz 1, 6. ihr degen kunte disz nit schaffen sie hat kein faustrecht oder waffen zu landeserben je gemacht 4, 86. weil er gesetz erklärt, wann er den degen wetzt droht. Logau 1. 5, 3. eigner mut und fremder degen künnen zwar noch ruhm erregen: aber mit geborgtem leibe fühlt man nicht das süsz am weibe 1. 7, 43. und mangelt ihm sonst nichts als dasz er alles gut zu zehlen nicht vermag, das theils durch bloszes winken sich findet über nacht, theils durch des degens blinken mit summen laufet ein 2. 15, 38. welch waffen hat mehr nutz, der degen oder schild? ob schützen, frage, mehr, ob mehr verletzen gilt. 2. 101, 12. aber weder schild noch degen kan der zeit sich widerlegen 3. 8, 90. wie er (der majordom) aber sämtliche feldherrschaften der fränkischen monarchie an sich gebracht und sein sohn Pipin die krone auf den degen gesetzt hatte (durch tapferkeit könig geworden war), zeigte sich schon von ferne das netz welches unter Carl dem groszen die Sassen fangen würde Möser Osnabr. gesch. 1, 187. L. doch wie ein bübchen fliehst du den streit. B. zwischen den fingern brennt mich der degen ich kann mich vom kampf nicht zurückhalten Göthe 10, 279. gefahr? was teufel! denkst du von mir, herr? des herzogs aug, nicht seinen degen fürcht ich. Schiller 398a. jeder soll führen seins (sein handwerksgerät), wos noth thut, alle eins, des staatbaus gründlichsten hebel, den degen (der anführer) oder den säbel (der soldat). Rückert 149. degen und fächer herr und dame, der page drängt sich zur königin grosz durch alle die degen und fächer Göthe 1, 222. degen für krieg. man wird den degen nicht ziehen krieg vermeiden. der degen hat den kaiser arm gemacht: der pflug ists der ihn wieder stärken musz Schiller 333a. 44. das recht den degen zu tragen bezeichnet die wehrhaftmachung, den eintritt in die männlichen jahre: in dem mittelalter fand die feierlichkeit der swertleite statt, wobei man den ritterschlag erhielt. wenn der junge mann student wird, steht ihm das recht zu; daher sagt J. Paul der tragische degen der musensöhne Jubelsenior 51. s.degenpüppchen. er trägt einen degen er ist ein mann. Gengenbach tadelt dasz man zu früh den degen gebe, ein gewonheit ist jetzund zur frist das man die kinder zücht uf kriegen: so bald als sie gond usz der wiegen, müssen sie degen an in han 57, 142. hat denn die milde hand der gütigen natur uns (frauen) eben nicht sowol als einer creatur die bart und degen trägt, zwei fenster an die stirne, fünf finger an die hand, gedächtnis ins gehirne, salz aber in den mund gesetzt, gemacht, gelegt? Günther 981. 55. bildlich in obscönem sinne. mir offnet einest eine ir gaden und wurd mich in ir petlein laden, da solt ich ir ein igel stechen; da west ich nichts an im zu rechen und greif bald dar: da ward es sich strauben. ich faszt mein degen bei der hauben. Fastnachtsp. 338, 24. vergl. 259, 21. mir het ein junge frau gezilt, sie wolt mir leihn irn schilt, darein man mit ploszen spern sticht und auch mit degen darinnen ficht 731, 7. 66. man glaubte dem degen durch zeichen oder sprüche, die auf die klinge gegraben wurden, oder auf andere weise eine übernatürliche kraft zu verleihen, daher magische degen. Staricius schreibt das kaiser Maximilian einen solchen degen gehabt Butschky Patmos 666. 667, wo dessen zubereitung angegeben wird. Keisersberg gedenkt eines aberglaubens, nemmet eures mans tegen und stoszet den in das wasser und leget ihn darnach under das küssin, dar uf euer man zenacht schläft, so würt er euch widerum holt Sünden des munds 47a. 77. ausrufung, ei dasz dich denn potz degen! Heinr. Hoffmann Gesellschaftslieder 188. 88. bei den pferden eine haarfurche am halse längs der mähne herab, welche die gestalt eines degens hat. daher die degen- oder gertenhand, entgegengesetzt der zügelhand. 99. an den seidenhaspeln ein hölzernes lineal, das mit einem ende in dem laufrädchen steckt, am andern aber beweglich ist und dazu dient, dasz die faden auf dem haspel nebeneinander, nicht übereinander kommen. es heiszt auch der laufstock. in der Schweiz das kerbholz beim verzehnten des weins Stalder 1, 274. 1010. sprichwörter. von dem kleinen der einen degen umgeschnallt hat, holla wa tregt der tegen den man? Fischart Garg. 41a. der wescht den ziegelstein zum degen (dasz er glänzt; der das unmögliche vollbringt) der hüt ein unzüchtig weib in allen wegen Henisch 670. hastu ein schwert, so hab ich ein degen ich trete vor dir nicht zurück, kann mich mit dir messen ders. bei Simrock, jeder degen hat seine scheide 1517. ein anderes ist der degen, ein anderes die feder 1518. jeder degen hat seine scheide, aber nicht jede scheide ihren degen 1519. es gibt mehr scheiden als degen 1520. wenn die scheide nicht will, kann der degen nicht hinein 1521. man soll einen degen sechzig jahre lang tragen um einer einzigen bösen stunde willen 1523.
14282 Zeichen · 230 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    DEGENstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +11 Parallelbelege

