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Degen

mhd. bis spez. · 25 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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48 in 25 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Degen Der

Bd. 1, Sp. 695a
Der Degen, des — s, d. Mz. w. d. Ez. 1) Ein Seitengewehr, welches aus einer langen schmalen in eine Spitze ablaufenden Klinge an einem Gefäße besteht, mehr zum Stechen als zum Hauen dient und in einer Scheide an der linken Seite getragen wird, sowol zur Beschützung und zum Angriff bei Soldaten, als auch zur Auszeichnung bei manchen Beamten ; zum Unterschiede von einem Dolche, Schwerte, Hirschfänger, Säbel  Dient er auch zum Hauen, so ist er ein Haudegen. Ein Stoßdegen, Raufdegen, Putzdegen, Feld= degen  Einen Degen tragen. Zum Degen greifen. Den Degen ziehen. Seinem Gegner in den Degen fallen. Den Degen verstehen, das Fechten. Den Degen ablegen. Einem den Degen abfodern, abnehmen. 2) An den Seidenhaspeln, ein hölzernes Richtscheit, welches mit dem einen Ende in dem Laufrädchen steckt, am andern aber beweglich ist und dazu dienet, die Faden auseinander zu halten, daß sie auf dem Haspel nicht über sondern neben einander zu liegen kommen; auch der Laufstock. 3) Х Uneigentlich, ein Kriegsmann, ein ehrlicher, redlicher Mann. »Ir Vater ist ein alter Degen, stolz und rauh, sonst bieder und gut.« Lessing. Wo aber waren dann die tapfern Degen Saintrailles, la Hire? — — Schiller.
1192 Zeichen · 18 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    DEGENstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +11 Parallelbelege

    DEGEN stm. dolch, franz. dague . mit schwert degen und gleffen Kaspar v. d. Rhön. heldenb. s. 220. a. H. vgl. Diefenb. g…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    degenM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +9 Parallelbelege

    degen , M. Vw.: s. dēgen (2)

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Dêgen

    Adelung (1793–1801) · +10 Parallelbelege

    1. Der Dêgen , des -s, plur. ut nom. sing. ein bekanntes Seitengewehr, welches aus einer langen schmalen Klinge und eine…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Degen

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    1 Degen 1 die Fechtwaffe für Stich u (seltener) Hieb; auch im Wechsel mit ‘Schwert’ a als Waffe für Angriff u Verteidigu…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Degen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Degen , ehemals gleichbedeutend mit Schwert, jetzt Stoßwaffe mit langer, gerader Klinge, Parirstange, Bügel u. Stichblat…

  6. modern
    Dialekt
    Degen

    Bayerisches Wörterbuch · +7 Parallelbelege

    Degen Band 3, Spalte 3,1451f.

  7. Sprichwörter
    Degen

    Wander (Sprichwörter)

    Degen 1. Degen lat den Jungen gân, Junge lat den Degen gân. – Richey, 34. Spott auf der, denen man den Bratspiess zu frü…

  8. Spezial
    Degen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    De|gen m. (-s,-) 1 (auch ‹sport› ) spada (-des) f. 2 (Säbel) sabla (-les) f. ▬ den Degen ziehen svainé la spada, trá for…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit degen

261 Bildungen · 147 Erstglied · 109 Zweitglied · 5 Ableitungen

degen‑ als Erstglied (30 von 147)

degenbalt

KöblerMhd

degen·balt

degenbalt , Adj. nhd. kühn, heldenhaft, männlich, tapfer E.: s. degen, balt W.: nhd. DW2- L.: Lexer 379a (degenbalt)

degenband

DWB

degen·band

degenband , n. porteépé. Fichte Franz. revol. 193 . s. degenquaste . degenschleife.

degenbuße

DWB2

degen·busse

degenbuße f. bußgeld für jmdn., der ohne degen den gottesdienst besucht: 17./18.jh. schweiz. id. 4,1752.

dëgenen

Lexer

dege·nen

dëgenen swv. zum dëgen, helden machen. niht lebt ein junger ritter baʒ gedegent (: gesegent) j.Tit. 1513.

DEGENER

DWB2

dege·ner

DEGENER m. nomen agentis zu 2 degen m. 1, gelegenheitsbildung degenhersteller: 1818 monsieur Hungerdarm, den sarasser und degener Voss Shake…

degeneratio

MLW

degen·e·ratio

degeneratio , -onis f. damnum comparis nobilitatis — Einbuße der Ebenbürtigkeit : 1 gener.: Rup. Tuit. trin. 7,12 l. 542 in initio narration…

Degeneration

Pfeifer_etym

degen·e·ration

generieren Vb. ‘erzeugen, produzieren’, entlehnt (16. Jh.) aus lat. generāre ‘(er)zeugen, erschaffen, hervorbringen’, abgeleitet von lat. ge…

DEGENERATIONS

DWB2

DEGENERATIONS-. 1 zu degeneration 1 . bezeichnungen für vorgänge, entwicklungsstufen und ergebnisse des degenerationsvorgangs bei lebewesen:

DEGENERATIV

DWB2

DEGENERATIV adj. lehnwort aus ne. degenerative adj. auf degeneration beruhend: 1912 ein solches objekt kann aus erzeugnissen der religiösen …

degeneraziun

LDWB1

degeneraziun [de·ge·ne·ra·ziụŋ] f. (-s) 1 Degeneration f ., Entartung f., Abart f. 2 ‹biol, med, fis› Degeneration f ., Entartung f.

degeneré

LDWB1

dege·nere

degeneré [de·ge·ne·rę́] I vb.tr. (degenerëia) 1 degenerieren, entarten, verkümmern 2 ‹fig› ausarten, ausufern II adj. (-rá, -rada) degenerie…