    DEGEN stm. dolch, franz. dague . mit schwert degen und gleffen Kaspar v. d. Rhön. heldenb. s. 220. a. H. vgl. Diefenb. g…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    degenM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +9 Parallelbelege

    degen , M. Vw.: s. dēgen (2)

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    2. Dêgen

    Adelung (1793–1801) · +10 Parallelbelege

    2. * Der Dêgen , des -s, plur. ut nom. sing. ein nunmehr völlig veraltetes Wort, welches ehedem einen Kriegesmann, einen…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Degen

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    2 Degen Krieger, Streiter ein alter Husaren-Officier .. Der alte D. 33,157,4 Camp [ für: spada ] 43,94,2 Cell I 6 uö ‘Sa…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Degen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Degen , ehemals gleichbedeutend mit Schwert, jetzt Stoßwaffe mit langer, gerader Klinge, Parirstange, Bügel u. Stichblat…

  6. modern
    Dialekt
    Degen

    Bayerisches Wörterbuch · +7 Parallelbelege

    Degen Band 3, Spalte 3,1451f.

  7. Sprichwörter
    Degen

    Wander (Sprichwörter)

    Degen 1. Degen lat den Jungen gân, Junge lat den Degen gân. – Richey, 34. Spott auf der, denen man den Bratspiess zu frü…

  8. Spezial
    Degen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    De|gen m. (-s,-) 1 (auch ‹sport› ) spada (-des) f. 2 (Säbel) sabla (-les) f. ▬ den Degen ziehen svainé la spada, trá for…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit degen

261 Bildungen · 147 Erstglied · 109 Zweitglied · 5 Ableitungen

degen‑ als Erstglied (30 von 147)

degenbalt

KöblerMhd

degen·balt

degenbalt , Adj. nhd. kühn, heldenhaft, männlich, tapfer E.: s. degen, balt W.: nhd. DW2- L.: Lexer 379a (degenbalt)

degenband

DWB

degen·band

degenband , n. porteépé. Fichte Franz. revol. 193 . s. degenquaste . degenschleife.

degenbuße

DWB2

degen·busse

degenbuße f. bußgeld für jmdn., der ohne degen den gottesdienst besucht: 17./18.jh. schweiz. id. 4,1752.

dëgenen

Lexer

dege·nen

dëgenen swv. zum dëgen, helden machen. niht lebt ein junger ritter baʒ gedegent (: gesegent) j.Tit. 1513.

Degĕner

Meyers

dege·ner

Degĕner (lat.), entartet, der Entartete oder »Unartige«, Beiname Albrechts II., Markgrafen von Meißen (gest. 1314; s. Albrecht 14).

degeneratio

MLW

degen·e·ratio

degeneratio , -onis f. damnum comparis nobilitatis — Einbuße der Ebenbürtigkeit : 1 gener.: Rup. Tuit. trin. 7,12 l. 542 in initio narration…

Degeneration

Pfeifer_etym

degen·e·ration

generieren Vb. ‘erzeugen, produzieren’, entlehnt (16. Jh.) aus lat. generāre ‘(er)zeugen, erschaffen, hervorbringen’, abgeleitet von lat. ge…

DEGENERATIONS

DWB2

DEGENERATIONS-. 1 zu degeneration 1 . bezeichnungen für vorgänge, entwicklungsstufen und ergebnisse des degenerationsvorgangs bei lebewesen:

DEGENERATIV

DWB2

DEGENERATIV adj. lehnwort aus ne. degenerative adj. auf degeneration beruhend: 1912 ein solches objekt kann aus erzeugnissen der religiösen …

degeneraziun

LDWB1

degeneraziun [de·ge·ne·ra·ziụŋ] f. (-s) 1 Degeneration f ., Entartung f., Abart f. 2 ‹biol, med, fis› Degeneration f ., Entartung f.

degeneré

LDWB1

dege·nere

degeneré [de·ge·ne·rę́] I vb.tr. (degenerëia) 1 degenerieren, entarten, verkümmern 2 ‹fig› ausarten, ausufern II adj. (-rá, -rada) degenerie…

Degenereszenz

GWB

Degenereszenz botan: Umbildung von Pflanzenorganen; Pl [ für: dégénérescence ] N6,265,7 MetamPfl Wirkg 1830 vgl Umbildung Umwandlung Armin G…

degenerieren

Pfeifer_etym

degener·ieren

generieren Vb. ‘erzeugen, produzieren’, entlehnt (16. Jh.) aus lat. generāre ‘(er)zeugen, erschaffen, hervorbringen’, abgeleitet von lat. ge…

DEGENERIERUNG

DWB2

DEGENERIERUNG f. abl. von 1 degenerieren vb. 1. den vorgang des degenerierens bezeichnend: 1933 das fehlen der sehnsucht, höher zu gelangen …

degenero

MLW

dege·nero

degenero , -avi, -atum , -are degenerare . I c. sensu (in peius) deflectendi: A intrans. (medial.: p. 214, 18. 20. 35. al.; refl.: p. 214, 4…

degenfähig

DWB

degen·faehig

degenfähig , adj. berechtigt einen degen zu tragen. aber ich würde mir, sagt ich, wenn einer von ihnen stift- und degenfähig wäre, ein wahre…

degenfäsz

DWB

degenfäsz , n. wie degengefäsz. in geschehener bedankung regalirte er den hauptmann mit einem silbernen degenfäsz Ettner Maulaffe 869 .

degen als Zweitglied (30 von 109)

Haudegen

RDWB1

Haudegen m übertr. забияка, задира

Ballendêgen

Adelung

ballen·degen

Der Ballendêgen , des -s, plur. ut nom. sing. an einigen Orten so viel als ein Rapier, weil es vorn mit einem Ballen versehen ist. Daher auc…

bedēgen

MNWB

bede·gen

bedēgen (s. bedāgen), swv. , den Termin versäumen, ausbleiben.