Degenereszenz

GWB

Degenereszenz botan: Umbildung von Pflanzenorganen; Pl [ für: dégénérescence ] N6,265,7 MetamPfl Wirkg 1830 vgl Umbildung Umwandlung Armin G…

degenerieren

Pfeifer_etym

degener·ieren

generieren Vb. ‘erzeugen, produzieren’, entlehnt (16. Jh.) aus lat. generāre ‘(er)zeugen, erschaffen, hervorbringen’, abgeleitet von lat. ge…

DEGENERIERUNG

DWB2

DEGENERIERUNG f. abl. von 1 degenerieren vb. 1. den vorgang des degenerierens bezeichnend: 1933 das fehlen der sehnsucht, höher zu gelangen …

degenero

MLW

dege·nero

degenero , -avi, -atum , -are degenerare . I c. sensu (in peius) deflectendi: A intrans. (medial.: p. 214, 18. 20. 35. al.; refl.: p. 214, 4…

degenfähig

DWB

degen·faehig

degenfähig , adj. berechtigt einen degen zu tragen. aber ich würde mir, sagt ich, wenn einer von ihnen stift- und degenfähig wäre, ein wahre…

degenfäsz

DWB

degenfäsz , n. wie degengefäsz. in geschehener bedankung regalirte er den hauptmann mit einem silbernen degenfäsz Ettner Maulaffe 869 .

degen als Zweitglied (30 von 109)

Haudegen

RDWB1

Haudegen m übertr. забияка, задира

Ballendêgen

Adelung

ballen·degen

Der Ballendêgen , des -s, plur. ut nom. sing. an einigen Orten so viel als ein Rapier, weil es vorn mit einem Ballen versehen ist. Daher auc…

bedēgen

MNWB

bede·gen

bedēgen (s. bedāgen), swv. , den Termin versäumen, ausbleiben.

behuldegen

KöblerMhd

behuldegen , sw. V. Vw.: s. behuldigen

bekundegen

KöblerMhd

bekundegen , sw. V. Vw.: s. bekündigen*

beleidegen

Lexer

beleide·gen

be-leidegen swv. verletzen. diu vlieg belaidigt des hund ôrn Mgb. 298,11. ain iegleich crêatûr ist belaidigt mit der sünd des êrsten mensche…

beschadegen

KöblerMhd

beschadegen , sw. V. nhd. beschädigen, benachteiligen, schädigen Hw.: s. beschaden; vgl. mnl. bescadigen, mnd. beschādigen, beschēdigen Q.: …

beschedegen

Lexer

be-schedegen swv. BMZ beschädigen Ludw. Dür. chr. ; ûf einen besch. zu dessen beschädigung ausziehen Chr. 4,26 anm. 2.

bezwīdegen

KöblerMhd

bezwīdegen , sw. V. nhd. bewähren, bestätigen Q.: LexerHW (1485) E.: s. be, zwīden W.: nhd. DW- L.: LexerHW 1, 261 (bezwîdegen)

broddegen

MNWB

brod·degen

° brôtdēgen , (broddegen) , m. , (Bremer Domgeistliche) Brotspender? Vorsteher des Brothauses s. brôthûs 2 (Vgl. Grimm, Kl. Schr. 5, 327)? O…

brôtdegen

KöblerMnd

brôtdegen , M. Vw.: s. brōtdēgen

brūtdegen

KöblerMhd

brūt·degen

brūtdegen , st. M. nhd. Gemahl, Ehemann Q.: Mar (1172-1190) (FB brūtdegen) E.: s. brūt (1), degen W.: nhd. DW- L.: Lexer 27c (brūtdegen), MW…

dietdëgen

Lexer

diet·degen

diet-dëgen stm. BMZ das ganze volk überragender, im volke bekannter held Rul. Lampr. Lanz. Ernst B. 1199. Ab. 1,339. vgl. volcdegen.

ellentdegen

KöblerMhd

ellent·degen

ellentdegen , st. M. nhd. tapferer Kämpfer Q.: KvWTroj (1281-1287) E.: s. ellent, degen (2) W.: nhd. DW- L.: MHDBDB (ellentdegen)

endegen

KöblerMhd

ende·gen

endegen , sw. V. nhd. „endigen“, beenden Q.: ElsLA (1. Hälfte 14. Jh.) E.: s. ende (1) W.: nhd. (ält.) endigen, V., beenden, DW 3, 461 L.: M…

entlëdegen

MWB

entlëdegen swV. 1 ‘jmdn. frei lassen’ 2 ‘jmdn. (sich)/ etw. (von etw.) befreien’ 3 ‘etw. (aus der Verpfändung) lösen’ 4 ‘jmdn. von etw. frei…

entlēdegen

KöblerMnd

entlēdegen , sw. V. Vw.: s. entleddigen*

erlēdegen

KöblerMnd

erlēdegen , sw. V. Vw.: s. erleddigen

fechtdegen

DWB

fecht·degen

fechtdegen , m. gladius praepilatus, rappier. Stieler 270. 1498 ; wenn der fechter mit dem fechtdegen getroffen wird. Butschky Patm. 204 .

Fêlddêgen

Adelung

feld·degen

Der Fêlddêgen , des -s, plur. ut nom. sing. ein Soldatendegen, zum Unterschiede von einem Galanterie-Degen, Studentendegen u. s. f.

Ableitungen von degen (5 von 5)

bedēgen

MNWB

bedēgen (s. bedāgen), swv. , den Termin versäumen, ausbleiben.

gedegen

DWB

gedegen , s. gediegen.

gedēgene

MNWB

gedēgene , n. , Dienstmannenschaft, Gefolge .