behuldegen

MWB

behuldegen swV. ‘jmdn. begnadigen, jmdm. (bei jmdm.) Gnade verschaffen’ mit Akk.d.P. (und Dat.d.P.): so mag er in [den Totschläger] behalten…

bekundegen

MWB

bekundegen swV. ‘jmdn. anzeigen’ sitzit eyn man vndir vns, den vnse vettirn bekundigin odir beclagin UrkSchles(B) 18,29 (a. 1317) MWB 1 554,…

beleidegen

Lexer

beleide·gen

be-leidegen swv. verletzen. diu vlieg belaidigt des hund ôrn Mgb. 298,11. ain iegleich crêatûr ist belaidigt mit der sünd des êrsten mensche…

beschadegen

KöblerMhd

beschadegen , sw. V. nhd. beschädigen, benachteiligen, schädigen Hw.: s. beschaden; vgl. mnl. bescadigen, mnd. beschādigen, beschēdigen Q.: …

beschedegen

Lexer

be-schedegen swv. BMZ beschädigen Ludw. Dür. chr. ; ûf einen besch. zu dessen beschädigung ausziehen Chr. 4,26 anm. 2.

beschuldegen

MWB

beschulde·gen

beschuldegen swV. 1 ‘jmdn. beschuldigen, anklagen’ (vgl. beschulden 1 )2 ‘sich etw. (Lohn/Strafe) verdienen’ (vgl. beschulden 2 )    1 ‘jmdn…

bezwīdegen

KöblerMhd

bezwīdegen , sw. V. nhd. bewähren, bestätigen Q.: LexerHW (1485) E.: s. be, zwīden W.: nhd. DW- L.: LexerHW 1, 261 (bezwîdegen)

broddegen

MNWB

brod·degen

° brôtdēgen , (broddegen) , m. , (Bremer Domgeistliche) Brotspender? Vorsteher des Brothauses s. brôthûs 2 (Vgl. Grimm, Kl. Schr. 5, 327)? O…

brôtdegen

KöblerMnd

brôtdegen , M. Vw.: s. brōtdēgen

brūtdegen

KöblerMhd

brūt·degen

brūtdegen , st. M. nhd. Gemahl, Ehemann Q.: Mar (1172-1190) (FB brūtdegen) E.: s. brūt (1), degen W.: nhd. DW- L.: Lexer 27c (brūtdegen), MW…

dietdëgen

Lexer

diet·degen

diet-dëgen stm. BMZ das ganze volk überragender, im volke bekannter held Rul. Lampr. Lanz. Ernst B. 1199. Ab. 1,339. vgl. volcdegen.

ellentdegen

KöblerMhd

ellent·degen

ellentdegen , st. M. nhd. tapferer Kämpfer Q.: KvWTroj (1281-1287) E.: s. ellent, degen (2) W.: nhd. DW- L.: MHDBDB (ellentdegen)

endegen

MWB

ende·gen

endegen swV. ‘etw. beenden’ dise zit wurt geendiget an dem ostertage ElsLA 176,21 MWB 1 1617,41; Bearbeiter: Runow

entlëdegen

MWB

entlëdegen swV. 1 ‘jmdn. frei lassen’ 2 ‘jmdn. (sich)/ etw. (von etw.) befreien’ 3 ‘etw. (aus der Verpfändung) lösen’ 4 ‘jmdn. von etw. frei…

entlēdegen

KöblerMnd

entlēdegen , sw. V. Vw.: s. entleddigen*

erlēdegen

KöblerMnd

erlēdegen , sw. V. Vw.: s. erleddigen

fechtdegen

DWB

fecht·degen

fechtdegen , m. gladius praepilatus, rappier. Stieler 270. 1498 ; wenn der fechter mit dem fechtdegen getroffen wird. Butschky Patm. 204 .

Fêlddêgen

Adelung

feld·degen

Der Fêlddêgen , des -s, plur. ut nom. sing. ein Soldatendegen, zum Unterschiede von einem Galanterie-Degen, Studentendegen u. s. f.

Ableitungen von degen (5 von 5)

bedēgen

MNWB

bedēgen (s. bedāgen), swv. , den Termin versäumen, ausbleiben.

gedegen

DWB

gedegen , s. gediegen.

gedēgene

MNWB

gedēgene , n. , Dienstmannenschaft, Gefolge .

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „degen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/degen/dwb?formid=D01177
MLA
Cotta, Marcel. „degen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/degen/dwb?formid=D01177. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „degen". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/degen/dwb?formid=D01177.
BibTeX
@misc{lautwandel_degen_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„degen"},
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